Beiträge von Rattenschwanz

    Auch viel gehört und gelesen hab ich in letzter Zeit über Rückfälle - ich hatte ja auch einige.

    Da kommt dann immer: Ein Rückfall gehört dazu oder ... ist keine Katastrophe.

    Für mich gehört er nicht dazu, ich hätte besser ohne leben können und ich beneide - ja beneide - jeden, der es lange Zeit ohne Rückfall geschafft hat, der hat nämlich im Gegensatz zu mir von Anfang an alles richtig gemacht. Richtig gemacht bedeudet für mich, für sich alles richtig gemacht, für seine Situation, für sein Wohlbefinden und das vielleicht auch ohne jeden einzelnen Grundbaustein.

    Und für mich war - und ist es auch bei anderen - jeder Rückfal eine Katastrophe. Eine Katastrophe für mein Sebstbewusstsein, mein Wohlbefinden und sozial un d überhaupt. Jeder Rückfall hat mich in jeder Hinsicht um Jahre zurück geworfen. Und eh das jetzt kommt: Auf die Erfahrung kann ich verzichten, weil die mir nichts bringt, überhaupt nichts.

    Ich denke mal, dass es um mit dem Saufen aufzuhören, nicht reicht, dass die/der Betroffene der Meinung ist zu viel Alkohol zu trinken, der Meinung ist Alkoholiker zu sein, der Meinung ist unbedingt ab jetzt auf die Gesundheit achten zu müssen und … ach was weiß der Fuchs noch alles. Das lässt sich alles so dahin schreiben oder sagen.

    Was für mich unabdingbar ist, ist die Bereitschaft von jetzt auf gleich sein Leben radikal zu ändern. Die Not muss – meiner Meinung nach – so groß sein, dass alles andere nichts zählt außer der unbedingten Einsicht zum Beispiel sofort in stationärer Behandlung den Entzug vorzunehmen. Da darf es kein Zurück geben und es dürfen gar keine Ausreden erst auftau-chen, warum die ganze „Schei.ße“ nicht in diesem Moment aufhören- und die Veränderung sofort vollzogen werden muss. Keine Arbeit, keine Kinder, keine Verwandtschaft, Nichts darf den Säufer davon abhalten können, sonst wird das nichts – denke ich mal.

    Warum komme ich darauf? Weil ich in letzter Zeit unzählige Ausreden lesen und hören konnte warum der sofortige Vollzug nicht möglich ist. Und Keiner hatte Erfolg, der nicht bereit war, sofort Änderungen vorzunehmen.

    Zitat von Carpenter

    ...später, wenn Du ein, zwei Jahre trocken bist, ...

    Dazu wird's vorläufig nicht kommen. Ja, auch hier bin ich mir sicher. Und ja es gibt keinen guten Ratschlag, weil es hier keinen gibt. Noch gibts keinen, aber: Kommt Zeit, kommt Rat (Drei Euro für's Phrasenschwein.). Vielleicht nicht von mir, aber er kommt.

    Ich denke (?) mal, bei Carl Friedrich ist zwar die Einsicht da, jedoch es fehlt die Notwendigkeit. Ihm geht's also - meiner Meinung nach - noch zu gut.

    Zitat von Rattenschwanz

    Alles gut und schön aber ... wir werden uns wiederlesen - hoffe ich mal - und du wirst berichten, dass du während deine Eltern da waren, nicht wiederstehen konntest - warum auch immer nicht - und dass du mit ihnen gesoffen hast. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das so kommt.

    Naja, warum wusste ich was passiert.

    Zitat von Slowly


    Wie kann man denn vergessen, dass man krank ist ...

    Das kann mit der Zeit ganz schnell gehen und schon denkst du darüber nach, nun doch noch mal einen Trinkversuch starten zu wollen.

    Zitat von Slowly

    ... und nie wieder Alkohol trinken darf, ...

    Wie jetzt "nie wieder ... darf", wer soll das denn verbieten?

    Alles gut und schön aber ... wir werden uns wiederlesen - hoffe ich mal - und du wirst berichten, dass du während deine Eltern da waren, nicht wiederstehen konntest - warum auch immer nicht - und dass du mit ihnen gesoffen hast. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das so kommt.

    Zitat von Ghost

    Hi, ich habe den Termin schon lange, da kriegt man so schnell keinen... ist keine faule Ausrede!!!

    Jetzt mal wieder ein Ratschlag von mir, ob es ein guter ist, das beurteilen hier andere, ich denke (?) aber - ja.

    Also: Mach das alles so, wie du das jetzt geplant hast, darauf hast du dich vorbereitet und damit kannst du leben.

    Lass dich nicht hetzen. Weißt du (nö,woher auch), ich hab da immer so Befürchtungen, dass dieses "treiben anderer zu irgendwas" zu blindem Aktionismus führen. Und wenn dann die von anderen vorgegebenen Ziele - auch wenns irgendwo vielleicht mal auch die eigenen waren - nicht in der von anderen vorgegebenen Zeit und Qualität erreicht werden, dann ist der Jammer groß und der Schritt zum Weitersaufen gemacht. Also nochmal: Zieh dein Ding durch. Das ist meine Meinung und nichts anderes.[/u]

    Es muss ja auch nicht unbedingt irgendwas stationäres sein, das ist auch kein Allheilmittel. Versuchs mit was ambulantem und wenn das nichts für dich ist, dann eben was anderes. Den Ratschlag als solchen gibt es eh nicht, das muss jeder selbst herausfinden, was für ihn gut ist. Anregungen kann sich jeder holen und was draus machen auch.

    Zitat von Ghost

    Gestern habe ich in einem Beitrag gelesen, dass man sein Leben dann verändern muss. Vll. muss ich da ja gar nicht so sehr, ausser dass ich was andres trinken werde.... Ich bin ja nicht der Gesellschaftstrinker, daher gibt es für mich die gefährliche Umgebung nicht.

    Da hast du wohl irgendwas gründlich missverstanden. Die gefährliche Umgebung scheint für dich eben dort zu sein, wo du nicht in Gesellschaft bist. Dort hast du offensichtlich die passende Umgebung um zu saufen. Hier wäre Veränderung angebracht.

    Aber du musst nichts verändern oder nur so viel, dass es nicht "weh"tut oder eben nur wenig oder nichts, wie du willst.

    Da das Zeug ja nun mal frei verkäuflich ist, muss es ja auch irgendwo hin und ich glaube kaum, dass wir als Randgruppe da mit unseren Befindlichkeiten interessieren. Für Dicke wird das Knabberzeug und der Zucker - zum Beispiel - ja auch nicht die an die Deckenbeleuchtung gehängt. Die können es ja nun nicht jedem Menschen recht machen.

    Herzlich willkommen hier und Glückwunsch zu deinem Entschluss trocken zu werden.

    Eine Frage hab ich, du hast folgendes geschrieben:

    Zitat von Reina Suerte

    ... zumal ich nicht von mir aus den Alkohol zu mir nahm und ich von mir aus selbst nicht einen Gedanken daran verschwendete.

    Wer hat dich denn gezwungen zu saufen?