Beiträge von Slowly

    Hallo Sonja,

    wie ist es dir gestern ergangen ?

    Wie war deine zweite Nacht ?

    Was ging dir seit deinem letzten Eintrag bzgl. des trockenen Lebens durch den Kopf, was hast du bis jetzt verändert und was in die Wege geleitet.

    Was denkst du über die Grundbausteine und in wie weit möchtest du sie in dein Leben mit einbauen ?

    Liebe Grüße und einen weiteren sonnigen und trockenen Tag wünscht Slowly

    Hallo Sonja,

    ich wünsche dir eine Gute Nacht, die hoffentlich leichter wird Dank der Tabletten !

    Aller Anfang ist schwer aber mit der Zeit kannst du dir Stück für Stück wieder ein würdevolles Leben zurück holen.

    Und wenn du mal ehrlich bist, es blieb doch nie bei einem guten Glas "Irgendwas", weil wir das gar nicht können !

    Ich war auch eine, die dieses von dir bevorzuge Getränk süchtig getrunken hat.

    Ich hätte den Namen zum Beispiel niemals nicht in meinem Thread Titel verwendet, aber das ist "Feintuning", das kommt dann nach der Entgiftung.

    Alles Gute erst einmal für diese Nacht ! :)

    Slowly

    Hallo Sonja,

    schön, dass du dich zum Sprung hierherüber entschlossen hast.

    Ich habe auch schon im Vorstellungsbereich von dir gelesen.

    Ich selbst bin Mutter von drei Kindern.

    Seit 2 Jahren und ein paar Monaten trocken,
    Alkoholikerin und trotzdem ( oder gerade deshalb ? ) glücklich.

    Dass ich trocken werden durfte, erscheint mir heute wie ein Wunder, allerdings habe ich diesem Wunder auch die Türe geöffnet, indem ich mich gleich am Anfang hier angemeldet hatte, viel Hilfe erfuhr und wahrscheinlich auch durch die Einhaltung der wichtigen Grundbausteine, bis heute trocken bin.

    Du hörst dich für mich ziemlich verzweifelt an, ich finde aber auch, dass du ( auch im Vorstellungsbereich ) schon wirklich wertvolle Antworten erhalten hast.

    Darum .....erst mal ein "Herzliches Willkommen" hier !

    Bei mir gab es ab dem Tag, an dem mir klar war, dass ich mein weiteres Leben mit großer Wahrscheinlichkeit total verbocken werde, sollte ich nicht endlich aufhören zu trinken, keinen Kampf mehr gegen den "bösen" Alk.

    Nun gibt es ihn genauso selbstverständlich wie mich.

    Wir haben nur nichts mehr miteinander zu tun.
    Eine sehr erleichternde Tatsache ! :)

    Liebe Grüße von Slowly

    Hallo Frank,

    erst mal Gratulation zur Hochzeit und zur Schwangerschaft :)

    Irgendwie stelle ich mir das trocken werden für einen Quartalstrinker etwas schwieriger vor.

    Wahrscheinlich ist dein Körper weniger kaputt als der von Spiegeltrinker etc. und vielleicht ist es innerhalb der Gesellschaft auch länger und besser zu verheimlichen ?

    Wusste deine Frau nicht, dass du Alki bist als ihr heiratet und ein Kind zeugtet ? ! :shock:

    Was ist mit deinem Arbeitgeber ?

    Hast du ihn vor dem erneuten Rückfall auch nicht informiert ?

    Immerhin weißt du ja schon lange, dass du Alkoholiker bist.

    Warum meldest du dich erst wieder hier, jetzt wo du rückfällig geworden bist ?

    Warum hast du dich nicht weiterhin ausgetauscht ?

    Ist dir klar, dass auch ein trinkender Erzeuger für Schädigungen des Ungeborenen verantwortlich sein kann ?

    Ich finde es gut, dass du dich nun auch mit deiner Kindheit auseinandersetzten möchtest, zumindest habe ich das so verstanden.

    Denn mit einem bin ich mir ziemlich sicher:

    Machst du das nicht, WIRD dein Kind mit einem Alkoholiker als Vater und womöglich mit einer Co-abhängigen Mutter aufwachsen.

    (Wenn das Kind Glück hat nimmt die Mutter vielleicht euer Kind und hält es fern von dir.)

    Ich glaube nicht, dass ein Quartalstrinker als Vater besser ist als ein ganz "normaler Säufer", der Abstieg geht nur vielleicht langsamer aber die Unberechenbarkeit und die Nöte sind für das Kind und die Frau dieselben.


    Und..... der über Generationen bestehende Kreislauf wäre wieder einmal nicht unterbrochen !

    Viel Glück, Dranbleiben, Offenheit und Kraft !

    Slowly

    Hallo Andreas,

    mit "reißen" meinte ich neben des Marathons vor allem so Ding wie....das Kennenlernen von neuen Menschen, vielleicht eine Einladung von netten Türken zum Männergrillabend , die "Eroberung" der Stadt nach dem Marathon, Erlebnisse abseits der "Laufstrecke" halt.....an sportlichen Höchstleistungen war ich ehrlich gesagt noch nie besonders interessiert.

    Wobei ich mich schon ziemlich freuen würde, wenn ihr es beide früher oder später über die Ziellinie schaffen könntet. ;)

    Grüße an´s Dream Team :)

    Slowly

    Hallo Eni,

    bei deinem Beitrag sehe ich zwei Personen deutlich vor Augen.

    Mich selbst, endlich mal wieder den feuchten Wischmob schwenkend, weil sich Besuch angekündigt hat, der ja ( auch wenn ich sonst nicht so übertrieben putzeifrig bin ) einigermaßen sauber empfangen werden will.
    Manchmal hatte ich mich schon in Verdacht extra Leute eingeladen zu haben, damit endlich mal wieder gewischt wird.

    Ansonsten sehe ich noch ein anderes Familienmitglied. :)
    Es schreibt auch mit Vorliebe Listen, Arbeitseinteilungen, beschriftet jede Menge Papier, das dann einmal geschrieben meist im Untergrund verschwindet, während manch anderer in dieser Zeit einfach schon längst das getan hat, was auf den Listen vermerkt ist. ;)

    Ich finde das niedlich und kann damit leben.......

    Ohne meinen Timer im handy wäre ich auch verloren.
    Bilde ich mir zumindest ein. ;)
    Als ich es vor kurzem zum x-ten Mal verloren hatte, habe ich mich dabei ertappt völlig ruhig zu bleiben und ganz leise fast damit geliebäugelt zu haben, es nicht wieder zu finden.

    Fehlanzeige..... :)

    Ich wünsche dir viel Freude mit deinem Besuch in einem blitzeblanken Zuhause, ebenso gute Gespräche, Lachen und vielleicht auch die eine oder andere Inspiration wie es weiter gehen soll, mit allem was du anpacken wirst in nächster Zeit.

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Andreas,

    mal was ganz anderes.

    Ich empfinde die, mir ansonsten etwas bescheuert ;) vorkommende, Formulierung:
    "Meine bessere Hälfte" ....von dir gebraucht als irgendwie so, als ob du das tatsächlich so empfindest.
    Das finde ich nett. :)

    Was Trubel und Veränderungen angeht, denke ich ebenso wie du.

    Je länger ich trocken bin, je weniger kann auch mich aus der Ruhe bringen.

    Und wenn ich spät abends schrecklich falsch singend noch durchs Haus sause, während andere schon längst ermattet auf dem Sofa liegen und ich sogar Wäsche waschen, Staub saugen und Hühnerstall misten noch als zufrieden machendes Hobby betrachte, dann bin ich mir sicher vor zwei Jahren irgend etwas absolut richtig gemacht zu haben.

    Wie wohl auch viele Andere hier, hänge ich an Correns und deinen Läuferwaden und bin gespannt was das Schwaben-Franken Duo so reißen wird.

    Frohes Training wünscht Slowly

    Hallo Daniel,

    Zitat

    Was heisst nur dösen...ich wollte noch hinterher fügen, dass ich schon dann noch 7 Stunden Schlaf hatte, aber bis es soweit war. Musste wieder spazieren gehen.

    Aber dann ist doch alles gut !

    Vielleicht gehst du einfach bevor du dich hinlegst eine Runde spazieren, dann wird das zu einer schönen Angewohnheit und ist kein Muss :)......

    Beim Gehen kann man doch ganz gut abschalten und die Gedanken können sich der Natur und deren Sinneseindrücken zuwenden.

    Also mich können nette Schneckchen, Käferchen oder Blümchen am Wegesrand oder auch eine schöne Wolkenformation am Himmel glücklicher und entspannter machen, als jeder Film oder jedes Buch ( auf das ich mich eh nicht konzentrieren kann ;) ).

    Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag und finde es klasse, dass du dran bleibst am Schreiben.

    Slowly

    Guten Morgen,

    in ca. 3 Wochen geht es los.

    Allerdings ist noch lange nicht alles geklärt.

    Die Anfahrt steht nur bis Genf, danach müssen wir ( nach jetzigem Stand ) entweder nach Zugverbindungen suchen oder trampen. :)

    Die regulären ICE etc. Verbindungen waren einfach unverschämt teuer !

    Aber ich war noch nie eine Freundin von all zuviel Vorausplanung.
    Von daher passt das schon.

    Eine Nacht hin- und eine zurück, werden wir wohl auf einem Bahnhof verbringen.

    Meine Reisepartnerin hat den Zug gebucht und sie will unbedingt Abenteuer. ;).......erst war ich etwas "erstaunt" aber nun nehme ich es halt so wie es kommt.

    Habe mir, da ich ja sonst so gut es geht spare, eine superduper Trekkinmatte gekauft.

    Lang, breit, hoch und bis zu -15 Grad isoliert, so sollten wenigstens die Nächte in den Bergen erholsam sein.

    Leider hat meine Freundin gestern eine blöde Nachricht bekommen, ihre Schulter muss operiert werden, am Ende des Jahres ist OP.

    Nun ist es ja so, dass doch auch bei einem guten Rucksack ein Teil des Gewichts auf den Schultern liegt.

    Ich hoffe ich kann sie dazu überreden, doch noch einmal eine Probewanderung zu machen.

    Die Letzte ist doch schon etwas her.
    :oops:

    Ich habe leider keine Zeit mitzugehen.

    Am Wochenende fahre ich das erste Mal mit einem Freund Mountainbike im Harz.

    Bei meiner letzten Wanderung dort war ich auf diese sagenhaften Mountainbike Strecken gestoßen.

    Nun schenke ich ihm das zum Geburtstag.

    Habe schon zwei "fullys" zur Vermietung bestellt, die sollen mit Stoßdämpfer hinten und vorne Fahrfehler wieder wettmachen. ;)


    Allen ein schönes Wochenende wünscht .....

    Slowly

    P.S:

    Hallo Frank,

    du schriebst....

    Zitat

    ich finde daß das eigentliche Thema irgendwie um den Punkt kreist, bis wohin ich für jemanden dasein kann, von wo ab ich für mich dasein muß und wo die Grenze verläuft - und die ist ja gern kaum sichtbar.

    Ja, das ist natürlich ein wichtiger Punkt, darum ist es eventuell schon gut sich im Vorfeld Gedanken zu machen, bis wohin man gehen mag, auch mit dem Gedanken an persönliche Nachteile und somit in der Situation dann überlegter, schneller und vielleicht auch richtig zu handeln.

    Was in meinem und bestimmt auch vielen anderen Fällen nicht bedeuten würde, dass ich in der Situation selbst dann doch nicht über die mir selbst gesteckte Grenzen hinweg gehen würde.

    ( Wenn ich mich, wie in diesem Fall, nicht von einem anderen davon abhalten lasse :( )


    Ich denke das liegt auch ganz stark im Kern jedes einzelnen Menschen, an seiner Prägung aus dem Elternhaus, ich persönlich empfinde dieses "Einschreiten" als persönliche Pflicht, wobei natürlich auch dein genannter 001 Ruf das Mittel der Wahl sein kann.

    Einen schönen Tag wünscht

    Slowly

    Hallo Renate,

    Zitat

    Hier habe ich eine Anmerkung dazu,Ehrenamt war mal was tolles heute geht es da auch um Geld(was viele nicht wissen) da gibt es einerseits sogenannte Aufwandsentschädigungen bis zu über 7€ die Stunde und auf der anderen Seite werben gerade die kirchlichen gerne Menschen für Ehrenämter an die keine Aufwandsentschädigungen dafür bekommen,sie sich selbst aber ,,Spenden,, der Nutzniesser davon versprechen und auch reichlich bekommen.

    Dann hast du mit mir ein Gegenbeispiel der besonders ( bescheurten ;) ) Art vor Dir.

    Vor kurzem habe ich 20 Euro Babysitter bezahlt, damit ich bei meinem sozialen Engagement nicht fehlen muss. :shock:

    Aber selbst bei uns ( Schule ) wo das gegenseitige Helfen eigentlich einen großen Stellenwert hat und es um unsere eigenen Kinder geht, fehlen Leute, ... es ist also lange noch nicht genug.

    Da hast du schon recht.

    Das mit den bezahlten "Ehrenämtern" weiß ich, wahrscheinlich finden sie zu wenig Leute die es selbstlos machen und professionelles Pflegepersonal ist auch rar.

    Ich habe selbst in meinem Umfeld Menschen die diese Dienste tun, die das Geld nicht benötigen.

    Trotzdem bringen beide den alten Leute um die sie sich sorgen viele schöne Stunden und tagtägliche Hilfen ( ohne die sie eventuell schon längst im Heim währen ) und das ist das Geld allemal wert, auch wenn sie es meiner Meinung nach ruhig spenden könnten.

    Zum eigentlichen Thema.

    Zitat

    Hier stimme ich dir nur bedingt zu,ich vermute das es schlechte Erfahrungen sind und auch Angst(oder Gleichmut)Egoismus und keinen Ärger bekommen wollen kommt noch dazu.

    Gestern wollte ich dann doch meiner These von der auch anerzogenen Zivilcourage nachgehen und habe meinem großen ( 8 Klasse ) über den aggressiven Vater und seine Kinder erzählt, allerdings nicht in der Ich-Form, das habe ich erst nach seiner Antwort aufgeklärt.

    Ich habe ihm fiktiv noch einen Kumpel an die Hand gegeben und ihn in die Situation geschickt.
    Es war keine Frage für ihn, er musste nicht überlegen.

    Er fragte mich eher wie ich überhaupt davon ausgehen könnte, dass er da nicht hin gehen würde um einzugreifen.

    Da war ich froh und auch ein bisschen stolz auf meinen Chaoten. :)

    Was mich wiederum wieder etwas nachdenklicher machte über das vermeidende Verhalten meines Bekannten, der ja am liebsten einfach weg gegangen wäre.

    Er hatte das nämlich aus genau den Gründen getan, die du genannt hattest.

    Doch er gelobt ja Besserung.

    Selbst muss ich mich allerdings auch an die eigene Nase fassen, es gibt noch genug zu tun in dieser Hinsicht......

    Aber dazu sind wir ja alle da.

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Renate und alle anderen,

    ich freue mich, dass dein Handeln so erfolgreich war und die ( hier von Linde angesprochene ) beruhigende und friedliche Vorgehensweise einmal mehr Erfolg hatte.

    Zumindest für diesen Augenblick.
    Aber nur den können wir ja auch verändern oder verbessern.
    Erst einmal.

    Toll auch dein Nachbar, der sogar aus seinem wohlverdienten Schlaf heraus, nach unten geeilt kam. :)

    Ich denke, dass es auch Erziehungsdefizite sind, was uns Menschen davon abhält Verantwortung für das Wohlergehen anderer zu übernehmen.

    Und die halte ich in einem gewissen Rahmen für absolut nötig in einer Gesellschaft.

    Bei uns ( Deutschland ) ist es noch besser als in vielen Teilen der Welt, so mein Empfinden, wenn ich mir ansehe wie viele Menschen hier ehrenamtlich für andere tätig sind, sei es in Vereinen oder auch in Hilfsorganisationen oder auch einfach nur so.

    Ich kann daher deine negative Meinung nicht ganz teilen, wobei ich jedoch zum Beispiel die Versorgung der Alten in unserer Gesellschaft auch für ganz schlimm halte.

    Derjenige, der wenn er alt ist keine Familie besitzt, die für sein Wohlergehen eintritt, hat meiner Meinung nach schon verloren.

    Schrecklich.

    Aber das ist ein anderes Thema.

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Linde und Renate,

    als ich Lindes Beitrag las dachte ich mir, genau das ist es !

    Das denke ich übrigens noch immer :) .

    Ich finde diese Haltung absolut nachahmenswert und mir wird es auch nicht schwer fallen, in künftigen Situationen so zu handeln.

    Es ist in meinen Augen ein Kompromiss zwischen wegsehen, nur zusehen oder drohend einzuschreiten.
    Das Risiko selbst zum Opfer zu werden sinkt, durch die deeskalierende Art und Weise des Umgangs, ein Kontakt zum Täter ist hergestellt, während das Kind sich gesehen fühlt.

    Was dir passiert ist Renate finde ich natürlich sehr schlimm, es muss eine üble Zeit gewesen sein. :(

    Ich kann auch gut verstehen, dass du es sehr gut abwägen würdest wieder einzugreifen aber was ich hier so von dir gelesen habe, lässt mich zu der Vermutung kommen, dass du nicht einfach nur weghören oder wegsehen können wirst.

    Und das finde ich auch gut.
    Erfahrungen müssen sich ja nicht unbedingt wiederholen.


    Allen ein schönes WE

    Slowly

    Hallo Dr.Daniel

    da will ich mich mal anschließen.

    Happy birthday ;)

    Ist zwar noch kein Jahr aber die Zahl 100..... (und das auch noch gleich 2 mal) ist doch wunderbar !

    Du machst dir also Gedanken über ungelegte Eier :) .

    Macht dir das schreiben denn Spass ?

    Ja ?

    Dann ist das doch schon mal der beste Grund einfach loszulegen !

    Lass´die Chance nicht verstreichen.

    Viel mehr würdest du dich doch später darüber ärgern, dich nicht getraut zu haben, als alles andere.

    Klar beherbergt diese Chance auch ein Risiko, zu sehen, dass es mit der Schriftstellerei doch nicht ganz so "hoch hinaus" gehen könnte, wie du es dir vielleicht insgeheim erhoffst ?

    Aber auch das hätte dann ja Vorteile.

    Mich würde interessieren was das für Texte sind.

    Aber vielleicht bin ich ja wieder zu neugierig ;) !

    Ich glaube an eine Vorbestimmung unseres Weges und denke daher auch, dass es so sein musste, dass du deine ehemaligen Beziehungen im Moment scheinbar nicht retten kannst.

    Den Grund warum und wieso wirst du eventuell erst später erkennen.

    Vielleicht ist ein Sache, dass du deine Krankheit dadurch nun wirklich zum Stillstand bringst.
    Es hat alles seine Richtigkeit, da bin ich mir sicher.

    Lass es dir gut gehen Doktorchen ;).

    Ich probiere hin und wieder einfach mal was neues aus.
    Oder mache was, was ich sonst nicht mache.
    Das lenkt ab von der Grübelei.

    Schönes WE

    Slowly

    Guten Morgen,

    vielen Dank für eure Beiträge Frank, Matthias, Eniba und NNGNeo, sie haben mich etwas beruhigt und mir selbst und meinem Bekannten gegenüber milder gestimmt.


    Manchmal setzte ich vielleicht zu hohe Maßstäbe an mich und ( ärgerlicher ) auch an andere.
    Das steht mir dann im Weg.....und der Beziehung zu den anderen eventuell auch. ;)

    Danke Frank für deine Worte, ich habe länger darüber nachgedacht.

    Klar, will ich dich Welt verändern ;), vor allem wenn ein Teil davon weinend und hilflos ein paar Meter von mir entfernt auf dem Boden liegt.

    Für dieses Kind kann doch dieser Moment sein ganzes Leben beeinflussen und ich habe einfach nur zugeschaut.

    Habe die Situation verstreichen lassen, in dem es vielleicht das erste Mal gespürt hätte, dass es Menschen gibt die sein Unglück sehen und es darauf aufmerksam gemacht hätten, dass das was sein Vater macht nicht ok ist.

    Dass ich mir darüber Gedanken mache und mich für meine mangelnde Hilfe schuldig fühle, empfinde ich nicht als nasses Denken.

    Womit du aber recht hast ist, dass ich mich meinen Baustellen zuwenden darf. ;)
    Versuche ich zu machen :), unter anderem auch mit diesem Faden.

    Parallel zu mir hat sich mein Bekannter/Freund mit dieser Frage auch an ein größeres Publikum gewandt.

    Innerhalb der anderen Gemeinschaft war der Konsens eher pro Einschreiten ( in einem ruhigen Ton ) und mit der Polizei drohen oder sie eventuell auch rufen.

    Nun haben er und ich durch die Auseinandersetzung mit diesem Thema auch einiges über uns selbst gelernt.

    Ich finde "trockenes" Denken ( um bei diesem Bild zu bleiben ) beginnt da, wo man volle Verantwortung für sein Handeln übernimmt.

    In diesem Sinne einen glücklichen und friedlichen Tag !

    Slowly

    Guten Morgen,

    ich hätte da mal eine Frage.

    Wie hättet ihr reagiert ?

    Samstag Abend in einer deutschen Stadt.
    In der Fußgängerzone nur noch vereinzelt ein paar Leute.
    Ein Bekannter und ich spazierend, im Gespräch.

    Plötzlich vor uns ein Kind ca. 6 Jahre das auf dem Boden sitzt, weinend, ein paar Plastikflaschen liegen um das Kind herum, sein Fahrrad liegt neben ihm.

    Ein vor Wut aufgelöster Vater schimpft auf das Kind ein. ein Kleinkind, ca. 2 Jahre alt, daneben.

    Wie mein Bekannter gesehen hat, hatte der Vater dem Kind eine der Flaschen in den Bauch geworfen.

    Mein erster Impuls, hin zu gehen wird von meinem Bekannten gestoppt.

    Er meint, erst Recht Aggressionen beim Vater zu schüren und dem Kind durch das Einschreiten eher noch zusätzlich zu schaden, sollte der Vater auch uns gegenüber aggressiv oder sogar handgreiflich werden.
    Ausserdem könnt es sein, dass der Vater, wenn wir dann wieder weg sind das Kind umso stärker misshandelt

    Ich bestehe darauf in des Vaters Sichtweite auf eine Bank zu sitzen und das Geschehen zu beobachten.

    Mir gehen Gedanken durch den Kopf an Polizei oder Kinderschutzbund.

    Ich fühle mich unschlüssig und irgendwie hilflos.

    Als der Vater sich beobachtet weiß, wird er ruhiger und das Kind beruhigt sich auch.

    Irgendwann hat sich das Geschehen wieder ganz beruhigt, wir gehen weiter.

    Nun bin ich seit Tagen am überlegen ob ich falsch reagiert habe und ich zu dem Kind hätte hin gehen müssen ! , um es zu beruhigen und ihm das Gefühl zu geben, dass es nicht alleine ist.
    Und dem gewalttätigen Vater zu zeigen, dass er gesehen und notfalls angezeigt wird.

    Ich fühle mich schuldig.

    Mein Bekannter besteht darauf genau richtig reagiert zu haben, meint aber bei Gelegenheit einmal bei Kinderschutzbund etc. nachfragen zu wollen, wie wir in solchen Situationen in Zukunft besser reagieren können.

    Über Meinungen oder auch Erfahrungen würde ich mich sehr freuen !

    Liebe Grüße

    Slowly

    Hallo Manfred,

    herzlichen Glückwunsch zu den 10 Wochen !

    Was möchtest du mit der ergänzenden Aussage deines Beitrags bewirken ?

    Ich habe in Erinnerung, dass das alles schon einmal ausdiskutiert wurde.

    Grüße

    Slowly

    Hallo Enya,


    Zitat

    dass jetzt wohl einfach die richtige Zeit gekommen war.

    ...gilt auch für mich.

    Ich stellte mir die Frage dieses threads lange Zeit, ohne wirkliches Ergebnis.

    Ich kam zu keinen triftigen Gründen, außer dass es das Schicksal nun eben mit mir gut gemeint hat.

    Ich hatte Therapie gehabt aber trotzdem weiter getrunken.
    Menschen verletzt, auch das konnte mich nicht abhalten.
    Mein Körper schwächelte schon längere Zeit, mir war lange klar, dass ich Alkoholikerin bin, trotzdem konnte ich nicht aufhören.

    Bei mir war es eine Stimme aus dem *off* :shock: , die mit mir sprach.

    Ihr eindringlicher Appell brachte mich dazu von heute auf morgen nichts mehr zu trinken, mich hier anzumelden und Nägel mit Köpfen zu machen.

    Beim Umsetzen all der wichtigen Schritte hielt ich mich dann an die Stimmen hier :) und an meine Intuition die mir sagte, dass sie nicht so falsch liegen können.

    Damit bin ich nun über 2 Jahre trocken.

    Neben allem was ich selbst beeinflussen konnte und kann um trocken zu bleiben, hatte ich zuvor beim trocken werden, vielleicht einfach ganz schön viel Glück gehabt.

    Slowly

    Morgen Atze,


    Zitat

    Bei Benzingesprächen die Seele baumeln lassen.

    Das kann ich total gut nachempfinden.

    Das letzte Mal als mir "Schwalbe-Düfte" in die Nase stiegen hatte ich das erhabene Gefühl, dass alle Bekannte die auf dem Grundstücksweg unterwegs waren in die Büsche sprangen als ich an ihnen vorbei raste und ihnen dabei mitteilte, dass ich das erste mal auf so einem Ding sitze ;) .

    Wir haben alle überlebt. ;)

    Und für den minderjährigen "Super-Tuner" gab´s beim nächsten Konzert keinen Blumenstrauß, sondern einen Kanister Benzin.

    Kommt gut an beim Treffen und fröhliches Fachsimpeln wünsche ich !

    Grüße

    Slowly