Beiträge von Slowly

    Hallo Bartehll,

    ich habe Respekt vor dir.

    In meinem Umfeld ist ein Mensch, der trinkt zwar keinen Alkohol aber es ist auch möglich das Wesentliche ohne Alkohol nicht zu sehen oder es zu sehen und zu viel Muffensaußen, Bequemlichkeit, Ignoranz, Dummheit zu besitzen, um sich weiterhin zu Grunde zu richten, statt den Tatsachen in´s Auge zu sehen und Hilfe anzunehmen, um das zu verändern was wirklich dauerhaft veränder- und beeinflussbar ist.

    Die eigene Denke.

    Und da kann das emsige Cohelferlein dann wirklich nur noch seine Sachen packen und diese Baustelle schließen. ;)

    LG Slowly

    Hallo Barthell,


    Die Art und Weise von 0 auf 100 aus der Haut zu fahren, hat meine Umwelt ( und mich ) in nassen Zeiten ziemlich gestresst.

    Als ich dann trocken wurde habe ich erst gemerkt, dass Wut gar nicht das primäre Gefühl ist, wenn ich so reagiere, sondern Trauer.

    Wütend zu sein, liegt gar nicht so wirklich in mir drin, ich bin eher ein verständnisvoller und verzeihender Mensch.

    Als ich das kapierte, übrigens ohne Therapie, war mein Schachzug so:

    Immer wenn ich wieder toben wollte, versuchte ich mir zu vergegenwärtigen,
    dass ich eigentlich traurig bin und "toben" irgendwie total daneben ist.

    Ich ging dann kurz in´s Badezimmer, "heulte" ne kleine Runde und kam dann abgeregt wieder raus.

    Konsequent reagieren ("toben" ;) ) kann ich immer noch aber dann, wenn es wirklich Situationen gibt, in denen es mir angebracht scheint.

    Es ist schön zu sehen, wie sich mit der trockenen Zeit die Beziehungen zu anderen Menschen verändern, meist auch verbessern oder vielleicht dann eben auch ganz abbrechen.

    Ich wünsche dir eine erkenntnissreiche Zeit !

    LG Slowly

    Guten Morgen,

    apropos Lesen:

    Seit gestern Abend liegt noch ein Buch auf meinem Bücherberg.

    Ingrid Babendererde - die Reifeprüfung 1953 von Uwe Johnson.

    Meine Tochter hat es sich unter einigen anderen, für sie noch schwieriger scheinenden Büchern, bzw. eines am Abitag zu erhaltenden Gedichtes, als Abiturlektüre ausgesucht.

    Nun machen wir beide zusammen Deutsch Abi :shock: und werden das Büchlein und alles was uns sonst noch so zum Thema unter die Finger kommt, in den nächsten Monaten einmal umdrehen. :lol:

    Eine schöne Möglichkeit sich nahe zu sein.

    LG Slowly

    Hey Thaila,

    also bei liegt auf dem Küchentisch......

    "Kochen ist Krieg" - am Herd mit deutschen Profiköchen von Gregor Weber

    "Als der Tag begann" von Liz Murray ( das will ich auf jeden Fall lesen ).

    I Ging · Das Buch der Wandlungen

    Mit dem Wohnmobil nach Südnorwegen

    ......und noch ein paar andere Bücher verschiedenster Art.


    Ich nehme mir einfach eine große Bandbreite mit aus der Bücherei und sehe dann, was mir möglich ist zu lesen.

    Alleine das Gefühl Bücher da zu haben, mich für sie zu interessieren und auch mal die Muse zu haben sie zu lesen, macht mich ganz glücklich. :)

    Ansonsten:

    Ich habe in den letzten Monaten erkannt, dass ich ein Mensch bin, der die körperliche Bewegung einfach elementar braucht, ich liebe es herumzuwuseln, in Schwung zu sein, ohne Hektik aber im ständigen Bewegungsfluss.

    Es gibt kaum etwas schöneres für mich als an einem Sonntag das gesamte Haus zu entrümpeln, inkl. des Gartenschuppens und auch dahinter :) .

    Wenn mir hin und wieder jemand aus der Familie zur Hand geht, dann freut es mich, erwarten, dass jemand mit meinem Aktionismus mithalten kann, das habe ich verlernt.

    Dafür darf aber auch keiner von mir erwarten, dass ich einen ganzen Sonntag lang auf der faulen Haut liege. :)
    Das führt bei mir innerhalb kurzer Zeit zu Unzufriedenheit und dem Wunsch etwas zu bewegen. Nämlich mich.

    Ich hab´mich jetzt einer Mädelswandergruppe angeschlossen.
    In meiner Umgebung hat dazu keiner Lust, so habe ich mir jemanden übers Netz gesucht und gleich eine ganze Gruppe gefunden.

    Sodele, weiter geht´s ....... ;)

    LG Slowly

    Hallo Hans,

    Danke :) .

    Mit "gemütlich zurück ziehen" ist es in meiner Lebenssituation nicht weit her.

    Allerdings weiß ich inzwischen die Lesezeitfenster zu nutzen auch wenn sie sich "nur" irgendwo im Auto auftun......zwischen zwei Terminen.

    Ein e-book habe ich auch geschenkt bekommen, konnte mich aber nicht damit anfreunden und verkaufe es nun wieder.

    Das Angebot meiner heimischen Bücherei sollte noch ein paar Tage ausreichen ;) .

    LG Slowly

    Guten Morgen Step,

    Zitat

    Alkoholfrei zu leben fühlt sich weiter gut und richtig an. Die Dankbarkeit, die ich anfangs sehr intensiv empfunden habe, weicht langsam einer Selbstverständlichkeit.
    Nein danke, ich trinke keinen Alkohol! Nein, gar keinen!

    So ähnlich geht es mir auch, allerdings bin ich weiterhin sehr dankbar, wenn ich Leute höre, die von ihren "Schandtaten" im Suff erzählen, die den Tag über durchhängen, andauernd krank sind oder wenn ich in ihre Gesichter schaue, die Bände sprechen ( auch nüchtern ).

    Schön finde ich, dass es inzwischen so ist, dass ich mich oft zu Leuten hingezogen fühle, die nichts bis ganz ganz wenig trinken,( schon bevor ich das überhaupt weiß).

    Inzwischen habe ich einen sehr schönen, stabilen, trockenen Freundeskreis, die Säufer mag ich immer noch, ich verbringe aber keine Saufzeit mehr mit ihnen ;) .

    LG Slowly

    Guten Morgen :)

    Und wieder ist ein Durchbruch geschafft.

    Die letzten 4,5 trockenen Jahre hat es wohl gebraucht, um in mir etwas auf Werkseinstellung zurück zu stellen.

    Ich, die Leseratte der Nation, konnte mich viele viele Jahre am Stück auf keinen Text mehr konzentrieren, der länger war als ein Zeitungsbericht.

    So machte das Lesen natürlich keinen Spass und ich war immer ganz traurig darüber.

    Inzwischen war ich zweimal in der Bücherei und konnte ein paar der Bücher, die ich mitgenommen hatte, auch lesen.

    Wenn es ein Ratgeber war, dann habe ich schon auch mal etwas überlesen, was mir zu uninteressant oder für mich nicht relevant erschien.

    Die Freiheit dazu nehme ich mir und auch noch zu vielen anderen Dingen, von denen ich früher nur geträumt hätte, sie als Option zu sehen, also eine Wahlmöglichkeit zu haben.

    Trocken geht das scheinbar um Klassen besser. ;)

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo,
    möchte gerne einen Filmtip hier lassen.

    Früher hatte er selbst ein Alkoholproblem. Heute ist Robert Atzorn in dem ARD-Drama "Mein Mann, der Trinker" zu sehen.

    Bei youtube zu sehen.

    Mir geht es gut und ich genieße jeden trockenen Tag.

    Bin dankbar für mein Leben, die Entscheidung trocken zu sein und für alles was sich daraus ergeben hat.

    Ein trockenes ist ein um soviel lebenswertes Leben und kann Dinge beinhalten, die der Alkohol niemals geben kann
    Im Gegenteil, er nimmt sie uns.

    Von daher mach' ich weiter so. :)

    LG Slowly

    Lieber lT, Martin und Thalia,

    Danke für eure guten Wünsche, lustigen Bemerkungen und auch Fragen.

    Ich habe mich sehr gefreut darüber. :)

    Sicher war ich am Morgen als ich den Post schrieb noch etwas müde, denn wir waren auf einer hollänischen Insel. :shock:

    Es gab dort nur nette Menschen, so wurden die Stinkbomben nicht geworfen ;) .

    Zwei Tage verbrachte ich mit meinem Sohn auf einem Fischkutter ( als einzige Frau ), wo wir reichlich Makrelen fingen und ich sie sogar auszunehmen lernte.

    Diese beiden Tage waren eine ganz tolle Erfahrung für mein Kind und mich und ich bin sehr froh, sie durch meine Trockenheit habe machen zu können.

    Auf dem Boot wurde auch Bier getrunken.

    Gemerkt habe ich das so wirklich erst, als zum Schluß die leeren Flaschen gesammelt wurden.

    Mein Blick richtet sich inzwischen doch ganz woanders hin. :)

    Lieber lT, wie ich die Schicksalschläge verkraftet habe schreibe ich eventuell mal in der Geschlossenen.

    Oft ist meine Tastatur jedoch nicht so recht funktionsfähig und so ein Text wie hier dauert ewig.

    Jedoch ist mir mein Geld zu schade für einen neuen Laptop, will lieber damit etwas erleben......

    LG Slowly

    Danke Hans,

    ja, so empfinde ich es auch, als....ICH BIN GANZ.... zu sein. :)

    Heute starte ich mit meinem "Kleinen" zu einem kurzen Roadtrip.

    Wir fahren zu Freunden, die schon auf einer deutschen Insel auf uns warten.

    Da wollen wir teils im Hotel und teils im Auto übernachten.

    Im Gepäck sind neben ein paar Süßigkeiten, Angeln, einem Pokerspiel, Wassergewehren und Büchern auch ein paar Stinkbomben. :)

    Mal sehen, ob sich die jemand verdienen wird. ;)

    Aber jetzt hoffe ich erst einmal, dass ich vor 21.30 zur Fähre finde . ;)

    Naja, vielleicht hilft mir mein gutgelaunter Copilot zur Linken ja weiter, wenn nichts mehr geht.

    Das letzte Mal als ich einen ähnlichen Urlaub machte, war ich alleine zu meinen Freunden unterwegs und voll auf Alk.

    Was mich einmal dazu veranlasste, sehr früh am Morgen vom Campingplatz zu flüchten. :oops:

    Wie gut, dass diese Zeiten vorbei sind, ich will nie wieder dahin zurück.

    LG und allen schöne Ferien !

    Slowly

    Hallöchen,

    klasse, ein weiterhin trockener Mensch mehr in Deutschland.

    Freut mich !

    Als Alkoholikerin hat mir dieses Forum gereicht, um über 4 Jahre trocken zu bleiben.

    Da mir der Alkstop leicht fiel.

    Bei einer anderen Thematik habe ich grössere Probleme,
    da sie nicht nur mich betrifft und da nehme ich nun auch sehr gerne eine Gruppe aus Fleisch und Blut ;) in Anspruch.

    Danach bin ich immer ganz frohgemut. :)

    LG Slowly

    Hallo Matthias,

    Zitat

    1- ich bin uropa

    wie cool ist das denn ?

    Herzlichen Glückwunsch. :)

    Ich freu mich auch jetzt schon auf meine Enkelkinder und bin froh, dass meine Tochter sehr kinderlieb ist und einer meiner Söhne bestimmt ganz nah an zuhause wohnen bleiben wird....so steigen die Chancen auf das Erhoffte.

    Kontakt zu meiner Fastexschwägerin halte ich auch noch sehr gerne......

    Manchmal mag ich sie lieber als meinen Bruder ;).

    Schaffs gut, auf dass die Stapel auf deinem Schreibtisch nie zu ende gehen mögen.

    Liebe Grüße

    Slowly

    Guten Abend miteinander,

    nach wie vor hören die Hiobsbotschaften nicht auf
    und ein Schicksalsschlag jagdt den Nàchsten.

    In manchen Momenten ist dann sogar meine Lebensfreude gen Zero
    und es kommen Gedanken, dass es Anderen ( die rückfällig wurden )
    vielleicht auch so ging und ihnen dieses Gefühl dann den Anstoß gab wieder zu trinken.

    Mir gibt das ( temporäre ) Gefühl der Hilflosigkeit eher den Anstoß aus dem was ist das Beste zu machen und das kann ich nur mit klaren Verstand und darum trocken.

    Ich bin echt dankbar, dass mein Gehirn ( mit dem ich manchmal hadere ) in wirklich entscheidenden und wichtigen Momenten voll auf meiner Seite ist ;).

    Liebe Grüße und einen glücklichen Sonntag wünscht Slowly

    Hallo Lalu,

    ja, schön, dass du hier bist.

    Mein Leben ist deinem gar nicht mal so unähnlich. :)

    Vielleicht ist es am Anfang noch nicht so klar warum du Alkoholiker wurdest.

    Solltest du jedoch durchhalten und länger oder gar für immer trocken bleiben,
    dann wirst du es früher oder später ( wenn es dich interessiert) eh herausfinden.

    Es gibt durchaus Leute, denen das Wissen der Gründe nicht so wichtig ist,
    ich gehöre auch zu der anderen Sorte.

    Liebe Grüße und alles Gute für die kommende Zeit !

    Slowly :)

    Hallo lT,

    mein Nick soll mich daran erinnern, dass ich auch mit einer Gangart runter geschaltet gut durch´s Leben komme, vielleicht sogar besser.
    Mit meiner überbordenden Energie kann ich die Leute manchmal schon nerven und überfordern.
    Nicht jeder mag es am frühen Morgen schon wieder Pläne zu machen für den Tag, die nächste Woche, den nächsten Urlaub und das alles am besten gleichzeitig ;) .
    Letzendlich tut es mir aber selbst auch gut, mal weniger oder langsamer zu machen.

    Danke für deine guten Wünsche.:)

    Hallo Matthias,

    ich war als junge Frau schon depri, vielleicht sogar als Kind.
    War aber nie so dolle, dass es irgendjemandem auffiel, mir auch nicht, ich dachte das sei normal.

    Mit 15/16 fing ich ja dann das Trinken an, mit ein paar Jahren Pause in denen es nicht sehr stark ausgeprägt war, ziemlich regelmäßig und auch nicht gerade wenig.

    Es waren, vor allem seit meine Kinder auf der Welt sind aber trotzdem viele glückliche Jahre dabei, in denen ich das Leben auch genießen konnte. Trotz der im Untergrund latent depressiven Stimmung, die ich in der Tat mit Alkohol aber auch mit vielen positiven Aktionen zu therapieren versuchte.

    Als ich dann vor 4 Jahren aufhörte zu trinken, wurde damit der Weg geebnet, zufrieden mit mir selbst zu sein.
    Ich bereitete mir selbst das Leben, das ich ohne Betäubung bereit war zu leben.
    Da ich mir nichts mehr schön trinken konnte, musste es eben aus mir selbst heraus schön werden.

    Nun brauche ich auch keine Depressionen mehr, die mich auf irgend etwas Störendes aufmerksam machen wollen.........

    Irgendwie so ;)....meine Theorie.

    Danke, für deine Freude :) .

    Allen einen schönen Tag

    Slowly

    Hallo :),

    ich nochmal.

    Vielleicht solltest du auch einmal oder nochmal ? mit deinen Familienangehörigen sprechen was es überhaupt bedeutet trockene Alkoholikerin zu sein und was es für sie bedeuten kann, wenn sie dich unterstützen wollen.

    Eventuell kannst du sie auch mit den Grundbausteinen vertraut machen.

    Ich kenne deine Enttäuschung von mir selbst damals.

    Das war teilweise schon hart zu sehen, dass der Alkohol erst mal wichtiger schien ( bei ganz wenigen ) als das Zusammensein mit mir.

    Leider muss ich jetzt los, sonst würde ich noch mehr dazu schreiben.

    Alles Gute

    Slowly

    Hallo heaven,

    Zitat

    Ich war es auch die spät am Abend die Gläser und den Restwein in die Küche, aus meiner Reichweite gebracht hat.

    Dass dieser Satz die pure Ironie ist, ist dir ja sicherich klar. ;)

    Ich empfinde deine Familie im besten Fall als kopflos und ignorant, im schlechtesten Fall als lieblos und desinteressiert.

    Bestimmt, wenn du weiterhin trocken bleibst und in der Kur dazu lernen darfst, wird in naher Zukunft ein anderes Windchen wehen.

    Dann werden sie weder neben einer frisch trockenen trinken dürfen, noch wirst du ihren "Krempel" wegräumen.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du lernen wirst für deine Bedürfnisse einzustehen....

    Zitat

    Der hat sich per Augenkontakt das Okay von mir geholt. Meine Schwester und mein Mann sitzen also vor mir und trinken Wein.

    Und ich hoffe, dass deine Familie verstehen wird und auch verstehen WILL, dass sie ihren Teil zu deiner Trockenheit beitragen sollten.

    Liebe Grüße und einen lehrreichen Kuraufenthalt wünscht

    Slowly