Beiträge von gehtdoch

    danke andi,

    dann sollte ich mal packen gehen.

    was mich grade beschäftigt, ist folgendes:
    mein mann findet es toll, dass ich hier bin, er fragt auch immer mal nach, was sich hier für mich tut.

    das macht er sicher auch, weil er mit meiner alkoholabhängigkeitsproblematik etwas überfordert ist.
    er selbst sagte: ich möchte alles tun, was es dir leichter macht, nicht zu trinken, aber verlange bitte nicht von mir, auch nichts mehr zu trinken.

    wenn ich dann denke: nun, dann muss ich dich und alle unsere freunde verlassen, da auch diese es nicht meinetwegen ganz unterlassen würden, dann würde ich in gedanken schon weg sein und trotzdem jetzt mein leben weiterleben können müssen.

    also verdränge ich diesen gedanken erst mal und versuche mit dem bei uns überall präsenten alkohol, anstehenden feiern, gebuchten urlauben, usw. zurecht zu kommen.

    das ist gefährlich, aber das muss und wird erst mal klappen!
    da muss ich erst noch weiter in mich gehen und hinterfragen, was gut für mich ist und was oder wer nicht.

    gruß heike

    hallo andi,

    nein, diesen hab ich noch nicht, lese diesen begriff ja öfter, habe aber noch nicht so richtige vorstellung davon.

    ich glaube, da kommen u. a. all die negativen, saufbesetzten dinge rein, die ich nie wieder erleben möchte.

    aber da muss auch noch was positives drin sein :)

    da magst du mir bitte, wenns geht, kurz helfen?

    für mich ist es tatsächlich sooo neu und schön, dass ich andere menschen anspreche zu problemen und diese mir ernsthaft dabei helfen möchten. wenn auch "nur" online :)

    ich denke grad, dass, wenn ich mit hartmut auch mehr in absätzen geschrieben hätte, dann hätte er mich auch besser lesen können,

    grins und gruß heike

    hallo whitewolf,

    diese forum ist so fesselnd für mich, da hier so viele dinge ausgesprochen werden, die auch mich betreffen und dir mir helfen werden. es ist erschütternd und traurig, aber auch manchmal witzig und oft augbauend und mut machend.

    der alkohol hat macht über mich, die ich nicht mehr akzeptieren will. hier kann ich lernen, wie ich weiter leben kann.

    ich lese weiter und kann dann bald sicher konkrete fragen stellen, nachdem ich etwas sortierter bin.

    danke, heike

    hallo whitewolf,

    ich versuche seit einiger zeit zu sortieren, aber irgendwie krieg ich das nicht wirklich hin.
    ich denke, dass das auch tatsächlich damit zu tun hat, dass ich an meinem leben so einiges ändern müsste, wovor ich aber auch angst habe.

    eigentlich bräuchte ich so eine art fragebogen, bei dem dann die lösung für mich herauskommt und ich gezwungen werde, diese auch umzusetzten :)

    lg heike

    hallo hartmut,
    erst mal muss ich sagen, dass deine ansage an mich, ich sei hier nicht richtig, mich ziemlich geschockt hat. dann auch noch im gleichen satz ein anderes mitglied mit smily zu begrüssen, war frustrierend. aufgrund eines satzes von mir mich hier praktisch rausschmeissen zu wollen, finde ich nicht i. o.

    wie würdest du es denn bezeichnen, wenn der alkohol für mich über 40 jahre immer wichtig war, ich jahrelang täglich getrunken habe, immer mehr. jetzt möchte ich endgültig die kurve kriegen und erhoffe mir hier einfach unterstützung dabei.

    ich bin weiss gott nicht stolz darauf alkoholikerin zu sein (so bezeichne ich mich selbst, damit ich mir die gefährlichkeit dieses zeugs besser vor augen halten kann) entgiftung und therapie kann ich nicht vorweisen, aber so weit möchte ich es auch nicht kommen lassen. oder ist dies die bedingung für teilnahme in diesem forum? dann melde ich mich wieder, wenns so weit ist.

    heike

    ja, ich verstehe.
    warum sollte ich dem alkohol widerstehen müssen, obwohl ich ihn ja gar nicht brauche? -aber, dass ich ihn nicht brauche, muss noch in meinem unsicheren, mich klein machenden, sich lieber davonmachendem, selbstmitleidigem hirn ankommen. im grunde weiss ich, dass ich ohne alkohol ein wertvollerer mensch bin, konnte mich aber mit alkohol besser aus meiner verantwortung für mein leben mit allem drum und dran entfernen. "ich kann dieses leben nicht" solche gedanken kamen mir, allerdings unter alkohol. "ohne alkohol bist du besser" sagen mann und sohn, das werde ich auch noch begreifen! ich freue mich aber jetzt schon über mein nichttrinken, yeah und juhu!😊 lg heike

    hallo schnuffig,
    das hast du gut beschrieben, auch bei mir wunderte sich mein umfeld, dass in so einen zierlichen körper so viel flüssigkeit geht :)
    um nicht in gesellschaft von trinkenden menschen zu sein, müsste ich mich von jedem familientreffen fernhalten oder alle einladungen von freunden ablehnen. das kann ich mir nun wiederum noch nicht vorstellen, obwohl ich das auch schon in gedanken durchspiele manchmal. im moment kann ich dem alkohol gut widerstehen, das schwierige ist ja das für "immer".

    wie gings bei dir? lg heike

    hallo whitewolf,
    du hast natürlich recht mit deiner frage, ob ich mich als alkoholabhängig bezeichnen würde, damit habe ich gerechnet. wahrscheinlich nicht, da ich keine entzugserscheinungen körperlich habe. eher hochgradig gefährdet. Ich kann nur absolut nicht umgehen mit dem alkohol nach dem ersten schluck und möchte einfach nicht irgendwann wieder täglich alkohol haben wollen und trinken. tag für tag achten, das mach ich! und eure geschichten lesen, dir ganz viel kraft weiterhin und danke, heike

    hallo an euch,
    wie bei vielen hier anwesenden fing das trinken von alkohol auch bei mir früh, mit 14 j., an. mit freunden, die nicht tranken konnte ich nichts anfangen, langweilig, hab mich von denen angezogen gefühlt, die mir nicht das gefühl gaben, weniger wert zu sein. also mein selbstwertgefühl sagte mir wohl nichts anderes. viel einfacher war es doch zu saufen und "spass" zu haben. wobei, wenn ich heute überlege, spass hatte ich eigentlich gar nicht, der alkohol hat eigentlich nur benebelt. dabei waren die voraussetzungen von zu hause aus nach außen hin absolut günstig. meine eltern tranken auch nur bei feiern, dann aber richtig. jedenfalls war ich nie wählerisch bei meinen freunden und ohne alkohol wär sowieso nichts gegangen, da ich voll die probleme bei "richtigen" gesprächen hatte, mich zu öffnen z.b. zu hause wollte auch keiner wissen, wie, wer, was ich bin. mein bruder stieg in das väterliche geschäft ein und ich daddelte so rum. ausbildung nicht zu ende gebracht, obwohl nicht doof :-), sportlich ein absolutes ass, aber leider keine entsprechende anerkennung, die ich so gerne vom vater bekommen hätte. meine mutter meinte mal, mein vater könne nicht so gut mit kindern...ich trank niemals mit dem gefühl dafür, irgendwann ist mal genug, immer bis fast nix mehr ging. nicht jeden tag. ich habe immer geld verdient, eine umschulung und eine fernausbildung gemacht, einen ehemann (8 j. älter, vaterkomplex?) einen tollen, erfolgreichen sohn und trotzdem selten zufrieden und glücklich sein können, geschweige denn stolz auf mich. sonder dauernd negativ, unzufrieden, 3mal trennung vom ehemann, immer wieder zurück. da fragt man sich, warum hat er dies immer mitgemacht. er meinte, er liebt mich eben, nur spüren kann ich dies nicht. 8,9 jahre trank ich täglich, manchmal hartes, da hatte ich schiss, bier, rotweinschorle. ich trank sehr gerne alleine, manchmal heimlich. mein mann und ich waren immer die letzten auf feiern. er trinkt eigentlich nur an wochenenden. jedenfalls hat mir dieses mitunter tägliche oder heimliche trinken, mittlerweile auch gerne schnäpse, da sie ja schneller drönen, angst gemacht. äußerungen von der familie fielen öfter, wie: du bist soo schrecklich, wenn du betrunken bist! es gab stürze, leichte verletzungen, alles unter meinem kontrollverlust. mai 2012 bis juni 2013 trank ich keinen tropfen alkohol, es war mitunter anstrengend, aber ich war schon stolz, familie auch. dann meinte ich wieder mal was trinken zu müssen, im urlaub, bei familientreffen, iss ja doch lustig! und sehr schnell fand ich wieder gefallen an dem bedröhnt sein. ja, ja, altes verhaltensmuster, das gute suchtgedächtnis. nun hat mein hirn den schalter wieder umgelegt, 7 tage ohne alkohol, ich finde es toll, aber es ist schon schwer, die einzige bei häufigen treffen und viel trinkenden menschen zu sein, diese dann nach hause karren zu dürfen und sich das besoffene gelaber, ohne dass man selbst dazu beitragen kann :-), anhören zu müssen, ha,ha, das musste jetzt sein.
    so, das wars erst mal, drückt mir die daumen, so wie ich euch auch die daumen drücke!