Zitat von Calida78
Stimmt. Ich war auch eine Problemtrinkerin. Und am Ende
hab ich bei Dingen getrunken, die gar keine Probleme
waren. Es geht mir jetzt gut, aber es ist oft auch sehr
anstrengend. Aber auch spannend, weil ich die Dinge
aktiv angehen kann. Ich hab mich für eine Therapie entschieden, tiefenpsychologischer Ansatz. Und tatsächlich
scheint in meiner Vergangenheit einiges im Argen zu liegen.
Die Dinge und mich zu verstehen, daran bastle ich gerade.
Wie hast Du denn vor zehn Jahren aufgehört zu trinken? Hättest Du Hilfe von außen?
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Ich muss da wahrscheinlich weiter ausholen, was im offenen Bereich nicht so einfach wird. So mit 16 Jahren fing ich an Drogen zu nehmen, hab dann auf Alkohol verlagert. Das war einfacher und billiger in der Beschaffung. Mit 18 hab ich schon gemerkt das ich irgendwelche ganz groben Probleme habe. Bin von da an von einem Therapeuten zum nächsten. Ich weiß nicht mehr genau, ich müsste das mal alles nachrechnen, ich glaube ich war 21 Jahre da habe ich mich für LZT entschieden, 9 Monate lange, danach weiter therapeutische Betreuung. Ich war dann 10 Jahre trocken. In diesen 10 Jahren bin ich immer wieder zu Therapeuten. Mit manchen kam ich nicht gut zurecht, mit anderen konnte ich viel erreichen. Irgendwann in diesen 10 Jahren kamen mir auf einmal Bilder aus meiner Kindheit. Schlimme Bilder
Ich hatte ein paar Jahre meiner Kindheit einfach verdrängt. Also wieder Therapeuten! Ich konnte das alles aufarbeiten. Konnte meinen Eltern verzeihen - ich habe meinen Frieden geschlossen. Und deswegen kommt für mich eine Klinik oder ein Therapeut nicht in Frage (zumindest im Moment, vielleicht ändert sich das auch noch mal) Ich möchte das ehrlich gesagt nicht nochmal alles durchgehen müssen - irgendwie
Vielleicht auch deswegen der Gedanke, ich habe diese schlimmen Erinnerungen verarbeiten können, ohne rückfällig zu werden. Mir ging es gut, eigenes Häuschen, liebevolle Famillie ... vielleicht auch der Gedanke, ich hab mir das Glas verdient, quasi als Belohnung. 
Ich hab dann wieder eine Weile getrunken, und dann irgendwann wieder aufgehört wegen einer beruflichen Neuentscheidung, ich wollte mir das nicht vermasseln. Dann wurde ich schwanger, eher ungeplant 
Irgendwann dann wieder das Gleiche ... mir ging es super, die anstrengende Babyphase war vorbei. Und wieder ein Glas Bier.
So richtig aus den Fugen gerät es seit ein paar Wochen. Ich hab die Kontrolle verloren, schaue morgens aus wie ein Zombi, schäme mich im Kindergarten, bin nicht mehr ich selber wenn ich zuviel getrunken habe, was meine Kinder ganz sicher merken. Das will ich nicht mehr - grusel
Und auf die Reihe bekomme ich auch nichts mehr!