Beiträge von Thalia1913

    Hallo Marius,

    ich bin in der ersten Zeit Situationen/Gruppen und auch trinkenden Freunden aus dem Weg gegangen, um mich erstmal zu stabilisieren. Ich wusste am Anfang noch gar nicht so richtig, wo es für mich lang ging, und hatte Angst, dass andere mich verunsichern würden. Nach und nach habe ich dann auch wieder Verabredungen getroffen, war aber Freunden gegenüber offen, dass ich nicht mehr trinke. Mit einigen habe ich mich dann auch nicht mehr getroffen, weil es dann einfach nicht mehr gepasst hat. Das war meine neue Freiheit: kein Alkohol mehr, und die Entscheidung darüber, mit wem ich meine Freizeit verbringen will. Mein soziales Leben ist seither tatsächlich nicht ärmer, sondern reicher geworden, weil meine Freundschaften eine neue Qualität gewonnen haben.

    Ich freu mich für mich, dass du beim Arzt warst und dort eine positive Erfahrung gemacht hast.
    Zusätzlich zur Lektüre und zu diesem Forum kann ich eine reale SHG auch empfehlen.

    Ich wiederhole nochmal meine Frage von meinem letzten Eintrag bei dir: was konkret hast du in deinem Alltag geändert, seit du nicht mehr trinkst?

    Viele Grüße und dir einen guten Start in die neue Woche.

    Thalia

    Hallo Martina,

    du schriebst bei Gauguin

    Zitat

    Ich versteh eh nicht, wie man sich mit den Suchtmitteln und dem Verlangen danach jahrelang in so einer falschen Sicherheit wiegen kann, wie ich es tat. Das ist echt beängstigend.

    Mir geht es ähnlich. Ich habe trotz überwältigenden Hinweisen auf das Gegenteil jahrelang fest geglaubt, nicht alkoholkrank zu sein (sein zu können!). Bei mir war nichts mit eigener Erkenntnis. Tatsächlich konnte ich erst eine ganze Weile, nachdem ich aufhörte zu trinken, erkennen, dass ich es tatsächlich war: Alkoholikerin. Ein Wunder eigentlich, dass ich lange genug trocken bleiben konnte, um zu dieser Erkenntnis zu kommen.

    Dir ein schönes Wochenende!

    Thalia

    Hallo Marius,

    auch ich möchte dich herzlich hier willkommen heißen. Ich freue mich auf den Austausch mit dir.

    Ich erinnere mich gut, dass ich mir anfangs auch nicht vorstellen konnte, irgendwann nicht mehr das Bild des Glases Wein in einem Strandlokal als Inbegriff von Urlaub zu sehen. Der Austausch hier im Forum und die Auseinandersetzung mit der Krankheit Alkoholismus hat viel verändert in mir, und alles ! zum Positiven.

    Was hast du konkret geändert in deinem Leben, seit du nicht mehr trinkst?

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Chris,

    bei mir war es so, bzw. ist es auch immer noch manchmal so, dass es immer dann Schwierigkeiten mit der Risikominimierung, dem Schaffen eines trockenen Umfeldes gibt, wenn ich selber in mir nicht ganz klar bin in meiner Haltung zu meiner eigenen Trockenheit.

    Kannst du damit was anfangen?

    Viele Grüße
    Thalia

    Hi Williams,

    warst du jetzt einmal da oder öfters?

    Ich bin auch eine der jüngeren in meiner realen SHG. Mich stört das aber nicht wirklich.

    Probier sonst noch eine andere SHG aus - wenn du dieser eine Chance gegeben hast und mehr als einmal dort warst.

    Wie du dich nach der SHG gefühlt hast, kannst du übrigens auch gut beim nächsten Mal zum Thema machen.

    Viele Grüße und gut, dass du dran bleibst!
    Thalia

    Liebe Kaina,

    schön, dass du hier bist und deine Gedanken hier lässt. Ich kann viel damit anfangen, denn ich sehe mich ein bisschen in dir, bzw, in dem, was du schreibst.

    Klar gibt's auch welche, die alkoholkrank sind und sonst nichts mit mir gemeinsam haben, aber je mehr ich mich mit anderen Alkoholikerinnen und Alkoholikern austausche, umso mehr stelle ich fest, dass viele von uns auch noch andere Gemeinsamkeiten haben, Eßstörungen, Depressionen, Ängste, Selbstwertprobleme, Schamgefühle, Hochsensibilität, Zwänge, Traumata, ach, alles mögliche, das darauf hinweist, dass wir getrunken haben, weil wir glaubten, durch Alkoholgebrauch irgendwie besser klarzukommen, mal allgemein gesprochen.

    Daher finde ich, dass du komplett hierher passt, und ich freue mich auf weiteren Austausch. Wobei ich mich mehrheitlich im Geschlossenen Bereich aufhalte.

    Mir geht es übrigens so wie Calida, ich bin schon sehr wachsam, wenn es darum geht, mit trinkenden Personen Zeit zu verbringen. Ich vermeide dies, wenn ich es kann.

    Viele Grüße und viel Spaß beim shoppen.

    Thalia

    Hallo Kaina,

    herzlich willkommen, herzliches Beileid zum Tod deines Vaters, und aber auch ganz herzlichen Glückwunsch zur begonnenen Abstinenz!

    Was hältst du davon, deine Trockenheit diesmal auch suchttherapeutisch zu unterstützen?

    Dass du hier bist, um dich auszutauschen, ist ja schon mal gut! Mir hat das sehr geholfen in den letzten Jahren. Hier wirst du keine Vorwürfe zu hören bekommen, wir wissen hier alle, wie Sucht funktioniert und verstehen dich. Es ist Zeit, die Schuldgefühle loszulassen.

    Schau dich in Ruhe um, und bring dich ein, frag, wenn du Fragen hast.

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Williams,

    ehrlich gesagt, habe ich das Gefühl, dass du offenen Auges auf einen Rückfall zusteuerst bzw. auf der Kippe stehst. Aber du hast es in der Hand. Es ist deine Entscheidung. Du bist nüchtern. Willst du es bleiben, oder willst du wieder trinken?

    Pass gut auf dich auf und sei dir wichtig.

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Axolotl,

    herzlich willkommen hier bei uns im Offenen Bereich unsere Forums, und Glückwunsch zu deinem Entschluss, trocken zu werden und zu den ersten sieben Tagen!

    Ich wünsche dir hier einen guten Austausch. Von mir kann ich bestätigen, dass mir der Austausch mit anderen Alkoholikern sehr geholfen hat, meine Krankheit zu akzeptieren und mich entsprechend zu verhalten, so dass ich zufrieden trocken werden konnte.

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Kamarasow,

    ich kann mich lalu in allen (!) Punkten anschließen.

    Ich finde außerdem gut, dass du dein eigenes Bedürfnis nach intensiveren Austausch wahrnimmst und ernst nimmst.

    Ich bin auch im geschlossenen Bereich und noch zusätzlich in einer RL SHG.

    In meiner SHG ist es auch so, dass jeder, der möchte, auch mal über privaten Ärger "vom Leder ziehen" kann, Dampf ablassen. Das ist einfach auch mal nötig. In meiner realen Gruppe ebenso wie von Mitgliedern des geschlossenen Bereiches fühle ich mich auch gut aufgefangen und angenommen und unterstützt. Beides ist ein wichtiger Teil meines trockenen Alltags.

    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende! Habt ihr was gemeinsames vor?

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Chris,

    ja, das zu akzeptieren, wie du dich fühlst, ich glaub, da geht's lang. Das fällt mir immer noch manchmal sehr schwer. Ich will mich nicht so fühlen, wie ich mich fühle, also tue ich so, als fühlte ich mich ganz anders. Nur dass das auf Dauer krank macht. Zum Beispiel alkoholkrank.

    Wie fühlst du dich denn, wenn du "elend" schreibst? Und was verbindest du mit dem Gedanken daran, "mal wieder zu können" (also zu trinken)?

    Mir hilft es, wenn ich mich frage, was will ich jetzt eigentlich wirklich, welches Bedürfnis möchte gestillt werden? Nach Ruhe, nach Fröhlichkeit, nach Abgrenzung, nach Trost, es gibt so viele Bedürfnisse, auf die meine Sucht nach und nach immer nur noch die eine Antwort gegeben hat: Alkohol! Du kannst dir vorstelllen, dass mein jeweiliges Bedürfnis dadurch nicht wirklich gestillt war.

    Wie ist das bei dir?

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Matthias,

    so, wie ich ihn für mich interpretiere, stimmt der erste Spruch für mich. Genauso empfinde ich es auch. Um zufrieden zu leben, reicht es (für mich als Alkoholikerin) nicht, nur abstinent zu sein, aber die Abstinenz ist für alles andere eine unabdingbare Voraussetzung.

    Ich finds ganz gut, sich ab und zu so nen Spruch mal durch den Kopf gehen zu lassen.

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Stine,

    ich erinnere mich an eine ähnliche Phase in meinem Leben, inklusive des Wortes "bauseits"! Da hilft manchmal nur noch der Gedanke, dass es irgendwann vorbei und das Haus fertig und gemütlich sein wird. (Und die Kinder gesund und/oder groß).

    Nimmst du dir heute eine Auszeit für dich? Halbe Stunde raus, in den gerade herrschenden Sonnenschein?

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Chris,

    "die Gefühlswelt entsteht wieder", das habe ich auch so empfunden. Bzw. nass hatte ich so eine Art Pseudo-Gefühle, Selbstmitleid, Resignation, Scham, Verzweiflung, auch kurzfristige Euphorie, so etwas, aber alles geradewegs aus der Flasche.

    Seit ich trocken bin, entdecke ich (langsam) wieder eine viel größere Bandbreite an Gefühlen, und fühle mich Ihnen gleichzeitig nicht mehr so ausgeliefert.

    Dir auch eine schöne Woche!

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Williams,

    was meinst du damit "hoffentlich ist es kein Suchtgedächtnis"?

    Wenn du Sehnsucht danach hast, dich mit Alkoholikern am Bahnhof sinnlos zu besaufen, ist es doch egal, wie du es nennst.

    Das ist nun mal so. Sucht ist für immer, der Hebel im Kopf ist umgelegt. Dauerhaft.

    Hast du einen "Notfallkoffer", also Dinge, die dich erinnern, warum du trocken geworden bist?

    Du schreibst, du hast es "eigentlich" auch so, ohne SHG "geschafft". Dass du dich jetzt hier angemeldet hast, ist ein Zeichen, dass du mehr Unterstützung brauchst. Vielleicht auch zusätzlich eine reale Selbsthilfegruppe?

    Ich kann dir aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass sich das Suchtgedächtnis seltener meldet, je länger ich trocken bin. Also bleib dran!

    Viele Grüße
    Thalia