Beiträge von step-by-step

    Hallo sunshine,
    es ist eine gute Entscheidung Dich hier im Forum austauschen zu wollen.:)

    Ich habe selber erst vor 4 Wochen aufgehört zu trinken und kann nur mit diesen wenigen Erfahrungen aufwarten.

    Mit innerer Unruhe, Unausgeglichenheit, Gefühlsschiffschaukel u.v.m kann ich auch dienen, es gibt aber auch die viiieeelen guten Tage bzw. Momente und diese überwiegen. :)

    Bei Dir gab es diese schönen "Nebenerscheinungen" des Trockenwerdens bzw. Trockenseins bestimmt auch schon. Magst Du davon berichten?

    Die ersten Schritte sind getan,
    morgen kommt Tag 10.
    Gruß
    step

    Tag 28:
    Hallo Forum,
    heute bin ich heulig, knatschig und wehleidig, mies gelaunt halt :(.
    Irgendwer hat meine Gefühls-Schiffschaukel wieder angeschubst.

    Diese Woche viele Überstunden im Job, hab Ohrenschmerzen, fühle mich schlapp und krank.
    PMS hab ich auch noch, was freu ich mich auf die Zeit nach den Wechseljahren!

    Gottlob bin ich bis heute Spätabend allein daheim, liege mit Tee und Decke gemütlich auf dem Sofa und blicke auf das Novemberwetter da draußen.

    Allein stimmt nicht ganz, mein Einflüsterer hat sich vorhin auch dazu gesellt.
    Es flüsterte zwar kein: "Jetzt was trinken wäre toll!"
    Nein, viel subtiler: "Hey step, jetzt hast du 4 Wochen nichts getrunken, langsam ist doch genug, es ist dir noch nicht einmal richtig schwer gefallen, vielleicht hast du dich getäuscht und bist gar nicht abhängig. Bist du sicher, dass du WIRKLICH NIE mehr trinken willst, noch nicht einmal mehr in Gesellschaft? Denk doch an all die schönen Feiern, das war doch nur nett und kein Saufgelage. usw. usw."

    Ich habe ihn ignoriert, er ist dann gegangen, ganz leise, genauso leise wie er gekommen war.
    Verunsichert bin ich allerdings doch.
    Natürlich bin ich mir NICHT sicher! Sicherheit in meine Durchhaltekraft fehlt mir, besonders heute.

    Immerhin habe ich schon vier trockene Wochen hinter mir, irgendwie bin ich schon stolz darauf. :) Das Lesen und der Austausch hier tun mir gut und haben einen großen Anteil an meinem kleinen Erfolg.


    Hey Eni,
    Entschuldigung nicht nötig, aber angenommen! :)
    Jeder ist wie er ist ... ich kann gut mit Deiner elanvollen Art umgehen, wollte nur ein Feedback geben.
    Danke für die charmante Kehrtwende. :) Ich mag Deine Art zu Schreiben, ich verstehe, was du fühlst, denkst und meinst (oder glaube es zumindest), auch wenn mein eigenes Tempo ein anderes ist.

    Zitat von Eniba

    Die Gäule gehen leider zu oft mit mir durch

    Beim Lesen dieser Passage musste ich lachen ... Gaul ... in meiner Vorstellung bist Du ein ungestümes Fohlen. :P

    Bis später vielleicht
    step

    Boah, Super! :shock:
    Respekt Andreas, da bekomme ich vor Bewunderung der Mund nicht zu!
    Wie macht ihr kreativen Menschen das nur? :D

    Gedichte mag ich auch, aber eher die von Fritz Eckenga und Heinz Erhardt. 8)

    LG
    step

    Hi Dr. Gerner,
    auch ein Dank von mir.
    Für Pos. 2 bin ich besonders dankbar im jetzigen Leben. Wie oft ich morgens aufgewacht bin und Teile meiner Familie sprachen nicht mehr mit mir, weil ich sie im besoffenen Kopp verärgert hatte. Weiter verärgert waren sie dann, weil ich in ihren Augen so tat als wäre nichts geschehen und gute Laune versprühte. Wie sollte ich auch, ich wusste ja tatsächlich nichts von meinen Fehlgriffen.

    Das brauche ich nie wieder!


    Hallo ungeduldige Eniba!

    Zitat von Eniba

    Und Step, auf meine Yoga-Frage bist Du garnicht eingegangen? Was tun in der "Leerzeit", womit das Loch füllen?

    Zitat von Eniba

    Und wie sieht es aus mit der Real-SHG?


    Du hast eine Power, mit der ich nicht mitkomme! :)
    Wenn sich Dein Suchtteufel wieder meldet, versuche diese Energie einzusetzen. Ich bin mir sicher, er rennt schreiend weg. :D

    Ich brauche Zeit um meine Ziele zu definieren und weitere um sie dann anzugehen, Schritt für Schritt, step-by-step halt ;).

    Das Thema Yoga interessiert mich wirklich, nach den Ferien fangen in verschiedenen EInrichtungen hier in der Umgebung neue Kurse an.
    Ich werde mich mal schlau machen, welcher mir gefallen könnte ... gaanz langsam und wenn die Zeit reif ist. ;)

    Für eine reale SHG ist die Zeit definitiv noch nicht reif. Aber darüber nachgedacht habe ich auf meinen morgendlichen Stöckel-Runden schon.

    Ich möchte erst einmal im realen Leben und auch hier richtig ankommen und bin mir gegenüber (hoffentlich) ehrlich genug, wenn ich merke, dass ich weitere Hilfe benötige. Aber das muss vom Herzen/Bauch kommen und nicht vom Hirn, sonst wird das nichts.

    Zitat von Eniba

    Was tun in der "Leerzeit", womit das Loch füllen?


    Löcher habe ich aktuell keine, eher zuwenig Zeit.

    Die Familie schreit nach Futter,
    bis denne
    step

    Nur kurz am Morgen:

    Zitat von Eniba

    „Und das Forum-Feld nicht so schnell räumen, oder?!“ Nein meine liebe, das wollen wir nicht. Ich finde es so erstaunlich, wie viele Menschen hier über Jahre schreiben und dann auf ihre Anfänge zurück“lesen“ können…! Möchte auch irgendwann (? Sommer 2018 ???!!!!)….

    Danke, liebe Eni, danke für das glückliche Lachen am Morgen, das du mir beschert hast. :D Sommer 2018, hört sich gut an!


    Hi Matthias,
    "einfach mal die Perspektive wechseln", da bin ich völlig bei Dir!

    Auf in den Tag, einen weiteren trockenen ... die Laufschuhe sind schon geschnürt.

    LG
    step

    Hallo Zusammen,
    heute war ich zusammen mit Göga und einer Freundin unglaubliche 5 Std auf einem riesigen Flohmarkt stöbern und bummeln, es ist so ein echter Trödelmarkt, auf dem keine Neuwaren erlaubt sind.

    Es war toll! Ich habe mich dort schon lange nicht mehr so klar, frisch und entspannt gefühlt. Kein Trinkdruck, der mich nach Hause trieb, keine totale Erschöpfung nach 3 Std wegen Restalkohol im Körper, und auch nach der Heimkehr kein direkter Weg in den Keller um eine Flasche zu öffnen und hastig zu trinken.

    Eine beklemmende Situation gab es auf dem Trödel allerdings doch: Irgendwann mittendrin sahen wir wunderschöne alte Weingläser und plötzlich und ohne Vorwarnung schossen mir die Tränen in die Augen.
    Es ist mir bewusst geworden, dass ich nie wieder nach solchen Gläsern Ausschau halten werde und sie auch nie wieder benutzen werde. Ich hätte so losheulen können, es tat weh.

    Gottlob ging dieser Emotionsschub nach wenigen Augenblicken vorbei, er zeigt mir aber auch wie labil ich aktuell noch bin. Ist ja erst 25 Tage her seitdem ich aufgehört habe mit dem Alkohol.

    Mein Hirn weiß, dass ich nichts mehr trinken werde,
    - weil ich mit Alkohol nicht umgehen kann,
    - weil jedes Glas unweigerlich innerhalb kurzer Zeit wieder bei 2-3 Flaschen enden wird,
    - weil mein Körper immer genau bei dem Level wieder weitermacht, bei dem ich aufgehört hatte
    - u.s.w..
    Mein Herz oder besser meine Seele scheinen sich an diese Tatsachen noch nicht gewöhnt zu haben. Werden sie das jemals?

    Ich wünsche eine geruhsame Nacht
    step

    Hi Eni,
    und wieder hast Du einen Tag erfolgreich beendet! Du kannst stolz auf Dich sein!

    Es tut mir so leid, dass Dein Weg so steinig und schwer ist (Na, erkennst Du aus welchem Lied ich das ausgeliehen habe? :wink: ?).
    Ich sehe aber auch wie stark Du damit umgehst. Deine Offenheit, mit der Du hier Deine Sorgen und Nöten kommunizierst, erscheint mir gut und richtig!

    Erzähl Du mir noch mal was von "Leerzeit". Wenn ich alles das machen würde, was Du aktuell unternimmst und angehst, wäre ich auch platt wie ne Flunder.
    Zumal ich häufig genug spüre, dass ich nicht mehr 25 bin. ;)

    Zitat von Carpenter

    In letzter Zeit kommen immer mal wieder neue User dazu und sind dann relativ schnell auch wieder verschwunden.


    Ich hoffe, es geht Dir bald besser ... ich schicke Dir mal ein wenig meiner Zuversicht. Wir beiden wollen doch hier das Forum-Feld nicht so schnell räumen, oder?!

    Liebe Grüße
    step

    Hallo Dr. Gerner,
    wow, der Romaninhalt hört sich vielversprechend an und auch nach viel Arbeit! Bin zwar kein Fan von Übernatürlichem, bewundere aber Deine Kreativität. :)

    Zitat von Dr.Gerner

    deswegen suche ich mir vorerst Tätigkeiten gegen Bezahlung, was bitte nicht arrogant klingen soll, aber momentan käme ehrenamtlich nicht in Frage,


    Das empfinde ich überhaupt nicht arrogant, ich finde es wichtig überhaupt eine Beschäftigung zu haben, egal ob bezahlt oder ehrenamtlich. Ich wünsche Dir, dass Du bald etwas findest, das Dich zufrieden ausfüllt.

    Hi Atze,
    danke für Deine Angregungen. Mir kam heute die Idee wieder mit dem Nähen anzufangen. :lol: Früher habe ich vieles selber genäht.
    Vor vier Jahren sind wir umgezogen und ich habe immer noch keine Gardinen am Fenster. Zeit das zu ändern! Zu trinkenden Zeiten war mir das sowas von egal. Ich habe geschaut, dass der Haushalt funktionierte, mehr nicht, für Verschönerungen hatte ich keine Kraft bzw. Zeit.

    Guten Abend alle Miteinander;
    ich hoffe Ihr hattet einen guten trockenen Tag!
    Ich bin seit 24 Tagen alkoholfrei und vermisse die Zeit davor nicht. An den ersten Wochenenden ging es mir nicht gut, weil ich besonders intensiv an den WE getrunken hatte. Als ich nicht mehr trank, wurde es schwierig. Mir fehlte/fehlt ein Alternativverhalten.
    Heute habe ich ganz viel im Garten gewerkelt - mein Gemüsebeet sah schrecklich aus - und anschließend die Ernte verarbeitet. Das tat gut und die Unruhe der letzten trockenen WE war nicht ganz so schlimm.
    Es wird bestimmt noch lange dauern bis sich meine Ersatzverhalten gefestigt hat. Aber ich spüre, dass ich auf dem richtigen Weg bin, wenn auch ganz am Anfang.

    Zufriedene Grüße
    step

    Hallo Eni,
    wollte vor dem Bettchen noch kurz bei Dir reinschauen.

    Ich hoffe, Du hast die 17 Uhr-Phase und den Kulturschock Großstadt gut überstanden.

    Leute-gucken mag ich auch gern, besonders wenn noch andere Lästerschwestern dabei sind. :)


    Das 17 Uhr-Syndrom kann ich gut nachempfinden. Ich habe früher meistens nach der Arbeit und am Wochenende getrunken und jetzt wo ich nicht mehr trinke fehlt eine Alternativentspannungsmöglichkeit.

    Wenn es Dir am Wochenende schlecht geht, schrei hier laut um Hilfe. Ich bin mir sicher, Du wirst gehört.

    Müde Grüße
    step

    Tag 23
    Der Tag im Büro war freitagstypisch arbeitsintensiv. Entsprechend fehlte mir anschließend eine Entspannungsalternative zum Alkohol und das Trinkverlangen war da.

    Ich habe einfach viel getrunken (Limo + Tee) und mich mit Haushalt abgelenkt. (Wo kommt eigentlich immer der ganze Dreck her?)

    Auf Dauer brauche ich ein andere Möglichkeit mich in solchen Momenten zu entspannen/ belohnen, irgendwas was nicht einfach nur ein Alternativgetränk ist.

    Ich bin aktuell ganz zufrieden mit mir .... und totmüde!

    Gute Nacht!
    step

    Guten Morgen,
    heute Nacht hatte ich einen fiesen Alkohol-Traum, an Details erinnere ich mich gottlob nicht.
    Bin komplett verwirrt aufgewacht.
    Na, da kann der Tag Arbeitstag ja nur besser werden! :)

    Zitat von Correns


    Neulich habe ich mal wieder den Anfang meines Threads gelesen


    Hi Correns, das hat mich sehr gefreut, denn deinen Faden habe ich als einen der allerersten gelsen. Er hat mich unglaublich motiviert und mich in meinem Entschluß auszusteigen bestärkt. Danke!


    Bin dann mal wech,
    step

    Hallo Matthias,
    danke für Deine warmen Worte, sie tun gut.

    Was für ein Tag das heute war! Megastreß im Job (viel zu tun und Frust) und daheim viel zu tun. Dementsprechend hatte ich anschließend kurzfristig das Verlangen mich zu benebeln, war ja schließlich früher immer so. Diese Routine habe heute ich mit einer leckeren kalten Cola und einem Riegel Schokolade gebrochen.
    Meine Fettzellen werden begeistert sein, wenn ich das jetzt so weiter handhabe. Für heute war es ok. :wink:

    Hallo Dr. Gerner,
    na, bist du heute mit Deinem Roman weiter gekommen? Ich bewundere alle kreativen Menschen! :)

    Du scheinst mir derzeit unausgeglichen. Du schreibst von viel freier, ungenutzter Zeit. Hört sich nach gefährlicher Langeweile an.
    Hast du vllt die Möglichkeit Dich irgendwie ehrenamtlich zu engagieren?
    Ich persönlich würde gern mein soziales Engagement erweitern. Kann mir vorstellen bei einer Tafel, Bahnhofsmission oder im Altenheim mitzuhelfen. Aktuell engagiere ich mich im Tierheim.
    (Ziemlich viel vom E-Wort, mir fällt gerade keine passende Alternative ein :oops: )

    Guts Nächtle alle miteinander!
    step

    Hi Eniba,
    über das Thema "Mehrzeit" oder wie du es nennst "Leerzeit" denke ich heute auch viel nach.

    Es ist sehr angenehm, dass die Freizeit nach dem Job nicht mehr aus Alk-Besorgen, heimlich trinken, benebelt abhängen, komatös schlafen und die Filmrisse wieder zusammen setzen besteht.
    Derzeit habe ich trotzdem kein "mehr" an Zeit, ich lese viel hier im Forum oder in Büchern (Habe die halbe Stadtbibliothek geplündert mit Büchern zum Thema Alkohol, Sucht, Seelenheil finden etc., und es war mir wirklich egal was die Bibliothekarin dachte.) oder hänge meinen Gedanken nach.
    Das frisst viel Zeit, tut mir aber sehr gut!

    Wenn ich mich traue mittelfristig zu denken, dann kann ich mir vorstellen sportlich mehr zu machen.
    In den letzten Wochen gehe ich wieder 3-4 mal in der Woche für eine Stunde Walken, das tut richtig gut. Eine Stunde das Hirn frei laufen!

    Kreativ war ich noch nie, weder nüchtern noch betrunken :( , ich beneide Dich! Deine leichte Werkel-Hand kommt hoffentlich bald wieder.

    Ich kenne solche "Aktivitätsschübe" unter Alkohol auch nur zu genüge. Mit richtigem Promillestand, nicht zuviel, nicht zuwenig, habe ich den halben Garten umgegraben, den Haushalt mit links geschmissen, die dollsten 5-Gänge-Menüs gezaubert u.s.w.. Doch dieser Euphorie-Zustand endete meist kurze Zeit später im Vollsuff im Bett. Mit zunehmender Sucht ließen dieses Aktivitätsschübe nach, ich hing irgendwie nur noch benebelt ab, fühlte mich schlapp.

    Gut, dass damit Schluss ist!
    In diesem Sinne eine gute Nacht an alle!
    step

    Und Eniba, bitte bitte "entseuche" Deine PondeRosa, schütte das ganze Zeug weg, ganz schnell! Lass Dir keine Hintertür!

    Hallo Miteinander!
    Die ersten 3 -in Worten drei- Wochen sind um! :lol:

    Ich freu mich total!
    Besonders, weil meine Stimmung heute wieder etwas heller ist. Was nicht zuletzt an den freundlich aufmunternden Posts von Euch Martin, Nobby und Dr. Gerner liegt. Danke Euch!

    Ich würde gern noch kurz auf Eure Beiträge eingehen:

    Martin, ich meide derzeit Orte, Sachen, Themen, die mir nicht guttun z.B. Sektregal beim Dicounter, alleine in den Keller gehen, wo ich immer getrunken habe, den Anblick von Sektgläser und eben Threats, die offensichtlich kritisch sind. Leider bin ich in den letzten Tagen auf Fäden gestoßen, die sich positiv anlasen und dann plötzlich endeten (ich vermute da natürlich das schlimmste) oder in einer Rückfalldiskussion endeten. Ich habe das Lesen dann direkt beendet. In den lezten Tagen hat mich das wenige, das ich las, trotzdem beunruhigt. Heute würde es mich nicht treffen. :)

    Nobby, deine Worte haben mich berührt.
    Du schreibst von Deinen Empfindungen/Erlebnissen als wären es meine eigenen.
    Ich bin ja noch in der "Trocknungsphase", freue mich aber jetzt schon auf das "mehr" an Zeit, das ich durch meine Nüchternheit habe. Aktuell nutze ich dieses "mehr" zur Recherche und dem Forum hier. :)

    Dr Gerner, ich hatte beim Lesen kurzfristig Sorge um Dich! Doch der smilie hat mich wieder beruhigt. Schön, dass Du auf der Hut bist und Alternativen suchst. Spazieren war ich gestern Abend auch noch, ansonsten wäre ich wohlmöglich noch bei voller Fahrt unters Gedankenkarussel gekommen. Was tust mit Deiner neugewonnenen Zeit?

    Ich werde jetzt mal meine Marmelade einkochen! Heute bekam ich 4 kg Obst geschenkt, das ich vorhin zu Gelee verarbeitet habe, jetzt wird Marmelade draus. Lecker!

    Viele Grüße
    step

    Hallo Eniba,
    ich bin´s, step! :D

    Ich bin genau so ein Frischling hier im Forum und in der abstinenten Welt wie Du, es ist alles noch so ungewohnt und die alten Wege sind noch so präsent.
    (Frischling hört sich doch gut an in unserem Alter, oder?! :wink: )

    Zitat von Eniba


    Bin ohne in die Bierkiste zu greifen nach Hause, habe mir den Hund geschnappt und raus! Sonne, Wind ...Laufen! Keinen Alk, was bin ich heute FROH drum!!!



    Toll, dass deine Hand gestern aus dem Bierkasten geblieben ist! Weiter so!

    Ich habe alle Alkoholvorräte bei uns daheim weggegossen, damit meine Hand nicht plötzlich zum vertrauten Sekt greift, wenn der Suchtteufel mal wieder richtig gut drauf ist.
    Hast Du noch Vorräte daheim:?:

    Lass und den heutigen Tag alkfrei beenden, es lohnt sich!
    Garten hört sich gut an! Meine Gartenfreuden bestanden heute aus 4 kg geschenktem Steinobst, nun bin ich gerade beim Geleekochen. So eine Ablenkung funktioniert bei mir immer! :D (Bin heute im Smilie-Rausch!:oops: )

    Sonnige Gartengrüße
    step

    Hallo Linde, hallo Dr. Gerner,
    danke für die Anstupser.
    Mein Verstand ist ganz bei Euch, jetzt muss ich mir nur noch ein Herz fassen und es tun. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist (noch) schwach.
    Ich werde es bald anpacken, denn ich möchte ein Häkchen an diesen Punkt machen.

    Hallo Forum,
    Tag 20 ist um, ich bin schwermütig, müde und abgespannt, was eher an meinem inneren Umbruch und den letzten langen Fußballabenden liegt als an viel Arbeit im Büro oder Haus o.ä..

    In solchen Stimmungslagen ziehe ich mich in mich zurück und will einfach meine Ruhe haben.
    Ich brauche derzeit sowieso viel Zeit für mich, Zeit zum Nachdenken, im Forum lesen (und auch etwas schreiben), Bücher über Alk lesen, Tagebuch schreiben etc..
    Früher (wie hört sich das an, sind ja noch nicht mal drei Wochen her) habe ich diese Zeit völlig vernebelt vergeudet.

    Und was habe ich aktuell für Stimmungsschwankungen! Bis vor einigen Tagen war ich voll Euphorie und Tatendrang, sah meine nächsten Schritte ganz klar vor mir. Jetzt habe ich im Forum viel über Rückfälle gelesen und bin voll Angst und Sorge.
    Dabei besucht mich der Einflüsterer (diese Bezeichnung habe ich hier irgendwo gelesen und fand sie perfekt :)) eher selten. Und wenn er es tut, dann kommt mir nicht der Gedanke „Oh, jetzt ein Glas Sekt“ sondern „Mhm, früher habe ich in dieser Situation was getrunken und nun?“ Es fühlt sich eher wie eine innere Ratlosigkeit an. Ein Glas Wasser und Ablenkung helfen bisher.

    Doch diesem Frieden mag ich nicht trauen. So einfach kann es doch nicht bleiben, oder?!
    Ich bleibe besser auf der Hut!

    Irgendwie liest sich das hier ziemlich konfus, so wie meine Gedanken es auch sind. Ich bekomme aktuell keine Ordnung rein. :oops:
    Allen eine gute Nacht
    step

    Du hast völlig recht, es ist ein unbeschreibliches Gefühl der Erleichterung die Katze aus dem Sack zu lassen und ich habe bislang nur meinem Mann reinen Wein eingeschenkt ... blödes Wortspiel ... die ganze Wahrheit erzählt.

    Freunde sind peu à peu bei den nächst passenden Gelegenheiten dran, davor ist mir auch nicht bang. Sie haben das vor 11 Jahren schon mal mit mir erlebt und mich getragen.

    Doch der nächst megaschwere Schritt heißt: Wie sag ich´s meinem Kinde?
    Mit meinen drei Süßen (alle volljährig) kann ich eigentlich über alles reden ... über all ihre Probleme, wenn ich es recht bedenke. Jetzt über meins zu reden bin ich total gehemmt, ich möchte sie nicht belasten.

    Jetzt ruft die Arbeit,
    Euch allen einen angenehmen Tag
    step

    Hallo Thalia,
    danke für Deinen herzlichen Gruß, ich grüße herzlichst zurück. :D

    Zitat von Thalia1913


    Ich habe zu Beginn meiner Abstinenz auch zum ersten Mal zumindest eine Teiloffenheit umsetzen können und schon dadurch eine Erleichterung und Stärkung verspürt.


    Vor ungefähr einem Jahr habe ich meinem Mann ein Teilgeständnis gemacht, mit Beschwichtigungen, Abmilderungen und ohne den vollen Trinkumfang zu gestehen. Mir ging es danach nicht so gut, weil ich ich nicht die Traute hatte alles zu gestehen. Er hatte mich vorab beim wie immer heimlichen Trinken erwischt und ich wollte einfach nur raus aus der Situation. Ich war bei meinem anschließendem Teilgeständnis so überzeugend, dass er mir vorbehaltlos geglaubt hatte. Ich hatte ihn schon wieder hintergangen.! Und das tat weh! Eine echte Erleichterung stellte sich bei mir nicht ein.

    Eigentlich will ich damit sagen, dass ich erst dazu bereit war die ganze schamhafte Wahrheit zu beichten, nachdem ich mir selber eingestanden habe alkoholabhängig zu sein.

    Ich wünsche Dir, dass die Zeit kommt, in der aus Deiner Teiloffenheit ein Vollgeständnis werden kann.

    Abendliche Grüße
    step