Naja, du hast immer 'ne Aufgabe (Ich hab auch einen.) - ob du willst oder nicht - das musst du dir natürlich überlegen. Je nach Größe des Hundes kannste eben auch nicht spontan mal einfach so irgendwo hin fahren oder so. Aber ein Hund ist auf jeden Fall auch eine fantastische, anspruchsvolle ... Aufgabe - manchmal bissl wie ein kleines Kind ![]()
Beiträge von Rattenschwanz
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Schaff dir 'nen Hund an.

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Ergänzung: Ich war bei der Diako zur Suchtberatung.
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Die LZT hat bei mir jedesmal die Diako beantragt. Die haben alles gemacht, jedes Formular ausgefüllt u. s. w. ich brauchte nur noch unterschreiben und hin fahren zur LZT. Das war klasse ist ja aber nun schon 12 Jahre her(die letzte).
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Zitat von Hesse79
. Aber mein Problem ist halt, das ich keinerlei Ahnung habe wie?
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Ich habe soweit alles in die Wege geleitet, war beim Arzt, habe am 01.10. ein Beratungsgespräch bei der Suchtberatung, habe eine SHGWenn du ein Auto hast (hier: Arzt, SHG ...), heißt das noch nicht, dass du auch fahren (hier: abstinent bleiben) kannst.
Im Kopf müssen für dich erst mal die einfachsten Regeln (hier: Will ich überhaupt abstinent leben und warum) klar sein, eh du ins Auto steigst (hier:Eh es sich lohnt prof. Hilfe in Anspruch zu nehmen).
Das ist alles gut und schön wie du dich kümmerst (Wobei der Kummer, von dem kümmern kommt, bei dir noch nicht groß genug scheint.), wenn für dich aber noch nicht klar ist wo du hin willst, woher soll das der Arzt oder die SHG wissen?
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Ich hab schon mehrmals was zu Rückfällen geschrieben. Für mich gehören sie nicht dazu und sie waren für mich jedes mal eine persönliche Katastrophe.
Aber das Leben geht - wenn du Glück hast - auch danach weiter. Kopf hoch und auf ein Neues.
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Du stehst das durch.
Die ersten Schritte sind gemacht und ganz wichtig: Du holst dir Hilfe.
Niemand wird dir "den Kopf abreißen" - weder jemand in der SHG noch dein Hausarzt oder irgendjemand, den du um Hilfe bittest - wenn du ehrlich bist. Aber erst mal musst du ehrlich zu dir sein und das bist du ja (Es sei denn, ich hätte mich völlig verlesen
).Ich drück dir die Daumen und Kopf hoch: Du bist - nur weil du säufst - nicht weniger Wert als andere Menschen.
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Ach so: Auch gut gemeinte Hilfe nützt hier nichts. Iss traurig, iss aber so, leider.
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Ich habe einen Sohn (30). Der hat das irgendwie nie soooo als Belastung empfunden, das war eben normal, dass der "Alte" immer bissl " im Tee" war. So richtig abgerutscht, bin ich auch erst nach der Scheidung und da hab ich das immer so eingerichtet, dass ich nicht völlig voll war wenn wir uns getroffen haben. Und jetzt ist eh alles in Ordnung. Er hat mal gesagt, dass er das nicht so empfunden hat, dass ich (offensichtlich ein guter Schauspieler) krank bin. Und jetzt soll ich bleiben wie ich bin.
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Er macht "das" ja nicht kaputt, weil er das so will sondern weil er offensichtlich nicht anders kann. Sonst wäre er ja - meiner Meinung nach - nicht krank. Ob das wirklich immer einfacher weiter zu saufen anstatt irgendwas "mal anzugehen", das wage ich zu bezweifeln. Für mich war's teilweise die Hölle weiter zu saufen, ging aber irgendwie nicht anders. Und wenn ich irgenwie das Gefühl hatte, dass sich jemand durch meine Sauferei verletzt fühlte oder mich jemand massiv darauf angesprochen- und vielleicht auch noch mit irgendwelchen Maßnahmen bedrängt hat oder mir so "schöne" Beispiele wie: "Guck mal wie gut die/der das geschafft haben ohne Alk." unter die Nase gehalten hat, dann war das erst recht wieder ein Grund zu saufen. Da hatte ich nämlich sofort wieder das Gefühl, sowieso nichts außer saufen "auf die Reihe" zu bekommen. Erst als es mir so dreckig ging, dass ich selbst den Wunsch hatte mit dem saufen aufzuhören, da konnte ich was bewegen und nicht weil das jemand anderes - egal wer - so wollte. Ich wollte das.
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Ja Katha aus deiner Sicht der Dinge ... gut und für mich auch verständlich. Da ich meinen Freund aber nie heiraten wollte, war er für mich eben mein Freund, die anderen waren Kumpel's und keine weniger besten Freunde. Einverstanden?
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Eben, deswegen ist es auch wichtig, sich die schlechten Zeiten immer mal wieder ins Gedächtnis zu rufen oder rufen zu lassen. Gestern Abend war ich bei der realen Selbsthilfegruppe, es war wieder Extremerinnern. Hab ich glaube schon mal geschrieben, dass zu uns jede Woche Leute aus der Entgiftung zum "Schnupperkurs" geschickt werden. Manchmal gehts ja aber Gestern waren eben wieder paar Extremfälle dabei. Da wirste dran erinnert und wie.
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So beim Lesen hier, ging mir grad durch den Kopf, dass der Mensch doch schon sehr ver-gesslich ist und – meiner Meinung nach – noch schneller vergisst, was in seinem Leben schei.ße gelaufen ist. Wenn ich an meine Armeezeit denke, dann in erster Linie an die lustigen Zeiten, an die Bestrafungen zum Beispiel erst ganz weit hinten. Oder an die Zeit vor meiner ersten Langzeittherapie, das mag jetzt manchem blöd vorkommen aber da denk ich zuerst nicht an die letzten Wochen in denen ich nur noch vom ersten Schluck aus einer Flasche Weinbrand bis zum letzten am Leben war und das zog sich von Flasche zu Flasche zu Flasche. Irgendwann bekam ich davor Angst, dass es nicht genug Alk für mich auf der Welt geben könnte und musste deshalb noch mehr und schneller saufen bis eben ein – einer von vielen – für mich persönlich temporärer Endpunkt erreicht war und ich in die Anstalt gekrochen bin. Nein, ich denke zuerst an die Tage an denen das Saufen manchmal auch richtig Spaß gemacht hat – mir jedenfalls. Ich war ja nun allein in meiner eigenen alleinigen Wohnung in der mich niemand kontrollierte, ich musste nicht arbeiten und hatte auch noch „Kohle“. Was ich machte, das war völlig egal, niemandem musste ich Rechenschaft ablegen. (Nur mal so nebenbei: Diese relative Unabhängigkeit von anderen Menschen hat mich damals zu einem egoistischen Ar.schloch gemacht, anders egoistisch als heute.) Und so konnte ich früh noch in einem relativ angenehmen „Tran“ aufstehen, als erstes einen richtigen Schluck aus der Pulle nehmen, danach natürlich gut gelaunt duschen, was essen und mich vor den Computer setzen. Vor allen Dingen – und darum beneide ich mich von damals bissl – gingen mir alle Probleme irgendwo am Ar.sch vorbei. Dass die ganze Sache schon damals für mich nicht mehr kontrollierbar war – was ich aber in meinem Suff nie bezweifelte – kann ich tatsächlich für Augenblicke ausblenden. Gefährlich, ich weiß. Angenehm – und deshalb denke ich daran gern zurück – waren für mich beide LZT. Ja, jetzt kommt wieder, dass es ja aber damals nicht für eine lange Trockenzeit gereicht hat, das stimmt. In meinem Kopf war noch nicht alles klar aber dort hab ich mir mein Rüstzeug abholen dürfen, welches mir jetzt schon eine ganze Zeit hilft, trocken zu bleiben. Ja, ich lese sehr oft in meinen alten Therapieaufzeichnungen (Tagebücher, Suchtbericht u. s. w.) auch wenn das alles lange her ist, liegt das Zeug griffbereit. Vor allen Dingen, wenn ich der Meinung bin, dass es mir gerade mal wieder zu gut gehen könnte, greif ich zur Lektüre und kann mich damit gut „wieder runter holen“. Also insofern haben die LZT eben doch was gebracht, wenn auch nicht das sofortige Tro-ckensein.
Über Freunde habe ich heute hier im Forum auch was gelesen. Ich hab hier auch keine Freunde und ich weiß gar nicht so richtig, ob ich überhaupt einen will. Wie schon geschrieben, der beste Freund, den ich hatte, der hat sich 2008 tot gesoffen. Bester Freund, auch so ein Blödsinn – entweder Freund oder nicht. Überhaupt wird – meiner Meinung nach – mit dem Begriff Freund inflationär um sich geschmissen. Ein Freund ist doch keiner, mit dem ich mal zum Sport gehe oder mit dem ich mal über Fußball quatschen kann – zum Beispiel. Mit einem Freund muss ich über alles reden können, auch darüber, dass ich vielleicht mal irgendwo keinen „hoch“ gekriegt habe – oder nicht? Den muss ich nachts um Vier anrufen können wenn ich nicht schlafen kann, für den muss ich bereit sein auf mein persönliches Wohl zu verzichten damit es ihm gut geht und so weiter … So was find ich doch nicht, wenn ich danach suche, das muss sich ergeben. Bei meinem Freund hab ich versagt – denk ich mal. Seit ich 2004 weggezogen war, haben wir nur noch telefoniert und ich hab nicht mitbekommen wie dreckig es ihm ging. Kann ich jetzt auch nicht mehr ändern.
Ansonsten war ich Gestern beim Chirurgen, nun wird meine Schulter bald aufgeschnitten, die Knochen werden abgefräst und zwei angerissene Sehnen wieder zusammen genäht. Wird schon nicht sooo schlimm werden.
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Wenn's dir hilft, dann schreib hier. Und ich bin nach wie vor der Meinung, dass es am sinnvollsten ist, die Entgiftung unmittelbar vor der Langzeittherapie zu machen. Jaaa, jeder Tag ohne Alk ist gut. Aber was bringts dir, wenn du jetzt entgiftest, dir aber das "Rüstzeug" fehlt durchzuhalten? Meiner Meinung nach nichts. Und wenn du noch aufhören könntest - und das ist wohl zur zeit das Schwerste - dich nach jedem Schluck runter zu machen, wirds für dich bestimmt einfacher. Ich drück dir die daumen.
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Zitat von Visionär
Hallo,
... mit all dem Mist der sich dann als Rattenschwanz anhängt.
He he
