Beiträge von marcomarco

    Zitat von atze der 23

    ... SHG...Es war ein schöner,interresanter Abend für mich.

    Hallo Atze,

    geht mir auch immer so. Mir ist aufgefallen, dass man bei jedem was mitnehmen kann. Ich lerne sogar mehr bei Leuten die "frisch" sind. Nämlich aus deren Fehlern. Die "alten Hasen" sind meistens gedanklich schon 3 Schritte weiter und das ist dann schwerer zu erfassen.

    Mein letzter Rückfall war eine riesen Klatsche für mich. Den werde ich so schnell nicht vergessen oder bagatellisieren. Bei Dir liest sich das relativ harmlos. Kann natürlich ganz falsch rüber kommen in schriftlicher Form, ist nur mein Eindruck.

    Schönen Abend weiterhin und hoffe haben bald wieder Gärtner Wetter ;)


    Gruss
    Marco

    Nabend,

    Prusselliese : ja da ist was dran. Penta's Satz (erst kratzen wenns tatsächlich juckt) hat mir direkt ein Lächeln auf die Lippen gezaubert, und habe seitdem schon nicht mehr drüber nachgedacht was in 2 Jahren ist.
    So einfache Sinnbilder helfen mir sehr oft Situationen klarer zu sehen und zu verstehen.

    Ansonsten gehts mir gut. Auf die etwas schwierigeren Tage folgten auch wieder sehr gute Tage. Wie das halt so ist; es geht ja nie nur geradeaus.
    Heute war ich wieder in der SHG, besser gesagt Motivationsgruppe. Mein Trend etwas mehr "Hardliner" zu sein setzt sich weiterhin fort und langsam will ich mal versuchen mich anderen Betroffenen gegenüber darin zu zügeln. Ich kenne aber von mir, dass gutes Zureden nicht hilft und mir immer nur ein Hintertürchen offen stehen lässt. Bei mir hilft nur Wahrheit auf den Kopf zu. Alles andere ist schon ein Freifahrtschein Richtung falsches Denken.

    "Nur nichts trinken reicht nicht" kommt langsam bei mir an und endlich klärt sich für mich der Begriff der "Trockenheitsarbeit"
    Was ist das? Das habe ich mich vor wenigen Monaten noch gefragt. Ist es das intensive Nachdenken über sich und seine Situation/Krankheit? Das schreiben und lesen im Forum?
    Auch. Und dazu kommt für mich die bewusste Risikovermeidung. Das ist für mich die meiste Arbeit, weil dort ja auch andere Personen involviert sind. Absagen erteilen zu Festlichkeiten, andere Alternativen der Freizeitgestaltung suchen und ausprobieren, Dinge anders anzugehen, mehr Kontakt zu trockenen Menschen(ja davon gibt es wirklich genug, die nicht krankheitsbedingt, kaum bis gar keinen Alkohol trinken!)suchen usw. usw. Das ist erst mal komisch und ein Stück weit halt auch Arbeit. Aber ich fahre im Moment ganz gut damit. Ich setze mich (insoweit es mir selber möglich ist) keinem direkten Kontakt mit Alkohol aus.
    Dabei habe ich das Gefühl, dass das ein besserer Ansatz ist als bei meinen vorherigen Versuchen, bei denen ich an meinem persönlichen Knackpunkt (8-10 Wochen) doch schon häufiger an Alkohol dachte.
    Die innere Veränderung kann nur mit einer äusseren einhergehen!:idea:

    Meine 10. Konsumfreie Woche bricht an und mir geht es gut! Die Anspannung der letzten Woche habe ich ausgehalten. (obwohl ich diesen Begriff nicht mag) Ich habe einfach versucht mir eine möglichst angenehme Zeit zu gestalten. Soll nicht heissen, dass ich nur auf der faulen Haut gelegen habe, aber auch das hab ich mir ganz bewusst an manchen Tagen gegönnt. Moderate sportliche Betätigung, Arbeit, Hausarbeit und ab und zu etwas aus der Reihe, wie z.B. Kino, Zweirad Hobby mit trockenen Leuten, sind gerade eine gute Mischung für mich.

    Und weil es gerade gut funktioniert für mich, werde ich auch weiterhin diesen Kurs fahren.


    So jetzt gehts noch an ein wenig Hausarbeit und ein ausgeglichener, ausgefüllter Montag neigt sich damit dem Ende zu.

    Einen schönen Abend noch an alle!!


    Gruss
    Marco

    Zitat von Penta

    Hallo Marco,

    natürlich kannst du heute schon Pläne für in zwei Jahren machen.
    Aber wenn dir heute die Trockenheitsarbeit schon sehr anstrengend vorkommt, warum erschwerst du sie dir nochmal, indem du dir deine Entscheidungen von morgen (in zwei Jahren) noch dazu aufbürdest?
    Mach doch erst mal heute, da is doch schon ne Menge. Und für in zwei Jahren empfehle ich, erst zu kratzen, wenn's tatsächlich juckt.

    Schönes Wochenende.
    Penta

    Hallo,

    hmm stimmt absolut! :)

    Guten Abend,

    Penta , Dich habe ich ganz überlesen bei meiner letzten Antwort. Sorry, typisch Marco, schnell und hektisch überall drüber lesen. :oops:
    Da könnte was dran sein, dass ich mich gerade wegen der 24/7 Beschäftigung mit mir und der Sucht so abgekämpft bin. Vielleicht sollte ich nicht alles auseinandernehmen.

    Zitat von Prusselliese


    Das andere war die fehlende Entspannung. Da hapert es bei uns mMn gewaltig. Im Gegensatz zu "Gesunden" haben wir keine Mechanismen die anspringen oder bedient werd[en können, um uns runterzufahren. Vielleicht sind sie auch einfach nur verkümmert oder im Laufe der Zeit abgesoffen *haha* Wir haben uns externe "Entspannung" gesucht. Dass wir jetzt nicht sofort und augenblicklich diese fehlenden Mechanismen aufbauen können ist doch klar. Da dürfen wir uns gleich mal in Geduld und Gelassenheit üben.......

    So, uns nun hoffe ich, dass diese Sätze ankommen......

    Ich habe auch schon festgestellt und auch in der Gruppe formuliert, dass ich das Gefühl habe, entspannt sein verlernt zu haben. Das kann natürlich nach Jahren des Saufens und Drogenkonsums einfach so wieder zu einem zurück kommen. Ich denke das ist ein Prozess.
    Ich gehe einmal wöchentlich zu einer realen SHG. Das ist ein guter Rythmus für mich.
    Gestern war ich zusätzlich beim vorletzten Termin bevor mein Therapie Antrag an die Rentenkasse geht. Habe dort auch mit meiner Therapeutin gesprochen und habe Ihr gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass die Sucht sich gerade wieder verstärkt meldet nach den ersten richtig guten 7 Wochen. Sie meinte auch, das wäre ganz normal und da muss ich beharrlich bleiben. Ich würde Erfolge erzielen, aber das dauert halt einfach. Und ich solle den Kopf nicht hängen lassen, das wird sich alles verbessern, sonst würden ja alle trockenen Alkoholiker wieder anfangen zu saufen, wenn es so ein Krampf bleiben würde.

    Also bestätigt sich meine Theorie, dass es einfach eine Frage der Zeit ist die richtigen Gedanken und Verhaltensänderungen auch wirklich zu verinnerlichen. Ich stelle mir das dann so vor, dass die Sucht noch mal ein paar Gedankengänge anschmeisst, die mir sagen: "Hey jetzt mach doch keinen Scheiss Marco! DU hast ja schon 2 Monate nix getrunken, Du kannst es und jetzt lass den Quatsch und gib mir hier mal ne ordentliche Dröhnung!!"
    Da darf ich einfach nur nicht drauf eingehen und mit der Zeit werden die positiven Seiten des trocken Seins einfach überwiegen. So stelle ich mir das vor, dass es abläuft.

    Zitat von Lena40

    Am Anfang meines Weges in die Trockenheit habe ich das ähnlich gesehen und empfunden. Das hat mir oft zu schaffen gemacht und ich fühlte mich oft wie ohnmächtig. Ich konnte erst in meiner LZT einen Perspektivwechsel einnehmen. Dafür bin ich heute noch dankbar, denn dadurch ist vieles leichter geworden. In der Therapie ist mir klar geworden, das ich, als ich noch am trinken war, einen ständigen Kampf mit dem Alkohol geführt habe und diesen Kampf konnte ich nicht gewinnen. Der Alkohol war immer stärker als ich und trotzdem habe ich es immer wieder versucht und rutschte immer stärker in die Abhängigkeit. Diesen Teufelskreis kennen sicher viele hier.

    Doch ich war fest entschlossen mich aus dieser Abhängigkeit zu befreien und trocken zu werden. Und in der Therapie war an einem Tag "Kapitulation" vor dem Alkohol ein Thema. Da wurde viel und durchaus kontrovers diskutiert, die Meinungen gingen weit auseinander. Doch für mich war das DIE Lösung. Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll....aber daran hatte ich noch nie gedacht....vor dem Alkohol kapitulieren, mich geschlagen geben und damit auch (endlich) den Kampf aufgeben....

    Ich konnte für mich akzeptieren, das ich, wenn ich weiter versuche gegen ihn zu kämpfen, immer wieder verlieren würde. Ich habe also den Kampf aufgegeben, ich habe vor dem Alkohol kapituliert und seitdem fühle ich mich frei. Ich kann meine Energie in meine Trockenheitsarbeit stecken, ich habe den Kopf endlich frei dafür....ich lasse den Alkohol nicht mehr in mein Leben, ich gehe den Weg der Risikominimierung und ich richte mich nach den Grundbausteinen....und das klappt seit über 2 Jahren sehr gut.

    Vielleicht kannst du damit etwas anfangen....

    Liebe Grüße, Lena :wink:

    Hallo Lena,

    damit kann ich etwas anfangen. Ein Bekannter ist seit 2004 trocken und hat auch von der Kapitulation erzählt und wie unheimlich Ihm das geholfen hat.
    Ich bin aber gerade mal bei Woche 9, meiner persönlichen Schallmauer wie es scheint. Es ist noch zu früh, als dass ich den wahren Sinn dieser Worte erfassen kann. Es wird sicher noch eine Zeit dauern bis ich an den Punkt komme, um diese Kapitulation wirklich zu verstehen.

    Für mich heisst es jetzt erstmal die Gruppe weiterhin Montags zu besuchen bis mein Antrag wieder zurück ist. Hoffentlich mit der Kostenzusage für eine ambulante Therapie. Ich merke schon, dass meine Gedanken, auch gerade durch die vielen Tipps und Anregungen hier aus dem Forum in die richtige Richtung laufen. :D

    Wenn alles klappt kann ich dann einmal die Woche zur Therapie Gruppe und einmal die Woche zum Einzelgespräch. Zusätzlich lese ich ja eh täglich im Forum und habe so eine gute Mischung für mich gefunden.
    Falls keine ambulante genehmigt wird, muss ich ernsthaft überlegen was ich tue. Eine stationäre ist im Moment sehr sehr ungünstig für mich, weil ich beruflich gut eingespannt bin und ein Leistungsträger in einer wirtschaftlich angeschlagenen Firma bin. Der Arbeitgeber weiss nicht Bescheid. Dann würde ich eher weiterhin Gruppen besuchen.

    Mal was anderes; mein persönlicher Plan ist mich die kommenden 2 Jahre intensiv mit der Sucht auseinanderzusetzen und dann mal schauen wie weit ich dann gekommen bin. Ich würde natürlich anstreben nicht mehr wöchentlich eine Gruppe zu besuchen, sondern je nach Bedarf. Aber das ist noch weit weg, ich weiss. Ich frage mich nur, ob das realistisch ist, oder sollte ich so etwas besser gleich vergessen?
    Ich möchte ja irgendwann auch mal einen Monat haben, in dem ich kaum mit der Sucht in mir in Berührung komme. Ich weiss auch, dass ich ein Leben lang süchtig bin. Trotzdem mag ich den Gedanken, auch mal Zeiten ganz ohne direkte Konfrontation haben zu können.


    So da bin ich mal gespannt! :wink:

    Schönen Abend erstmal!!!!

    Gruss
    Marco

    Hallo Prusselliese,

    Du beschreibst so ziemlich was ich auch denke. In Deinem Faden habe ich von der Weggabelung gelesen. Das hast Du super beschrieben.
    Nachdem man sich an der ersten Gabelung für den trockenen Weg entschieden hat kommen da aber ständig neue Gabelungen, an denen sich zu entscheiden gilt welchen Weg man nun geht. Das ist eine anstrengende Angelegenheit, aber vermutlich ganz normal für nicht-süchtige Menschen. Nur sind wir ja jahrelang immer zum Alkohol abgebogen und hatten gar keine andere Alternative. Jetzt gibt es all die Alternativen und das ist vielleicht auch ersteinmal viel zu viel.
    Bei mir sind es jetzt ca. 2 Monate seit dem letzten Konsum und da bin ich bisher jedesmal an eben diesen "Knackpunkt" gekommen. Langsam steigt die Unruhe und die Ungeduld. Ich beschäftige mich sehr intensiv mit mir und der Sucht und auch mir wird das ab und zu einfach zu viel. Manchmal habe ich gar keine Lust mehr nur noch über dieses Thema nachzudenken. Dann schleichen sich diese "Entspannungs-Sehnsüchte" ein. Dass diese nur von meinem Suchtgedächtniss hervorgerufen werden, ist mir eigentlich klar. Trotzdem zehrt das an den Nerven.
    Ich denke mir, dass ich ja nicht umsonst den Weg ohne den Alk gewählt habe. Da sind Sachen passiert, die ich als meinen persönlichen Tiefpunkt ansehe. Das ist im Moment mein einziger Schutz.
    Genau so war es bei meinen vorherigen Rückfällen. Der Druck in mir wurde immer grösser, ich kam mir vor wie ein Ballon der nur auf "die Nadel" wartet, die Ihn zum platzen bringt :(

    Ich habe hier ja schon oft gelesen, dass nach der ersten Euphorie dann auch ein grosses Loch kommt. Aber wenn man erstmal selber in diesem Loch steckt, kommt einem jeder Tag so unendlich lang vor. Die Krankheit ist heimtückisch, das ist mir absolut bewusst. Ich habe Angst vor einem langen Kampf. Den kann ich doch nur verlieren!
    Ich möchte darüber schreiben, weil ich diese Phase die letzten Male einfach versucht habe zu ignorieren und beiseite zu schieben. Aber ich glaube das war falsch. Bei mir war der Rückfall schon 2 Wochen vorher im Anmarsch, aber ich habe die Signale nicht beachtet, nicht ernst genommen und bin obendrein nicht mal mehr zur Gruppe gegangen. Da war es klar, dass es im Rückfall enden musste. Der Druck war da, ich habe mich nicht mitgeteilt und als dann der Entschluss zum Saufen endgültig gefallen ist, habe ich mir vorgelogen, dass es Urplötzlich war und ich ja absolut nichts dagegen tun konnte.

    Daher schreibe ich mir das jetzt auch einfach mal von der Seele und hoffe, durch die Ehrlichkeit mir gegenüber, dass es sich positiv auf diese Phase/Situation auswirkt.

    Vielleicht hat der ein oder andere ja einen guten Tipp für mich wie ich gedanklich richtig vorgehen kann.

    Fazit Prusselliese: JA ein Rückfall kündigt sich meiner Meinung nach an, nämlich in Form eben dieser Unruhe und Unwohlsein. Dann ist es die Frage, ob und wie man präventiv damit umgeht, um nicht in die hinterlistige Suchtfalle zu tappen.

    Gruss
    Marco

    Zitat von girasole


    Du sollst ja auch nicht 1:1 meine Entspannungsmethoden übernehmen :wink:
    Ich wollte anregen, dass Du für Dich herausfindest, was Dich entspannt.

    Nee nee, keine Sorge. Hab auch schon vorher an Deine angesprochen Methoden gedacht. 8)
    Ein langjähriger Trockener sagte zu mir: "Ich habe wohl immer etwas gesucht. Nass habe ich es nie gefunden, erst jetzt wo ich trocken bin, habe ich es gefunden"
    Ich versuche ein breites Spektrum an Ablenkung/Entspannung/Bewegungsentspannung.
    Ich habe das Gefühl in dieser Phase des Suchens zu sein.

    Hier in Matthias' letztem Post habe ich dann heute morgen gelesen, dass es "normal" zu sein scheint erstmal längere Zeit in ein Loch zu fallen. https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…19832-2312.html

    Da will ich geduldig sein und weiterhin straight zur Gruppe zu gehen. Ist nur blöd wenn ich mich abgekämpft fühle trotz der ganzen Trockenheitsarbeit die ich investiere. Das nervt einfach!

    Am Mittwoch habe ich den nächsten Termin für meinen Therapie Antrag, das steht ganz oben auf der Prioritäten Liste. Das Gefühl, dass es voran geht ist auch eine gute Hilfe.

    Gruss
    Marco

    Hallo girasole,

    Danke für Deine flotte Rückmeldung. Sport war bei meinen ersten Versuchen meine erste Wahl, habe es damit dann aber übertrieben und war nachher noch unentspannter. Ich arbeite als Handwerker, habe also täglich sehr viel Bewegung und treibe 2-3mal die Woche Sport.
    Essen und Couch sind meine Alternativ Methoden, aber TV gucken ist schon lange keine Entspannung mehr für mich.
    Autogenes Training hört sich interessant an und wäre auch bereit das mal zu versuchen. Habe schon einmal versucht im Netz eine Art "Anleitung für zu Hause" zu finden, jedoch erfolglos.
    Eine Badewanne habe ich leider nicht, aber dusche dann gerne ausgiebig und das tut mir dann auch gut. Vielleicht ist der ganze Zauber in einer oder 2 Wochen auch wieder weg, aber dann bin ich mit dem momentanen Zustand einfach unzufrieden und innerlich unausgeglichen.

    Ich glaube, dass meine Gedanken die grösste Rolle bei dem allem spielen. Es ist eine gewisse Unzufriedenheit die ich einfach nicht lokalisieren kann. Nichts besonderes, nicht absolut pessimistisch aber stetig nervend einfach.

    Da ich dieses Gefühl auch 14Tage vor meinem letzten Rückfall hatte und es aushalten wollte, bin ich jetzt schon etwas besorgt.

    Was ist PMR??

    Gruss
    Marco

    Hallo Forum,

    heute geht es mir nicht so gut. Trotz genügend Abwechslung und genügend Erholungspausen (meiner Meinung nach zumindest) fühle ich mich schon seit Samstag schlapp. Heute morgen hatte ich schon schlechte Laune aufstehen zu müssen.
    So langsam nähere ich mich der Zeitzone in der ich immer rückfällig werde. Ich habe so ein Spannungsgefühl und ein "ich weiss nichts mit mir anzufangen". Ich versuche die Gründe dafür herauszufinden, aber komme nicht wirklich dahinter. Gehe Risiken aus dem Weg und versuche nicht zu monoton, aber auch nicht zu stressig zu leben.
    Dieses Gefühl kommt mir bekannt vor und langsam schleichen sich Gedanken ein, in denen ich mich nach Entspannung sehne. Ich merke das dann aber auch schnell und halte mir vor Augen wo ich nicht hin möchte. Ich bin mir bewusst, dass Trinken und/oder Konsum von illegalen Kräutern nicht die Lösung ist, dennoch schleicht sich so ein Gedanken schon mal ein.
    Ich glaube, das liegt daran, dass ich mich körperlich schlapp fühle und ich mich dadurch eingeschränkt fühle. Wenn ich konsumieren würde, dann würde ich mich doch genau so schlapp fühlen, es würde nur durch den Rausch überdeckt.
    Es ist auch weniger das explizite Verlangen nach Alkohol, sondern eher nach einem entspanntem Zustand.

    Habe heute wieder meine Gruppe besucht und das hat mir jetzt auch direkt wieder geholfen. Trotzdem bin ich alarmiert und werde versuchen noch mehr auf mich und meine Bedürfnisse zu achten. Hinterlistig, dass einem das Gehirn solche Streiche spielen will.


    Gruss
    Marco

    Hallo Sky,

    Danke, das höre ich natürlich gerne. Wesentlich geholfen, an meiner Einstellung zu mir und meiner Sucht zu arbeiten, hat mir dieses Forum hier.

    Ich habe verstanden, dass der Weg aus einer jahrelang andauernden Sucht nicht innerhalb weniger Monate geschehen kann.
    Aus dieser Einsicht resultiert, dass ich mir wesentlich kleinere Ziele stecke. Erreichbare Ziele. Den Job meistern, den Haushalt schmeissen und mich sportlich moderat betätigen, Trockenheitsarbeit in Form von SHG und dem Forum. Das sind meine Grund Ziele zur Zeit, alles andere ist optional und ich sehe es als Bonus. Eis essen gehen an einem schönen, warmen Tag ist so ein Bonus.

    Und auch wenn ich mal einen schlechten Tag habe versuche ich es so hinzunehmen wie es ist.


    Gruss
    Marco

    Guten Abend,

    gestern hatte ich noch mit ganz schlimmen Kopfschmerzen zu kämpfen und heute könnt ich Bäume ausreissen. Auf der Arbeit habe ich mich entspannt und konzentriert gefühlt wie lange nicht und zu Hause hab ich mal ordentlich den Putzlappen geschwungen, nachdem ich mich mit einem leckerem Essen verwöhnt habe.

    Zusätzlich scheint die Sonne, das schreit förmlich nach einem Eisbecher!! :D:D
    Wahnsinn diese Gefühlsachterbahn. Ich versuche das gute zu geniessen und das schlechte einfach hinzunehmen. Wenn ich mich neben der Spur fühle halte ich mir immer vor Augen, dass auch das noch immer viel viel besser ist, als der Zustand in dem ich mich trinkend befunden habe.

    Gruss
    Marco

    Zitat von Slowly


    Ich finde es ehrlich gesagt auch erschreckend mein Leben lang auf Eis verzichten zu "wollen" ...

    Bis bald und viel Glück bei der Suche nach einer realen Gruppe.

    Sie und das Forum ergänzen sich gut.

    Hai Slowly,

    nur erschreckend?? Ein wahrer Alptraum ohne Eis zu leben :D
    Ich finde, dass gerade diese kleinen Genüsse wichtig sind für uns als Suchtkranke Menschen. Eis, Schokolade und generell gutes Essen sind für mich auch eine Art Krücke.
    Darauf muss ich mir gleich erst mal ein Spaghetti Eis holen. :D

    Stimmt, Gruppe und Forum ergänzen sich wunderbar. Hier gibt es natürlich viel mehr Betroffene auf einen Haufen, und umso mehr unterschiedliche Anregungen und Tipps die man auch gut in die Gruppe mitnehmen kann. Genau so funktioniert das auch andersrum.


    Gruss
    Marco

    Habe den Link zu den Grundbausteinen flott rausgesucht :wink:

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    Das mit den Träumen habe ich im Moment auch ziemlich stark. Jede Nacht werde ich einmal wach, weil ich totales Wirrwarr träume, dass sich aber dermassen realistisch anfühlt. Leider nicht das angenehmste Gefühl, aber ich vergesse es auch direkt nach dem Aufstehen wieder.
    Bei mir kam ja noch immer das Kiffen hinzu. Als Kiffer träumt man nachts nicht. Das holt das Gehirn in der Zeit danach aber umso intensiver nach. So manche schweissgebadete Nacht hab ich schon hinter mir und für mich ist das ein guter Grund mit dem Zeug nicht mehr anzufangen.

    Gruss
    Marco

    Hallo und Willkommen von mir dann erstmal!

    Finde ich gut, dass Du Dir in einem "frühen Stadium" schon ernsthafte Gedanken machst über Deinen Konsum. Bei mir und vielen, vielen anderen musste da schon ne Menge mehr passieren bevor man nur mal drüber nachgedacht hat, ob da was nicht richtig ist.

    Sehr oft wird hier als eine der ersten Fragen gestellt; Was tust Du für Deine Trockenheit?

    Anfangs habe ich das nicht richtig verstanden, ich trinke doch nichts mehr dachte ich. Aber damit ist es leider nicht getan. Wenn Du Beschäftigung brauchst, dann lies doch einfach mal was so in den anderen Beiträgen alles steht, dann wird Dir auch vieles klarer.

    Dann wünsche ich Dir erstmal ne gute Zeit und nen guten Austausch.

    Gruss
    Marco

    Hallo Schatzmeister,

    Danke, ich versuche mir eine schöne Zeit zu gestalten. Gestern gab es das erste Eis dieses Jahr :D
    Heute war ich bei meiner Ansprechpartnerin in Bezug auf meine (angestrrebte ambulante) Therapie. Noch 2 weitere Termine, um mit der Therapeutin den Antrag zu komplettieren und dann heisst es Abwarten welche Therapie-Form von der Rentenkasse bewilligt wird.


    Zitat von schatzmeister

    ...Unbekümmertheit dem Alkohol gegenüber und daß sogut ,wie keine Risikominimierung betrieben wird.Im Gegenteil und dann ist das Erschrecken gross,wenn wie aus heiterem Himmel ein Rückfall passiert.
    Da ist es gut,wenn man sich an Grundbausteine hält und sie überhaupt als wichtig anerkennt.

    Ganz genau!
    komme mir dann immer ziemlich militant vor. Aber muss ja auch jeder für sich selbst entscheiden, wie er mit sich und der Krankheit umgeht. Bei aller Individualität des Einzelnen, sind Krankheit und Risiken doch immer genau die gleichen.

    Heute habe ich mit Kopfschmerzen zu kämpfen und fühl mich etwas schlapp. :( Morgen ist auch noch ein Tag.

    Schönen Abend allerseits!!

    Gruss
    Marco


    [/quote]


    Hallo Peter,

    aber immer doch! :D

    Ich wollte Dir mit dem ersten Satz das positive hervorheben. Erst eine Woche? Für uns ist das schon eine Leistung. Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt, egal wie lang der Weg ist.

    Weiterhin gefällt mir Deine positive Einstellung, du hebst bewusst gute Dinge hervor, ich finde das solltest Du versuchen beizuhalten. Wenn es mal schwerer wird, dann lies Deine Zeilen einfach noch mal, um Dich dran zu erinnern.

    Ich rauche auch. Viel zu viel sogar. Aber ich sehe das genau so wie Du. Erstmal die akute Alkproblematik stabilisieren und dann kann man auch so nervenaufreibende Dinge wie Nikotin Entzug angehen :wink:

    Na denn gute Erholung, mein Tag war auch ziemlich lang und freu mich nur auf Abendbrot und mein Bettchen nachher :D

    Gruss
    Marco

    Eine kurze Ergänzung wollte ich noch einwerfen;

    Ich lebe diese Veränderungen nicht aus dem Motiv heraus "die aus dem Forum sagen das, also mach ich es, auch wenn ich nicht will"
    Ich habe auch schon mehrere Versuche gestartet, die gescheitert sind. Ich wollte ganz locker mit meiner Sucht umgehen und nach wenigen Monaten... Rückfall. Das hat mich zum Nachdenken gebracht.
    Wenn Mein Weg nicht funktioniert hat, und jemand der Erfolg hat mir einen Tipp gibt, dann doch nur aus eigener leidlicher Erfahrung heraus.
    In der Gruppe höre ich oft; ja bei MIR ist das anders!! Ich kann zu Feiern gehen wo getrunken wird, Ich kann..., Ich kann und mache..

    Wenn das so einfach ist, warum haben dann so viele es über Jahre hinweg nicht geschafft mit dem Trinken aufzuhören, obwohl die Alarmglocken schon lange schrillten??

    Das sind die Gedanken, die mich eher Ratschläge hier annehmen lassen.
    Das wollte ich los werden, weil ich auch hier manchmal lese, dass wichtige Ratschläge als nicht zur Person passend abgetan werden.

    Gruss
    Marco

    Guten Abend Tatjana!

    Das hört sich nach Krampfhaft an ist mein erster Eindruck.
    Habe gerade in meinem Faden geschrieben, dass ich bei den Gedanken ans "Gläschen" versuchen will den Grund zu finden.

    Ansonsten musst du bedenken, dass Jahrelanges Trinken nicht in 6-8 Wochen vergessen ist!!

    Zitat von Peters


    ... einige Veraenderungen im taeglichen Leben angewoehnt (Ernaehrung,Entspannung,Sport) und die bin Ich wieder dabei zu integrieren.
    Mein Psychologe riet mir taeglich 2-3 Sachen taeglich zu tun die mir Spass machen. Und da musste Ich erstmal wieder ueberlegen weil Ich es wirklich nicht mehr wusste.

    Als Anregung aus einem anderem Faden. Ich selber lese täglich im Forum und gehe wöchentlich in eine Gruppe. Das sind für mich wichtige Dinge.

    Desweiteren habe ich Peters Methode auch umgesetzt in den letzten Wochen: ich versuche eine gute Mischung aus Allem herzustellen. Sport, Spass, Arbeit und Entspannung. Wenn man das ganz bewusst macht kann man sich einen Abwechslungsreichen Alltag gestalten.

    Schreib Dir auch mehr von der Seele oder erzähle mal mehr von Deinem Alltag, vielleicht können Aussenstehende da eher etwas erkennen als Du selber.

    Lass es Dir in erster Linie gut gehen. Geniess das Wetter und die kleinen, schöne Dinge! Ich war im Zoo am Wochenende und es hat gut getan. Morgens Sport und mittags Zoo; tadaaa fertig ist ein schöner Sonntag.

    Gruss
    Marco

    Hallo Forum,

    meine 8. Konsumfreie Woche bricht an, mir gehts gut und ich besuche weiterhin regelmässig meine SHG und das Forum täglich.

    Heute ist mir beim Gruppenbesuch aufgefallen, dass ich durch das viele Lesen hier und die ganzen Informationen und Anregungen, die ich aufsauge, zum Hardliner werde.
    In erster Linie mir selber gegenüber (konsequente Risikominimierung) aber auch im Umgang anderen Betroffenen gegenüber. Viel mehr fällt mir der zu lockere Umgang mit der Krankheit auf. Die schnelle "Heilung" der ich ja auch schon auf den Leim gegangen bin.
    Super finde ich, dass ich scheinbar Gedankengänge habe, die auch von langjährig trockenen Alkoholikern geteilt bzw bestätigt werden. Noch bin ich nicht immer ganz sicher, ob ich meine Meinung dann anderen gegenüber "so hart" ausdrücken soll, aber scheinbar stehe ich da schon mal auf dem richtigen Bahnhof mit. Ob es das richtige Gleis, oder gar der richtige Zug ist weiss ich nicht. Ist auch zu früh, aber ich fange an am Staub, der auf dem Lack der Oberfläche liegt, zu kratzen.

    Sehr gut finde ich ausserdem, dass mir manche Einsichten oder konsequenten Umsetzungen nicht so schwer fallen wie ich dachte. Ich merke, dass sie mir gut tun.
    Wachsam bleiben ist jetzt die Devise.

    Heute habe ich einen guten Gedanken mitgenommen aus der Gruppe: "Wenn ich das Bedürfniss habe zu trinken oder an Alkohol denke, versuche ich dahinter zu schauen wo das jetzt gerade herrühren könnte"

    Eine gute Übung und ich werde mich bemühen das umzusetzen.

    Weiterhin einen schönen Abend bei dem tollen Wetter!

    Gruss
    Marco

    Hallo Matthias,

    wie Bitte??????? Der is frisch aus m Knast, begeht da ne RAUBSERIE , die wahrscheinlich nur durch seine erneute Verhaftung unterbrochen wurde, und darf mirnichts dirnichts weiter auf Opferschau??

    Der deutsche Rechtsstaat! Da soll mal einer durchblicken!! Andersrum ist es traurig, dass die älteren Leute keiner Bank mehr trauen und oft grosse Summen zu Hause bunkern. Die wissen auch, dass dort auch nur Verbrecher das Sagen haben :wink:

    Gruss
    Marco

    Hallo und herzlich Willkommen erstmal!

    7 Tage sind schon eine Woche und aus Wochen werden Monate... :wink:

    Zitat von Carpenter

    Wie ist es denn mit den Depressionen? Die sollten doch sicher auch weiter behandelt werden, oder? Ist natürlich schwer in Deiner Situation neue Leute kennenzulernen, und dann auch noch welche mit denen Du über Deine Probleme reden kannst so von Angesicht zu Angesicht.
    Wohnen Deine Eltern denn weit weg?

    [quote='Carpenter']
    Wenn Du Dich momentan zuhause wohler fühlst, spricht aus meiner Sicht überhaupt nix dagegen, sich eine gewisse Zeit einzuigeln. Das ist schließlich auch eine Art von Entspannung, wenn man sich nicht mit äußeren Einflüssen beschäftigen muß.
    Andreas

    Das sehe ich genau so. Keinen Stress aufkommen lassen, weil man sich noch wackelig und unsicher fühlt.

    Ansonsten erstmal weiterhin ne schöne Zeit hier im Forum und Dir auch zu Hause!

    Gruss
    Marco