Beiträge von Thalia1913

    Hallo Pancho,

    ich wünsche dir auch einen schönen ersten Advent.

    Es tut mir leid, dass eure kleine Katze gestorben ist. Ich finde, du hast sehr nachvollziehbar darüber geschrieben, wie du die Trauer und auch das Trösten deiner Tochter jetzt (nüchtern!) erlebt hast.

    Zu den Gedanken, die immer mal kommen, kann ich bestätigen, dass es bei mir auch jetzt noch Veränderung gibt. Du scheinst mir (ähnlich wie ich es war und bin) recht ungeduldig mit dir selbst zu sein. Du hast dich erst vor kurzer Zeit vom Alkohol verabschiedet. Dass du solche Gedanken, die Alkoholsituationen irgendwie emotional positiv besetzen, jetzt bereits als Teil deiner Krankheit begreifen kannst, ist, wie ich finde, schon ein wichtiger Schritt.

    Die fortlaufende Beschäftigung mit dem Thema und der Austausch hat bei mir über die letzten beiden Jahre noch sehr viel bewegt, und das wird es bei dir sicherlich auch, wenn du dir die Chance gibst.

    Ich wünsch dir einen schönen Adventssonntag.
    Herzlichen Gruß
    Thalia

    Hallo Calida,

    ich freue mich, mal wieder von dir zu lesen.

    Kannst du das Forum nicht genau dazu nutzen, deine Sorgen zu sortieren und durchs Schreiben und vielleicht auch durch Kommentare der anderen Nutzer vielleicht eine andere Perspektive zu gewinnen?

    Ich weiß, das fällt manchmal schwer. Genau das ist auch einer der "Gründe", warum ich früher getrunken habe. Weil ich mich nicht mitgeteilt habe/nicht mitteilen konnte, und einfach alles nur ein großer unüberwindlicher Berg zu sein schien. So wie schreibst ... ein Marathonlauf.

    Wenn du dich über Persönlicheres austauschen möchtest, ist der erweiterte Bereich für dich vielleicht auch eine gute Idee?

    Viele Grüße und alles Gute dir!

    Thalia

    Hallo Ina,

    ich freu mich, wieder von dir zu lesen. Ich gratuliere zu drei Monaten und finde gut, wie aufmerksam du bist dir selbst gegenüber.

    Ich bin jetzt gut zwei Jahre trocken und habe auch immer nochmal Situationen, in denen mein Suchtgedächtnis anspringt. Gestern, als ich Geschenke im Schrank versteckte, damit mein Kind sie nicht vor Weihnachten sähe, erinnerte ich mich an die Heimlichkeiten der Trinkzeit und ich hatte sogar kurz das Gefühl wieder, das ich damals hatte ...

    Es war nun einmal eine prägende Zeit in unserem Leben, und unser Gehirn hat dauerhaft "gut davon". In verschiedener Hinsicht.

    Ich wünsche dir auch eine schöne trockene Adventszeit.
    Herzlichen Gruss
    Thalia

    Hallo Jenny,
    herzlich willkommen hier.
    In meiner mittlerweile geschiedenen Ehe war der Alkohol durchaus auch ein Problem, aber er hat auch eine Funktion gehabt (bzw. mehrere), und zwar manches, was nicht gut war, scheinbar erträglicher zu machen, zu überdecken. Er diente mir auch dazu, manches laufen zu lassen, das mich unglücklich machte.

    Insofern liegt es für mich nicht unbedingt fern, dass in der Zeit der Trockenheit manches bearbeitet wird und neue "Beziehungsverabredungen" getroffen werden müssen.

    Ich wünsche dir hier einen hilfreichen Austausch, der dich auch darin bestärkt, zu schauen, was dir gut tut.

    Viele Grüße
    Thalia
    trockene Alkoholikerin

    Manfred schrieb in "Sucht-Alkoholismus-Moral" im Mai 2013:

    Liebe Wildblume,

    mit dem Gerald Hüther habe ich neulich ein sehr interessantes Interview gesehen. Ich finde auch, dass er die Mechanismen des (meines) Gehirns und Denkens/Fühlens sehr verständlich und anschaulich verdeutlicht. Da entsteht so manches Aha-Erlebnis. :)

    Überhaupt geht bei mir viel über das "Verstehen" von Zusammenhängen und Mustern. Dann kann ich sie zwar noch nicht ändern, einfach so, aber indem ich sie (mich) erkenne und verstehe, kann ich mich irgendwie ein Stück weit von "oben" betrachten, und dieser innere Abstand ermöglicht mir erst, hin und wieder auszubrechen aus den eingefahrenen Wegen.

    Aurora hat das auch für mich sehr treffend beschrieben.

    Ich bin da oft sehr ungeduldig mit mir und denke, dass ich mich, einfach, weil ich etwas verstanden habe (eben mit dem Verstand!), sofort anders verhalten bzw. anders fühlen kann. Ich lerne nach und nach, dass es dazu einfach Zeit braucht. Jemand hier im Forum schrieb mir mal (wahrscheinlich auch schon mal öfter :D) "Es ist ein Prozess."

    Momentan kann ich den Prozess sogar richtig genießen. Ich habe das Gefühl, auf dem Weg zu sein, in Bewegung in mir und zu mir. Das löst Glück aus. :)

    Viele herzliche Grüße
    Thalia

    Hallo und guten Morgen Pancho,

    nur kurz, da nur wenig Zeit:
    Deine Gedanken sind für mich sehr nachvollziehbar. Tatsächlich werden sie aber nach meiner Erfahrung mit der zeitlichen Distanz zum Alkohol weniger. Je mehr Zeit vergeht, die du nüchtern erlebst, umso mehr haben auch nüchterne positive Situationen die Möglichkeit, sich in deinem Hirn abzuspeichern.
    Für mich war (und ist) es nicht leicht zu akzeptieren, dass manche Entwicklung einfach Zeit braucht und nicht durch pure Willenskraft und Verstandesleistung zu beschleunigen ist.

    Gib dir die Zeit.

    Viele Grüsse und einen guten Montag!
    Thalia

    Hallo Pancho,

    schöne Idee! :)

    Die Korrekturen habe ich auch vor so langer Zeit gelesen, dass es sich bestimmt lohnt, das Buch nochmal hervorzuholen. Ich weiß noch, dass es mich begeistert hat.

    Von Philp Kerr kenne ich "Das Wittgensteinprojekt", aber ich weiß nicht mehr richtig, ob ich es besonders gut fand.

    Derzeit lese ich "Das Jesusvideo", da es mir empfohlen wurde. Es ist leicht zu lesen, aber ich weiß noch nicht, ob es mich ganz so begeistert wie den Empfehler. ;)

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Calida,

    Zitat

    Dummerweise brauchen seelische Prozesse eben Zeit. Ich bin ein ungeduldiger Mensch und es fällt mir schwer, das nicht beschleunigen zu können.


    Damit beschreibst du etwas, das auch mir so geht. Ich denk, wenn ich etwas verstandesmäßig erfasst habe, dann kann ich es auch "beherrschen", ändern. Diese Fehleinschätzung hat mich schon viel Frustration gekostet.

    Wie geht es dir?
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Wildflower,

    ich hatte keinen alkoholabhängigen Partner; ich bin selbst alkoholabhängig.

    Dennoch habe ich schon viele Merkmale an mir feststellen können, die hier im Forum auch von Co-abhängigen beschrieben werden. Ich glaube, dass sich diese Muster bei mir in den verschiedensten Zusammenhängen zeigen können.

    (Zum Beispiel auch, wenn ich dir jetzt hier schreibe, weil es mir "leid tut", dass du weniger Feedback erhältst, als du dir wünschen würdest. Mich dafür irgendwie "verantwortlich" zu fühlen, das ist ganz typisch für mich. Und dann fühle ich mich besser, wenn ich dir antworte; das gibt mir dann ein gutes Gefühl. Ich könnte das noch weiter spinnen.)

    Ich tausche mich auch hauptsächlich im erweiterten Bereich aus, weil mir das weniger www, sondern etwas geschützter und dadurch persönlicher ist.

    Viele Grüße und alles Gute dir!
    Thalia

    Hallo Pancho,

    ja, aus heutiger Sicht war das damals wohl eine Trinkpause, auch wenn sie nach der LZT etwa sechs Jahre gedauert hat.

    Es ist schon erstaunlich (und ich staune wirklich immer wieder neu darüber), wie hartnäckig ich mich lange an der Überzeugung festgeklammert habe, nicht abhängig zu sein. Und daran vermeintlich meinen Wert als Mensch festgemacht habe.

    Ich wünsch dir einen gemütlichen Abend lesend im Bett. Das ist nicht das Schlechteste :D

    Thalia

    Hallo Chip,

    auch von mir herzlich willkommen hier.

    Ich schliesse mich Sunshines Fragen an und stelle noch zwei zusätzliche:
    Siehst du dich selbst als Alkoholikerin?
    Und bist du derzeit in Kontakt mit einer Suchtberatungsstelle?
    Trinkst du derzeit noch?

    Hups, das waren jetzt drei zusätzliche ... Aber du hast ja geschrieben, wir sollen fragen ... ;)

    Ich wünsch dir hier einen für dich hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Pancho,

    herzlich willkommen auch von mir. Und Gratulation zum Beginn deines neuen Lebensabschnittes.

    Bei mir hat es vom Beginn meiner Abstinenz bis zur Erkenntnis, dass ich Alkoholikerin bin und nie wieder Alkohol trinken will, noch lange gedauert. Zum Glück bin ich lange genug trocken geblieben, um zu diesem heilsamen Schluss kommen zu können. Daran ist auch dieses Forum maßgeblich beteiligt. An meiner Erkenntnis und an meiner bis heute dauernden Trockenheit, die vor zwei Jahren begann.

    Ich habe vor mehr als zehn Jahren bereits einmal eine stationäre LZT gemacht in einer psychosomatischen Klinik mit Schwerpunkt Suchtproblematik. Da dies lange her ist und vermutlich auch alle Kliniken ganz verschieden sind, will ich hier nicht allzu viel beschreiben. Was mir aber besonders gut getan hat, war, mir für einige Monate einmal tatsächlich Zeit für mich nehmen zu können, für mein Seelenleben. Mich einmal wichtig zu nehmen. Meine Gesundheit in den Mittelpunkt meines Handelns zu stellen. Und dabei auch noch Unterstützung zu bekommen, idealerweise von Therapeuten, die was von Sucht (und vom Leben) verstehen. :)

    Insofern wünsche ich dir eine hilfreiche Zeit in der Therapie, die du ganz für dich nutzen kannst.

    Viele Grüsse
    Thalia

    Liebe Frei,

    ich möchte dir Mut machen. Das "Handwerkszeug" hast du sowieso nur in dir. Trockenbleiben ist kein Zauberwerk. Wenn du das als erste Priorität setzt - das erste Glas stehenzulassen - klappt das auch. Die anderen "Baustellen" laufen dir auch nicht weg ;)

    Und mach dir mal um's Forum und wieviel du gibst oder nimmst keine Sorgen.

    Ich freue mich darauf, dich auch im geschlossenen Bereich zu lesen.

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Karsten,

    ich möchte dir auch herzlich danken und dir und uns allen, die wir hier lesen und schreiben, gratulieren.

    Ich habe durch das Forum seit meiner Anmeldung hier schon sehr viel über meine Krankheit, aber auch ganz allgemein über mich gelernt, und ich danke dir, Karsten, dass du mir diese Möglichkeit durch die Gründung und Aufrechterhaltung dieses Forums eröffnet hast und jeden Tag neu eröffnest.

    Viele Grüße und Dank auch an die Moderatoren.

    Thalia

    Hallo Gewitterfisch,

    auch hier noch einmal herzlich Willkommen.

    Ich glaube dir, dass die Rückschau anhand deines alten Threads ganz schön heftig ist. Und dass dich das auch traurig machen kann.

    Aber die Konfrontation damit bietet dir natürlich auch die Möglichkeit zu gucken - und zu spüren - was heute anders ist. Was du heute anders machen kannst.

    Ich wünsche dir hier einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Calida,

    Ich finde es klasse, wie du mit der Situation umgegangen bist.

    Wenn die akute Phase vorüber ist, lohnt sich bestimmt nochmal ein genauerer Blick darauf, was in dir so los gewesen ist emotional, gerade im Hinblick auf dein Gefühl von "alles egal".

    Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass es, je genauer ich bei mir hinschaue, umso schwieriger für die "Stimme der Sucht" wird, mich hinterrücks zu "erwischen".

    Ehrlichkeit mir selbst gegenüber ist für mich das wichtigste Instrument zum Erhalt meiner andauernden Trockenheit.

    An Sunshine Danke für den Link zu dem Beitrag, den ich auch noch nicht gelesen hatte. Find ich gut! :D

    Viele Grüße
    und einen schönen Sonntag,
    Thalia

    Hallo Calida,

    du hast hier geschrieben statt zu trinken.

    Ich wünsch dir eine gute Nacht und schaue morgen wieder vorbei.

    Denk dran, du "willst" nicht trinken, die Sucht in dir will, dass du trinkst. Welche Gesichter sie dann auch immer annimmt.

    Kannst du dir morgen etwas vornehmen, das dich ablenkt? Einen Ausflug mit deinem Mann, sowas?

    Viele Grüße und bis morgen!
    Thalia