Beiträge von Carl Friedrich

    Danke für die Wünsche.

    Bin nur überrascht, dass bis dato und wenige Stunden vor Abflug alles ruhig und ohne Suchtdruck bei mir ist. Habe gerade die Koffergurte umgeschnallt und dass nüchtern. Früher hatte ich um die Zeit schon eine gewisse Schräglage.

    Das lässt sich ja schon mal gut an.

    Und Calida, unser Apartment ist morgen Mittag, wenn wir hoffentlich pünktlich eintrudeln, schon frei, so unser Vermieter. Und Auspacken lässt mich die Ehefrau nicht und dass aus guten Gründen.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo!

    Ich hoffe, bei dem eingangs erwähnten Vorfall hat der PKW keine Rolle gespielt und es ist niemand ernsthaft verletzt worden. Ansonsten hilft nur Abwarten und ggf. den Gang zu einem strafrechtlich versierten Anwalt anzutreten. Da die Polizei eingeschaltet war -siehe Blutprobe- dürfte ein Ermittlungsverfahren auf Dich zukommen.

    Ansonsten kann ich nur anraten, noch vor Samstag Termine beim Arzt und der Suchtberatung auszumachen und Deiner Frau als Zeichen der Ernsthaftigkeit deines Vorhabens vorzulegen. Biete ihr an, Dich zu den Terminen zu bringen, dich quasi anzuliefern und abzuholen, damit sie sieht, dass Du zu einer radikalen Änderung nicht nur bereit, sondern wirklich willens bist. Bei der Suchtberatung kann sie evt. bei dem Vorgespräch dabei sein oder einen eigenen Termin -für Angehörige- ausmachen. So ist das zumindest bei uns in der Gegend möglich.

    Evt. kannst Du sie ja so noch mal milde stimmen.

    Viel Glück wünscht Carl Friedrich

    So dann setzte ich mal fort:

    Mit Spannung, Vorfreude, aber auch mit gehörigem Respekt, jedoch ohne Bammel, sehe ich dem ersten "trockenen" Urlaub entgegen. Dank meines vorzüglichen Suchtgedächtnisses stelle ich mich gerade zu Urlaubsbeginn, genauer gesagt nach der letzten "Schicht" auf der Arbeit, auf gehörigen Suchtdruck ein, der sich sicherlich zumindest in den ersten Tagen fortsetzen wird, da Urlaub in den letzten zumindest 18 Jahren stets mit relativ hohem Konsum verbunden war und am letzten Arbeitstag nachmittags "gebührend" eingeläutet wurde. Da wird der Suchtteufel mir sicherlich was vorgaukeln wollen. Aber ich bin gewappnet und habe die Szenarien und Möglichkeiten ihm zu kontern sowohl mit meinem Therapeuten, als auch im Kopf mehrfach durchgespielt. Und dann fallen auch noch zwei zu feiernde alljährliche wiederkehrende Ereignisse in diese Periode.

    Auch im Urlaub gilt: Vorsicht ist die oberste Maxime. Hochriskanten Orten wie Strandbars, Kneipen etc. wird konsequent aus dem Weg gegangen. Die Ferienwohnung -eine Anlage ohne Poolbar, Animationsgedöns, Verpflegungsleistungen- wird alkoholfrei gehalten; die Visitenkarte meines Therapeuten hat die Ehefrau dabei, um diesem sofort telefonisch Bericht zu erstatten, falls sich dennoch ein Rückfall einstellen sollte, den ich vermeiden will.

    Ich weiß, jetzt kommt der Hinweis, dass meine Frau nicht für mich verantwortlich ist. Das ist voll und ganz zutreffend. Diese Aktion dient nur meiner Absicherung, um eine zusätzliche Hemmschwelle im mentalen Bereich einzubauen. Dazu sind wir mit dem Mietwagen viel auf Achse und letztlich nur zum Schlafen im Apartment. Da ich stets zwischen Alk und Auto getrennt habe, sehe ich ich den Wagen als zusätzlichen Puffer an.

    Ich werde weiter berichten.

    Hallo kleiner Schelm!

    Deine bisherigen Ausführungen deuten darauf hin, dass Dir die nötige Krankheitseinsicht fehlt, sofern Du denn wirklich alkoholkrank bist, worauf einiges spricht. Erst wenn man bedingungslos zu ihr-der Krankheit- steht und sie akzeptiert, kann der lange Weg in eine stabile und dauerhafte Abstinenz von Erfolg gekrönt sein.


    Ich gebe Dir einen dringenden Rat zur Abklärung deines tatsächlichen Zustandes: Such bitte kurzfristig eine professionelle Suchtberatung auf. Die sind auch für Grenzfälle da und klären mit Dir ab, ob Du wirklich entsprechende Hilfe in Form von Therapien -ambulant oder stationär- benötigst.


    Gruß Carl Friedrich

    Hallo ossitee412!

    Ich bin Pendler und wohne nicht in der Stadt, in der ich der Arbeit nachgehe. Daher habe ich dort schon seit Jahren keinen Alkohol getrunken, z.B. bei Feiern, da ich fahren muss. Das ist allseits bekannt und löst z.B. bei Verabschiedungen von lang gedienten Kollegen keine Fragen aus, wenn ich mich dort, so wie bisher, an Wasser, Cola und Kaffee halte.

    Und warum sollte ich andere Leute ohne Not bösgläubig machen?

    Von daher befinde ich mich hinsichtlich der Arbeit in einer sehr kommoden Situation.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo Calida und Tina!

    Der Beitrag zur Gans hat meiner Frau und mir Veranlassung gegeben, ein paar Gänsebrüste in der Weihnachtszeit selbst zuzubereiten, aber alkoholfrei. Dazu selbstgemachte Knödel und frischer Rotkohl, von mir selbst gehobelt.

    Auf Sherry, Wein, Sekt oder Brandy als Geschmacksträger in Soßen verzichtet meine Frau mir zu Liebe und sie hat sich auch daran gewöhnt. Wir haben auch nichts derartiges mehr im Haus.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo zusammen!

    Zunächst war es eine kleine Feier im allerengsten Familienkreis aufgrund eines Geburtstags. Die wussten alle Bescheid.

    Mein Essen war alkoholfrei. Vorne weg eine klare Brühe, dann gegrilltes Black Angus Filet, Bratkartoffeln und gedünstetes Gemüse ohne Wein oder Brandy. Hinterher eine Dessertplatte, die ich mir mit meiner Frau geteilt habe. Dort habe ich mich vorsorglich auf das Vanilleeis und das frische nicht eingelegte Obst beschränkt, während die Tiramisu und 2 dunkle Crèmes von meiner Frau verspeist wurden. Eis esse ich auch so schon die ganze Zeit, ohne dass es mir was ausmacht.

    Soßen im Restaurant meide ich grundsätzlich, weil die meisten eh keine hinbekommen, die mir schmeckt und mir das Risiko, angetriggert zu werden, zu hoch ist.

    Zum Thema Ausreden: Falls mich jemand fragt, ob oder warum ich nicht trinke, lautet die Antwort: "Weil ich seit geraumer Zeit alkoholfrei lebe und es mir ohne Alkohol bedeutend besser geht." Das war es auch schon. Falls doch jemand weiter bohren sollte, lächel ich ihn/sie an und sage: "Ich habe nicht vor darüber zu diskutieren". Und wende mich sofort anderen Dingen zu. Ich glaube nicht, dass jemand großartig nachhaken wird.

    Es stimmt schon, dass ich nicht jedermann eine Erklärung über meine Krankheit schulde, insbesondere nicht im Kollegenkreis. Aber meine Erklärung ist zutreffend und wahr.

    Im Übrigen habe ich nicht vor, jetzt regelmäßig auswärts zu essen, aber es stehen noch einige Geburtstage+Hochzeitstag an und die laufen dann wie beschrieben ab.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo!

    Dank an Calida und Martin.

    M.E. ist ist die Vorbereitung auf ein solches auswärtiges Essen die halbe Miete. Calida, geh bitte davon aus, dass sich spätestens am Tisch ein mehr oder weniger heftiger Druck nach Alk einstellen kann. Das sollte Dir von Anfang an klar sein, damit Du nicht böse überrascht wirst. Auch Deine Gegenmaßnahme sollte vorher gedanklich mehrfach durchgespielt sein. Man begibt sich quasi auf ein gefährliches Pflaster, da zumindest bei mir in den letzten Jahren solche Besuche alkoholträchtig waren. Der Kopf schaltet kurz nach Betreten des Lokals irgendwie um und das Suchtgedächtnis beginnt zu jubilieren: "Hurra, endlich gibt's neuen Stoff".

    Ohne entsprechende Vorübung meinerseits hätte ich nicht teilgenommen.

    Beim Gänseessen würde ich noch den Schnaps/die Schnäpse hinterher als brandgefährlich einstufen. Man hat eine Menge Fett reingeschaufelt, jetzt müssen die Fette irgendwie gelöst werden. Auch dass sollte man im Blick haben. Das Suchtgedächtnis verzeiht keine Fehler in der Vorbereitung und Ausführung.

    Ich habe mir für zukünftige Fälle folgende Liste angefertigt:

    1.) Wo geht es hin? Reines Speiserestaurant, in dem eindeutig das Essen im Vordergrund steht und keine Trinker ihr Gelage abhalten? Dann ja.
    2.) Wer geht mit? Kampftrinker? Dann ohne mich.
    3.) Wo sitze ich? Neben Trinkern, in der Nähe von Theken oder
    Wein-/Schnapsregalen? Nein danke.
    3.) Habe ich in unmittelbarer einen oder mehrere angenehme Gesprächspartner, mit denen ich kommunizieren kann und mit denen ich interessante gemeinsame Themen habe? Sonst bleibe ich lieber daheim.
    4.) Handelt es sich bei den Teilnehmern um Leute, die gerne andere zum Trinken animieren? Falscher Umgang für mich.

    Ergänzungsvorschlägen wird gerne entgegengesehen.

    Gruß Carl Friedrich

    Jetzt sind 5 Monate rum. Suchtdruck kommt auch ab und an mal auf, obwohl ich versuche, so gut es eben geht, Risiken aus dem Weg zu gehen.

    Unlängst stand der erste Restaurantbesuch anlässlich eines Familiengeburtstags seit Beginn der Abstinenz an. Als die Getränke gebracht wurden, meldete sich der Suchtteufel beim Anblick des Sektglases meiner Frau, um mir einzureden, ein Schluck ihrem Glas würde mir nicht nur zustehen, sondern auch gut tun. Dass der Suchtdruck anklopft, war mir schon vorher klar und ich hatte mich darauf vorbereitet. Es war halt die typische Situation; abends im Restaurant gab es jahrzehntelang immer nur Alkohol für mich. Ich kippte gleich ein Glas Wasser in mich hinein und begann ein Gespräch mit meinem Sohn. Das half. Meine Frau war so nett, ihr Glas gleich außerhalb meiner Reichweite und meiner direkten Blickrichtung zu platzieren. Das half dann. Am Ende des Abends hatte ich dann 1,5l Wasser intus nebst einem Espresso. Ich habe schon Ewigkeiten nicht mehr so viel im Restaurant geredet. Früher habe ich mich zumeist innerlich zurückgezogen und mich dem Alk zugewendet, um ihn angeblich zu "genießen".

    Ich werde weiter berichten.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo Hesse!

    Viele in diesem Forum schwören auf das Prinzip der Risikominimierung, d.h. sie meiden, so gut es eben geht, Veranstaltungen, auf denen man selbst früher getrunken hat bzw. wo stets viel getrunken wird. Das habe auch ich mir zu eigen gemacht.

    Warum? Solche Events triggern enorm und das Suchtgedächtnis schlägt Kapriolen, da es einem suggeriert, endlich wird wieder Alkohol rein gekippt.

    Falls Du ernsthaft und dauerhaft alkoholfrei leben möchtest, wirst Du Dein Leben gravierend ändern müssen, vor allem im Hinblick auf Freizeitveranstaltungen und Aktivitäten. Weiter leben wie bisher, nur ohne Alkohol, das dürfte Dir evt. ein paar Tage oder Wochen glücken, aber sicherlich nicht dauerhaft gelingen. Die alten Saufkumpels, egal von welcher Fraktion, lassen sich mit einem abstinenten Leben nicht in Einklang bringen.

    Ich habe heute den fünften Monat rum und meide z.B. sowohl Fußballkneipen, als auch Stadionbesuche. Und von Tag zu Tag wird es mir klarer, wie richtig dieser Weg ist. Getreu dem Motto: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

    Gruß Carl Friedrich

    1.) Entgiftung hängt von der Schwere des Rückfalls ab. Bei 2 Flaschen Bier sicherlich nicht. Sonst sollte man den Doc fragen.
    2.)Unbewusste Alk-Aufnahme ist m.E. kein Rückfall, kann aber triggern und u.U. einen Rückfall auslösen. Ging in meiner Gruppe einem Herrn mit Hustensaft so. Vorher war er 10 Jahre clean. Nach dem Saft zog es ihn zum Schnaps.
    3.)Ich betreibe absolute Risikominimierung. Den Stammgriechen, wo es immer noch Ouzo gibt, würde ich mal meiden. Ebenso Orte, an denen ich vorher kräftig getrunken habe, z.B. Fußballkneipe bzw. sonstige Kneipen. Auch sieht mich diese Saison kein Stadion von innen.
    4) TV und Reklame spricht mich nicht an und macht mich nicht heiß auf Alk.

    Beschaffe Dir mal was Lektüre, Buchtipps gibt es hier zuhauf. Ich empfehle immer die "Suchtfibel", "Lieber schalu, als blau" und "Alk". Gut ist noch "Sucht -Hintergründe und Heilung". Letzterer war ein toller Tipp von Thalia.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo Wolfgang!

    Kleine Ergänzung: Der Hinweis auf den Nahverkehr und einer möglichen Umgehung ist nicht anmaßend oder böse gemeint. Also bitte nicht falsch verstehen. Ich habe es nur erwähnt, weil es jemandem, den ich kenne, genau so passiert ist. Schlecht angebunden und dann doch gefahren und welch Zufall, bei der Rückkehr in seiner Einfahrt stand dann eine Streife. Wo kam die her? Da hatte jemand nachgeholfen. Denn so ein Führerscheinverlust, den bekommen mehr Leute mit, als einem lieb ist. Da lässt sich nie der Deckel drauf halten.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo Wolfgang!

    Klar musst Du Dein Problem von Dir aus offen ansprechen, manchmal drucksen die Docs gerne herum, um einem nicht zu sehr auf die Füße zu treten. Das Gespräch hat dann gleich eine andere Arbeitsgrundlage. Und genieren brauchst Du dich nicht. Die Docs kennen ihre "Pappenheimer".

    Dann steht unbedingt noch der Gang zur Suchthilfeberatung an, um zu checken, ob und ggf. welche weitere Behandlung erforderlich ist. Denn bloßes "Trockenschleudern" allein löst Dein Problem nicht. Und Du hast eins. Wer mit mehr als 2,3 Promille noch ein Fahrzeug steuert, wenn auch nicht unbedingt beanstandungsfrei, gilt gemeinhin und zu Recht als Alkoholiker.

    Da Du auf dem Land wohnst und der Nahverkehr mau ist, komm ja nicht auf die Idee, ohne "Lappen" zu fahren und auf das scheinbare Glück zu setzen, ein zweites Mal nicht kontrolliert zu werden. Das macht keinen guten Eindruck auf den Psychiater, der davon garantiert Wind bekäme. Da hätte sich der Führerschein erst mal für eine sehr lange Zeit erledigt. Da musst Du jetzt so durch und Du musst improvisieren.

    Also geh Deine Probleme zeitnah und konsequent an, andere Möglichkeiten hast Du nicht, außer weiter zu saufen, um ganz in den Abgrund zu sinken.

    Auf Deinem Weg wünsche ich Dir viel Glück und Erfolg.

    Gruß Carl Friedrich

    Es wird wieder Zeit für ein paar Zeilen.

    Es geht mir wirklich gut, selbstverständlich nach wie vor clean. Der Suchtdruck hat gottlob nachgelassen und dessen Abstände, bis er sich wieder meldet, werden größer.

    Nach nunmehr knapp 5 Monaten Abstinenz merke ich deutlich, wie sich ein Mehr an innerer Gelassenheit einstellt. Ich nehme Stress, egal ob beruflich oder privat, deutlich leichter und lockerer auf. Ich fahre nicht mehr schnell auf und finde leichter Lösungen. Auch die recht krassen Stimmungsschwankungen der ersten Monate fallen nicht mehr so gravierend aus. So habe ich mir noch vor nicht allzu langer Zeit mal ganze Tage gewünscht, an denen ich gut drauf war. Meinem Wunsch wurde Rechnung getragen. Woran liegt es? Wahrscheinlich dürften allmählich die letzten Reste des Giftes meinen Körper und meinen Geist verlassen.

    Aber ich weiß auch genau, nur kein Leichtsinn. Das kann gefährlich werden. Daher melde ich mich gerade jetzt in einem besonders guten und schönen Moment an dieser Stelle, um auch mir selbst klar zu machen, dass ich noch lange -wahrscheinlich sogar nie- über den Berg bin oder sein werde. Ich erde mich quasi selbst.

    Und um den Usern, die ebenfalls noch im Anfangsstadium stecken, zu zeigen, dass es sich lohnt, den Weg weiter zu gehen. Alkoholfreiheit führt zu einem Zuwachs an innerer Zufriedenheit. Wobei ich natürlich einräumen muss, dass meine familiären, beruflichen und finanziellen Angelegenheiten geregelt sind. Daher habe ich insoweit keine offenen Baustellen, die sich irgendwie auf die Stimmung auswirken können.

    Weiteres demnächst an dieser Stelle.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo und herzliches willkommen!

    Heute ist Dein erster trockener Tag? Entgiftest Du auf eigene Faust? Weiß Dein Arzt oder die Suchtberatung von Deinem Vorhaben? Der kalte Entzug kann lebensgefährlich werden (Krampfanfälle bis hin zum Delirium). edit Martin. Evt. muss Du professionell und unter Aufsicht entgiften. Das heißt noch lange nicht, dass Du stationär in einer Geschlossenen liegst. Das geht auch ambulant.


    Viel Glück!

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo Silke!

    Das ist schon extrem. Das kann ich mir nur so erklären, dass sie bei dem einen oder anderen "Privaten" auf die Nase gefallen sind. Der Kollege von mir gab mir noch den Tipp, die Klinik um eine "beihilfemäßige" Rechnung zu bitten, die wissen, was das ist. Es geht um eine Aufschlüsselung nach Posten. Sonst hat die Beihilfestelle wieder einen Vorwand, auf Zeit zu spielen.

    Sofort mit jeder einzelnen Rechnung würde ich Anträge aus der Klinik raus bei der Beihilfe und der PKV stellen, damit Du nicht so extrem lange in Vorlage treten muss.

    Der Eigenanteil nebst Fahrtkosten, soweit diese nicht erstattet werden, können als außergewöhnliche Belastungen bei der Steuererklärung für 2015 angesetzt werden. Allerdings gibt es auch da einen nicht unerheblichen Selbstbehalt in Höhe von ein paar Prozentpunkten des Gesamtbetrages der Einkünfte, je nach Familienstand und Kinderzahl. Das muss man dann mal mit einer guten Steuersoftware durchrechnen, ob und wie es sich auswirkt.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo Silke!

    Noch ein kleiner Nachschlag, damit es keine unangenehme Überraschung gibt:

    Informiere Dich bei der Klinik, ob die nach ein paar Wochen eine Abschlagszahlung von Dir erwarten. Ein Kollege, der in den letzten Jahren 2x in "Kur" war, durfte jeweils nach ca. 3 Wochen um die 3.000€ berappen. Ging bei ihm über die Bank Card. Cash hätten sie auch akzeptiert.

    Grund: Du gilst dort als Selbstzahler und es ist Dein Problem, wie Du Dein Geld wieder reinbekommst. Du bist der Vertragspartner und Schuldner der Klinik und nicht die Beihilfe oder die PKV.

    Auch sollte man im Vorfeld klären, ob die PKV bereit ist, bezüglich ihres Anteils direkt mit der Klinik abzurechnen.

    Ich weiß, hört sich etwas kompliziert an, ist aber die Konsequenz des Privatpatienten.

    Sicherheitshalber sollten daher auch die Zahlungsformulare der PKV und der Beihilfestelle mit in den Koffer, dann kannst Du die Abschlagszahlung direkt aus der Klinik weiterreichen.

    Bei der Beihilfe gibt es noch eine Besonderheit, ich muss mal sehen, dass ich den Kollegen in den nächsten Tagen erreiche. Da war noch ein Punkt, der mir jetzt entfallen ist. Ich melde mich.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo Frei!

    Mein Rat: Nimm die Kostenzusage von der PKV mit in die Klinik und füge eine Kopie davon dem wahrscheinlich folgenden Verlängerungsantrag für die Beihilfe bei. Die " 6 Wochen" würde ich schön mit Textmarker farblich markieren, damit der Sachbearbeiter der Beihilfe förmlich mit der Nase drauf gestoßen wird. Und zur Akte in der Klinik würde ich ihn auch reichen, damit die Therapeuten sehen, dass zumindest die PKV schon 6 Wochen für nötig hält.

    Wird schon klappen.

    Gruß Carl Friedrich

    Hallo Frei!

    Das sind sehr gute Nachrichten. Beihilfe zügig und ohne Theater durch, das ist schon was und sicherlich nicht die Regel. Ein Eigenanteil bleibt immer hängen.

    Auch qualifizierte Entgiftung hört sich gut an d.h. sie dürfte zumindest unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, wenn auch nicht notwendig stationär.


    Und Panik braucht auch keine aufkommen, eine gewisse Anspannung ist normal, denn es kommt etwas auf Dich zu, das Du bislang nicht kennst .

    Martin : Der Ausspruch: "Aber glaube mir, jeder schlechte Tag ohne Alk ist besser wie ein Guter mit" gefällt mir ungemein.

    Ich übernehme auch ihn für mich. Danke.

    Gruß Carl Friedrich