Beiträge von Whitewolf

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich euch verärgere oder verärgert habe

    Nein Matrix, das siehst Du bestimmt falsch.

    Bei mir z.B. wäre das etwas anderes, eher ein ungutes mulmiges Gefühl, weil ich die Situation von früher kenne.

    Ich schreibe ja aus der Sicht eines Alkoholikers und weiss daher wie er sich das in Etwa vorstellt. Es tut mir leid zu sehen wie Du Dich windest, Dich quälst, und doch so chancenlos bist ohne den entscheidenden Schritt, ohne den nötigen Abstand.

    Diese Planungen, Versprechungen und diese Plattitüden kenne ich noch zu gut. Alles darauf ausgerichtet Dich, diese wankelmütige, ängstliche Wachspuppe, auf Linie zu bringen und zu halten.

    Lass Dich nicht abhalten hier weiter zu schreiben, wir sind keine Sekte, welche nach dem Belohnungssystem andere Menschen bekehrt. Es ist eben Dein persönlicher Verlauf und der ist im Moment noch etwas holperig.

    Aber Du hast angefangen zu denken, fängst an Dich zu wehren und das kannst Du im Kopf nicht mehr rückgängig machen. Der Prozess läuft also schon, und das sind die ersten wichtigen Schritte. Du hast unwiderruflich festgestellt, das von Deiner Seite Handlungsbedarf besteht, es ist jetzt nur noch eine Zeitfrage.

    Deine Situation, Deine Geschwindigkeit. Und wenn Du Dich noch 10x im Kreis drehst, irgendwann hüpfst Du raus.

    lG WW

    und ich will sie nach einer aktuellen Handlungsmöglichkeit fragen..

    Augenscheinlich bist Du noch nicht soweit. Du wartest wohl auf jemanden der die Verantwortung abnimmt, ihn rauskomplementiert und Du dann ja nicht verantwortlich bist. Dein ganzer Thread besteht aus Ratschlägen, was willst Du von der Suchtberatung hören? Das jemand mitkommt und ihn rausschmeisst?

    Es ist Deine Lebenszeit und die des Kindes welche Du da jetzt verbrennst. Solange er da ist wird sich nichts ändern und Du gehst immer weiter in die Knie, weil Dir die Kraft fehlt.

    Du hangelst Dich an irgendwelchen "Terminen" hoch um nicht tätig werden zu müssen. Wie lange hältst Du das noch aus?

    lG WW

    Hallo releaseme,

    das ist bitter. Fakt ist: Er will nicht aufhören zu trinken, er trinkt weiter. Niemand zwingt ihn dazu. Der körperliche Entzug war durch, ab da ist es Kopfsache.

    Natürlich ist das ein Rückfall, oder wohl eher das beenden einer erzwungenen Trinkpause.

    Du musst jetzt auf Dich achten. Kein kontrollieren oder versuchen zu verhindern ( Alkohol wegschütten, Vorwürfe, Trinkmenge protokollieren )... das bringt alles nichts und kostet Dich den Rest Deiner Nerven. Er findet Wege um weiterzutrinken.

    Nach meiner Erfahrung steigert sich die Trinkmenge jetzt auch wieder, der Damm ist eh gebrochen und eine Fahne hat er dann sowieso. Da können es auch mal ein paar mehr sein. nicht zu erkennen für Dich.

    Dein Fokus muss darauf liegen ob er für immer keinen Alkohol mehr trinken will. Alles andere ist Augenwischerei. Das er die Medis noch nimmt macht alles noch schlimmer. Der Arzt wird das wohl auch so sehen.

    lG WW

    Hallo Mimi,

    Es ist sehr stressig im Moment. Am liebsten würde ich mir eine Auszeit nehmen und abhauen. Nur wohin ? Job und co kann man auch nicht vernachlässigen.

    An diesem Punkt war wohl jeder schon einmal, aus verschiedensten Gründen. In den meisten Fällen ist das natürlich nur so dahingesagt und ist keine wirkliche Option. Normalerweise packt man dann den Stier bei den Hörnern und schafft das Problem aus der Welt.

    Sobald Du aber im Kopf eines anderen Menschen etwas ändern willst, stösst Du auf eine dicke Panzerglasscheibe.

    Du siehst es, kommst aber nicht heran.

    Es ist zum verzweifeln und Du bist nur Statist. Und je länger Du vor Deiner eigenen Hilflosigkeit stehst und mit der Brechstange etwas versuchst, umso kraftloser und resignierter wirst Du.

    Die Alkoholkrankheit wird auch als Familienkrankheit bezeichnet. Er nimmt alle im Umfeld mit. Eltern, Partner, Kinder. Einer trinkt, aber alle leiden darunter.

    Schau Dich an, Du bist 24/7 mit der Flasche beschäftigt ( bei ihm ist das übrigens auch so, nur aus anderen Gründen ), deine Gedanken rotieren und immer eine Faust im Magen. Das kostet Energie, welche Du gut woanders einsetzen könntest.

    Du hast ja geschrieben das Du alles zerdenkst. Versuchst Lösungen zu finden, auf welche er eigentlich kommen müsste um aus seiner Sucht- Spirale nach unten herauszukommen.

    Was schlägst Du Dir denn innerlich für eine Lösung vor um wieder ruhiger zu werden? Einfach nur hoffen das er plötzlich eine Eingebung hat und aufhört zu trinken?

    Ich persönlich sehe das als Alkoholiker nicht. Ich kenne diese Situationen aus der Sicht des Trinkenden. Er schiebt seine Prios immer weiter in Richtung Alkohol, und natürlich gibt es auch Phasen in denen es ihm krankheitsbedingt schlechter geht. Aber im Großen und Ganzen sehe ich keine Notwendigkeit für ihn auch wirklich aufzuhören.

    Es funktioniert doch ( noch) und es wird jetzt immer schlimmer.

    Schau Dir das Zitat oben nochmal genauer an, in einer Suchtsituation stellt es tatsächlich eine Lösung dar über die Du nachdenken solltest. Das Zauberwort heisst: Abstand. Evtl. solltest Du tatsächlich darüber nachdenken wie Du den für Dich und Euch herstellen könntest um die Flasche aus dem Kopf zu bekommen.

    lG WW

    Hallo Mimi,

    die Geschichte wiederholt sich, solche Eskapaden, auch das mit dem Parkhaus, sind nichts Neues hier im Forum.

    Für uns ist allerdings das wichtig:

    ich bin völlig hilflos da er in Schleswig Holstein ist und ich in Bayern. Sein Akku ist leer.. und ich mach mir mal wieder sorgen.

    Du machst Dir Sorgen. Was würdest Du gerne tun? Ihn beschützen? Flasche wegnehmen? Einen Arzt rufen? Oder was sonst noch?

    Schreib doch mal etwas darüber wie es Dir geht, da können wir besser helfen.

    lG WW

    Hallo Sternenmaedchen,

    ich hoffe das Arztgespräch wird nicht zu anstrengend für Dich. Es geht Deinem Mann schlecht und er befindet sich in einer Abwärtsspirale wie es aussieht.

    Was ich schlimm finde ist, das er Dich offensichtlich mitnimmt in den Strudel.

    Von Dir lese ich hier eigentlich nichts, und dabei geht es doch hier in Deinem Thread nur um Dich. Du hast Dich in einen "Selbsthilfe"-Forum angemeldet.

    Schreib doch mal etwas von Dir, wie es Dir geht und warum das so ist, und wie Deine Zukunft aussehen könnte.

    lG WW

    Hallo sansl,

    Ich behaupte meine Großmutter ist Co-Abhängig.

    Deine Großmutter stammt noch aus einer Generation, in der Alkoholismus keine Krankheit sondern eher ein unangenehmer Zustand war. Da half nur, das unter dem Deckel zu halten und das schlimmste verhindern. " Wer saufen kann, kann auch arbeiten" war so ein Spruch der aus dieser Zeit stammt.

    Heute ist klar das es eine schwere Erkrankung ist. Also würde ich ihre Sicht auf die Dinge etwas relativieren, aber Du distanzierst Dich ja zum Glück schon.

    lG WW

    Hallo Schmidtty,

    eigentlich fällt das ja schon unter normale Problemlösung. Morgen hast Du evtl. einen Auffahrunfall und übermorgen läuft Dir die Waschmaschine aus. Irgendwas ist eigentlich immer.

    Du könntest jetzt die Probleme stark aufbauschen innerlich als Entschuldigung um wieder trinken zu dürfen, quasi zulassen das der Alkohol vermeintlich löst und erleichtert. Davon könnte Dich niemand abhalten.

    Diese vermeintliche Hilfe ist aber eigentlich nur ein Aufgeben. Feuer mit Benzin löschen. Schlimmes einfach schlimmer machen, dann verteilt sich der Schmerz und überdeckt alles andere. Was anderes ist es eigentlich nicht.

    Besser löst Du die Probleme mit klarem Kopf und überlegst wie Du das handlungsfähig , Schritt für Schritt und überschaubar bewältigst. Oder?

    Überleg mal was Dein Chef sich dabei denken könnte und dann entwirf eine Strategie für Dich. Wenn er Dich loswerden will, dann kannst das jetzt nicht ändern. Das hat nichts mit Deiner Persönlichkeit und Deinem Wert zu tun. Meistens geht es da nur um Zahlen, denen sich das Menschenmaterial unterordnen soll. Was gibt es jetzt noch für Möglichkeiten? Irgendwie hab ich das Gefühl, das Du in dieser Firma gegen Windmühlen kämpfst. Ist evtl. von Deiner Seite eine schon längst überfällige Entscheidung zu treffen statt den Kopf einzuziehen?

    Der innere Teufel will jetzt trinken? Dann gib Ihm was zu trinken. Natürlich alkoholfrei, und davon viel. Du wirst sofort merken wie es den Druck nimmt, Du kannst Dein Gehirn betrügen. Und weiterdenken, Entscheidungen treffen und durchführen.

    Diese Trigger werden weniger und verlieren an Intensität im Laufe der Zeit. Darauf kannst Du Dich auch verlassen. Es werden Stück für Stück andere Lösungen präsentiert.

    Abstinent ist die Zeit dein Freund. Nass ist sie dein Feind.

    Mach Dir bewusst, das nichts schlimmer ist, als dieses Nervengift wieder reinzulassen. Das zieht wie ein Rattenschwanz alles wieder in ein riesiges Loch.

    Übrigens, 30 min. trinken heisst: schlechtes Gewissen über beide Ohren, keine Euphorie sondern Depression, selbstgewählte Handlungsunfähigkeit in den einfachsten Dingen, und 7 Tage Kampf bis sich alles wieder normalisiert. Von den körperlichen Entzugssymptomen schreib ich noch garnichts. Falls Du es wieder stoppen kannst, sonst wird es nur noch schlimmer. Das hab ich noch so in Erinnerung.

    Es hängt soviel an dem ersten Schluck mit hintendrann, Du musst es Dir nur bewusst machen. Du hast Erinnerung an Zustände in welche Du nie wieder reinwillst.

    Aufstehen, Krone graderücken und nach vorne. Hinten unten warst Du doch schon, da gibts nix mehr.

    Du schaffst die nächsten 24 Stunden ohne, und die nächsten 24 Stunden....und so weiter. Du schaffst das bestimmt.

    lG WW

    dass die Therapie erst was bringt, wenn die räumliche Trennung endlich durch ist,

    Ich würde das auch so sehen, das wäre verschenkte Therapiezeit. Selbstverständlich gehören die Ereignisse mit in den Rahmen, allerdings sollst Du Dir ja eine Welt ohne ihn neu aufbauen.

    Wie soll das gehen, wenn Du jedesmal wenn Du aus einer Sitzung kommst schon gedanklich vor Augen hast das ihr Euch gleich gegenübersteht. Du wirst dann jedesmal aus Deinen Zukunftsgedanken wieder in die Defensive gedrückt.

    Während der Therapie machst Du eine kleine Kerze an und zu Hause haust Du gleich einen Eimer Wasser drüber.

    lG WW

    Meine Meinung zum k.T :

    Sobald Nebel über einer Diagnose liegt, und neuerdings auch nach Grad der Abhängigkeit ( was für ein Schwachsinn ) eingeteilt wird, liegt da viel Geld für Scharlatane griffbereit zum abschöpfen.

    Beinbruch: Schmerz, Röntgen, Diagnose, Behandlung, Heilung. Feste Behandlungssätze, langweilig, nix zu verdienen. Standard.

    Alkoholabhängigkeit: Meinung des Arztes, Meinung des Patienten, Meinung eines Therapeuten, nichts wirklich greifbar ausser dem erschütternden Ergebnis bei Nichtbehandlung. Selbst konkrete körperliche Schäden "könnten" ja von etwas anderem kommen. Natürlich liegt es auf der Hand das die Leber wegen des Alkohols so aussieht, es besteht aber auch die Möglichkeit von...blablabla...

    Dieser Nebel bietet Platz für Interpretationsspielräume und geben dem Patienten ( welcher sich am Anfang kein Leben ohne Alkohol vorstellen kann und deshalb Angst davor hat ) die trügerische Hoffnung dieser Behandlungsmethode des kT .

    Solange die Kassen diesen Schwachsinn bezahlen, wird er auch gemacht. Eine solche Therapie, bei der die Hauptverantwortung beim Patienten liegt ( schliesslich rationiert er ja selber und hat dann eben doch zuviel getrunken ), ist billiger als Langzeitaufenthalte im Krankenhaus. Wenn jemand stirbt während dieser Behandlung, hat die Kasse Geld gespart. Ergo...

    Angst und Unsicherheit wird schamlos ausgenutzt, Es geht nur ums Geld. Nur.

    In einer Zeit, in welcher sogar bei eindeutigen körperlichen Merkmalen selbst das Geschlecht unklar ist, gibt es hervorragende Interpretationsräume und vermeintliche Behandlungsmöglichkeiten bei nicht bildlich greifbaren Suchtkrankheiten.

    Das schlimme daran ist: Leidensverlängerung, Es kostet dem Patienten wertvolle Lebenszeit, denn am Ende steht immer die absolute Abstinenz oder eben auch der Tod. Wirklich verantwortlich ist im letzten Fall aber niemand, da hat der Patient sich eben nicht an die Anordnung gehalten, wer will da etwas beweisen?

    Das sieht bei einem Beinbruch anders aus.

    Finger weg vom Versuch kontrolliertes Trinken. Vor 20 Jahren hätte man solche Ärzte und Therapeuten mit Steinwürfen aus den Kliniken gejagt. Die Frage des Alkoholabhängigen gab es damals auch schon. Die wurde aber sofort im Keim erstickt.

    Um es einfach auszudrücken und "vermeintliche medizinische Fortschritte" auszubremsen: Es wird dem Körper nach wie vor ein Nervengift zugefügt. Das sollte jedem klar machen das da etwas nicht stimmt.

    WW

    8|8|

    Jetzt hast Du zumindest eine klare Front und kannst abschliessen. Das Warten hat garnicht erst angefangen.

    Nur mal am Rande gefragt: Wer hatte denn den heutigen Abend mit Essen und das weitere Wochenende geplant?

    Bei mir lief es übrigens ähnlich damals nach der Langzeit, verstehen tue ich es allerdings aus heutiger Sicht auch nicht mehr so richtig.

    Thema heisst jetzt: Auffangtherapie, ja oder nein. Ist aber nicht Deine Baustelle.

    lG WW

    Alkoholiker: "Die eine Flasche im Keller noch, das ist dann aber wirklich die letzte"

    Co: " Das eine Treffen noch, dann ist wirklich Schluss "

    Problematik: Sämtliche Enthaltsamkeitsversuche und Abstinenz sind zum Teufel. Die Maschinerie geht von vorne los. Das passiert in Dir drinn ohne das Du es groß beeinflussen kannst.

    Vielleicht gehst Du bis Dienstag nochmal in Dich ob Du das wirklich willst.

    Max und Moritz: "Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe" / oder doch lieber „Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei , mit der Übeltäterei!“

    Einen Vorteil hat die Sache allerdings wenn Du ein persönliches Treffen zulässt: Du musst dann nicht alles noch mal von vorne aufschreiben hier, es genügt wenn Du Dir Deinen Thread von vorne nochmal durchliest.