Beiträge von Thalia1913

    Hallo Frank,

    ich weiß gar nicht, ob ich dir schonmal geschrieben hab'; gelesen habe ich dich jedenfalls regelmäßig. Und auch in deinen alten Threads gestöbert. Ich finde es klasse, welchen Weg du gegangen bist.

    Wenn jetzt die Therapie zu Ende geht, wie geht es dir damit?
    Hast du noch eine reale Selbsthilfegruppe? Oder triffst du anderweitige Vorkehrungen für diesen kommenden Einschnitt?

    Viele Grüße und alles Gute!
    Thalia

    Hallo Hesse79,
    herzlich willkommen hier.
    Und vielen Dank für deine Vorstellung. Darf ich dazu noch ein bisschen was nachfragen?

    Wie sieht es derzeit bei dir aus, trinkst du noch?

    Du schreibst

    Zitat

    ich fürchte, Alkoholiker... auch wenn ichs nich wirklich wahrhaben will.


    Warum glaubst du, Alkoholiker zu sein?
    Möchtest du dauerhaft trocken leben?

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Calida,

    Wie du auch selber sagst, wird hier auch viel einfach nur gelesen. Daher sind deine Beiträge sicher für sehr viel mehr Leute wertvoll als nur für den von dir angesprochenen Empfänger.

    Ich freu mich, mal wieder was von dir zu lesen, ich finde es klasse, dass du dran bleibst und auf deinem trockenen Weg weitergehst, und ich freue mich, bald mehr von dir zu lesen.

    Viele Grüße
    Thalia

    Heute mal bisschen was längeres - eigentlich hatte ich es für mein Tagebuch markiert, aber dann dachte ich, warum nicht hier, vielleicht kann noch jemand anders soviel damit anfangen wie ich:

    Linde66 schrieb im Mai 2009 hier im Offenen:

    Zitat

    Früher hat es mich belastet, wenn ich mit Veränderungen von Außen zurechtkommen mußte. Heute sehe ich es als Bereicherung, als Möglichkeit dazuzulernen. An so kleinen Situationen lerne ich das Loslassen und das Annehmen. Leben ist ja nichts anderes als ein ständiges loslassen und annehmen dessen, was gerade dran ist zu leben. Wir leben nicht in der Vergangenheit, auch nicht in der Zukunft, sondern genau jetzt.

    Es ist ein Kommen und ein Gehen und in diesem Jahr durfte ich lernen, daß im Wandel das Ankommen zu finden ist. Im Wandel ist Tiefe, ist Verdichtung, ist Konzentration, ist Reifung und Heilung. Wandel ist ein Prozeß der durch mich hindurchgeht, mich bis auf den Grund aufwühlt, mich entlastet, klärt und bereichert - dadurch daß ich mich öffne für ihn.

    Hallo Caro,

    herzlich willkommen hier bei uns. Gut, dass du dich entschlossen hast, trocken zu werden.

    Diesen Punkt hatte ich vor etwas über zwei Jahren erreicht, und dann hat es noch einige Monate gedauert, bis ich tatsächlich aufhören konnte.

    Ich hatte auch mit einem völlig darniederliegenden Selbstwertgefühl zu tun, mit Ängsten und depressiven Schüben, in denen ich meine Lebensfähigkeit komplett in Frage stellte und meinen Lebenswillen (glücklicherweise nur) fast völlig verlor. In meinem Kopf gab es nur noch das Mantra "Ich schaff das alles nicht, ich schaff das alles nicht ..." Oder "Ich kann nicht mehr ich kann nicht mehr ...".

    Das komplett Paradoxe war, dass ich mir mit meinem Trinken selbst alle Möglichkeiten nahm, mich wertvoll zu fühlen, zu lieben und geliebt zu werden, Anerkennung zu erhalten, über mein Leben selbst zu bestimmen. Und gleichzeitig das Trinken als meinen letzten "Halt" sah, und ich eine extreme Panik davor empfand, "auch diesen Halt" noch aufzugeben.
    Meine Scham war riesig.

    Toll, dass du die ersten zehn Tage hinter dir hast. Toll, dass du hier bist und hier liest und schreibst. Toll, dass du dir eine Selbsthilfegruppe auch außerhalb des Internets suchst.

    Ich drücke dir für morgen fest die Daumen. Du kannst das. Mit wachsendem Abstand zum Alkohol wird es dir besser und besser gehen, die Ängste werden nachlassen, und du wirst wieder Hoffnung schöpfen, dass du ein lebenswertes Leben hast und das auch spüren kannst.

    In der Selbsthilfegruppe, egal ob hier oder "draußen im Leben", sind lauter Leute, die genau wie du verzweifelt waren, sich geschämt haben, nicht mehr weiter gewusst haben. Das ist ja das Tolle an Selbsthilfegruppen. Wir wissen, wovon du sprichst, weil wir's selbst erlebt haben.

    Trau dich. Du schaffst das.

    Viele Grüße
    Thalia

    P.S. Du fragst auch nach praktischen Tips - da empfehle ich gerne auch dies:

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    Hallo dacoucou,

    zu banal ist es ganz bestimmt nicht!

    Ich habe gesehen, dass du noch keine Antwort bekommen hast, und das tut mir leid. Ich selbst fühle mich manchmal überfordert, zu antworten, wo mir die eigenen Erfahrungen fehlen. Schnell ist etwas geschrieben, das vielleicht gut gemeint ist, der Betroffenen aber womöglich mehr schadet als nützt.

    Mein Impuls beim Lesen deiner Situation war, dass Abgrenzung nötig ist. Du kannst am Verhalten deiner Eltern nicht ändern. Aber du kannst deine Abhängigkeit davon aufheben.

    Ich wünsche dir, dass du noch mehr und fundierte Antworten von selbst Betroffenen bekommst. Hast du hier schon bei anderen gelesen? Auch in Threads von anderen sind ähnliche Konstellationen anzutreffen, und vielleicht kannst du auch dort etwas herausziehen.

    Alles Gute dir!
    Thalia

    Hallo Ina,

    schön, dass du dich meldest. Und klasse, dass du trocken bleiben konntest.

    Hat sich hinsichtlich einer Therapie etwas Neues für dich ergeben? Du schriebst letztes Mal von einem Vorgespräch bei einem Therapeuten.

    Es ist nach allem, was ich weiß, nicht ungewöhnlich, dass die Gefühle in der ersten Zeit der Abstinenz "Achterbahn" fahren können. Regelmäßige Gespräche im Rahmen einer Therapie könnten hilfreich sein. Und/oder regelmäßiger Austausch in einer Selbsthilfegruppe. Hier und/oder im "realen" Leben.

    Ich habe in Laufe meiner Abstinenz gemerkt, dass die Gefühlsausschläge nach unten weniger stark wurden. Ich vermute daher, dass das bei dir auch so sein wird, aber du musst dass nicht "hilflos aussitzen", sondern kannst dir Unterstützung holen!

    Viele herzliche Grüße
    Thalia

    Maria am 26.01.2013 im Thread "Konfrontationsweg oder Risikominimierung"

    Zitat

    Für mich ist es nach wie vor das größte AHA-Erlebnis, dass ich meinen Anteil daran haben darf, mir ein trockenes Leben einzurichten. Ich darf das. Ich darf mir meinen trockenen Raum schaffen. Ich muss nicht so tun, als wäre ich nicht suchtkrank, obwohl ich weiß, dass ich Alkoholikerin bin, sondern ich darf danach handeln. Finde ich persönlich als DIE Befreiung schlechthin.

    Hallo miteinander,

    wenn ich in den vielen Texten hier im offenen Forumsbereich stöbere, die hier im Laufe der Jahre von uns allen zusammengeschrieben worden sind, fallen mir immer mal einzelne Sätze oder Absätze auf, die ich mir aufschreibe, weil ich sie so gut, passend und/oder klug etc. finde, dass ich sie immer mal wieder nachlesen können will.

    In Anlehnung an Beispiele an anderer Stelle dachte ich, könnten wir doch hier einen "Zitate-Thread" aufmachen, wo jeder, der was Tolles in den Tiefen und Höhen des (offenen!) Forums findet, das einstellen kann, damit auch andere was davon haben.

    Wenn es einen Zitate-Thread im Offenen schon geben sollte, den ich übersehen habe, bitte ich die Moderatoren, gerne zu verlinken oder zusammenzuführen oder was auch immer.

    Viele Grüße
    Thalia

    P.S. Gleich folgt das erste Zitat. :)

    Liebe Slowly,

    mein Beileid zum Tode des von dir geschätzten Menschen.

    Deinen letzten Beitrag empfand ich durchaus als inspirierend. Geglückte Abgrenzung, die wiederum die Öffnung ermöglicht. Das ist ein lohnenswertes Ziel. :)

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo und willkommen hier!

    Ich gratuliere zunächst zu dreieinhalb trockenen Monaten (wenn ich mich nicht verzählt habe).

    Ich kann mich Carl Friedrich nicht anschließen. Für mich ist das Forum seit meiner Anmeldung hier ein wichtiger Faktor und eine Hilfe bei meiner Auseinandersetzung mit meiner Alkoholsucht. Auch ich bin ein schwieriger Fall, was meine "Krankheitseinsicht" (wie es oft genannt wird) angeht. Auch heute noch überprüfe ich mich anhand des Forums immer wieder, denn ich bin überzeugt davon, dass die Erkenntnis von und das Bekenntnis zu meiner Alkoholsucht essentiell wichtig ist für meine andauernde Trockenheit.

    Wie wirst du deinen Alltag jetzt(anders) gestalten?

    Welche Art Rat erhoffst du dir hier?

    Viele Grüße und einen hilfreichen Austausch!

    Thalia

    Hallo Calida,

    Zitat

    wer weiß wofür es gut war, dass ich dem Alkohol verfallen bin?!? Hört sich erstmal komisch an.

    Nein, ich finde gar nicht, dass es sich komisch anhört. Ich sehe es auch ganz klar so, dass Krisen Chancen sind. (Ob ich sie ergreifen kann, ist eine andere Sache.)

    Seit ich mir eingestanden habe, Alkoholikerin geworden zu sein, findet eine Auseinandersetzung mit mir selber auf einer viel tieferen und ehrlicheren Ebene statt, und dies hat mir in der bisherigen Zeit der Trockenheit schon eine ganz neue Lebensfreude ermöglicht, die ich vorher noch nie so empfunden habe.

    Ich weiß, das geht nicht allen so, aber bei mir ist es so: meine aktive Trockenheit bedeutet Selbstwahrnehmung lernen, Verständnis für mich lernen, Bedürfnisse wahrnehmen lernen, und noch viel mehr, was mich zu einem zufriedeneren Menschen macht. Die Alkoholkrankheit lässt mich an anderer Stelle gesunden.

    Anderen gelingt dies, ohne alkoholkrank oder anderweitig psychisch und/oder körperlich krank zu werden. Bei mir hat's das wohl gebraucht.

    Zum Thema Freunde noch was: Gib dir noch ein bisschen Zeit und öffne dich den Menschen. Seit meiner Trockenheit entwickeln sich manche Kontakte in sehr schöne Richtungen, verändern sich, weil ich mich verändere. Vielleicht kannst du ja auch ein neues Hobby beginnen, das dich begeistert, und dort auf Gleichgesinnte treffen.

    Danke dir für deine guten Wünsche, über die ich mich gefreut habe, und auch ich wünsch dir eine gute Woche!

    Viele Grüße
    Thalia

    Hallo Kerstin,

    auch von mir noch ein (sehr verspätetes!) herzliches Willkommen hier bei uns und einen Glückwunsch zu deinem gelungenen Start in ein befreites trockenes Leben!

    In deinem ersten Post schriebst du

    Zitat

    und trotzdem bin ich in den Mist reingerutscht...

    Da wollte ich mal nachhaken. Hast du eine Vorstellung entwickelt (mal abgesehen von der genetischen Vorbelastung), warum du "in den Mist reingerutscht" bist? Und was du evtl. An deinem Leben ändern könntest/müsstest, um deine Trockenheit zu stabilisieren?

    Wie sieht eigentlich dein Alltag aus? Ist dein Zuhause jetzt alkoholfrei? Trinkt dein Mann Alkohol?

    Es gibt hier im Forum den Spruch "nur nicht trinken reicht nicht", und ich finde, das stimmt. Jetzt, da du abstinent bist und dein Hirn - ganz langsam - mit wachsendem Abstand vom Alkohol auch "trocken" wird, kannst du beginnen, nach Schieflagen in deinem von dir als so "perfekt" beschriebenen Leben zu gucken. (Ich will dir nichts "an den Hals schreiben"; wenn du feststellst, dass alles in Ordnung ist und du zutiefst zufrieden bist, umso besser.)

    Viele Grüße, und ich wünsche dir hier einen hilfreichen Austausch und jetzt erstmal einen schönen Sonntag.

    Thalia

    Hallo Ina,

    bei mir ist es vermutlich anfangs beim einkaufen auch so gewesen, wie du es beschreibst, das weiß ich nicht mehr. Inzwischen denke ich im Laden an neun von zehn Tagen gar nicht an die Weinregale etc. An einem von zehn Tagen löst aber auch heute noch etwas eine Erinnerung aus. Meist unangenehmer Art.

    Die Frage nach dem glücklich sein habe ich auch deswegen gestellt, weil du von "wieder" glücklich sein geschrieben hast. Warst du "früher" glücklich? Gibt es da in deiner Erinnerung etwas, an das du anknüpfen willst?

    Ich frage deswegen, weil ich es anders empfinde bzw. für mich nicht diese Formulierung wählen würde, einfach, weil ich glaube, erst jetzt die Chance auf wirkliche Zufriedenheit zu haben. Mehr als vor meiner Alkoholerkrankung. Klingt paradox? Für mich nicht. ;)

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende dir.

    Thalia