Beiträge von Slowly

    Hallo Barthell,

    auf was für eine gute Idee bringst du mich :) !

    Ich werde draußen schlafen.

    Hab' da noch ein fast unbenutztes 1 Mann Zelt, eine Luxus "Trekking Luma" und einen superwarmen Schlafsack von meiner Mont Blanc "Umrundung" rumliegen, die ich nach ein paar Tagen abbrach. :oops:

    Im Gegensatz zum Mont Blanc hätte ich hier bei größerem Unmut ja mein Bettchen gleich ums Eck. :)

    Ich werde morgen mal in den Keller gehen, irgendwie halte ich mich viel zu wenig draußen auf.

    LG Slowly

    Hallo miteinander,

    ich bin sogar noch einmal extra nach Hause gefahren um den Film weiter anzusehen, musste aber dann doch noch einmal unterbrechen.

    Die schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarstellerinnen ist dermaßen überzeugend und für mich auch bedrückend, dass eine ganze Palette an Gefühlen und Erinnerungen zutage kam.

    Als EKA bzw. trockene Coabhängige sehe ich den Film nicht nur an, sondern spüre ihn bis in´s Mark.

    Empfehlenswert.

    Slowly

    Hallo Linde,

    ja, ich habe ihm das auch so ähnlich gesagt, bzw.geschrieben, da er ja nicht mit mir reden wollte.

    Habe ihm auch noch einiges mehr erzählt aber das war sicher schon wieder "too much information". :D

    Die Erklärung zu Wörter - Worte fand ich auch sehr aufschlussreich, als ich sie irgendwann einmal so ähnlich las. :lol:

    LG Slowly

    Hallo Jungs,

    Danke für die Resonanz. :)

    Ich bin davon zwar nicht so abhängig wie ( so scheint es mir ) viele andere Menschen aber freuen tut´s mich schon.

    Montag war´s glaube ich, da hatte ich einen schlimmen Streit mit meinen beiden Söhnen.

    Der liebe (Kl)eine ( das macht er schon immer gern ) hat seinen Bubi-Frust an mir abgelassen, da ich ja eh in einer Umbruchsphase meines Lebens stecke ( vielleicht schreibe ich auch darum gerade wieder mehr ), konnte ich das nicht so gut wegstecken wie sonst und habe daraufhin meinen großen ( herzallerliebsten ) Sohn doof angemacht, weil er Marmeladebrot statt meines mühsam gekochten Essens gegessen hatte.
    Oh wie schlimm ;) !

    Naja, mit dem Kleinen habe ich mich dann schnell wieder vertragen .....wie war das mit dem Pack ;)....aber mit dem Großen hatte ich zwei Tage Schweigen, was mich so traurig machte, dass ich am liebsten nur noch auf dem Sofa rumgelegen wäre.

    Hat sich angefühlt wie ein kleiner Nervenzusammenbruch.

    Dabei hatte ich das Gefühl,......"so, genau jetzt hätte es früher eine Linderung per Flasche gegeben...."

    Hmmm, da das ja nicht mehr in Frage kommt, nahm ich zu Wörtern zuflucht.

    :D


    Ich habe eine große Sammlung an philosophischen, lebensbejahenden, sentimentalen, klugen, positiven, ( natürlich niemals kitschigen ;) ).......Sprüchen.

    Die habe ich mir auf meinem Notsofa durchgelesen, habe alle Termine für diesen und den nächsten Tag abgesagt und bin nun auch ohne Alkohol durch dieses Tief hindurch.

    Ich habe von einer Dame ( Schriftstellerin) gelesen, dass wenn sie nachhause kommt......sie dort Worte hat, die sie trösten, aufmuntern und sie durch´s Leben begleiten. Die Worte warten immer auf sie......

    Kann ich gut verstehen. :)

    .........................................

    Heute singt meine Seele wieder.

    Habt ein schönes Wochenende.

    Slowly

    Ja was denn nun: Wörter oder Worte.........

    Wann heißt es Worte und wann Wörter?
    Um es auf eine Formel zu bringen: Wörter bestehen aus Buchstaben, Worte bestehen aus Gedanken.

    Hallo Daniela,

    da ich davon ausgehe, dass dein Freund über einen gewissen Intelligenzkotienten verfügt, der ihn dazu befähigt über sein Verhalten zu reflektieren, denke ich, dass bei all dem was du über ihn und seine Alkoholvergangenheit geschrieben hast, er sehr wohl weiß, dass er Alkoholiker ist und dir das bewusst verheimlicht ( nicht erzählt ) hat.

    Nein, ich finde nicht, dass das Eingestehen einer Tatsache, die eh schon für alle offensichtlich ist für ihn spricht ;) .
    Das hätte er mal vorher machen sollen.
    Hat er aber nicht. Nun könnten wir natürlich spekulieren warum und wieso, tun wir aber besser nicht, denn dann sind wir schon mittendrin in der Coabhängigkeit.

    Ich habe eh das Gefühl, dass du schon eine richtig gute Baby-Co bist.
    Du versuchst ihn zu verteidigen, du machst dir Gedanken über das Stadium seiner Alkoholsucht, .......
    Ob du ihm eine Chance geben magst, ist natürlich allein deine Entscheidung.
    Ich würde es lassen.
    Im Nachhinein betrachtet habe ich zwar in der Zeit, in der ich in dieser zerstörerischen, coabhängigen Beziehung war sehr viel über mich und das Leben gelernt, bin durch den Schmerz gereift und habe mich positiv entwickelt, schlussendlich jedoch hatte ich mich damals nur für mich selbst entschieden, bei dem Mann zu bleiben, ...(soweit man bei abhängigen Beziehungen überhaupt von intellektuellen Entscheidungen sprechen kann).

    Bei dir jedoch ist ein Kind mit involviert und die berechtigte Verantwortung die du dafür trägst, wird mit der unberechtigten Verantwortung, die dir dein Alkoholiker sicherlich irgenwann aufhalsen wird kollidieren.

    Überlege es dir gut, erkenne die Anzeichen die gegen eine Fortführung der Beziehung sprechen, handle nicht nach den Schmetterlingen im Bauch, verwechsle Mitleid nicht mit Liebe und denke daran, dass der kleine, süße Mensch, der dir da am Rockzipfel hängt und noch lange hängen wird, kein Mitspracherecht hat.

    In meinen Augen ist das Risiko viel zu groß.

    Soviel ich weiß, schafft es nur jeder zehnte Alkoholiker auf Dauer trocken zu bleiben und da sind die ja noch gar nicht mitgerechnet, die es gar nicht erst schaffen trocken zu werden.

    Sorry für meine radikale Meinung. :)

    LG Slowly

    Hallo Daniela,

    Barthell hat ja schon mit einigen seiner Aussagen den Kern getroffen.

    Ich, als ehemailge nasse Coabhängige, ( es ging dabei nicht um Alkohol ), höre sofort alle Warnglocken klingeln, wenn er dir in den zwei Monaten in denen ihr euch kennt, so eine wichtige Tatsache wie seine Alkoholabhängigkeit nicht erzählt hat, sondern es erst zum Totalabsturz kommen musste, damit du das erfährst.

    So etwas zu verheimlichen ist für mich kein "Kavaliersdelikt", sondern zeigt die mangelde Auseinandersetzung mit seiner Krankheit, mit sich selbst und mit dem was Beziehung bedeuten sollte.

    Nämlich einen ehrlichen und vertrauensvolle Umgang miteinander.

    Ich würde gar nicht lange rumreden, nimm dein Kind, deine Beine in die Hand und mach´, daß du Land gewinnst.

    In so einer Beziehung kannst du nur verlieren.

    Die minimale Chance, dass sich schnell alles zum Guten wendet würde mir, als Mutter eines Kindes und auch als mir selbst gegenüber verantwortungsvoll handelnde Frau, nicht ausreichen.

    Das Risiko, dass du sehr viel leiden wirst ist ungleich höher.

    Die Mutter ist nicht objektiv und nicht fair !

    Ich hatte es selbst schon mit solch einer Mutter zu tun, diese steckte auch so tief im Schlamassel drin, sie hätte mir alles erzählt und versprochen, damit ich ihren Jungen nicht verlasse.

    Ich habe es trotzdem getan und das hat mir, nach langem Leid, mein Leben gerettet.

    LG Slowly

    Hallo Matthias,

    Zitat

    wir haben ne fahrt mit m traditionssonderzug geplant - da freu ich mich jetzt schon drauf

    ...das kann ich verstehen, Zugfahren ist eine ganz tolle Fortbewegungsmöglichkeit, finde ich.

    Du solltest nur nicht vergessen ab und zu aus dem Fenster zu schauen und dabei nicht vergessen, deine Kaffeetasse frühzeitig ( vor dem Unterfahren der Hochspannungsleitung ) abzustellen ;) .

    LG und viel Spass !

    Slowly

    Guten Morgen,

    krass :shock::shock:

    Gestern war ich zum Tee trinken bei einer sehr guten Freundin,
    die zwar auch ziemlich gerne bechert aber mich damit verschont läßt.

    Sie hat mir über eine Freizeitbeschäftigung erzählt, die wohl ziemlich beliebt ist in gewissen Teilen der Bevölkerung.

    Man fährt dabei möglichst in einer etwas größeren Gruppe (meist in gleichgeschlechtlicher Begleitung) in einem Großraumtaxi, wohl damit auch noch genug Alkohol rein passt, ( den man möglichst auch gleich verkonsumiert ), zu einer Anlage à la Centerpark.

    Dort angekommen bezieht man sein Zimmer und geht in einen der Partyräume, wo man schnell den ( oh Schreck ! ) absinkenden Alkoholpegel, diesesmal zusammen mit anderen Gruppen, ( am besten nicht gleichgeschlechtlicher ;) Leuten), wieder anhebt.

    Das war es dann auch schon an Abwechslung, denn.......

    ...das geht dann fast ununterbrochen so weiter, nur unterbrochen von Mittag- und Abendessen ( wozu es aber auch kostenlose alkoholische Getränke gibt ), bzw. ein bis zwei Stunden Nachtschlaf, (die dann unter Umständen aber eher selten) im eigenen Zimmer verbracht werden :D, weiter bis Sonntag Nachmittag, an dem dann das Großraumtaxi inkl. Alkoholverkostung schon parat steht ( man möchte ja nicht austrocknen :) ), um die fröhliche Damengruppe dann zum Absacker in die heimische Kneipe zu fahren.


    :lol::lol::lol:

    Ich schwör´s euch Leute, so war ich nie unterwegs, nicht in meinen wildesten Zeiten und da bin ich auch ein ganz fitzekleines Stückchen froh d´rüber.

    LG Slowly

    Guten Morgen Correns.

    Da musst Du durch.

    Ich bin auf alles gefasst aber da ich ja deinen strukturierten,
    präzisen aber trotzdem im Abgang (fast) immer schelmischen Schreibstil ziemlich gerne mag, könnte es schlimmer kommen ;).

    Guten Morgen Linde,

    Ich lese dich echt gerne. Du bist so lebendig!

    Dasselbe kann ich von dir sagen. ;)

    Manchen Menschen bin ich leider zu lebendig, ich denke sie fühlen sich von mir unter Druck gesetzt mithalten zu müssen.

    Derweil muss das gar keiner, ich mache nämlich fast alles genauso gerne ( oder noch gerner ) alleine.

    Wenn ich jedoch merke, dass ich mit mir selbst nicht mehr mithalten kann, wird es wirklich Zeit für ein Päuschen.


    LG Slowly ( im Pausenmodus )

    Hallo Barthell,

    ich mag diesen Beitrag, habe ihn mit Interesse dreimal gelesen.

    Bei mir ist es so, dass ich dieses "Heiße" lange Zeit meines Lebens als Richtungsweiser empfunden habe.

    Inzwischen, nach längerer Zeit der Trockenheit, gelingt es mir immer öfter es als schädlich zu durchschauen und durch das "Kühle" für mich unschädlich(er) zu machen.

    Nicht in Bezug auf Alkohol aber in Bezug auf andere wichtige Aspekte meines Lebens.

    Was das "Kühle" unterstützt ist bei mir die Ruhe, die ich immer mehr versuche in mein Leben zu bringen.

    Zur Zeit gehe ich wieder einen wichtigen Schritt, den mir mein Verstand so empfohlen hat.

    Es fühlt sich wieder ungewohnt an, wie zu der Zeit als ich aufhörte Alkohol zu trinken aber meine guten Erfahrungen aus den Jahren danach, geben mir Hoffnung auf eine Wiederholung. :)

    LG Slowly

    Danke für den wunderbaren schulischen Adventsbasar, mit guten Gesprächen und lieben Menschen und Danke an meinen kleinen Sohn, der freiwillig so fleißig Geige übte, dass er uns dort mit Musik verwöhnen konnte.

    Danke für den liebevollen Tee - und Spielenachmittag bei einer alten Freundin.

    Danke an meinen Kater, der gestern bei wildem Wind und Sonnenuntergang auf meinen Schoß hüpfte und mit mir das Spektakel genoß und
    Danke an meine Hühnerschar, die mich immer wieder zum Staunen und Lachen bringen. :D

    Hallöchen miteinander,

    also mir fiel es viel einfacher die Finger vom Alkohol zu lassen, als zu verstehen und zu fühlen, was gesundes "Kümmern" bedeutet und was in die Richtung "emotionale" Abhängigkeit geht.

    Verstehen, ...woher das bei mir kommt..., werde ich es vielleicht nie so wirklich aber das ist mir auch nicht besonders wichtig, denn ich fühle inzwischen ganz genau, wann "Kümmern" für mich ok ist und wann nicht.

    Es ist absolut simpel:

    Wenn sich etwas schlecht anfühlt, dann gibt es noch Entwicklungsspielraum. ;)

    Wenn nicht, dann hab´ich alles richtig gemacht,

    Zwischen den beiden Extremen begleiteten ( begleiten) mich : Selbsthilfegruppen, eine raue Menge Selbsthilfebücher, Psychologinnen, Freunde, Familie und schlussendlich die Menschen, die die Coabhängige in mir wecken.

    Von ihnen habe ich schlussendlich am meisten gelernt.

    Danke dafür. :)

    LG Slowly

    Hey Antje,

    das kenne ich von mir auch.

    Irgendwann war dann noch ein kleines seelisches und körperliches 16 Uhr-Tief übrig .....von der Müdigkeit.

    Seit ca. einem Jahr ( 4,5 Jahre trocken ) laufe ich ( meist ) den ganzen Tag ( Tag für Tag ) rund und bin leistungsfähig wie, so glaube ich, noch nie im Leben.

    Krankheiten.....was ist das ? ( Klopf-klopf-klopf ).

    Sachen gibt´s...... :D

    LG Slowly

    Hallo Kamarasow,

    deine offenen Worte haben mich sehr betroffen gemacht.

    Sie erinnerten mich an mein Leben, bevor ich vor einigen Jahren trocken wurde.

    Zitat

    .....aber für mich fühlt es sich völlig anders, irgendwie befreiter, an.


    Das ist für mich, aus allem was du geschreiben hast, der Kernsatz.

    Diese innerliche ( und zum Teil auch darauf basierende äußerliche ) Freiheit
    hat sich vom Tag X an immer weiter bei mir etabliert und ich möchte sie auf keinen Fall mehr missen.

    Was deinen Vater betrifft..... da hast du doch ein abschreckenes Beispiel, für das empathielose und schlussendlich auch lieblose Verhalten, das er in Verbindung mit Alkohol zeigt.

    Es könnte unter Umständen sein, ist sogar ziemlich wahrscheinlich, dass wenn du dich weiterhin dem Alkohol zuwendest, dein Verhalten sich deinen Kindern gegenüber, über die Jahre, ähnlich entwickelt.


    Mich amüsiert immmer der ganze Hype um ein "gutes Glas Rotwein", oder "das Spezialitätenbier", oder eine ganz "besondere Limomarke" mit ganz "besonderen Spirituosen" gemischt.

    Bei den meisten dieser "Gourmets" die ich so kenne, steht der Alkoholkonsum im Vordergrund, der eben nicht nach dem einen guten Glas endet, sondern, so würde ich mal schätzen, beim Tetrapack Kochwein, wenn sonst nix anderes mehr da ist.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du stärker sein wirst als dein Suchtgedächtnis.

    Vielleicht findest du ja etwas, das dir ein ähnlich gutes Gefühl gibt, wie das erste Glas guten Weins.

    Liebe Grüße und ich freue mich darauf, wieder von dir zu hören.

    Hast du noch eine eine andere Selbsthilfegruppe außer uns ?
    Eine wo du den Menschen direkt gegnüber sitzt, sie kann auch sehr helfen.

    LG Slowly

    ..... PS:

    Diese Person macht es übrigens so wie du.....mit der körperlichen "Ertüchtigung" etwas Seelisches verarbeiten wollen.

    Klappt nur nicht zuverlässig und da diese Person wohl schon etwas älter und maroder ist als du, ist das sogar gefährlich.

    Ich als begeisterte Yogatante kann dir nur sagen, dass auch Yoga sportlich betrieben werden kann und damit die Verbindung zwischen Körper und Seele zum Tragen kommt und bei der "Vier Himmelsrichtungen Meditation" muss man nicht mal still sitzen. :)

    Viel Spass !