Hallo zusammen 
Ich bin seit etwa 14 Uhr von der Entgiftung zurück.
leider hatte ich meinen Surfstick zu hause vergessen , so konnte Ich doch nicht ins Internet. War aber auch ganz gut ohne.
Insgesamt kann Ich sagen dass es die beste Entscheidung seit langem war den Entzug zu machen und so habe Ich nun ein Fundament auf dem Ich weiter aufbauen kann.
Es war mein Erster stationärer Entzug und so wusste Ich nicht ganz was auf mich zukommt und Ich glaube deswegen war ich auch sehr positiv überrascht als Ich am ersten Tag einen Terapieplan bekam und bereits am 2 Tag ne Stunde Sport machen durfte obwohl noch wackelig auf den Beinen.
Es gab dort 15 Betten und somit war die Gruppe in der Ich mich auf anhieb gut aufgenommen fühlte sehr überschaubar.
Ich habe mich dort keinen Einzigen Augenblick als ein Mensch 2. Klasse gefühlt und wurde von Pflegern und Ärzten immer freundlich und mit Respekt behandelt.
Aufgrund des recht straffen Terapieplans verflogen die 11 Tage sehr schnell und nun bin Ich zu Hause.
Es gab auch schon die erste Krise als Ich zu hause ankam und einen Merkwürdigen Brief meines Bruders aus dem Briefkasten hollte und las.
Das geschriebene deutete auf einen Rückfall / Psychotischen Schub und Ich fing mir an Sorgen zu machen als ich Ihn weder am Telefon noch in seiner Wohnung antreffen konnte.
Gedanken an Alkohol kamen auf und naja Saufdruck war schon recht stark.
Irgendwie wusste Ich aber dass wenn ich jetzt wieder was trinke Ich wieder da bin wo noch vor 11 Tagen und dass es wahrscheinlich noch schlimmer wird. Also griff Ich erstmal zum Telefon und rief meine Mama an.
Sie beruhigte mich etwas und sagte Ich solle mir doch einen Zweitschlüssel besorgen und bei meinem bruder vorbeischauen.
Zudem sagte Ich mir Ich würde erstmal nur heute nichts trinken und das nahm irgendwie auch den Druck etwas.
Gesagt , getan. Ich also los , Schlüssel bekommen und siehe da Bruder in der Wohnung. Hat geschlafen und war ziemlich K.O aber es ist nichts schlimmes passiert und seine Neuroleptika hatte er auch genommen.
Puh , jetzt konnte Ich wieder durchatmen . Machte Ihm klar das sein Verhalten nicht Okay war und Ich mir Sorgen machte und Ich auch wieder für ihn da bin.
Auf jeden Fall bin ich morgen wieder bei Ihm und werd Ihn die nächsten Tage etwas aufpäppeln müssen.
Das Gute ist aber dass Ich endlich einen klaren Kopf hab und Ihm jetzt auch eine bessere Hilfe bin.
Die nächsten Tage gehts also weiter mit Terminen bei Hausarzt , Psychiater ,Suchtambulanz und Besuch einer Selbsthilfegruppe.
Insgesamt ein anstrengender erster Tag zu Hause. ABER heute nichts getrunken und morgen nehm Ich mir das gleiche vor.
Also , bis morgen und einen schönen Abend !!!
Peters