Beiträge von Tian

    Hallo Hartmut,

    na, der Tacheles - thread von Jürgen wird doch bald wieder eröffnet, oder? Der hat mir irgendwie verdammt gut gefallen, grade wegen der Kontroversen und dem "runterkommen" usf., n unverblümter & wunderbar erkenntnisreicher Faden... :D

    Schau'n mer mal, Grüße, tian

    Hi Hartmut,

    ist doch mein Faden, darf ich doch frei & frank interpretieren. :lol:

    Na, wie gesagt, Pull-Prinzip... ich find's doch juuut, dass Du dich gerne mit Ratschlägen und Analysen einbringst, ist ja gewollt, insofern och mal Schnauze halten meinerseits, passt.

    Im Tacheles thread (...) :wink:

    Greetz, tian

    Hallo Hartmut,

    merci für deine Antwort, ich bin am Sortieren, was ist gut für mich, was nicht, dazu schaue ich mir gerne die Wege von anderen Alkoholikern an und versuche das für mich positive in meinen Weg zu integrieren.

    Genau das ist gut für mich, dass ich sortieren kann, spüre, dass ich kein Stalingrad-Trockener werden möchte, weil's ich gar nicht schaffe, sondern mich als Zombie fühlen würde, der außer Nüchternheit nix mehr im Leben empfindet. Ist doch supi, dass ich das hier lernen darf, deshalb bin ich doch mitunter hier, Pull-Prinzip eben.

    Wenn ich nun Alkoholismus nicht als Krankheit ansehe, kann ich wieder saufen, so so, Schwarz-Weiß? Krankheit ist nur ein Wort ... ja, ich bin krank, und werde es auch ein Leben lang bleiben in Bezug auf Alkohol. Doch ist das nicht Krebs, MS o. ä., ich habe meist trotz Grundrauschen, dass saufen nicht gut ist, weitergemacht, eben bis die Krankheit ausgebrochen ist. Mit diesem Unschuldsgetue (ist für mich Verdrängung, Hartmut, für mich eben, nicht für andere) tue ich mir schwer, sehr schwer, weil's "für mich" nicht stimmt. Die Gefahren bezüglich Alkohol und Sucht sind bekannt und wer's drauf anlegt...

    Ich freue mich von Herzen, dass Du heute (und auch schon länger) nüchtern bist, das ist wertvoll. Trotzdem könnte ich nicht Deinen Weg gehen, so wie Du nicht meinen Weg gehen kannst. Versuche doch einfach auch hier ein wenig Gelassenheit zu bekommen, wäre toll.

    Der Mensch möchte Dinge glatt schleifen, alles weg mit Ecken und Kanten und die Umwelt resp. Mitwelt beherrschen, wenn wir ein wenig mehr Gelassenheit erreichen, ist viel geholfen.

    Gelassenheit auch in Hinsicht auf andere Meinung, andere Wege, Ansichten, Gefühle.

    Grüße und angenehmes Woe, tian

    Liebe Katha,

    schön, dass Du deinen Humor bewahrt hast, ist ganz ganz wichtig in schweren Phasen, Sitzmeditation ist doch was ganz feines, so weit wie Du (also 3 h sitzen und meditieren) bin ich noch nicht. Schaff's in der Gruppe 4 x 25 min, verbunden mit jeweils 5 min Gehmeditation. :lol:

    Wir bekommen unser Päckel mit im Leben, was bleibt uns denn, das Leben annehmen, so wie es nun ist, an den Gelassenheitsspruch denken, und wenn's einem körperlich und/oder geistig mies geht, wat soll's, weiter geht, der Vogel draußen zwitschert trotzdem fein und das ist gut so.

    Ich wünsche Dir ein angenehmes Wochenende und sende Grüße, tian

    Hi zusammen,

    Stichwort Rampensau, ja, wird mir derzeit wieder bewußt, auch so ein Mangel, bei Freunden war ich größtenteils die Rampensau, sei's auf Parties oder bei Frauen kennenlernen usf., wirklich wohl gefühlt habe ich mich in dieser Rolle nicht, war einfach so, manchmal "gockeleitel" in dem kurzen Aufreißerfolg gefröhnt, aber das war nichts mit Hand & Fuss... das ist allerdings schon vor meiner Nüchternheit besser geworden. Vieles wurde mir schon zu nassen Zeiten klar, nur mit der Umsetzung hapert es, weil nass einfach nix flutscht, und so mal locker flockig 1-2 Wochen nix trinken, bissi an sich arbeiten... nö nö, Trugschluß.

    Aktuell melden sich einige Partyfreunde noch zu gegebener Zeit, aber ich spiele das game nicht mehr mit, jene sind nass, ob ein Alk-Problem vorliegt kann ich nicht bei allen beurteilen und ist auch egal, mir bringt's nichts mehr, es ist ohne Essenz. - Ausgefeiert mit Alk -

    Irgendwann, zu gegebener Zeit, möchte ich lernen auch ohne Alkohol ausgelassen zu feiern.

    War nun alles am Alkohol schlecht, nein, jahrelang war der Konsum o.k. und auch verbunden mit interessanten Parties / Gesprächen, so möchte ich das auch nicht sehen, ich habe es definitiv übertrieben, für mich persönlich ist Alkoholkrankheit das falsche Wort, "KRANKHEIT", nä, ich habe schon kräftig dazu beitragen, dass es so gekommen hast, den Suff frühzeitig stoppen geht und dann wäre ich kein Alkoholiker, "KRANKHEIT" klingt für mich einfach nach Ausrede, ich kann nix dafür, ist doch die böse Krankheit, das ist so einfach, wenn es Menschen beruhigt, von mir aus, mich beruhigt es nicht, weil ich mich verarscht fühle mit der Begrifflichkeit. Es gibt ggfs. n Disposition zum Alkohol, welche dann der Alkoholikerkarriere n Turbo einbaut, aber das war's dann auch schon. Werde da wütend wenn manche Alkoholiker manchmal so scheinheilig von Krankheit reden, daran möchte ich arbeiten, denn wütend darüber möchte ich nicht werden. (Hab's bei mir auch mal probiert, das mit Krankheit anzunehmen, doch ich weiß, dass ich meinen Teil (und zwar n dickes Teil) dazu beigetragen habe. Aber wie immer Jedem das Seine.

    So, gestern noch fett gesportelt, meine Waden glühen, brennen und beißen, aber weiter geht's, heute Abend gleich wieder und dann wird ordentlich gemampft mit der Freundin. 8)

    Grüße, euer Tian

    Hi slowly,

    das empfinde ich von Deiner Mutter ganz übel, grollen weil nicht mitgesoffen wird, und das noch bei der eigenen Tochter die ein Alkproblem bei sich erkannt hat. :cry:

    Passe im Urlaub nur auf Dich auf, die alten Erinnerungen mit gemütlich beim Gläschen sind nicht zu unterschätzen. Insofern war ich froh, dass ich eine Person hatte, die ein wenig MIT-aufgepasst hat. (Freundin)

    Juuuuute Zeit Dir, tian

    Lieber Frank,

    bleib' dran, das ist schon ein heftiger Leidensweg gewesen, doch jetzt arbeitest Du wieder an Dir, bist aufgewacht und nimmst die Dinge wieder in die Hand! - Top -

    Ja, Resignation, wer kennt das nicht, der Teufel Alk hat voll zugegriffen, ich glaube Alk & Resignation gehen Hand in Hand, beim einen schneller, beim anderen langsamer.

    Durch Leiden können wir aber sehr sehr viel lernen und wieder runterkommen, ein neues Leben beginnen.

    Ich glaube an Dich & Grüße, tian

    Hallo Frank,

    vielen Dank für Deine Nachricht, in Deinem Faden habe ich auch viel gelesen, hat mir sehr geholfen, weil ich mich in vielem wiedergefunden habe, die Buchempfehlungen haben mir auch seeeehr geholfen, viel habe ich seit Jahren probiert um die positive Leere zu spüren und daraus zu lernen, sozusagen beim Üben alles woran ich mich gebunden fühle, zu durchschauen, dann bin ich frei und kann entscheiden. Verzicht heißt ja Nicht-verhaftet-sein, mit der Keule das zu erzwingen bringt doch nix, zumindest für mich nicht, ist dann der Zwang-Verzicht, welcher in mir rüttelt und Unbehagen auslöst.

    Deshalb hier auch der Faden, mein Weg, ganz wichtig ist es doch Strategien zu finden, welche dieses Nicht-Verhaftetsein mit dem Alkohol fördern.

    Ich will-will-will funktioniert doch meist nicht, nicht nur bei Alkohol, deshalb auch die Kapitulation, ein guter Ansatz.

    Sobald ich möglichst viel vom meinen konditionierten & schädlichen Verhaltensweisen ablege, bin ich frei und bin schlussendlich nicht mehr dem Alkohol so sehr verhaftet. Also durchaus auch Autoritäten hinterfragen, die Gesellschaft, die Wissenschaftler, Ärzte, alles einfach... für mich selbst niederreissen das kranke Zeugs und selbst den Weg finden.

    Das schreibt sich alles leicht, ist aber meine große lebenslange Herausforderung und ich habe mich vor knapp 5 Monaten auf den langen Weg gemacht, der mal traurig, mal sinnlich, mal interessant, mal zum Kot*** ist, aber ich gehe ihn.

    Für jegliche Anmerkungen bin ich schlussendlich auch dankbar, weil ich zum Reflektieren komme und lernen darf und nüchtern, d. h. hoffentlich bewußt durch das Leben zu gehen ist eine Gnade.

    Grüße, tian

    Hi Sunshine,

    danke für Deinen Eintrag, ähnlich wie Du haben wir es auch gehalten, ein eigenen Appartment in den Bergen, Selbstversorger, fern von dem Massentourismus, Bar's usf., genau das richtige. Joggen und biken war angesagt, einfach gut und fein und so ist Kraft vorhanden die nächsten Aufgaben anzugehen.

    Vogellehrer siehste überall im Leben, sind Menschen die Vögeln das fliegen beibringen möchten.

    Wird Zeit dass der heißgeliebte Tacheles thread wieder geöffnet wird. :)

    Grüße, tian

    Hi Hartmut,

    mit sog. nassem Denken hat das mMn nichts zu tuen, am Anfang der Nüchternheit schaut man schonmal genauer hin, wie viel und was in der Umgebung konsumiert wird, und es ist gleich an welchem Ort des Planeten ich mich befinde.

    Ich gehe davon aus, dass es nach längerer Strecke der Nüchternheit keine Rolle mehr spielt und gut ist.

    Es geht nach wie vor um Zufriedenheit, das ist der Schlüssel, das möchte ich ganz klar betonen ...

    Ich habe mich nüchtern sehr wohl gefühlt, darum geht es, Zufriedenheit finden, authentisch leben, Freude empfinden...

    Mir fällt immer mehr auf, auch gestern nach einem Gespräch mit zwei LZT-Trockenen mit denen ich noch im Restaurant war (beide entsprechen eher Typ b)):

    Ganz grob skizziert gibt es nach meinen Beobachtungen 2 Typen von LZTen:

    a) Stalingrad Trocken = verbissen, oberlehrerhaft, redet dauernd von zufriedener Trockenheit, aber widerspricht sich mit seiner Ausstrahlung, Rhetorik, Geschreibsel, Rechthaberei und hoher Egozentrik

    b) Einfach pur zufrieden trocken = Empathisch, authentisch, eher zurückhaltend, gebend, arbeitet an sich und dem Mitgefühl, ein reflektierter Mensch, der Dinge beobachten und einordnen kann, jemand der wächst und Dinge auch mal zwinkernd zur Kenntnis nimmt, selbst wenn es um Leben & Tod geht, was def. so nun auch nicht immer der Fall ist

    Typ a) ist trocken geworden, gut & schön für ihn, aber für mich sind solche Menschen gefährlich, weil sie negative Gefühle auslösen, die zu keinerlei Fortschritt führen, sondern die eigene Meinung auf andere Menschen mit Zwang überstülpen möchten und sich dann darin suhlen, besser gesagt ihr Ego,...

    Typ a) und b) gibt's in allen Facetten im Real-life, mein Ziel ist Typ b) zu werden, daran möchte ich wachsen - das ist ein schönes Leben

    Ansonsten all okay, bei mir steht viel Sport auf dem Programm am Woe, bissi zazen, Real-SHG war ich gestern Abend noch. - Passt -

    Viele Grüße, tian

    Grüße, tian

    Hallo Atze, hallo Silberkralle, hallo liebe Mitleser,

    sind soeben wieder in der Heimat angekommen, schön war es, ab letzten Samstag jeden Tag Sonne satt, kurz haben n wir noch überlegt ob bis Sonntag verlängert wird... aber einige Pflichten rufen leider doch :cry:

    Ein Urlaub assoziiert bei mir Alk, unvermeidbar, insofern, gut, dass meine Freundin keinen Alkohol mehr trinkt (schon früher sehr wenig, jetzt zieht sie mit und trinkt überhaupt nichts mehr...), mit Saufkumpanen oder Freunden die gelegentlich etwas trinken würde ich derzeit nicht in Urlaub fahren.

    Trotzdem interessant, dass > 90 % der Urlauber am Gardasee schon um
    11 Uhr Alkohol in den Restaurants konsumieren, habe mal mitgezählt, bin auf 100 % gekommen, aber irgendwo werden doch auch Espresso / Kaffee und/oder die Wassertrinker sitzen.

    Ich habe mir viele Gedanken über meinen Alk-Konsum der letzten Jahre gemacht, im JETZT, mit klaren Kopf nach fast 5 Monaten frei von Alk treten interessante Dinge zu Tage, es ist als ob ich ein wenig neu geboren sei, die klaren Gedanken & Gefühle gilt es zu sortieren. Auch ein wenig Scham ist dabei, warum nur habe ich so viel die letzten Jahre getrunken, Probleme mit Alkohol betäubt, why-why-why, diese Gefühle auszuhalten funktioniert recht gut. Es ist wie in der Parabel beim kleinen Prinzen, nur dass ich die Schleife Saufen - Scham beendet habe. Wer die Scham erfunden hat, sollte sich eh schämen.

    Der nüchterne Tian gefällt mir definitiv viel besser, sortierter, ohne künstliche Hoch's und den darauffolgenden Tiefen.

    Hier im Forum habe ich in der Tat schon viel gelernt und auch einiges umgesetzt, am Ball bleiben ist wichtig, bei fast allen Rückfällen, von denen ich gehört habe, ist eine Analogie auffällig:

    (...) ich war mir einfach zu selbstsicher (...) es lief alles gut (...) keine SHG mehr besucht - keine Trockenarbeit (...) ... -> RÜCKFALL!

    Zufriedene Trockenheit finden, starker Tobak, ist für mich noch zu früh darüber ernsthaft zu reflektieren oder gar zu sagen ich bin nüchtern zufrieden, ich versuch's mit kleinen Schritten, jeder nüchterne Tag birgt seine Schönheiten, sei's nur ein Vogelgezwitscher, ein Sonnenstrahl, auch Regen und Kälte, Leben pur eben, ich möchte das neu erleben dürfen.

    Stalingrad-Trockene kenne ich sowohl von der Real-Gruppe als auch hier von der online SHG, auch darüber habe ich mir Gedanken gemacht, ist mir zu extrem, für mich halte ich es so: Grundbausteine beachten (die sind in der Tag individuell nicht anpassbar, dachte ich zwar anfangs, aber habe nun umgedacht)... alle anderen Aussagen, insbesondere von aggressiven Zeitgeistern mit Vogellehrer - Qualitäten werden von mir ignoriert oder wenn doch etwas konstruktives rauskommt per Pull-Prinzip mitgenommen. Hört sich ggfs. egoistisch an, ist es aber mMn nicht.

    Aus meiner Sicht: Alles was zu meiner Trockenheit beiträgt und keine Personen verletzt, rein damit, eben auch Spiritualität, Smileys, stories, LEBENSFREUDE und ganz ganz ganz ganz entscheidend:

    AUTHENTIZITÄT!

    Denn Alkohol ist der Tod der Authentizität, lasst uns wieder ehrlich fühlen, ein bisschen weniger EGO, weniger den Oberlehrer spielen, einfach nur ein Original sein. - Danke -

    Ich wünsche euch allen gute 24h, tian

    Lieber Frank,

    Fragen, die sich mir stellen:

    1) in den knapp 5 Jahren exzessiven Konsums, ist Dir nie der Gedanke gekommen, Hilfe anzunehmen?

    2) Wie hast Du den Konsum finanziert respektive dein Leben?

    3) Hat deine Mutter / Bruder versucht den Kontakt zu halten?

    Alles Gute, tian

    Hi Forum,

    ich sitze augenblicklich auf einer kleinen Bank in einem Bergdorf und genieße die Aussicht auf den Gardasee. Mein erster Urlaub seit langem ohne Alkohol - und es ist gut. Wichtig ist, dass ich anfange mein Leben ohne Alkohol zu genießen.

    Der Beitrag von Frank2008 hat mich erschreckt und sehr nachdenklich & demütig gemacht. Abends nach dem zazen lese ich immer eifrig im Forum.

    Ich reflektiere momentan viel, Kindheit, Jugend, Freundinnen, Berufsleben ...

    Sobald es mir zu gut ging habe ich mich im Alkohol gesuhlt, irgendwann ging es mir schlecht, dann umdenken, irgendwann ging's wieder gut und wieder fing das Karussell an ... Ich möchte das durchbrechen!

    @Matthias

    Danke der Nachfrage, wie Du liest, gut bis sehr gut.

    Liebe grüße sendet tian
    (vom smartphone getippelt)