Beiträge von Thalia1913

    Hallo Esteban,

    willkommen hier im Forum. :)

    In deinem ersten Text hast du geschrieben:

    Ich fürchte mich vor Überreizungen wie Angst,Wut,Glücksgefühle, emotionale Hochgefühle die mich wieder zur Flasche greifen lassen.


    und dann jetzt dies:

    Kennt Ihr das auch ?

    An einem Tag wie Heute hab ich echt ne dünne Haut. War grad mit meiner Frau einkaufen und mich störte einfach alles. Die Menschen, Die Angebote , Die Preise. Vor allem aber die Menschen. Ich merke das Unruhe... Agressivität in mich aufstieg. Ich summte in Gedanken einfach ein Lied und es half etwas. Ja und mit Wut hat mein Suchtgedächtnis immer mit Alk reagiert. Gott sei Dank war meine Frau dabei und ich doch den Willen habe das Gift nicht mehr zu kaufen. Es war nicht sehr akut aber eben mit emotionalem Ungleichgewicht um zu gehen muss ich halt noch mehr lernen und trainieren.


    Ich hab nicht im Kopf, wie lange du jetzt abstinent bist.

    Bei mir war es so, dass ich, als ich schon länger nüchtern war, merkte, dass mich manche Dinge weiterhin anstrengen und ich überreizt werde, z.B. von vielen Menschen beim einkaufen. Für mich war daher wichtig, nicht nur „den Willen“ zu haben, nicht mehr zu trinken (wie du schreibst), sondern auch langfristig mich anders zu verhalten. Ich muss mich manchen Situationen ja einfach nicht mehr aussetzen, wenn ich merke, dass ich damit nicht gut klar komme. Inzwischen bin ich ziemlich lange trocken und ich habe in einem vollen Einkaufsladen keine Angst mehr in Bezug auf meine Abstinenz, aber ich bin halt einfach sehr empfänglich für Reize und filtere nicht genug aus, und das tut mir nicht gut.

    Als ich nüchtern wurde, konnte ich nach und nach entdecken, wie ich so ticke, und wo ich vielleicht durch Veränderungen nicht nur meine Trockenheit absichern, sondern generell meine Lebensqualität verbessern kann.


    Viele Grüße und einen gute Austausch dir weiterhin.

    Thalia

    Hallo Dante.


    könntest du mich vorsorglich mit für den Tisch im Restaurant berücksichtigen?

    Ich weiß immer noch nicht definitiv, ob ich kommen kann/werde, aber wenn, denn wäre ich da auch gerne dabei.


    Viele Grüße und danke!

    Thalia

    Ein Buch zum Thema „Wut“, das ich vor Jahren mehr als einmal gelesen habe.

    Von Harriet Lerner: „Wohin mit meiner Wut“.

    Fand ich damals richtig hilfreich.
    Ich kannte Phasen, da war null Wut in mir, als stünde mir so ein Gefühl gar nicht zur Verfügung, und dann auch wieder Phasen, in denen ich richtig Angst vor der Zerstörungskraft meiner Wut entwickelte. Beides fand ich in dem Buch beschrieben, und es hat mir geholfen, mich besser zu verstehen.

    Hallo Maeron,

    vielleicht war es unbewusst schon länger so, dass es sich so entwickelt hat

    Dann hilft vielleicht das Bewusstmachen.


    Das tust du ja auch schon, indem du aufzählst, was vielleicht Faktoren sind/waren, die für dich Risiko bedeuten.

    Darin liegen dann vielleicht auch schon ein paar Antworten auf deine Frage bzw. Feststellung:

    Ich wüsste nicht was ich verändern könnte.


    Von hier aus (also von mir aus, von außen) sieht es so aus, als wäre es wichtig, nicht einfach so weiterzumachen wie bisher. Auch wenn es „an sich immer geklappt“ hat.

    Dass du bei „weniger Kontrolle“ durch den Wegfall der Reha und das Alleinesein am Wochenende Suchtdruck bekommst, klingt für mich so, als seiest du noch nicht in deinem trockenen Leben angekommen.

    Mir hat dabei (wirklich trocken zu werden) die regelmäßige Beschäftigung mit meinem Alkoholismus hier und anderswo entscheidend geholfen.


    viele Grüße

    Thalia

    Hallo Maeron,

    zunächst: Ich freu mich wirklich für dich, dass du gestern nicht weitergetrunken hast. Vielleicht ist der Rückfall ja wirklich gestoppt, das wird die nächste Zeit zeigen, und du liest dich entschlossen.

    Allerdings: Ich empfand deinen Rückfall schon so ein bisschen „mit Ansage“, will damit sagen, es hat mich nicht so sehr überrascht.

    Du hast in der Vergangenheit ab und zu mal von kritischen Situationen und Suchtdruck geschrieben (zum Beispiel kürzlich hier #483 am 8.3.), aber nicht wirklich etwas geändert.

    Wie siehst du das?

    Viele Grüße und danke fürs Teilen hier!

    Thalia

    Ich habe mir überlegt, am Donnerstag zu kommen und am Samstag wieder zu fahren; ich hoffe, ich schaffe es, das umzusetzen.

    Ich mag nicht campen und übernachte daher woanders, aber ich würde sehr gerne an einer Kräuterwanderung teilnehmen, wenn du das wieder anbietest, Doro.

    Viele Grüße!

    Hallo Kazik,

    lese bei dir mit, und freue mich gerade, das wollte ich mal zurückmelden.

    Und ich stehe jetzt an dem Punkt wo ich Risikominimierung auf mein zukünftiges trockenes Leben anfange zu denken.

    … hast du neulich geschrieben, und dann jetzt auch umgesetzt.

    Aber ich bin zu dieser Entscheidung gekommen, weil ich inzwischen dabei bin Risikominimierung für meine Abstinenz weiter zu denken. Und versuche mal alle Steine um zu drehen.

    Das hab ich bei mir auch gemacht, als ich trocken geworden bin. Alles auf den Prüfstand stellen, wirklich alles. Und Veränderung wagen, auch wenn sie Angst macht.

    Aber du fühlst dich ja gut mit deiner Entscheidung jetzt, da klingt keine Angst vor der Veränderung durch, sondern dein „damit im Reinen sein“, und das hat mich gefreut beim Lesen.


    Weiterhin alles Gute!

    Thalia