Beiträge von Calida78

    Mir fällt noch was ein.
    Ich habe zur allgemeinen Weihnachtsfeier eine Alternative geschaffen: ein Essen mir nur zwei lieben Kolleginnen und mir. Da fühle ich mich wohl und die Sache passt. Davon abgesehen wird niemand von uns trinken, da wir alle noch Auto fahren müssen. Alles, was mich früher hat denken lassen: nüchtern ertrage ich das nicht, ist damit ausgeräumt. Morgen ist es soweit. Ich werde berichten, wie es war.

    LG - Calida

    Hallo Martina!

    Zitat

    Zu meinem Erschrecken kann ich Dir sagen, das meine Ansagen an andere ,was im Moment geht oder nicht geht, gezielt ignoriert oder blockiert werden.

    Viele müssen womöglich erst begreifen, dass Du Dich weiterentwickelst und dass Dinge nicht so bleiben, wie sie waren. Wichtig ist, dass Du Dir treu bleibst und dann nicht doch machst, was andere wollen, obwohl Du das selbst nicht möchtest. Es kann sein, dass einige damit nicht umgehen können.
    Ich persönlich habe im Lauf meiner nüchternen Zeit Leute verabschiedet, aber auch einige neue, sehr wertvolle Menschen in mein Leben gelassen.

    Zitat

    Wie genau lebst Du denn Spiritualität und was bedeutet sie für Dich?

    Es ist nicht so, dass ich spirituelle Rituale vollziehe oder so. Spiritualität bedeutet für mich, ich selbst zu werden und mein wahres Ich zu erkennen und zu leben. Ich bin mir selbst schon nah gekommen, aber es gibt bestimmte Themen und Bereiche, die ich mir selbst angucke und an denen ich gerne arbeiten möchte. Ich schreibe dazu auch im geschlossenen Bereich und freue mich über Ideen und Anregungen von anderen "Villa-Bewohnern".

    Hast Du denn auch Interesse am geschützten Bereich. Der Austausch dort ist intensiver und ich persönlich fühle mich dort sehr "zu Hause".

    Liebe Grüße
    Calida

    Ah, dann kommst Du aich in den geschützten Bereich?
    Das ist aber schön:-)

    Wenn Du hier Ratschläge bekommst oder jemand Einwände hat, unterstellt Dir niemand, dass Du blauäugig bist. Dasst Du willst, hab ich schon rausgelesen.
    Aber manches kann erst mit der Zeit klar werden, braucht Zeit zum Reifen. Und ich z.B. kann heute ja sehen, welchen Irrtümern ich am Anfang unterlegen bin. Ich wurde damals auch - und werde noch heute - von Usern darauf hingewiesen. Und heute freue ich mich einfach, wenn von bestimmten Erfahrungen, die ich gemacht habe, auch andere hier profitieren können.

    LG - Calida

    Hallo Burkhardt!

    Zitat

    Ich selber habe ein sehr stabiles Umfeld und auch nur mit diesem besuche ich o.g. Lokalitäten bzw. Veranstaltungen. So werde ich zumindest dabei nicht in die Versuchung kommen Alkohol zu trinken.

    Wieso bist Du Dir da so sicher?

    So hab ich mir das auch mal gedacht: Mein Mann ist ja dabei, da kann ich ihn auch bitten, auf mich zu achten.

    Das war aber ein fataler Irrtum. Denn dieser Gedanke war nichts anderes, als wieder anderen die Verantwortung zuzuschieben und sie nicht selbst zu übernehmen.

    Es war wichtig für mich zu lernen, dass ich allein die Verantwortung habe. Dafür, dass ich nüchtern bin; und überhaupt für mein ganzes Leben habe nur ich die Verantwortung.

    Da musste ich als Alkoholikerin ziemlich umdenken. Denn da war ich ja ein Meister im Abwälzen von Verantwortung. Deshalb ist es auch so wichtig, dabei zu bleiben. Denn es kann ganz schnell gehen, sie wieder abzuwälzen. Und dann findet man plötzlich einen Grund, wieso man jetzt unbedingt wieder saufen muss, nur man selbst ist batürlich dann nicht verantwortlich.

    Viele Grüße
    Calida

    Heute ist mein Kind krank und ich hab kürzer gearbeitet.
    Der Kleinen gehts aber schon besser und ich genieße es, mal tagsüber daheim zu sein.
    Damals war dieser Leerlauf unerträglich für mich und ich dachte daran, um wieviel Uhr ich anfangen kann zu trinken.
    Und jetzt freu ich mich, dass mal nix ist und frag mich höchstens, ob ich Schokolade esse.
    Is schon schön, das Leben!
    LG Calida

    Hallo Burkhardt!
    Ich hab auch allein gesoffen und habe mir dann Dinge für die Phasen des Alleinseins überlegt. Das klingt gut, was Du machst.
    Tankstelle, ich finde das tatsächlich gefährlich. Ich persönlich kaufe mir Tees, Cola und anderes beim Wocheneinkauf und genieße dann, dass ich nicht mehr raus muss, um "was" zu kaufen.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Burkhardt!
    Herzlich Willkommen!
    Hast Du denn sonst noch etwas in Deinem Leben geändert außer den Alkohol wegzulassen?
    Wie geht es dir damit? Hast Du manchmal Druck oder gar nicht?
    Viele Grüße
    Calida

    Liebe Thalia,

    Schön, dass Du zu diesem Thema einen Thread aufmachst:-)

    ja, bei mir wars ja auch ein Schmiermittel, um mir soziale Hürden wegzutrinken.
    Glühwein kam mir in meiner nassen Vergangenheit sehr gelegen. Mit Kollegen auf den Weihnachtsmarkt, da ist es nicht weiter aufgefallen, dass ich nicht nach zwei Tassen Stopp sagen konnte.
    Ob in der Weihnachtszeit oder auch nur so: Soziale Zusammentreffen, bei denen ich mich unwohl finde, meide ich. Ich habe letztes Jahr auch auf die Weihnachtsfeier verzichtet. Ich habe an den meisten Leuten kein Interesse, das über den Job hinausgeht, dann brauche ich auch solche künstlichen Treffen nicht. Ich würde mir schon zutrauen, dass ich das ohne Alkohol schaffen würde, aber warum sollte ich mir das antun wenn ich in der gleichen Zeit einen schönen Abend mit meiner Familie verbringen kann?
    Auf den Weihnachtsmarkt werden wir einmal mit den Kindern gehen. Haben wir letztes Jahr auch gemacht. Ich habe mich da vor allem auf das leckere Essen konzentriert und genossen, dass ich es genießen konnt, ohne an den ekligen Glühwein zu denken. Und es war schön mit den Kindern.
    Für mich ist entscheidend, mit wem ich Zeit verbringe. Fühle ich mich wohl mit Familie oder Freundin, dann sehe ich da auch keine Gefahr, was Alkohol angeht.
    Und Situationen, in denen ich mich unwohl fühle, die meide ich, wie gesagt.

    Bin gespannt, was andere noch schreiben.

    Liebe Grüße
    Calida

    Hallo Citchy!
    Ich freue mich sehr, dass Du Deine Therapie so positiv erlebt hast und viel für Dich erkennen konntest.
    Ich glaube, dass es nur gelingen kann, trocken zu leben, wenn man die Karnkheit angenommen hat. Schön, dass Du das jetzt schon für Dich entdeckt hast.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo auch hier nochmal,
    Ich finds klasse, zu sehen, wie Du zu immer mehr Erkenntnissen kommst.
    Genauso ging's mir auch. Stück für Stück wurde mir vieles klar.
    Ich hab mich auch meilenweit von vielem entfernt gefühlt damals.
    Vielleicht hilft es Dir, wenn Du erstmal ganz genau auf Deine Bedürfnisse achtest. Sie wahrzunehmen war für mich der erste Schritt. Der zweite wäre, sie sich zuzugestehen, auch wenn andere was anderes wollen.
    Zum Buddhisten kann ich wenig sagen. Du kannst es für Dich herausfinden, wenn Du das willst.
    Ich selbst bin durch die Krankheit spirituell geworden, das passt gut zu meinem trockenen Leben. Und ich habe dadurch auch viele interessante Antworten bekommen.
    LG
    Calida

    Hallo Martina,
    Ich zähle mich noch nicht zu den LZT, aber ich mach mir natürlich auch Gedanken.
    Wenn jemand regelmäßig geschrieben hat, und dann plötzlich etwas unregelmäßig wird, frage ich mich, woran das liegen könnte. Oder jemand wird sprunghaft, schreibt etwas wirr und gibt seltsame Gründe an, warum er so selten schreibt. Da läuten bei mir schon die Alarmglocken.
    Ich persönlich habe relativ am Anfang mal ein paar Wochen nicht hier geschrieben, was mir aber auch nicht gut Tat. V.a. Seit ich im geschützten Bereich bin, schreibe ich fast täglich. Ich fühle mich da total wohl.
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag!
    LG Calida

    Hallo Kamarasow!
    Bei mir begann es nicht so, dass ich nur für andere nüchtern Weden wollte, aber richtig für mich auch nicht. Ich hab mich nicht sonderlich gemocht und bin nie vorher auf die Idee gekommen, mir was gutes zu tun, weil ich es mir wert bin. Anfangs hab ich mich auf rationale Vorteile konzentriert. Dass ich morgens keinen Kater habe, fitter bin, mehr Lust habe, mit den Kindern zu spielen usw. Aber mir der Zeit ist mehr draus geworden. Ich mag mich endlich selbst, auch meine Krankheit. Und deshalb lebe ich heute in erster Linie für mich so wie ich lebe. Es ist wie Sunshine schreibt. Es kann sich viel entwickeln, aber mit der Zeit.
    Hab Geduld und bleib dran!
    LG Calida

    Hallo Martina!
    Ich meine das genauso wie Thalia es für sich beantwortet hat. Sie hat es detaillierter geschrieben als ich.
    Mit Selbstansehen hat es nicht in dem Sinne zu tun, dass ich stolz bin, sondern dass ich es schaffe, die Krankheit vollständig in mein Selbst zu integrieren.
    Was ein Buddhist macht, weiß ich nicht so genau. Er würde vielleicht auch wie ich seine Krankheit annehmen lernen und sich auf das Jetzt konzentrieren.
    LG Calida

    Hallo Martina!
    Wobei Du Dich hier auch blicken lassen kannst, falls Du real trinkst.
    Ich finds schade, dass hier viele verschwinden und ich weiß nicht, was ist.
    Und wer dann trotzdem hier bleibt, hat womöglich bessere Chancen, es gleich nochmal zu versuchen.
    LG Calida

    Hi!
    Ich sag mir jeden Tag mehrfach selbst "ich bin Alkoholikerin"
    Für mich ist es wichtig, weil es zu mir gehört. Und es kann immer sein, dass Du rückfällig wirst, auch nach Jahren. Ich stelle mir das wahrscheinlicher vor, wenn ich sage, ich hab mich jetzt genug damit befasst und tu so, als hätte ich keine Krankheit. Um Trocken zu sein, hab ich mein Leben verändert. Und dieses bewusst weiterzuleben, ist Auseinadersetzung mit der Krankheit. Es gibt Menschen, die nach langer Zeit hier im Forum gesagt haben, sie bräuchten die ständigen Gedanken an die Krankheit nicht mehr. Ich halte das für gefährlich. Denn dann würde ich wieder ein Stück von mir selbst verleugnen. Könnte der Anfang vom Ende werden.
    Ich hab meine Krankheit angenommen und ich möchte mich lebenslang damit arrangieren, weil sie immer da ist.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Dany,
    Ja, das hatte ich anders verstanden. Wenn Du schon gegrübelt hast, ist es natürlich sinnvoll, was anderes zu machen.
    Am besten was, das Dir gefällt. Bei mir hat's auch ne Weile gedauert, bis ich mich durch andere Dinge entspannen könnte und gar nicht mehr an Alkohol gedacht habe.
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo DANY!

    Zitat

    Ein lieber Mensch ist mit einer unheilbaren Krankheit wieder im Krankenhaus, komme erst gegen 22:00 zur Ruh, nur mein Kopf nicht 😔
    Da passiert es des öfteren, das ich den Wunsch nach dem GEFÜHL, des schnellen einschlafen und an nichts mehr denken, habe.
    Bleibt aber Gott sei Dank nicht lange. Sind nur immer kurze Momente. Lenk mich mit lesen oder Fernsehen ab, soweit wie möglich, bis mich der Schlaf endlich übermannt.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, die Gefühle genau zu spüren und zu akzeptieren, dass sie da sind. Nur dann kann ich wirklich damit umgehen. Mich ablenken kommt für mich dem gleich, sie mit Alkohol zu überdecken.
    Ein wirklicher Entwicklungsprozess hat dann nicht stattgefunden.

    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Forum!

    Gestern habe ich seit langem mal wieder von Alkohol geträumt. Ich träumte, ich habe wieder getrunken und es ging mir schlecht, weil mir klar war, dass ich jetzt weitertrinken muss. Ich war mit mehreren Kollegen und Freunden in einer Art Freizeit in einem Hotel. Da fragte mich eine Kollegin, ob ich abends noch irgendwas unternehmen will. Ich wollte, aber ich fühlte mich total unfrei und unter Druck, weil ich wusste, dass ich vorher noch trinken muss. Und mir war nicht ganz klar, wie ich das alles heimlich hinkriegen soll.
    Mann! War ich froh, dass das nur ein Traum war.

    Viele Grüße
    Calida