Beiträge von Slowly

    Hallo Matthias,

    viiiiiiiiielen Dank ! :D

    Gestern hatte ich ein Gespräch mit einem Familienmitglied über ein anderes.

    Das Andere hat ein offensichtliches Alkohol Problem und schon einiges an Therapie durch, wegen (anderer) seelischer Probleme.

    Ich bemerkte, dass der wichtigste Schritt sein sollte den Alkohol weg zu lassen, da die ganze Therapie sonst unter Umständen wenig ausrichten kann.

    Ansonsten werde ich aber nichts weiter unternehmen.

    Alle wissen ja, dass ich seit Jahren trocken bin und haben meine Veränderung mitbekommen.

    Aufgedrängte Gespräche über süchtigen Alkoholkonsum kommen oft nicht so gut an :) , wie die Vergangenheit gezeigt hat.

    Vor allem wenn die Sucht schon vorhanden ist, ist es ja meist leichter halt noch mal ein Gläschen d´rauf zu schütten, als sich auseinanderzusetzen.

    Das ging mir ja früher nicht anders.

    Bei meinem großen Sohn scheinen die Gespräche jedoch Wirkung gezeigt zu haben, wie es scheint hält sich sein Konsum ( anders als von der ängstlichen Mutti befürchtet :) ) doch sehr in Grenzen.

    Ich hoffe natürlich, dass das so bleibt.

    Aber da mein Vorbild ja auch weiterhin da sein wird, er ansonsten ein ganz zufriedenes Bürschchen ist und ich die Augen weiterhin offen halten werde.......sehe ich gute Chancen, dass er es anders machen wird als ich.

    Da er in einigen Monaten sein Auslandsjahr beginnen wird, hat er außerdem mit der Organisation ( der Sprachreise ) einen Vertrag geschlossen, der unter anderem beinhaltet, dass er keinen Alkohol und Drogen konsumieren wird, da das sonst zu einem Abbruch der Reise führen kann.

    Ich hoffe, er bekommt das hin. :roll:

    Liebe Grüße

    Slowly

    Guten Morgen,

    ich freue mich gerade sehr.

    Wir ( Familie ) werden bald über eine kurzes Wochenede in meine alte Heimat fahren.

    Dort mit zwei meiner Kindern, zwei Freundinnen und meinen Eltern ein kleines Schloss besichtigen, einen Kletterpark erklimmen und auch noch gut essen.

    Mein Kleiner wird das sicherlich alles in sich aufsaugen und hat dann richtig etwas zu erzählen in der Schule, da meine Mutter dort im Krieg evakuiert war und die Burgfroileins ;) noch persönlich kennen lernen durfte.

    So wird Geschichte erst richtig lebendig !

    Als ich trocken wurde gab es einige Probleme mit meiner Mutter, da sie das nicht so richtig akzeptieren wollte.

    Daher hat sich unser Freizeitverhalten miteinander stark verändert.

    Da ich aber trotzdem weiter gerne ein Stückchen Familientradition ( gemeinsame Ausflüge zB. ) weiter pflegen möchte, reisen wir eben nur kurz an und packen dafür die vorhandene Zeit ein kleines bisschen voller.

    In der Kürze liegt die Würze. :D

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Hans,

    also dass die Jahre, seit dem trocken werden die glücklichsten waren, das kann ich dick unterstreichen.

    Ich empfinde dich auch als sehr positiven Menschen ( kenne ja auch deine Texte innerhalb der geschützten Forums).

    Bei dir hätte ich glaube ich das Gefühl, würde ich dich persönlich kennen, dass ich dir vertrauen kann.

    Danke für deinen Beitrag.


    Es ist zwar richtig dass die letzten drei Jahre mit die glücklichsten meines Lebens waren, jedoch ist der Überschwang und die glückseelige Euphorie der der ersten beiden Jahre, einer ruhigeren und zufriedeneren Gelassenheit gewichen.

    Es gab eine große Enttäuschung im letzten Jahr, woran ich merke, dass es eben manchmal nicht ausreicht, wenn Menschen ihr Bestes geben, sich mögen ( vielleicht sogar lieben ) und sehr schätzen.

    Ich habe erkannt, dass es Konstellationen zwischen Menschen gibt, die sich zwar anziehen und ergänzen, gleichzeitig aber durch persönliche Defizite wieder voneinander entfernen.

    Aber vielleicht waren es auch gar nicht nur die Defizite, die uns wieder auseinander steuern ließen, sondern es existierte bei mir ( und meiner damligen Freundin ) einfach auch sehr hohe Ansprüche an unsere Freundschaft, die keine von uns beiden erfüllen konnte und dadurch zu einer Beendigung der Freundschaft führte.

    Tief verbunden sind wir allerdings immer noch :).

    Allen einen schönen trockenen Tag.

    Slowly

    Hallo Lena,

    dein Gedicht ist sehr eindringlich und es gefällt mir richtig gut.

    Danke für´s Teilhaben lassen.

    :)


    Ich habe vor einigen Jahren gelernt mich zu wehren, wenn mich etwas verletzt oder mir ungerechtfertigt vorkommt und dadurch ist diese Empfindlichkeit etwas besser geworden.

    Weil ich jetzt ja auf mich zählen kann, dass ich mich quasi selbst verteidige.

    Früher habe ich das auch schon gemacht aber irgendwie mit den falschen Mitteln: Rückzug, beleidigt sein, schmollen, meine wahren Gefühle im Alkohol ertränken...usw.

    Eine empfindliche Frau bin ich nun trotzdem noch aber halt mit der Tendenz zur kämpferischen Amazone, wenn es sein muss.

    Da bleibt manchen Menschen schon mal die nächste Ekelsalve im Hals stecken, wenn ich zur Hochform auflaufe. ;)

    Aber dazu ist ja nicht jeder der Typ und schlussendlich ist ja nur wichtig, was es innerlich mit einem macht, bzw. wie man damit umgeht, mit unsensiblen Egozentrikern konfrontiert zu werden.

    Es gibt bestimmt auch ganz viele leise stimmige Strategien, dem übergriffigen Anderen, den inneren Stinkefinger zu zeigen.


    Ich hätte mich sicherlich auch gefreut dich kennenzulernen.
    Aber bestimmt nicht an diesem Tag ;) !

    Endlich hatte es mit garcia und dir mal "geklappt", das war ja schon längst mal überfällig.

    Ansonsten ist das eine ganz irre Geschichte mit deiner Mutter !
    Wie schön, dass sie in ihrem Alter noch so lernfähig und offen sein kann.

    Ich freu mich für euch mit :) .

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Kate,

    dass du wieder getrunken hast ist schade aber nichts Ungewöhnliches und vor allem lässt es nicht darauf schließen, dass es ab jetzt immer so sein wird.

    Viele von uns, auch ich, haben mehrere oder gar sehr viele Versuche gehabt mit dem Trinken aufzuhören, bis es dann, ( hoffentlich für immer ), geklappt hat.

    Ich kann es gar nicht genau sagen an was es lag, warum der letzte Versuch schließlich erfolreich war ( bis jetzt).

    Vielleicht war es der Umstand, dass mir tief im Inneren klar wurde, dass mein Leben niemals glücklich werden würde, sollte ich weiter trinken.
    Vielleicht war es wirklich das letzte Glas, das das Fass zum Überlaufen brachte, in dem Sinn, dass es einfach genug Alkohol war, den ich in mich hinein geschüttet hatte.
    Vielleicht war es einfach Schicksal und ich an der Reihe trocken werden zu dürfen.
    Vielleicht war es die Lebensveränderung, die ich damals einläutete.
    Vielleicht war es auch die Risikominimierung, die ich beim letzten Versuch konsequent betrieb.

    Oder alles miteinander.

    Auf jeden Fall war es auch dieses Forum, das mich auf den rechten Weg führte und seit da an begleitet.

    Es hat eine große Kraft, die du dir ruhig auch weiterhin zur Hilfe nehmen kannst.

    Mach´einfach weiter, irgendwann kann es auch bei dir das letzte Glas gewesen sein !

    Das Leben ist viel lebenswerter ohne Alkohol, da sind wir uns alle einig, egal wie verschieden die Menschen sind, die hier schreiben.

    Ich freue mich darauf, mehr von dir zu lesen !

    Viel Kraft und Mut wünscht Slowly

    Hallo Matthias,

    Zitat

    ich bin natürlich 31kmh zu schnell gewesen


    Nanana ! :twisted:

    Aber ist ja nochmal gut gegangen. :)

    Ich wurde vor kurzem geblitzt als ich 90 auf der rechten Spur der Autobahn fuhr. :shock:

    Ich dachte ich sehe nicht recht, da auch weit und breit keine anderen Fahrzeuge fuhren.

    Hmmm ?

    Mein lieber Nochehemann meinte dann, dass ich das für zu langsames Fahren auch wirklich mal verdient hätte ;) .

    Strafzettel kam dann allerdings keiner.

    Liebe Grüße

    Die Schnecke Slowly

    Hallo Matthias,

    Danke.

    Ich denke meine angenehme Ausstrahlung auf die Menschen in meiner Umgebung in den letzten Wochen, liegt natürlich auch daran, dass ich nun doch schon eine Weile trocken bin und mich dadurch mit einer Menge Dingen auseinandergesetzt habe und dazu gehört auch der Tod.

    War ich früher, in nassen Tagen eine begeisterte Medizin Atlas Leserin, die für jedes Zipperlein gleich eine passende, am besten noch tödlich verlaufende ;), Diagnose zur Hand hatte, was nat. mit der Angst vor dem Tod Hand in Hand ging, lebe ich jetzt einfach.

    Manchmal ödet mein Leben mich ein bisschen an, manchmal ist es richtig klasse und meist ist es einfach ok.

    Angst vor dem Sterben habe ich nicht mehr.
    Irgendwie habe ich gar keine Zeit mehr dazu vor lauter Leben. ;)

    Wenn es soweit sein sollte, dann hoffe ich alles was hier so "anlag" zu meiner vollsten Zufriedenheit erledigt zu haben, keine "Leichen" mehr im Keller zu besitzen und möglichst angst- und schmerzfrei diese Welt verlassen zu können.

    Wer weiß, vielleicht kommt ja danach noch was Spannendes und wenn nicht, dann habe ich wenigstens meine Ruh´.

    Dir auch eine schöne Zeit.

    Slowly

    Hallo Samsara,

    ich finde es super, dass du jemanden zum Weiterwandern gefunden hast !

    Eine neue Beziehung setzt ja immer Vertrauen voraus, vor allem zu sich selbst.

    Vertrauen, dass man auch bei noch so vielen Schmetterlingen im Bauch immer einen klaren Kopf behält und die eigenen Werte und Vorstellungen vom Leben nicht verleugnet.

    Ruckzuck steckt man sonst in einer Situation die niemand wirklich braucht.

    Andererseits gibt es nichts, außer Kinder vielleicht, was einem selbst mehr über die eigenen Stärken und Schwächen lehrt, als eine Beziehung.

    Dann mal auf ins Abenteuer !

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Correns,

    schön, dass du mich besucht hast. :)

    Dieses Wochenende war ich in einer europäischen Großstadt unterwegs.

    Unter den vielen Straßekünstlern dort spielte ein junger Mann einen Hang, so schön und berührend, dass ich mich sofort total mit meinem verstorbenen Familienangehörigen verbunden fühlte und mir die Tränchen in die Augen stiegen.

    Ich machte einen kleinen Film mit dem handy und schickte ihn einer guten Bekannten ( bei der ich mich lange nicht mehr gemeldet hatte ), die dieses Instrument auch besitzt und spielt.

    In der Nacht hatte ich auch von ihr geträumt, ihr dies aber nicht erzählt.

    Sie schrieb mir, dass sie es ganz verrückt fände, dass ich mich mal wieder gemeldet hätte, da sie in dieser Nacht seit langer Zeit mal wieder von mir geträumt hätte.

    :shock:

    Ich denke es gibt Verbindungen zwischen Menschen, Schicksalen und Leben, die mit dem Bewusstsein nicht erklärbar sind. :)

    Und die ich auch gar nicht erklärt haben möchte ;), ich freue mich einfach darüber.

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Matthias, Thalia und Cornelli,

    Danke für eure freundlichen Worte !

    Cornelli schrieb:

    Zitat

    das Gefühl kenne ich auch, es ergeben sich auf einmal ganz neue Perspektiven und Möglichkeiten, die man unter Alkohol niemals in Erwägung gezogen hätte.

    Bei mir war es eher so, dass ich mich ziemlich viel traute als ich noch Alkohol trank und manchmal dann Dinge, die ich mir fest vornahm, auch durchzog.

    In etwas als ob der Alkohol ein Turbolader war, der mich durch´s Leben katapultierte.

    Ganz wichtige Dinge, wie innere Ruhe, wirkliche seelische Stärke und das Festhalten an Werten und Idealen, kamen dabei allerdings zu kurz.

    Vielleicht brauchte ich diese drei trockenen Jahre um mich auf meine inneren Ressourcen zu konzentrieren.

    Auf jeden Fall fühle ich mich jetzt wieder stark genug Bäume auszureißen, was ich tagtäglich auch mache :lol: .

    Danke Thalia:

    Zitat

    Ich habe kürzlich in Österreich zum ersten Mal einen Tandem Paragliding Flug gemacht, und es war einfach traumhaft toll.

    Toll !

    Danke Matthias:

    Für´s Mutmachen !


    Wir hatten einen Todesfall in der nahen Familie.
    Ich bin sehr froh darüber, dass alles so wie es war für alle Beteiligten in Anbetracht der Tatsache, dass wir über den Tod keine Kontrolle haben, wohl aber wie wir damit umgehen, gut war.

    Ich bin froh trocken zu sein und dadurch meinen Angehörigen hilfreich zur Seite stehen konnte.

    Die Rückmeldungen die ich dabei erhielt machen mich froh und zufrieden, den richtigen Weg gewählt zu haben.


    Schöne Zeit

    Slowly

    Hallo Wellensittich,

    Guten Morgen !

    Auch ich kenne das sehr gut mit diesen aufgewühlten Gefühlen beim trocken werden.

    Ich war fertig mit der Welt, konnte mich meinem Umfeld so gar nicht wirklich erklären und wollte es auch nicht, denn wie soll ein Anderer, der so etwas noch nicht duchgemacht hat, das auch verstehen !

    Doch ich hatte ja das Forum und das viele Lesen, die Anteilnahme und auch manchmal nur ein oder zwei kleine Sätze, die einfach passten und wirklich bei mir den Kern trafen, haben mir dann sehr geholfen.

    Und meine Gartenarbeit, da konnte ich total abschalten und hatte dann das Gefühl bekommen, dass ein Leben ohne künstlichen Rausch auch selbstvergessene Momente mit sich bringen kann.

    Ich durfte und darf diese Momente nun entdecken und verlorene Dinge wieder finden, aktuell z.B. kann ich mich wieder auf´s Lesen konzentrieren :D und das Schlafen klappt auch immer besser.

    Schön für deine Kinder, mit einer trockenen Mutter aufzuwachsen, in einigen Jahren, im Rückblick, wirst du erkennen, welch großes Geschenk du euch allen damit gemacht hast !

    Alles Gute und vielleicht magst du ja auch hier im offenen Forum hin und wieder über deinen weiteren Weg berichten.

    Slowly

    Einen wunderschöenen Guten Morgen :),

    nach über drei Jahren ohne Alkohol, Zigaretten oder irgendwelchen anderen Drogen, ist mein Hirn jetzt doch schon ziemlich trocken gelegt und ich erlaube mir hier mal ein Fädchen aufzumachen.

    Hauptsächlich geht es mir darum einen kleinen Beitrag zu leisten, im öffentlichen Bereich des Forums, das ja teilweise ganz schön ausgestorben erscheint.

    Aktuell bin ich ziemlich happy darüber, dass ich wieder lesen kann, habe mir das Buch "Tosende Stille" von Janice Jakait aus der Bücherei geholt ( Von Eni empfohlen ).....es ist wirklich toll !

    Danke Eni :) !

    Das trockene Leben hält immer wieder Überraschungen parat und wenn es nur ganz kleine sind.

    Sie wirken für mich, mit einer wesentlich sanfteren und bescheideneren Sicht auf viele Dinge ( als zu nassen Zeiten ), jedoch als ziemlich groß.

    Mein nächstes Ziel ist wieder etwas wagemutiger zu werden, das hat sich doch ziemlich gelegt beim Austrocknen.......mal sehen was noch so abgeht in Zukunft.

    Ein Tandemdrachenflug wäre toll und die richtige Dosis Abenteuer für mich kleine Schisserin. ;)

    Mal sehen, im Herbst ist ja Geburtstag.


    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Lena,

    ich war auch in Hamburg am Samstag und habe an euch gedacht.

    Cool, dass es bei euch geklappt hat.

    Die CSD habe ich auch gesehen und einen Fahrrad "Ausflug" :) mit vielen Tausenden von Menschen. Die hatten sogar Polizei Eskorte und ein Teilnehmer erzählte mir, dass das immer einmal im Monat ist.

    Außerdem war ich, unter anderem, im Völkerkundlichen Museum.

    Wonderful !! ;)

    Das nur als Tip, solltest du den Weg bald noch mal nach Hamburg finden. ;)

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Calida,

    das kenne ich:

    Zitat

    dewegen wäre ich auch nie in eine Eisdiele - denn Eis und Rotwein? Heute will ich keinen Rotwein und wir gehen Eisessen:-))) Ich freue mich auf ein großes Spaghettieis - ganz ohne Gedanken, wann endlich der Alkohol kommt.

    Wie schön, wenn der Genuß von Nahrungsmitteln wieder im Vordergrund steht und nicht der Mißbrauch von Alkohol.

    Ich war gestern Matjes essen und konnte den so sehr genießen.

    Das wäre früher für mich nicht möglich gewesen, da hätte ich bevor er auf dem Tisch gewesen wäre schon wie eine Verdurstende auf mein Weizenb*** gestürzt und hätte mir spätestens nach dem zweiten verschämt überlegt, ob ich mir noch eins bestellen kann.

    Das Essen wäre völlig in den Hintergrund getreten und der liebevoll und sehr schmackhaft zubereitete Fisch, halt so nebenbei in mich hinein gewandert.

    Eis liebe ich allerdings schon immer über alles, das macht mich schlagartig glücklich, allerdings lieber in Kugelform mit einer knusprigen Waffel.

    Dir einen schönen Urlaub zuhause und unterwegs.....

    Slowly

    Hallo Calida,

    ich bevorzuge eiskaltes Johannisbeersaftschorle oder auch ein Schorle mit Rhabarbersaft.

    Wenn ich ehrlich bin, hätte ich manchmal Lust auf so eine Fassbra***, die sieht für mich gut aus, soll nicht so süß sein ......aber ich lasse es lieber.

    Bin ja schon ein paar Jahre trocken aber trotzdem gehe ich dieser Verbindung zwischen Bie* und Limo, die ja von der Industrie bewusst so beworben ist, lieber aus dem Weg.

    Auf Bie* selbst habe ich keine Lust mehr.
    Ich will den Geschmack nicht mehr haben und auch die Wirkung hat bei mir nichts mehr verloren.

    Wie schön an einem Sommerabend mit Freunden da zu sitzen und ohne vernebelte Sinne den Gesprächen zu folgen, wirklich aus vollem Hals zu lachen und nicht albern und betrunken rumzugackern.

    Wie schön Freunde zu haben, die wenig bis gar nichts trinken.

    Ich möchte nie wieder zurück in diese bierseelige, hirnverbrannte, nasse Alkoholikerwelt.

    Übrigens koche ich nur noch Standard für die Kinder.
    Dieses ganze Rezepte wälzen, schön einzukaufen und dann das alles liebevoll zu bruzeln, hat sich für mich ( ohne Wei* dazu) ereldigt.

    Macht nix, wir verhungern deshalb nicht, denn der Papa kann auch gut kochen. :)

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Carl Friedrich,

    Zitat

    Wir waren heute bei dem schönen Wetter in NRW auch an einem See mit angeschlossenem Biergarten. Wir haben da ohne mit der Wimper zu zucken und ohne das geringste Bedürfnis auf Bier, Kaffee geordert und getrunken.

    Das was du da schreibst, kommt mir vor wie ein kleines Kind, das seinen Finger in eine Flamme hält und ruft, "Ätsche Bätsche, es tut überhaupt nicht weh". ;)

    In dem Moment wo du so empfindest, so finde ich, kämpfst du noch gegen den Alkohol.

    Du führst einen Kampf, in dem doch eh fast schon klar ist, wer der Stärkere sein wird, wenn man die hohen Rückfallquoten betrachtet.

    Kapitulation sieht anders aus und ist in meinen Augen die bessere Wahl, um dauerhaft trocken zu werden und zu bleiben.

    Durch dich erkenne ich überhaupt erst, dass das was ich am Anfang meiner Trockenheit gemacht hatte, bedinungslose Kapitulation war.

    Irgendwie konnte ich mit diesem Bild seither gar nicht so richtig etwas anfangen :shock: .

    Jetzt gehen mir ein paar Lichtlein auf. :lol:

    Grüße Slowly

    Hallo Carl Friedrich,

    ich finde die besten Erfolge hat man bei der Umsetzung bestimmter Ziele dann,
    wenn man wirklich mit ganzem Herzen dahinter steht.

    Dazu gehört für mich oft auch, auf Dinge zu verzichten, die dem Erreichen des Zieles im Weg stehen könnten ( nicht müssen aber eben unter Umständen könnten ) und da bin ich dann, im Gegensatz zu anderen Lebensbereichen, ziemlich radikal in der Umsetzung und der Konsequenz.

    Ich glaube die Chancen steigen, etwas zu erreichen, wenn man das Gewünschte zumindest eine Zeitlang zur Priorität macht und irgendwie ist es ja auch eine Wertschätzung des eigenen Willens und Wunsches, wenn man ihn ernst nimmt.

    So als ob er etwas Feierliches oder fast etwas Heiliges ist, das behütet oder geschützt werden sollte.

    Dieses Gefühl hatte ich am Anfang, mindestens das erste Jahr in Bezug auf meine Trockenheit, habe es auch innerhalb des Verhältnisses zu meinen Kindern und ein paar anderen Menschen.

    Vielleicht hört sich das etwas crazy an aber ich denke schon, dass es irgenwie eine Ehre ist, trocken werden zu dürfen und wir sollten ihr gerecht werden..........

    .........und schauen, dass wir einfach mal halblang machen.

    Was ist denn schon dabei, die erste Zeit mal nicht in den Biergarten zu gehen....?

    LG Slowly

    Hallo Nancy,

    ich wünsche dir ganz tolle Tage mir deinen Lieben.

    Gute Erholung !

    Neue Eindrücke und Erlebnisse formen den Kern des Menschen.

    Auch mir fiel es ungleich schwerer, die ungesunde Verbindungen zu Menschen zu verändern, als mit dem Alkohol aufzuhören.

    Denn den Alk konnte ich "einfach" weg lassen, das ist mit den Menschen ( zumindest bei mir ) nicht so einfach.

    Aber auch das bekommst du noch hin, bleib´"einfach" d´ran, irgendwann wirst du merken, dass sich auch da etwas tut oder sogar schon getan hat.

    Du bist dir der Schieflage ja schon bewusst, das ist der erste Schritt......

    Liebe Grüße und eine gute Zeit

    Slowly

    Hallo portugalbaby,

    ich bin schon gespannt was du alles zu erzählen hast und wie sich dein Leben und deine Sichweisen entwickeln werden, während des " zu dir selbst Findens".

    Denn nur weil er seinen Aufenthaltsort gewechselt hat und sich nun weiter mit seinem Alkoholismus auseinandersetzen darf, heißt es ja noch lange nicht, dass sich bei dir selbst auch wirklich etwas tut.

    Viel Erfolg bei der Umorientierung ! :)

    Slowly

    Hallo Frank,

    auch ich feiere im ursprünglichen ( für mich ) Sinn, mit ausgelassenem und meist eher lauten Zusammensein mit vielen Menschen, gar nicht mehr ( außer es lässt sich nicht umgehen ).

    Entweder feiere ich mit einem schönen Zusammensein ( eher Unternehmung ) nur mit meinen liebsten Menschen oder für mich alleine.

    Da bietet sich Gartenarbeit z.B. sehr an, da ich dazu sonst so gut wie gar nicht komme. :)

    Das ist dann für mich etwas besonders und daher eine kleine Feier.

    Liebe Grüße

    Slowly