Liebe Katha,
ich kenne die Straße mit den Kirschbäumen, die Blüten schneien, die ist hier gleich um die Ecke. ![]()
Nein, dein "schwerer Fall" ließ im Gegenteil vieles für mich leichter werden. Leichter zu akzeptieren, dass auch ein Mensch wie ich (und du?), der noch eine und noch eine Gedankenrunde dreht, um der "Wahrheit" aber ganz auf den Grund zu gehen, dass so jemand in seiner Sucht schlimmer gefangen sein kann und vielleicht sogar härter (oder anders hart) dafür arbeiten muss, sich da raus zu wurschteln (um mal deine Bildsprache zu verwenden), als jemand anders, der es vermeintlich, oberflächlich betrachtet, "schwerer" getroffen hat, weil er vielleicht schon im sozialen freien Fall begriffen ist.
Es hat mir geholfen zu verstehen, dass meine Alkoholsucht keine Sache ist, die ich durch Denken in den Griff kriegen kann. So wie ich immer versuche, mein Leben durch Denken zu beherrschen. (Ha!) Es hat mir auch deutlich gemacht, (durch deinen Hinweis, vielleicht sogar zwei Selbsthilfegruppen zu besuchen), dass es nötig ist, über den Tellerrand meines eigenen Hirns hinauszuschauen. Und vor allem auch anderes hineinzulassen.
Ich weiß momentan gar nicht, ob ich hier draußen schon mal was über mein Glücklichsein schrieb, wenn nicht, hole ich das demnächst mal nach. Also keine Sorge, dass deine Worte zuviel Schwere auslösten. ![]()
Und immer noch bin ich nicht fertig mit dem, was ich dir schreiben will. Aber für heute. ![]()
Viele Grüße
Thalia