Beiträge von Whitewolf

    Hallo Natascha,

    Weil ich mir zuviel Sorgen machte und ich zu kontrollieren anfing.

    Das klingt noch relativ harmlos im Vergleich zu dem was Dir noch bevorsteht wenn Du die Beziehung wiederbelebst. Grenz Dich ab so gut es geht.

    Er hat mit dem Alkohol nicht abgeschlossen, ein Delir hat noch nicht gereicht. Das passiert öfter in der Alkoholkrankheit. In den "alkoholfreien " Varianten der Getränke ist übrigens auch noch ein Rest Alkohol enthalten. Das wird aber gerne übersehen.

    Ein Alkoholiker kann nur mit 0,0 trocken werden, es sind viele Veränderungen nötig. Wenn er schon wieder mit Alkohol herumhantiert ( kochen, Schokolade, alkoholfreie Getränke ) ist der Weg schon vorgezeichnet.

    Tu Dir das nicht an.

    lG WW

    Hallo Bergdohle,

    Jetzt würde ich ihn gerne unter Druck gesetzt sehen damit er für SICH SELBER ins Handeln kommt.

    Es gibt nur einen Druck der Sinn macht in der Suchtkrankheit. Das ist der innere Leidensdruck. Den kann nur er in Sich empfinden.

    Wenn er sich auf Druck von aussen in eine Therapie begibt ( drohender Familienverlust, Führerschein, Jobverlust,... sind so die gängigen Druckmittel ), dann hält das meist nur von heute auf morgen.

    Der eigene Wille zur dauerhaften Abstinenz ist dabei entscheidend. Wenn der Proband eigentlich schon gerne weitertrinken will, darf aber aus verschiedenen Gründen nicht mehr, dann holt ihn das schnell wieder ein.

    Ich kann diesen Gedankengang gut nachvollziehen, es ist aber nicht unbedingt von ( dauerhaftem) Erfolg gekrönt, den Süchtigen von aussen unter Druck zu setzen und in die Enge zu treiben. Das würde Dich nur unnötig Kraft kosten und dann geht das hoffen und bangen los ob es auch tatsächlich hält. Dann gehen die Kontrollen los, ständige unterschwellige Angst , Schnupperkontrollen, Verhaltenskontrollen... und was es da alles noch so gibt um jemanden zu beobachten.

    Sollte er , rein hypothetisch, morgen zum Arzt gehen und aufhören, wie auch immer ( SHG, Therapie...etc...), hättest Du diese Zeit noch vor Dir. Rechne das in Deine zukünftige Planung mit ein, dauerhaft trocken von heute auf morgen geht eben nicht.

    Das mit den Eltern ist in meinen Augen eine Generationsfrage. Bei den älteren Semestern galt die Alkoholkrankheit nicht als Krankheit sondern eher als Willensfrage. Sie gehen davon aus, einfach aufhören und gut ist. Da wurde der Deckel draufgehalten, egal was passiert.

    Wenn Du an so jemanden gerätst ( Stichwort : schlechte Ehefrau ) ist jeder Erklärungsversuch deinerseits sinnlos.

    Seit Du hier bist weisst Du: Du kannst nackt im Garten Handstand machen und dabei La Paloma pfeifend Gitarre spielen, es ändert absolut nichts am Krankheitsverlauf.

    Also achte auf Dich und tu was Du tun musst damit es Dir besser geht.

    lG WW

    Hallo releaseme,

    Ich habe mir vorgenommen, in den Sommerferien mit den Kindern zu gehen, wenn es nicht anders wird. Ich will die Große nicht aus der Schule reißen..

    Hier hast Du ja schon eine Aussage für Dich getroffen. Bis dahin könntest Du Dich beraten lassen und das Ganze auf rechtlich sichere Füße stellen. Das scheint ja ein großes Problem für Dich zu sein ( dokumentieren von Flaschen als Beweis, kann man machen, bringt aber eigentlich garnichts ausser Stress für Dich )

    Nach einer Wohnung Ausschau halten, etwas Zeit wäre ja noch. Am Besten selbst eine Anzeige schalten.

    Sind manche Dinge erstmal ins Rollen gebracht, kann man die auch nicht mehr ändern

    Was meinst Du damit genau? Solange keine Unterschriften auf irgendwelchen Verträgen sind kannst Du alles wieder rückgängig machen. Du verharrst in dieser Starre aus Angst vor den Konsequenzen und startest deshalb den Weg nicht.

    Ziemlich klar ist wohl, auch nach Deinem letzten post, das diese toxische Umgebung nicht gut sein kann für die Kinder. Für Dich sowieso. Es klingt nicht danach als ob er jetzt endlich trocken werden möchte / will. Er sagte ja selbst, das er für dauerhafte Abstinenz noch zu jung ist. Also ist sein weiterer Weg in die Trinkerhölle schon gebucht. Da müsst ihr nicht zwingend mitgehen denke ich.

    Fang doch einfach mal an, nichts von den Sachen welche anstehen passieren von heute auf morgen. Es geht um Perspektiven, im Moment ist da nur ein schwarzes Loch.

    Auch bei dem "warten auf ein Wunder" in der Alkoholkrankheit und der Co-Abhängigkeit wird sehr oft der Zeitfaktor vergessen. Nichts passiert da von heute auf morgen bis es besser wird.

    Einen Entzug hast Du ja schon miterlebt wenn ich das richtig gelesen habe, und selbst wenn das dann Erfolg hat, geht die eigentliche Arbeit erst dann los. Das ist nicht mal eben und weit mehr als Wochen und Monate. Das musst Du dann alles mit tragen auf Deinen Schultern, die Kinder hängen dazwischen.

    Fang einfach mal an. Schlimmer kann es dadurch nicht werden.

    lG WW

    Also das klingt wie betrunkenes Geschreibsel. Was soll er auch antworten?

    Er will ganz offensichtlich nicht aufhören zu trinken und gleichzeitig will er irgendsowas wie eine Beziehung, ohne das Du ihn wegen seiner Trinkerei nervst.

    Also alles unter einem Hut. Saufen und Partner gleichzeitig, das Paradies des Trinkers.

    Für Dich kommt bei der Sache nichts brauchbares mehr rüber, brich den Kontakt ab.

    Wenn er wirklich aufhören wollte und er sich wirklich helfen lassen wollte, dann würde er etwas anderes schreiben.

    Ich bekomme übrigens langsam den Eindruck als ob er Dich schon soweit weichgeklopft hat, das Du diesen faulen Kompromiss bald wieder eingehst um nicht mehr alleine zu sein.

    Nur so mein Eindruck.

    Siehst Du keine Chance andere Kontakte aufzubauen, damit er mal etwas im Hintergrund verschwindet wenn Du ihn schon nicht blockieren kannst? Deine WhatsApp-Beschreibung klingt wie ein böser Albtraum.

    Wenn ich WhatsApp Zeichen am händy sehe dann zitter ich schon in der Hoffnung, oh er er er..

    lG WW

    Ich habe einige Beiträge gelesen, da ist vieles was mich überrascht.

    Zum Beispiel? Evtl. lässt sich da noch etwas zu schreiben oder erklären.

    Wie ist das mit dem Saufdruck, kommt der plötzlich oder schleicht der einfach im Kopf herum ?

    Du versuchst die Sucht zu verstehen. Ist auch nachvollziehbar, allerdings für einen Nicht-Süchtigen quasi unmöglich. Der Süchtige lebt in einer Welt mit ganz anderen Denkmustern, Wahrnehmungen und Prioritäten.

    Du setzt etwas voraus, eine für Dich normale Reaktion auf eine Aktion von Dir und dann verstehst Du die Welt nicht mehr weil die Reaktion völlig anders ausfällt.

    Du bist Statist in Ihrer Alkoholkrankheit und Du bestimmst wie aktiv Du Dich beteiligst.

    Es gibt hier ein geflügeltes Wort im Forum: Hilfe durch Nicht-Hilfe.

    Es gibt leider kein Patentrezept dafür, ab welchem Punkt ein Alkoholiker ernsthaft trocken werden will und dann auch alles dafür tut. Manche müssen erst ganz unten aufschlagen, manche schaffen es durch eine Erkenntnis vorher, und manche schaffen es nie.

    Für Dich ist eigentlich nur interessant wie lange Du bereit bist diesen Weg mitzugehen.

    Hallo Sundancer,

    ich weiß keine andere Lösung weil die Situation mich noch überfordert

    Leider ist das ( sehr anstrengender ) hilfloser Aktionismus und das ist ein ( nachvollziehbares ) Verhalten, welches sehr oft in der Co-Abhängigkeit auftaucht. Alkohol verstecken, entsorgen, zählen, Listen führen, Fotos machen zu einer sinnlosen Beweisführung, das trinken verbieten, schimpfen, drohen, ignorieren... das perlt alles an der Sucht ab.

    Es ist einfach ein Zeichen Deiner Hilflosigkeit und zeigt Dir wie sehr Dich ihr Alkoholkonsum schon im Griff hat.

    An der Sucht und am Trinkverhalten ändert das alles leider nichts. Sie ist abhängig und muss trinken. Und sie wird es tun, so oder so, irgendwie schafft es ein Alkoholiker immer sich noch Alk zu besorgen und zu konsumieren.

    Der ( nasse ) Alkoholiker hat nur eine oberste Priorität: Das zuführen von Alkohol in seinem ganz persönlichen Trinkmuster. Alles andere kommt danach, auch wenn verständlicherweise etwas anderes behauptet wird.

    Erschwerend kommt ja hinzu, das sie schon soviel durch hat an Maßnahmen und Konsequenzen, es also eigentlich auch besser weiss.

    Wenn Du Dich hier im Co-Bereich etwas umschaust, wirst Du vor Allem in den Anfangsposts der anderen Mitglieder ähnliche Geschichten finden. Das Forum ist voll davon.

    Ich finde es gut wenn Du Dich mal in einem persönlichen Gespräch beraten lässt.

    Mach Dir bis dahin keine Vorwürfe, das Du evtl. zu wenig tust, das Du am Trinkverhalten irgendwie mit Schuld hast, setz Dich nicht unter Druck irgendwas zu steuern oder zu verhindern. Niemand zwingt sie zu trinken, am aller wenigsten Du.

    Schütze Dich und die Kinder so gut es geht, damit bist Du was das angeht voll ausgelastet.

    WW

    Du hast jederzeit die Möglichkeit das Gespräch auf Deine Probleme zu lenken. Aber Du willst ja nicht unangenehm auffallen nehme ich an. Ähnlich wie zu Hause. Es ging Dir nicht gut und Du kämpfst das dann lieber mit Dir selber aus habe ich den Eindruck.

    Das könnte Dir in jeder Gruppe passieren wenn die lange besteht. Die Leute kennen sich eben. Trotzdem kannst Du das Wort ergreifen und um Rat fragen. Dafür seid ihr da.

    WW

    Hallo Schoki,

    ich bin ein Freund von Briefen ( ist wohl eine Generationsfrage nehme ich an ) , sei es handschriftlich, ausgedruckt oder auch per e-Mail ( was wohl eher dem jetzigen Zeitgeist entspräche ). Es hilft für einen Selbst beim sortieren, und wenn es da steht, dann kann man es nicht wieder vergessen. In schwierigen Gesprächen wird ja gerne mal etwas ausgelassen und der Standpunkt kommt falsch rüber.

    Wer schreibt der bleibt.

    Es bestehen ja sehr viele Möglichkeiten einen Brief zu gestalten. Unpersönlich oder so wie Du sprechen würdest, Satzbau, Aussagen in Anführungszeichen und hervorgehobene unterstrichene Aussagen. Absätze und Fragen. Alles möglich auf einer DIN A4 Seite.

    Was mit dem Brief dann passiert, liegt nicht natürlich in Deiner Hand, ob er gelesen wird oder nicht. Zumindest gäbe es die Möglichkeit ihn auch mehrfach zu lesen und evtl. sogar in Folgegesprächen noch etwas daraus aufzugreifen.

    Du könntest es zumindest mal angehen. Du hast dazu ja alle Zeit der Welt, die Zeilen müssen ja nicht in Rekordzeit zusammengehauen werden. Da könnte eine Menge zusammenkommen wenn man erstmal dran ist.

    Zum Schluss entscheidest Du ob Du ihn abschickst. Wenn nicht... nichts passiert, alles wie vorher.

    lG WW

    zielführender

    Welches Ziel meinst Du? Diese Forumsinternen Bewertungen richten sich ja eigentlich nur an mögliche Mitleser hier, für welche das auch gefährlich werden könnte. Das wars eigentlich auch schon denke ich.

    Politik und Sendungsproduktion machen wir hier ja eher weniger. Der Sender hat genügend eigene Experten und weiss ganz genau was er da macht und warum. Da geht es ausschliesslich um Geld und Quoten, Kritik am Inhalt würde da ganz vornehm abperlen.

    Trotz allem schleicht sich immer wieder die Frage in meinen Kopf, ob ich egoistisch bin

    Das Wort ist für Dich negativ behaftet? Das sollte es nicht sein. Es gibt einen gesunden Egoismus welcher ganz normal sein sollte. Du trägst Verantwortung für Dich und die Kinder. Da ist nichts schlechtes dran. Du musst Dich seiner Erkrankung nicht "unterordnen". Sei egoistisch.

    Das zweite was immer gerne irgendwie vergessen wird ist die zeitliche Komponente.

    Trocken wird man nicht von heute auf morgen. Wir reden da von sehr vielen Monaten, wenn nicht sogar ein Jahr oder mehr. Bis dahin reitest Du nervlich auf einer Rasierklinge, mit Hoffen und Bangen und innerer Anspannung.

    Das willst Du nicht, nicht nach dem was ich schon von Dir gelesen habe.

    lG WW

    wenn ich zuhaus Auflagen mache, den Vodka will sie auch nicht wegkippen

    Muss sie auch nicht. Schnapp Dir die Pullen und knall sie ungeöffnet in den Altglascontainer. Mach aus dem Topfmann keinen Waschlappen. Im Sommer am Feuer... ich darf da garnicht weiterlesen.

    Du hoffst, das das alles bald ohne etwas zu verändern ganz leise vorbeigeht. Du möchtest niemanden mit Deiner Erkrankung nerven um keinen Rosenkrieg zu verursachen.

    Diese innere Spannung wird Dir über kurz oder lang das Genick brechen. Ich weiss das. Ganz sicher.

    Die Krankheit fordert ihren Tribut, auch vom Umfeld.

    WW

    Montag, 27.01.2025, ARD, 20.15 h: Hirschhausen mit einer neuen Doku zur Macht des Alkohols

    Ich hab da mal reingeschaut. Nichts für nasse Alkoholiker. Punkt.

    Ich habe vom Staatsfernsehen eigentlich nichts anderes erwartet, der Rubel muss rollen. Kein Ministerium wirklich zuständig. Politik tut nichts. Berichte sind nicht nur oberflächlich sondern auch brandgefährlich. Macht Euch selbst ein Bild.

    Stichworte:

    - der Recht auf Rausch

    - Konfrontationstherapie

    - fetales Alkoholsyndrom

    - Psychedelics

    Das passiert wenn Kabarettisten tödliche Themen anpacken, das er auch Arzt ist trägt leider nicht.

    Hallo Monahan,

    du hast Dir da einen schweren Rucksack aufgeladen, den Dir außer Du selbst auch niemand mehr abnehmen kann.

    Diese Unmöglichkeit noch etwas zu kommunizieren lähmt und macht sehr traurig. Ich hab das auch durch, es hätte noch vieles zu sagen gegeben. Leider fiel mir das alles erst hinterher ein, als eben die Möglichkeit nicht mehr bestand.

    Wenn ich ehrlich bin, bin ich das heute noch nicht ganz los ( 20 Jahre) aber ich habe ihm damals, nach etwa 5 Jahren innerer Quälerei, auf Anraten eines Psychologen einen Brief geschrieben, den an einem Ort verbrannt der ihm gefallen hätte und an dem wir oft zusammen waren ( Wald ).

    In diesem Brief, für den ich mehrere Tage gebraucht habe , stand in meinen Worten und in meiner Ausdrucksweise ohne jegliche Zensur alles drinn was ich fühlte, bedauert, geliebt und auch gelitten habe. Es gibt dafür kein Patentrezept, aber es hilft Abschied zu nehmen.

    Was mir auch sehr geholfen hat, war der Gedanke, das er es nicht gewollt hätte das ich mich damit rumquäle, er wollte immer mein Bestes und das es mir gutgeht. Auch wenn er das schwer zeigen konnte. Inwieweit der Alkohol schuld war lässt sich im Nachhinein nicht mehr ermessen. Und so habe ich es dann in Erinnerung an ihn auch gehandhabt, nicht aufgeben und glücklich werden. Mit seinem Segen. Und damit seine Bemühungen nicht umsonst waren.

    Ich habe daraus gelernt und warte jetzt nicht mehr ab mit der Kommunikation wenn mir ein Mensch wichtig ist. Keiner weiss was morgen ist und dann ist es evtl. zu spät.

    Evtl. kannst Du ja damit was anfangen.

    lG WW