Beiträge von Maggy09

    Hallo,

    ja, ich bringe da auch einige Sachen nicht zusammen (in meinem/seinem Fall). ZB die Aussage, ja, erhätte Fehler gemacht, die er jetzt durch mich ja erkannt hätte und die sich nicht wiederholen würden. Er würde das jetzt auch deutlich sehen, dass man sich mit Alkohol bloß selbst belügt und will das nicht mehr. Und dann auf der anderen Seite, sein Verhalten sei ja auch darin begründet gewesen, dass ich ihm nicht den guten Schutz und die Unterstützung gegeben hätte, die er sich von mir erwartet hätte. Daran müsste ich arbeiten (meint er) ... ??

    Oder auch, ich hätte ja nicht genug Beziehungserfahrung, wenn ich glauben könnte, ein Neustart nach längerer Pause könnte überhaupt ein gangbarer Weg sein ...??

    Liebe Grüße

    Hallo,

    lieben Dank für eure Antworten und Meinungen!

    Rhein :
    ja, meine Trennung war mit Vorankündigung.
    Der Absatz, in dem er mir viel Glück wünscht, war sogar noch etwas stärker formuliert, indem er sagte, dass man/ich ja wisse, dass ich passend zu meinen Vorstellungen nie das Optimum finde würde, aber das wüsste ich bestimmt ... naja.
    Wie ich das mit dem besseren Schutz verstehen soll, weiss ich auch nicht so recht. Sehe da zwei Möglichkeiten, entweder er meint noch während der Beziehung oder aber ich hätte mich nicht trennen "sollen". Naja, was ich dazu meine, ist wohl klar, auch wenn es natürlich immer was gibt, was ich hätte anders und sicher auch besser machen können. Aber auch das wäre letztlich wohl insgesamt nicht anders gewesen, denke ich mir dann.

    Morgenrot : Ja, so sehe ich das auch. Klar gibt er immer Versäumnisse (s.o.), aber ob da mein anderes Verhalten im Großen und Ganzen was verändert hätte, bezweifle ich sehr. Jedenfalls will ich nur dazu, um evtl ein leicht anderes Verhalten von mir zu "testen" (wie er andeutete, dann wäre ja alles anders) und ihm damit eine weitere Chance zu geben, nicht ausprobieren. Aus seinen Nachrichten lese ich auch, dass er nicht unbedingt bei sich ansetzten will/meint wirklich das zu müssen. Oder irre ich da?

    @Lütte: Ja, ich sehe es auch als Manipulationsversuch. Auf der anderen Seite interpretiere ich deine Zeilen so, dass dein Mann dich auch (anfangs noch?) versucht hat zu manipulieren, aber ihr dann wieder zusammen gekommen seid. Ist das richtig? Und woran hast du dann erkannt, dass sich was geändert hat? Erstmal in seiner Ansicht und später auch vllt für euch?
    Ich frage auch deshalb, weil ich im Moment, auch wenn ich gefühlsmäßig immer noch nicht voll dahinter stehe, doch zufrieden bin mit meiner Entscheidung zur Trennung. Und je mehr er sowas schreibt, wie oben von mir gesagt, glaube ich auch nicht, dass er wirklich was ändern will bei sich oder das wollte. Und damit sehe ich meine Entscheidung quasi rückwirkend bestätigt. Andererseits bin ich mir unsicher, ob ich da zuviel interpretiere? ... Und außerdem merke ich, dass ich einfach nicht mehr soviel Zeit auf derartige Gedanken verwenden will, ich hab es satt ... naja, das ist wohl eine gute Erkenntnis :).

    Danke!

    Liebe Grüße!

    Entschuldigung, noch ein Nachtrag: Als ich oben schriebt, ich bin nicht überzeugt, meinte ich damit, von seiner Meinung, dass man per se nicht nach längerer Zeit wieder zueinander finden kann, bin ich nicht überzeugt. Ob ich/er/wir beide dass dann überhaupt noch möchten, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt, mit dem ich mich jetzt ersstmal lange noch nicht befassen werde :)

    Hallo,

    wollte euch ein kurzes Update geben: Gestern abend haben wir telefoniert und ich hab die Gunst der Stunde genutzt, um ihm klarzumachen und abschließend zu sagen, dass ich mir in nächster Zeit keine Beziehung vorstellen kann. Hab offengelassen, ob das mit einer längeren Pause (6-12 Monate oder noch länger) und dann einem offenen Nochmal-Gucken evtl möglich wäre, aber bis dahin lebt jeder erstmal sein Leben.
    Hab auch gesagt, dass ich nach wie vor für ihn etwas empfinde, aber ich einfach meine Vernunft nicht ausknipsen kann/möchte und dass man sich eben entscheiden muss, wenn man nicht Gefühl und Kopf gleichzeitig haben kann. Meine Entscheidung ist diese. Hat er nicht verstanden, warum ich mein (und sein) Gefühl ignoriere und er glaubt nicht, dass es in der vorgeschlagenen Zeit überhaupt nochmal klappen könnte - weil wir dann ja eine Pause hatten. Seine Aussage war, ich hätte zuwenig Beziehungserfahrung, wenn ich glauben könnte, dass sowas so geht ... naja, ich bin nicht überzeugt ;).
    Dachte eigentlich, dann wär Ruhe, aber heute nachmittag kam eine email, er hätte nochmal überlegt und wollte mir noch ein paar Sachen sagen/schreiben: (Neben Anderem) Dass er mir viel Glück wünscht, jemand anderen zu finden und dass wir zwar immer darüber geredet hätten, dass er ein Problem hat, aber dass sein Verhalten ja auch darin begründet liegt, dass er sich mehr Schutz und Unterstützung von mir erwartet hätte ... das hätte er mir mehrmals mitgeteilt, trotzdem wäre (bei mir) nichts passiert.
    Finde das etwas ... merkwürdig, dass er mir da jetzt Verantwortung geben will und war neben irritiert und sauer auch darin bestärkt, dass meine abschließende Trennung ja nur richtig gewesen sein kann, wenn eine solche Nachricht so vor Verdrehung von Tatsachen und mangelnder Einsicht strotzt. Seht ihr das auch so? Oder braucht er diese Sicht der Dinge nur jetzt als Trost und hat eigentlich doch eine andere Meinung? Bin irriertiert, auch weil sich das so anders als vorherige Äußerungen a la Ich habs verstanden liest ?! Was meint ihr?

    Vielen Dank!

    Liebe Grüße

    Hallo Schneefalter,


    Heute Abend bin ich leider knapp dran, deshalb erstmal nur ein herzliches Willkommen hier von mir!

    Und als Frage, was wünscht du dir denn für dich und dein Kind für die Zukunft? Wie stellst du sie dir vor?

    Liebe Grüße

    Achso, ich schrieb oben, es gibt zwei Möglichkeiten: Hin oder Weg. Klar gibt ist auch noch das Warten und erstmal mit Abstand Schauen. Nur würde ich da einen so langen Zeitraum wählen wollen (6-12 Monate), dass das von seiner Seite fast einer Trennung gleich käme, hab das daher mal unter Weg gefasst ;).

    Hallo,

    voranschicken möchte ich einen herzlichen Dank an euch alle! Zwar habt ihr mir in den letzten Beiträgen nichts revolutionär Neues geschrieben, aber dennoch ist mir dadurch - nochmal - vieles klarer geworden. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken!

    @ Sunshine: lieben Dank für deine deutlichen Worte. Ja, du hast Recht, eine Prognose oÄ ist ein naiver Wunsch. Davon werde ich mich wohl verabschieden müssen und meine Entscheidung auf Basis des Status Quo und etwas Phantasie treffen müssen. Deine Erfahrung, nochmal explizit, war dennoch sehr aufschlussreich. Insbesondere die nochmal deutliche Erkenntnis, warum er denn was ändern sollte, wo er ja immer sagt, ich habe ihn "geweckt" zur Einsicht, ist gut für mich ;). Klar funktioniere ich so gesehen immer noch zu gut, als dass ich mir wirklichen Bemühens sicher sein könnte ... kann sein, kann aber auch (sogar noch wahrscheinlicher) nicht sein oder viel später erst.

    Klar ist:
    - beeinflussen kann ich nur meine Gedanken und Handlungen.
    - abgesehen davon, dass ich ihn nicht beeinflussen kann, fehlt mir auch jede Möglichkeit seine Absichten verlässlich einzuschätzen. Tatten sind hier zwar aufschlussreich, aber müssen ja auch nicht stringend auf etwas zulaufen.
    - deshalb bleibt in punkto eines für mich wichtigen partnerschaftlichen Themas bei mir folgerichtig nur ein großes Fragezeichen
    - und abschließend die Frage: Reicht mir das als Basis unserer, also auch meiner, Zukunft?

    Auch wenn ich merke, dass mir das ganze Thema und Hin und Her zunehmend gleichgültiger werden, hab ich langsam aber sicher auch das Gefühl, dass ich das darüber Nachdenken satt bin. Also gibt es - in der derzeitigen Beziehungspause - nur zwei Möglichkeiten: Hin oder Weg (vereinfach ;) ).
    Aus obenstehenden Überlegungen kann man nur zu dem Schluss kommen, dass Hin falsch ist, also bleibt nur noch Weg ... naja, ganz so einfach fällt es mir (immer noch) nicht, nur: Auch wenn ich irgenwo immer noch protestiere und sage " Aber wer weiß, vielleicht würde es ja hinhauen", das ist mir eine zu dünne Prognose.

    Also, auch wenn ich eigentlich mal dachte, "Ich mache mir mein Leben schön" heißt auch "schön mit ihm zusammen", nach der gewesenen Entwicklung werde ich wohl nach jemand anderem suchen müssen, für den das gelten kann ... und es ihm demnächst, endgültig sagen müssen ... das wird nochmal nicht einfach. Drückt mir die Daumen ;)

    Danke euch und einen schönen Abend (bzw. restlichen freien Tag, wer in den Genuss gekommen ist)!

    Hallo,

    zwar haben dir schon viele Ähnliches geantwortet, aber Bekräftigen schadet ja selten ;). Also, ich halte es auch für ganz entscheidend, dass du nach dir schaust und gut auch dich selber achtest. Und versuchst, erstmal gedanklich zu akzeptieren, dass du keinerler Verantwortung oder Teilschuld hast. Irgendwann wandert diese Gewissheit dann auch auf die Gefühlsebene. Und vielleicht kannst du dich ja auch etwas um Praktisches kümmern? So, dass das alltägliche Leben für dich angenehmer wird?

    Liebe Grüße

    Hallo,

    Rhein : ja, das war eine rhetorische Frage nicht? Ich antworte trotzdem mal ;) ... ja, nichts, das ist es ja. Das zeigt wohl den Weg ...

    @Sunshine: darf ich dem entnehmen, dass du eher davon ausgehst nach der bisherigen Schilderung, dass mein XY abhängig trinkt (jedenfalls von deinem Gefühl tendenziell eher als nicht)? Und dass du mit dem noch nicht vorhandenen Leidensdruck meinst, sobald ich wieder da wäre, ginge alles weiter wie vorher?
    Hm, ja eigentlich klingt das plausibel. Er meinte zwar, mein Weggang hat ihn wachgerüttelt, aber man kann ja viel sagen, nicht wahr ...

    Danke euch!

    Liebe Grüße

    Hallo,

    wünsche dir einen regen Austausch hier und herzlich Willkommen!

    Auch wenn ich noch nicht lange hier bin, möchte ich kurz ein paar Gedanken schildern, die mir beim Lesen gekommen sind. Erstmal betrifft das die Frage nach der "normalen" Menge, die es so glaube ich gar nicht gibt. Wenn du mit "normal" unbedenklich im Sinne von Alkoholmissbrauch meinst, dann sagt dir dein Gefühl wahrscheinlich am besten, wann es eine solche Menge überschreitet. Und da du hier bist, wird dich der Konsum deines (Ex)Freundes stören, denke ich mal? Also ein deutliches Warnzeichen. Und selbst, wenn das objektiv nicht gelten sollte (was man von außen schlecht beurteilen kann), dann heißt, es stört dich doch immer noch, dass es für dich schlecht/nicht tragbar ist und kommt es nicht auch darauf an?

    Dann sprachst du Schuldgefühle an. Das verstehe ich gut, glaube aber - wie gerade hier ja schon geschrieben wurde :) - dass sich die erst mental und dann auf der Gefühlsebene am besten aufheben, wenn du dir klar machst, dass du nicht für seine Handlungen verantwortlich bist - und das erstreckt sich vom betrunken Radfahren bis zum Trinken an sich. Mit seiner Aussage versucht er deshalb meiner Meinung nach deutlich, dir "Schuld" oder Verantwortung für etwas zuzuschieben, was letztlich überhaupt nicht von dir beeinflusst werden kann. Und wenn es diese Begründung nicht wäre, angenommen du hättest nichts gesagt, dann wäre das der Punkt, den er jetzt heranzieht, oder wie?

    Wie lebt ihr denn aktuell zusammen? Und wie soll es, wenn du unter Berücksichtigung der Tatsache, dass du an deinen Gedanken und Taten etwas ändern kannst, aber nicht an seinen, es denn für dein Gefühl weitergehen?

    Liebe Grüße

    Hallo,

    Vielleicht ist das so, ja, weil er ja (noch) wenig ausfallerscheinungen hat. Aber, dass es mir zu viel ist, weiss ich ja.

    Oben meinte ich auch meine Wünsche, also Wünsche und Ideen allgemein. Bin heute scheinbar nicht so gut im formulieren ;)...

    Na ja, denn man hier die Erfahrungen liest, ist das wohl oft so. Und ja, vielleicht “brauch“ auch ich das. Aber sollte es denn nicht möglich sein, wie Entwicklung und seine Wünsche auch vorher passend einzuschätzen?

    Hallo,

    Vielen dank erstmal!

    @Sunshine: ich meine mehr, Stoff zum nachdenken, warum ich meine Gedanken in Frage stelle, wenn er anders denkt. Hab das aber ungenau formuliert.
    Und ob et dich für den alkohol entscheidet? Vielleicht. Aber wenn dann nicht so eindeutig. So, dass ich mich wahrscheinlich dann im teilweise ungewissen gegen ihn entscheide...

    Rhein : klar kann ich es kaum sehen, wenn wir uns nicht sehen. Aber wenn wir zügig wieder zusammen kämen, befürchte ich, fühle ich mich ständig in einer warte Situation?
    Und ja, manchmal hab ich auch den Eindruck, er weiß zwar, dass es ihm nicht gut tut, aber konsequent sein will er eigentlich nur/eher wegen mir. Das sagt et natürlich aber nicht so...

    Liebe Grüße

    Hallo,

    danke für deine Nachfrage. Ist sehr interessant für mich, da aus dieser Perspektive drüber nachzudenken.

    Also, die Entwicklung war so: Ich hab mich aus der damaligen Situation heraus (er trank für meinen Geschmack zu viel und mit Methode (Problemlösen)) getrennt, weil außer Aussagen a la er müsse mehr auf sich achten, nicht viel kam und sich nichts änderte. Auch danach war das noch erst so, dann ist er von sich aus nochmal auf mich zugekommen mit der Bitte, ich möge mir überlegen, ob wir nicht einen Neuanfang wagen könnten. Er hätte einen Fehler gemacht und es käme nie wieder vor, er hätte das jetzt verstanden. Auch wenn ich mich nicht getrennt hab, um ihn in eine Richtung zu biegen, hab ich mir an der Stelle natürlich Hoffnung gemacht, da ich noch Gefühle für ihn habe und ich hoffte, das sich eine Entwicklung anschließen kann. War aber immer noch sehr zweifelnd, auch da ich bei einem Telefonat meinte, gehört zu haben, er hätte getrunken. Als ich ihm das auch so sagte, meinte er tags darauf, er müsse mich also noch mehr überzeugen und außerdem das Nicht-Trinken "sicherer" machen, weshalb er vor ca 1 Monat bei einer Beratung war und aus den möglichen Angeboten für sich ausgewählt hat, dass er zu einem Therapeuten gehen möchte zur Aufarbeitung der Vergangenheit (was er teilweise als Auslöser sieht). Das will er (wegen meiner Meinung nah teilweise vorgeschobener äußerer Umstände) aber erst in etwas einem Vierteljahr angehen.
    So, ich hab nict vollständig mit dem Gedanken abgeschlossen, dass wir nochmal aufeinander zugehen könnten, wenn er sich um Trockenheit bemüht - und das hat wenig damit zu tun, dass er nach meiner Pfeife tanzen soll, wenn er nichts mehr trinkt, sondern, dass mir eine Zukunft mit einem Trinker einfach zu vage ist.
    Seine Vorstellung ist, wir sollten am besten jetzt schon ganz viel Kontakt (Telefon, Sehen) haben und uns dann fleißend wieder aufeinander zu bewegen, weil er es ja verstanden hat und es nicht wieder vorkommt und er es quasi für abgehakt hält.
    Ich allerdings kann mir das so einfach und fließend nicht vorstellen und finde die Idee deutlich besser, aus der Entfernung ruhig auch noch länger mir sein Tun anzusehen. Und dann zu entscheiden - und zwar nicht nur wann genau, sondern auch ob es einen Neustart geben kann. Er sagt dazu, wenn wir uns eh schon aus den Augen verloren haben, wie soll das dann noch gehen. Ich halte das (wenn wir üerhaupt noch wollen) nicht für so unrealistisch. Was meint ihr? Sind wir einfach nur unterschiedlicher Ansicht? Oder ist eins auch wirklich weniger geeignet?
    Und ist es nicht zu voreilig (von ihm) zu sagen, es hat sich ja quasi schon geregelt, wieso nicht gleich wieder loslegen?

    Liebe Grüße

    Hallo,

    gute Frage. Als ich mich getrennt hab, bin ich schon von einer Trennung ausgegangen, da nicht abzusehen war, wie es sich entwickelt und ob sich was entwickelt. In der Zwischenzeit, nach seiner Bitte, es mir nochmal zu überlegen, hab ich das nicht komplett abgeblockt, nur klargemacht, dass ich mir Konakt nach seinen Vorstellungen nicht denken kann. Insofern würde ich sagen, es ist richtiger von einer längeren Beziehungspause mit ungewissem Ausgang zu sprechen. Gesagt hab ich auch, dass ich nichts versprechen kann und erstmal Zeit brauche, in der er nicht warten soll/muss.

    Liebe Grüße

    Hallo,

    vielen Dank für die Gedankenanstöße. Was mir dazu einfällt:

    Veränderungen, die es an sich bestimmt gibt, kann ich hinsichtlich ihrer Tragweite nicht beurteilen. Jedenfalls nicht verlässlich. Das sieht man an dem Telefonat, bei dem ich reininterpretieren kann, er habe getrunken oder eben auch nicht, oder an seinem Besuch bei der Beratung, das man gut finden kann, da Bewegung, oder nicht so gut, da obwohl schon länger her, bisher die einzige Bewegung (Trinken in der Gruppe war nie ein Thema, trinken zum Problemlösen zu hause war/ist das Stichwort).

    Ja, es geht mich nichts mehr an, da wir getrennt sind. Allerdings muss ich zugeben, auf seine Bitten, es nochmal miteinander zu versuchen, hab ich mir wohl immer noch ein Hintertürchen offengehalten. So a la ich überlegs mir. Und ih weiß ja, dass er sich das nur mit (eigentlich viel) andauerndem Kontakt, also auch jetzt vorstellen kann. Also haben wir etwas Kontakt. Obwohl keiner und erst wieder in ein paar Monaten frühestens besser wäre. Dazu sagte er mal, wenn wir nicht mehr miteinander reden und uns nicht sehen, dann hätte es ja eh keinen Sinn mehr. Ich hatte das einmal so formuliert und wir haben uns sehr "final" verabschiedet. Am Ende sagte er, ich solle mich irgendwann mal melden, wenn der für mich angebrachte Zeitraum vorbei sei. Das hört sich doch nicht unbedingt nach "Ich lege Wert auf dich und warte" an, oder?

    Was aber absolut richtig ist, ich sollte mich von dem Gedanken nicht beeinflussen lassen, denn eine längere Pause ist ja nach wie vor richtig ... hm, Stoff zum Nachdenken.

    Liebe Grüße und einen schönen Abend

    Hallo,

    schön, dass ich mich sortierter lese :). Fühlt sich eigentlich auch schon so an. Und ich glaube, bis auf evtl ganz am Anfang wollte ich tatsächlich nicht durch meine Handlungen, insb Trennung manipulieren. Die Frage des wieder aufeiander zu gehens finde ich halt nur so schwierig. Und (auch) von ihm abhängig. Weil ich eben nur dann eine Chance sehe, wenn er sich erkennbar bewegt. Und das ganz ohne Einflussnahme.
    Ob er experimentiert oÄ? Nö, ich glaube nicht. Er möchte (und tut lauf eigener Aussage, aber daran hatte ich zB letztens erst meine Zweifel während eines kurzen Telefonats, was ich aber auch nicht "sicher" sagen kann) eben bloß nichts trinken und irgendwann Sitzungen beim Therapeuten anfangen.

    Ob seine Ansicht Wenn wir uns nicht mehr sehen dann hat das ja eh keinen Sinn nur ein umgedrehtes Spiel ist? Ich glaube eher nicht, sondern denke, er sieht das wirklich so. Und deshalb lasse ich mich ja ab und an noch zu etwas Kontakt hinreißen, was eigentlich auch nicht gut ist. Finde es nur schwierig zu entscheiden, wenn ich quasi das Gefühl hab, wenn ich mich jetzt gegen laufenden Kontakt entscheide, dann wars das eh. Oder sehe ich das falsch?

    Liebe Grüße und allen einen guten Wochenstart!

    Hallo,

    ja, du hast natürlich recht. Die Zukunft kennt niemand. Und ein wenig kann man eine abhängige Entwicklung schon erahnen. Das ist ja auch der Grund warum ich (Kopf und Herz) mit sicher bin, dass ich mit einem uneinsichtigen Alkoholkonsumenten nicht zusammen sein möchte. Und damit meine ich nicht, dass ich hier irgendwen in eine Trockenheit hinein manipulieren mag, sondern einfach, dass mir klar ist, dass sich meine Zukunftsideen nicht an der Seite eines nicht-einsichtigen Alkohilkers/Missbräuchlers realisieren lassen. Anders sieht es aus, wenn ich mich frage: aber wenn er sich um Trockenheit bemüht, sehe ich da für uns eine Chance. Da werde ich unsicher. Zum einen, weil ich die "Versuche" (zB mehrmals zu einer "Erst"-Beratung als Einordnung gehen aber dann weitere Schritte, wie einen Therapeuten überhaupt zu suchen, dann wochen- bis monatelang nicht angehen, a la "mache ich wenn ... vorbei ist") als nicht ganz definitiv ansehe. Und auch, weil ich Dinge wie Heirat/Kinder nicht bald mit einem "frisch" trockenen Menschen angehen mag ... aber das Gefühl? Na, das wird sich entscheiden müssen ;) ... ewig Hampeln geht ja auch nicht.

    Liebe Grüße

    Hallo,

    vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort!

    Was du schreibst, hört sich sehr klar an und auch, als ob du im Moment ganz zufrieden wärst ... in Punkto Klarheit der Gefühle kann ich mir da bestimmt ne Scheibe abschneiden ;). Gerade die Frage, was ist, wenn ich merke, er bemüht sich um ein trockenes Leben, beschäftigt mich dabei. Aber da werde ich mich wohl einfach noch ein wenig in Geduld üben müsssen ... nicht nur, weil ich dann erstmal ja diesen Eindruck haben müsste und ganz lupenrein ist der wohl nicht ;).

    Danke nochmals und viele Grüße!

    Hallo,

    liebe Aurora, vielen Dank! Warum ich mir selbst nicht vertraue? Hm, eigentlich hab ich schon Vertrauen in meine Kompetenzen ... vielleicht lasse ich mich durch die weitreichenden Konsequenzen bei wichtigen Entscheidungen "lähmen"? Und durch die Tatsache, dass ich sowieso nicht alles "richtig, vernünftig" abwägen kann? Vielleicht spiel da auch eine Rolle, dass ich mich (meinem eigenen Gefühl nach) in der Vergangenheit schon einmal übereilt getrennt hab und das nicht wiederholen möchte?
    Und vor allem wohl: Vertrau deinem Gefühl ist genau der richtige Ratschlag für mich :). Nur fange ich dabei direkt wieder an zu zweifeln, weil Vernunft und Gefühl sich beim aktuellen Thema ja so gar nicht einig sind. Weiss noch nicht, wie ich da hin komme ...?

    Ansonsten, zum geschlossenen Bereich, das werde ich mir überlegen. Momentan tendiere ich dazu, es im Hinterkopf zu behalten, aber mich nicht stehenden Fußes zu registrieren. Nicht wegen des Beitrags, das ist ok, sondern wegen der Zeit. Schon hier, im offenen Bereich, verweile ich teilweise echt lange, lese viele Fäden usw ... dabei bin ich gerade in einer sehr arbeitsreichen Phase und hab eigentlich kaum Zeit dazu. Noch mehr Zeit hier zu verbringen wird also erstmal leider schwierig ...

    Liebe Grüße und Danke!