Hallo Marti,
auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum.
Du hast ja bereits ein paar treffende Statements bekommen. Du solltest das mit dem Selbstmitleid nicht als Beleidigung oder Verletzung auffassen, wir wissen alle wie schlecht es einem gehen kann.
Aber wir kennen auch die Wege, um das Beste daraus zu machen. Die Frage stellt sich dann" was muss ich tun , damit es mir besser geht." Vorraussetzung dafür ist, das man das auch wirklich möchte. Wenn Dein Studium nicht geklappt hat, dann schadet das in erster Linie Dir und niemand anderen. Es hilft Dir einfach nicht nur zu sagen" ich hatte eine schlechte Kindheit." Auch wenn das stimmt, ist es keine Lösung und zieht Dich noch weiter runter. Selbstverständlich muss man darüber reden, darüber nachdenken, evtl. analysieren, daraus lernen.
Aber dann:
Irgendwann muss die Erkenntnis kommen, das Du etwas für Dich tun musst, nur für Dich.
Du schreibst:
Zitat
Mein Schicksal ist es wahrscheinlich diese Situation weiterhin stumm zu ertragen bis sich irgendwann alles von selbst regelt. Als Unterstützung gibt es ein bißchen Psychotherapie und Antidepressiva.
Es wird sich alles von selbst regeln, das ist auf jeden Fall Fakt. Die Welt dreht sich weiter, die Uhr bleibt nicht stehen. Es liegt an Dir ob Du die Zeit mit stummem Erleiden verbringst, oder ob Du es als Herausforderung betrachtest.
Die Psychotherapie kann Dir helfen, wirklich helfen, wenn Du lebensbejaend an die Sache ranngehst. Kein Psychologe kann Dir helfen, wenn Du von Schicksal, oder gar von Bestimmung sprichst. Dagegen ist jeder Arzt und jedes Medikament machtlos.
Was geschehen ist, ist geschehen. Und es hat Spuren hinterlassen, evtl. sogar Narben. Aber Du kannst daraus lernen, stärker werden.
Schau in einen Spiegel und stelle Dir die ehrliche Frage, worauf Du wartest. Die ehrliche Antwort darauf wäre ein Therapieansatz. Die alleinige Hoffnung das alles irgendwann einmal besser wird, bringt Dich nicht weiter, wirft Dich zurück.
Ich wünsche Dir die Kraft etwas zu ändern
viele Grüsse
White