Beiträge von Peters

    Hi Slowly,

    Im Grunde habe Ich zu Danken.

    Es freut mich auch sehr einen klaren Kopf zu haben aber es ist der Anfang und naja heute wäre erst Tag 12 , aber es geht endlich vorwärts.

    Belasten tut mich das mit meinem Bruder schon sehr stark aber es ist auch irgendwo eine Möglichkeit zu erlernen wie Ich mit Problemen auf gesunde Weise umgehe.

    Ich werd in der nächsten Zeit leider nur hier im Thread so etwas wie ein Tagebuch führen.
    Also für mich als Motivation und Reflexion des Geschehenen. Daher bitte nicht sauer sein wenn Ich noch bei euch im Thread nicht vorbeischauen kann.

    ABER! das Wichtigste ist:

    Heute trinke Ich keinen Alkohol!

    schöne Grüsse

    Peters

    Hallo zusammen ;)

    Ich bin seit etwa 14 Uhr von der Entgiftung zurück.

    leider hatte ich meinen Surfstick zu hause vergessen , so konnte Ich doch nicht ins Internet. War aber auch ganz gut ohne.

    Insgesamt kann Ich sagen dass es die beste Entscheidung seit langem war den Entzug zu machen und so habe Ich nun ein Fundament auf dem Ich weiter aufbauen kann.

    Es war mein Erster stationärer Entzug und so wusste Ich nicht ganz was auf mich zukommt und Ich glaube deswegen war ich auch sehr positiv überrascht als Ich am ersten Tag einen Terapieplan bekam und bereits am 2 Tag ne Stunde Sport machen durfte obwohl noch wackelig auf den Beinen.

    Es gab dort 15 Betten und somit war die Gruppe in der Ich mich auf anhieb gut aufgenommen fühlte sehr überschaubar.

    Ich habe mich dort keinen Einzigen Augenblick als ein Mensch 2. Klasse gefühlt und wurde von Pflegern und Ärzten immer freundlich und mit Respekt behandelt.

    Aufgrund des recht straffen Terapieplans verflogen die 11 Tage sehr schnell und nun bin Ich zu Hause.

    Es gab auch schon die erste Krise als Ich zu hause ankam und einen Merkwürdigen Brief meines Bruders aus dem Briefkasten hollte und las.
    Das geschriebene deutete auf einen Rückfall / Psychotischen Schub und Ich fing mir an Sorgen zu machen als ich Ihn weder am Telefon noch in seiner Wohnung antreffen konnte.

    Gedanken an Alkohol kamen auf und naja Saufdruck war schon recht stark.
    Irgendwie wusste Ich aber dass wenn ich jetzt wieder was trinke Ich wieder da bin wo noch vor 11 Tagen und dass es wahrscheinlich noch schlimmer wird. Also griff Ich erstmal zum Telefon und rief meine Mama an.
    Sie beruhigte mich etwas und sagte Ich solle mir doch einen Zweitschlüssel besorgen und bei meinem bruder vorbeischauen.
    Zudem sagte Ich mir Ich würde erstmal nur heute nichts trinken und das nahm irgendwie auch den Druck etwas.
    Gesagt , getan. Ich also los , Schlüssel bekommen und siehe da Bruder in der Wohnung. Hat geschlafen und war ziemlich K.O aber es ist nichts schlimmes passiert und seine Neuroleptika hatte er auch genommen.
    Puh , jetzt konnte Ich wieder durchatmen . Machte Ihm klar das sein Verhalten nicht Okay war und Ich mir Sorgen machte und Ich auch wieder für ihn da bin.
    Auf jeden Fall bin ich morgen wieder bei Ihm und werd Ihn die nächsten Tage etwas aufpäppeln müssen.

    Das Gute ist aber dass Ich endlich einen klaren Kopf hab und Ihm jetzt auch eine bessere Hilfe bin.

    Die nächsten Tage gehts also weiter mit Terminen bei Hausarzt , Psychiater ,Suchtambulanz und Besuch einer Selbsthilfegruppe.

    Insgesamt ein anstrengender erster Tag zu Hause. ABER heute nichts getrunken und morgen nehm Ich mir das gleiche vor.

    Also , bis morgen und einen schönen Abend !!!

    Peters

    Hallo und vielen Dank Atze !

    Und du hast Recht. Um Erfolg zu haben ist es wichtig 1 mal öfters aufzustehen als hinzufallen. Danke fürs erinnern!!!

    Zu mir... Ich packe gerade meine Sachen und Räume meine Wohnung auf.
    Muss gleich noch die Flaschen entsorgen. Will die nach der Entgiftung nicht sehen.

    Ansonsten kann Ich den Entzug in Ruhe machen. Termine und sonstige Sachen abgehakt.

    Mache mir nur Sorgen um meinen jüngeren Bruder , den Ich auf seinen Willen hin zu mir in die Stadt geholt hab.

    Hab Ihm ne Gästwohnung besorgt und den Antrag auf Grundsicherung erst Vorgestern durchgeboxt bekommen.
    Hat Insgesamt etwa nur 2 Wochen gedauert. Das ist das Plus. Das Minus bin Ich oder meine Verfassung.

    Aber. Dafür machen Ich ja ab morgen den Entzug/ die Entgiftung.

    Ich darf dort Internet haben also werd Ich mich melden.

    Haltet die Ohren steiff ;)

    Euer Peters

    Danke Eniba !

    Auch dir Slowly vielen Dank für die lieben Worte.

    Ich freue mich endlich wieder einen Tiefpunkt erreicht zu haben.
    Klingt blöd ist aber so. 1-2 % haben mir noch gefehlt endlich zu kapieren dass es zwar einige ohne Fremde Hilfe schaffen, ich aber leider nicht so jemand bin.

    Das ist dann jetzt meine Priorität. Hilfe anzunehmen (gar nicht so einfach) und
    100%ige Ehrlichkeit im Bezug auf meine Erkrankung.

    Was danach ist wird sich zeigen aber Ich werde mich um weitere Terapiemöglichkeiten bemühen.
    Ich hoffe mit der Entgiftung den Anfang eines neuen Lebens setzen zu können.

    Dir einen angenehmen Nachmittag , Slowly .

    Peters

    hallo Slowly und moomoo

    Ich wünschte Ich könnte Gutes berichten aber das kann Ich leider nicht.
    In der zwischenzeit habe Ich es geschafft nicht zu trinken, jedoch als ich angefangen habe mich um meinen schwerbehinderten Bruder zu kümmern und das Stress verursachte, fing Ich wieder an.

    Es gibt dennoch eine gute Nachricht.
    Am Samstag Morgen darf Ich eine Entgiftung machen.
    Dauert etwa 10 Tage und Ich soll auch meine Sportsachen mitnehmen , also schon in Richtung Therapie , welche Ich möchte :)

    Grüsse aus Franken und Mut Allen die noch diese Ungewissheit vor sich haben.

    Zitat von Slowly

    Was ich sagen will (aber zu müde bin um etwas Schlaueres raus zu bringen ;),


    Ich erwarte nicht dass Du dich anstrengst mir etwas "Schlaues" zu schreiben.
    Im Grunde schreibe Ich hier um mir selber Manches begreiflich zu machen.
    Und es erschämt Mich dass Du dich deiner Lebenszeit entbarst mir hier eine Hilfestellung zu geben.

    Es gibt leider kein Wort um meine Dankbarkeit für deine Zeit auszudrücken.

    Zitat von Slowly

    Eine "reale" Selbsthilfegruppe wäre toll.

    Wann suchst du dir eine ?

    Slowly


    Ich hoffe bald . Ich bin da sehr sauer auf mich selber dass Ich so eine Angst habe mit Menschen in Kontakt zu treten.

    Im Grunde lebe Ich alleine, weit wech von meiner Familie.
    Mein Plan war es , dass Ich so weit wie es nur möglich ist wegziehe um meinen Eltern und meinen Geschwistern nicht mehr den Schaden zuzufügen wie Ich es bis dahin tat.

    Aber jetzt bin Ich hier.
    Ich bin vom Spiegeltrinker zum Quartalsalkoholiker geworden.

    Und das ist mein jetziges Problem.
    Ich weiss dass Alkohol das größte Gift von Allen ist aber irgendwann flöße Ich mir es trotzdem ein.

    Ich habe so eine grosse Angst mich Menschen zu öffnen.
    Und Ich weiss genau dass dies mein Fehler ist.

    Ich spiele im Moment auf Zeit.
    Ich hoffe Ich werde mich irgendwann aus dem Haus trauen und endlich jemanden zum Reden finden.

    Ich wünsche dir Gesundheit , nicht Mehr nicht Weniger.

    mfg

    Peter

    Danke dass du mir geantwortet hast.

    Also Ich selber bin sehr oft erschöpft in der Zeit in der Ich nicht trinke , obwohl Ich wenig arbeite.
    D.h ich merke selber dass mich meine psychische arbeit (Gedanken an mich Selber und meine Familie) manchmal mehr erschöpft als mein regulärer Job.

    Angeblich helfen dabei Achtsamkeit, Atem-Übungen und Meditation.

    Nun zu deinen Fragen

    Zitat

    wie geht das denn, dass "man" seine Erkrankung ausblendet und wie geht bewusstes Vergessen ?

    Ich glaube Ich wollte meine frühere Vergangenheit (Probleme mit Eltern / Vater auch Alkoholiker) einfach hinter mir lassen und dabei lies Ich auch die schlimmen Erfahrungen die Ich durch den Alk hatte , hinter mir.

    Und das obwohl Ich genau wusste dass wir/ich nicht vergessen dürfen.
    Und Ich glaube genau liegt bei mir der Schlüssel. Ich darf die schlimme Zeit / die Abstürze / den Tiefpunkt nicht vergessen.
    Und Ich glaube auch dass genau da Meetings helfen würden.

    Hochmut kommt vor dem Fall.
    Das mus sIch mir merken.

    Ich danke Dir.
    Alles Gute!

    Hallo

    Ich danke Dir Slowly für deinen Post. Und du hast Recht.
    Irgendwann ging es mir sehr gut und dann habe Ich meine Erkrankung ausgeblendet und bewusst vergessen.
    Dies war mein Fehler.
    Nach dem Rückfall der ein paar Tagen dauerte (so genau weiss ich das nicht mehr) suchte Ich mir Ärztliche hilfe.
    Ich bekam Medis und hörte auf zu trinken.
    Die Antidepressiva nehme ich bis heute mit eigentlichem Erfolg. Eingentlich deshalb weil Ich alle 2 Monate etwa , mir die Kante gebe.

    Und dieser eine Abend reicht aus um mich für mindestens einen Monat in die Hölle zu befördern.

    Trotz all dem mache Ich alle 2-3 Monate wieder den selben Fehler.

    Aber weil der Wunsch ein Alkoholfreies Leben zu führen weiterhin da ist und Ich bereits eine Terapie hinter mir habe , versuche Ich mein Verhalten irgendwie zu analysieren. D.h Ich bleibe weiterhin am Ball.

    Dir , Slowly , Danke Ich von Herzen!
    Es war nicht der Text von wegen Schämen der mich wieder hier zurückkehren lies, nein, es war diese unterschwellige Botschaft dass Ich nicht alleine bin.
    Dafür Danke Ich dir.

    mfg
    Peter

    Hallo Marco!

    Ja Ich hab se noch nicht in der Tasche aber alleine mal nach 4 Monaten Wartezeit eine vorgeschagen zu bekommen war schoen.

    Dennnoch ist jeder Umzug mit Stress verbunden , den Ich mir jetzt ungern zumute.

    Ja das mit dem Foto ist echt ne gute Idee. Leider habe Ich irgendwann alle im Rausch entsorgt.

    Mein erster Gedanke gestern, war folgender... Je besser es mir geht,desto mehr tue Ich direkt fuer meine Abstinenz.
    Wie ganau das Aussehen wird weiss Ich schon. An der Umsetzung muss Ich noch feilen. Aber dafuer nehm Ich mir jetzt Zeit am Wochenende.

    schoenes Wochenende :wink:

    Peter

    Also jetzt gehts echt ab hier :D

    Hab gerade ein Wohnungsangebot zugeschickt bekommen.
    Werd mich naechste Woche vorstellen...
    Ich hab nur immernoch etwas Bammel dass es zu schnell bergauf geht.
    Muss mir das alles mal nachher durch den kopf gehen lassen.


    Ansonsten bin Ich etwas KO vom Radfahren aber mir gehts gut.
    Die Kippen kommen nur wieder raus :)


    mfg
    Peter

    Hallo Marco,

    Lob anzunehmen kann Ich auch ueberhaupt nicht.
    Hab ja schon geschrieben mich solle endlich mal jemand kritisieren :D

    Ist aber auch kein Wunder. Saufen zerstoert einem das letzte bisschen Selbstachtung. Bis vor paar Wochen wusste Ich selber nicht was Selbstbewusstsein ist...
    Daher auch die Faelschliche Diagnose einer Sozialen Phobie bei mir.

    Mittlerweile bin Ich fast Angstfrei und Psychiatertermine gehoeren der Vergangenheit an.
    Ich glaube als Alkoholiker geraet man oft auf die Psychoschiene weil man/Ich einfach den Aerzten das Saufen verheimlicht.
    Und dann kamen halt die abenteuerlichsten Diagnosen zusammen.
    Bei mir waren es auf Nachfrage der Aerzte immer 2 Bier ab und zu.

    Irgendwie wollte Ich auch damals dass man mich als Psychisch-Krank abstempelt. So konnte Ich weitersaufen ohne mir groessere Vorwuerfe zu machen. Hab mir auch gleichzeitig den Weg zur Erkenntnis versperrt das Ich Alkoholkrank bin.
    Wie blind einen diese Erkrankung nur macht. Kein Wunder dass man sich ohne Probleme totsaufen kann.

    Naja. Bald ist der erste Monat rum und Ich bleibe am Ball.

    Oh Ich seh gerad Ich muss los. Radfahren steht an. Wieder 20km :D


    bis nachher!

    Gruss
    Peter

    Hi Marco!

    Ich danke Dir!!!

    Ich finds auch klasse wie Du das durchziehst. Bist mir ja etwas vorraus.
    Mir fehlt eigentlich immernoch ne reale SHG aber das wird schon.
    Ich muss erstmal zum Friseur dann kann Ich auch unter die Leute :)

    schoenen Abend

    Peter

    Hey Slowly !

    Ich habe meinen Tiefpunkt einfach viel schneller erreicht. Das war nicht schoen aber eben meine Rettung.

    Meiner Meinung nach wird es aber immer schwerer aufzuhoeren je aelter man wird. Und daher meinen vollsten Respekt.

    lg

    Peter