Beiträge von Asta

    Hallo Zusammen,

    heute morgen war ich so fit und ausgeschlafen das ich beinahe einen Rückzieher gemacht hätte und den Gang zum Arzt am liebsten "verschoben" hätte.

    Aber ich weiß ja das es einer der seltenen Tage ist an dem es mir mal einigermaßen gut geht.

    Also bin ich wie geplant sofort nach dem Kindergarten los. Es kam mir nur schwer über die Lippen, ich bin alkoholkrank, das nun mal wieder jemandem Auge in Auge zu sagen. Und dann war ich total erleichtert.

    Es wurde ein Blutbild gemacht und sie hat mir ein Rezept ausgestellt. Nächster Termin dann Ende der Woche.

    LG
    Asta

    Hallo Hans,

    vielen Dank Hans, mein Mann ist auch zu Hause, alleine bin ich nicht.

    Ist das Leben wirklich so schrecklich zu mir? Oder mache ich "nur" ein Drama daraus? Wenn ich es aus einem anderen Blickwinkel betrachte, erscheint vieles in einem ganz anderen Licht. Das will ich wieder erlernen. Es gibt keinen Grund zu trinken und dennoch finde ich bzw. habe ich hunderte an Gründen dafür gefunden - womit sonst sollte ich den Griff zur Flasche und somit die Selbstzerstörung rechtfertigen?

    LG
    Asta

    Zitat von Thalia1913

    Hallo Asta,

    gut, dass du wieder hier schreibst, und gut, dass du morgen zum Arzt gehen willst, um endgültig vom Alkohol wegzukommen.

    Du kannst das wieder schaffen. Bleib ehrlich mit dir selbst.
    Ich wünsche dir alles Gute, und berichte doch morgen mal, wenn du magst.

    Thalia

    Danke! Ja ich werde weiter berichten. Ich will es wieder schaffen, aber nicht nur schaffen, nicht mehr zu trinken, sondern diesmal mit allen Konsequenzen und nicht der heimlichen Hoffnung irgendwann wieder "normal" trinken zu können!

    Zitat

    Dafür wünsche ich dir viel Kraft und wir helfen dir hier auch gerne, wenn du denn unsere Hilfe möchtest und dich hier austauschst.

    Danke Karsten! :)

    Oh nein, Leise - nicht gehen! Ich kann schon bisschen was einstecken, und mich immer noch "wehren" wenn es sein muss :wink: Bleib hier, ich möchte mich sehr gerne mit Dir unterhalten!

    @Karsten

    Zitat

    ich finde es ja richtig, dass du hier zu deinem erneuten Rückfall stehst.

    Ja, der erneute Rückfall geht ja nun schon ein paar Jahre. Ich weiß es nicht mehr genau, seit 2012 vielleicht?

    Bringt nix hier rumzujammern, das weiß ich selber. Ich will auch nicht bedauert werden, das kann ich nämlich ganz gut selber. Ich versuche mich selbst zu stärken in dem ich hier schreibe, damit ich das, was ich vorhabe auch wirklich durchziehe. Auf irgendwelche Vorwürfe reagiere ich dann eher allergisch ... das macht meinen Fehler auch nicht rückgängig - nachdenken kann ich wenn ich trocken und nüchtern bin, im Moment will ich aber erstmal Trocken werden!

    Zitat

    Wir schreiben dir hier vor ca. einem halben Jahr und du trinkst doch wieder, anstatt dich hier zu melden, wenn du solche Gedanken von "wieder mal ein Glas trinken" können hast.

    Als ich mich hier angemeldet habe, war ich schon wieder voll drin und habe bereits getrunken. Da hatte ich bereits den zweiten Rückfall nachdem ich 10 Jahre trocken war.

    Hallo Karsten,

    ach ich weiß auch nicht, wollte es wohl einfach nicht wahrhaben. Nach dem letzten Rückfall konnte ich einfach wieder aufhören. Das wollte ich wieder schaffen, mir selbst wohl irgendwas beweisen.

    Vielleicht brauchte ich diesen Tiefpunkt noch um wirklich zu erkennen? Das ging damals so mühelos, Therapie und dann fast 10 Jahre trocken. War ich wirklich alkoholkrank oder lag das alles nur an meinen verdrängten Erinnerungen? Das als Kind erlebte hab ich in Therapien (scheinbar?)verarbeitet, wenn das erledigt ist, stellt der Alkohol keine Gefahr mehr dar - vielleicht diese Gedanken?

    Naja, denken und Alkohol passt wohl nicht wirklich zusammen :roll:

    Jetzt heißt es trocken und wieder nüchtern werden und so nach und nach nochmal alles aufdröseln.

    Danke!

    LG
    Asta

    Vielen Dank, Leise und Karsten,

    so richtige Entzugserscheinungen hatte ich noch nicht, aber ich hab wahnsinnige Angst davor, und dann denke ich mir, ich trinke nur ganz wenig damit ich keine bekomme. Ja und dann kommt der Kontrollverlust, ich weiß morgens nicht mehr was am Abend vorher war, die Filmrisse häufen sich.

    Ich hab als Kind mehrfach erlebt wie mein Vater ins Delirium gefallen ist. Oh man, wie krank muss man sein, das einem so etwas keine Lehre ist :cry:

    Morgen fahre ich sofort nachdem ich meine Tochter in den Kindergarten gebracht habe weiter zu dem Arzt. Ich kann nicht mehr! Ich weiß ja das ich ohne Alkohol leben kann. Ich wurde irgendwann leichtsinnig, dachte nach fast 10 Jahren kann ich sicher wieder hin und wieder mal ein Glas trinken. Es funktioniert nicht. Ich bin Alkoholikerin, und das werde ich bleiben. Es gibt keine Heilung, das musste ich nun wieder mal schmerzlich erfahren - aber Stillstand der Krankheit - und nichts sehnlicher wünsche ich mir im Moment.

    LG
    Asta

    Hallo zusammen,

    da bin ich wieder :cry: Hab nochmal eine Ehrenrunde gedreht. Irgendwie dachte ich, das ich es wieder alleine schaffe wie beim letzten Mal.

    Aber diesmal ist es anders, ich bin psychisch wie physisch fertig. Mir ging es noch nie so schlecht wie zur Zeit und ich fühl mich als hätte ich nun den absoluten Tiefpunkt erreicht. Ich hab Alpträume und Angst alles zu verlieren.

    Ich hab mir die ganze Zeit ein Burn Out eingeredet, wollte nicht wahrhaben das mein Zustand mit dem Alkohol zusammen hängt. Ich hab mich nun entschlossen morgen zum Arzt zu gehen, ich schaffe es nicht mehr das erste Glas stehen zu lassen weil ich Angst habe es könnten diesmal Entzugserscheinungen auftreten. Ausserdem muss ich mich körperlich auch wirklich durchchecken lassen, ich fühl mich einfach schrecklich. Jeden Morgen schau ich in den Spiegel und erschrecke mich vor dem was ich da sehe, ein fahles, aufgequollenes Gesicht - ich schäme mich so schrecklich wenn ich irgendwo hin muss, hab das Gefühl jeder sieht es mir an und denkt sich - "Die säuft doch!"

    Meine Selbstachtung ist im Keller - bzw. nicht mehr da.

    Ich habe Wünsche, Träume, Vorstellungen wie ich mein Leben leben will.

    Und ich habe kapituliert, ich gebs auf, ich kann mit dem Alkohol nicht umgehen und werde das auch nie können. Oft genug habe ich es versucht. Mit jedem Rückfall wird es schlimmer. Ich will so nicht leben. Leben kann ich das sowieso nicht mehr nennen, ein dahin siechen und sich sinnlos zerstören und alles um sich herum wird mit hinein gezogen. Meine armen Kinder - ich fühl mich schrecklich :cry: Und dabei wollte ich alles besser machen als meine Eltern.

    Ich kanns nur schwer glauben, ich war so lange trocken, das ich jemals so tief sinke hätte ich nie für möglich gehalten.

    LG
    Asta

    Zitat von Calida78

    Hallo Asta,
    das ist doch schon mal ein Erfolgsschritt, wenn Du es schaffst, nicht schon tagsüber zu trinken!
    Hast Du beim letzten Aufhören mit Notfallkoffern gearbeitet? Ich habe diesen Tipp hier aus dem Forum - und er hat mir sehr geholfen zu verzichten. Wenn ich abends der alten Gewohnheit verfallen wollte und der Druck kam, dann hab ich den Notfallkoffer gehabt. Ich hab gegessen, viel Wasser getrunken oder Sport gemacht. Und immer an meine Kinder gedacht. Und das hat mir wirklich den Druck genommen. Ich hab früher abends nix gegessen, damit ich saufen konnte. Und wenn ich jetzt bewusst esse, fühle ich mich so voll, dass ich überhaupt kein Bedürfnis habe, Alkohol zu trinken. Vielleicht hilft Dir das ja auch. Bleib dran!
    Viele Grüße
    Calida

    Hallo Calida,

    Gestern war ich noch etwas durch den Wind, aber Glückwunsch zu Deiner Entscheidung! Freut mich das Du den Absprung geschafft hast und fest hinter dieser Entscheidung stehst :)

    Ich habe in der Therapie wirklich viel gelernt und auch danach bei den Therapeuten, was mir helfen kann. Ich bin gerade dabei mir das alles wieder ins Gedächtnis zu holen. Dieses bewusst essen und trinken hilft mir auch und dazu meine Vorstellungskraft. Ich stelle mir vor wenn ich Wasser trinke wie ich meinen Körper entgifte und dadurch gesund halte, Bier hingegen vergiftet mich! Ich schneide mittags einen Teller mit Obst und Gemüse, davon esse ich immer wieder mal zwischendurch etwas. Tomaten sind besonders hilfreich, weil sie noch dazu aus dem eigenen Garten sind. Ich genieße die und weiß das ich mir damit etwas ganz Gutes tue. Danach schmeckt mir kein Bier, - eigentlich schmeckt mir Bier überhaupt nicht, auch kein Wein oder Schnaps. Und das versuche ich bewusst wahrzunehmen. Das ich nur trinke um mich wegzudröhnen. Dieses Bewusstsein manifestiert sich bei mir ... aber ich muss dran bleiben. Das ist schon auch anstrengend. Ich hatte früher meine Rituale. Einen warmen Kräutertee abends vorm Fernsehen, eine Orange schälen und die dann wirklich genießen. Mich im Bad einschließen mit Kerzen und einem entspannenden Badezusatz. In die Saune gehen, Entspannungstechniken usw.

    Einfach wieder "Naturmüde" ins Bett gehen, sich richtig gesund schlafen. Und morgens in den Spiegel schauen und mich freuen das ich so gut geschlafen habe und fit bin.

    Viele Grüße
    Asta

    Hallo Calida,

    nein ich habe noch nicht aufgehört, ich habe reduziert. Ich habe mir einige feste Regeln gesetzt und schaue wie weit ich komme und wie es mir körperlich damit geht (ich behalte den Arzt auf jeden Fall im Hinterkopf).

    Keinen Alkohol vor 18 Uhr. Das ist mir schon mal ganz wichtig. Um die Zeit bin ich dann intensiv mit den Kindern beschäftigt, Abendessen, Baden, Kleidung für den nächsten Tag aussuchen, ins Bett bringen ... alles in Ruhe und ohne Stress. Bis ich auf die Uhr schaue ist es 19.30 Uhr oder 20.00 Uhr und ich habe noch nichts getrunken. Dann bin ich mit den Tieren beschäftigt, das entspannt mich. Das tut mir gut so den Tag ausklingen zu lassen.

    Mir ist es wichtig jetzt auch mal was aushalten zu können, bei dem ich vorher ohne nachzudenken ein Glas getrunken habe, andere Lösungen zu finden wie ich damit umgehe. Meinen Tag neu zu strukturieren, raus aus den alten Verhaltensweisen, in Konzentration auf die eigentlichen Dinge, und nicht ferngesteuert.

    Und wenn ich dann abends hundemüde auf der Couch sitze und mir denke, "jetzt hast Du den ganzen Tag ohne Probleme nichts getrunken, lass es jetzt auch und geh ins Bett", bin ich ein ganzes Stück weiter.

    Ich muss da wahrscheinlich weiter ausholen, was im offenen Bereich nicht so einfach wird. So mit 16 Jahren fing ich an Drogen zu nehmen, hab dann auf Alkohol verlagert. Das war einfacher und billiger in der Beschaffung. Mit 18 hab ich schon gemerkt das ich irgendwelche ganz groben Probleme habe. Bin von da an von einem Therapeuten zum nächsten. Ich weiß nicht mehr genau, ich müsste das mal alles nachrechnen, ich glaube ich war 21 Jahre da habe ich mich für LZT entschieden, 9 Monate lange, danach weiter therapeutische Betreuung. Ich war dann 10 Jahre trocken. In diesen 10 Jahren bin ich immer wieder zu Therapeuten. Mit manchen kam ich nicht gut zurecht, mit anderen konnte ich viel erreichen. Irgendwann in diesen 10 Jahren kamen mir auf einmal Bilder aus meiner Kindheit. Schlimme Bilder :cry: Ich hatte ein paar Jahre meiner Kindheit einfach verdrängt. Also wieder Therapeuten! Ich konnte das alles aufarbeiten. Konnte meinen Eltern verzeihen - ich habe meinen Frieden geschlossen. Und deswegen kommt für mich eine Klinik oder ein Therapeut nicht in Frage (zumindest im Moment, vielleicht ändert sich das auch noch mal) Ich möchte das ehrlich gesagt nicht nochmal alles durchgehen müssen - irgendwie

    Vielleicht auch deswegen der Gedanke, ich habe diese schlimmen Erinnerungen verarbeiten können, ohne rückfällig zu werden. Mir ging es gut, eigenes Häuschen, liebevolle Famillie ... vielleicht auch der Gedanke, ich hab mir das Glas verdient, quasi als Belohnung. :roll:

    Ich hab dann wieder eine Weile getrunken, und dann irgendwann wieder aufgehört wegen einer beruflichen Neuentscheidung, ich wollte mir das nicht vermasseln. Dann wurde ich schwanger, eher ungeplant :)

    Irgendwann dann wieder das Gleiche ... mir ging es super, die anstrengende Babyphase war vorbei. Und wieder ein Glas Bier.

    So richtig aus den Fugen gerät es seit ein paar Wochen. Ich hab die Kontrolle verloren, schaue morgens aus wie ein Zombi, schäme mich im Kindergarten, bin nicht mehr ich selber wenn ich zuviel getrunken habe, was meine Kinder ganz sicher merken. Das will ich nicht mehr - grusel

    Und auf die Reihe bekomme ich auch nichts mehr!

    Zitat von Calida78

    Hi!
    Ja - das ist eben eine lebenslange Krankheit, die im Sinn hat, uns wieder zum Trinken zu bringen - auch wenn es anch 10 Jahren ist. Nach 10 Jahren denkt man wahrscheinlich auch leichter, dass man ein Glas im Griff hat als nach drei Monaten.
    Schön, dass Du hier im Forum bist! Ich habe auch zwei Kinder ( 4 und 8 ). Sie fordern mich, aber sie stärken mich auch, weil ich sehe: sie brauchen ihre Mama - und zwar ihre echte und ganze Mama und nicht eine, die nix mehr vorlesen kann, weil sie vom Wein zu müde und kaputt ist.
    Ich wünsche Dir, dass Du auch diese Kraft spürst und wünsche Dir, dass Du es packst!
    Gruß Calida

    Vielen Dank Calida :) Ja die Kinder sind eine sehr große Motivation. Oftmals sogar noch vor der eigenen Gesundheit. Ich habe nun mal die Verantwortung für sie. Damit sie glücklich und gesund aufwachsen. Immer wieder kommt der Gedanke, was wenn einem der Kinder was passiert und ich hab schon so viel getrunken das ich nicht mehr fahren kann :(

    Es wird sicher nicht einfach!

    Das ist so tückisch mit dem Alkohol, beide Male habe ich wieder angefangen obwohl es mir gut ging. Und auch nicht so das ich gleich wieder diese Menge getrunken habe. Ich kann, wenn ich trinke, nicht vernünftig mit Problemen umgehen, obwohl ich das Gefühl habe, Alkohol erleichtert mir das Umgehen mit Problemen. Das wird dann einfach immer schlimmer. Mit klarem Kopf treffe ich ganz andere Entscheidungen, Entscheidungen die mir helfen können. Alkohol drückt die Probleme im Grunde nur weg und verzögert das Finden einer Lösung :(

    Vielen Dank für Eure Antworten. Der erste Rückfall nach diesen 10 Jahren völliger Abstinenz war vor 8 Jahren. Es gab dazwischen dann nochmal 3 Jahre in denen ich trocken war, meine Tochter geboren habe und eigentlich alles ganz gut lief. "Eigentlich" - denn es stimmt, irgendwas muss es ja sein warum ich wieder anfange.

    Zitat

    Bei deinem letzten Absatz frage ich mich auch, warum du glaubst, dir die Hilfe aussuchen zu können?

    Weil ich es schon mal so geschafft habe, einen körperlichen Entzug hatte ich weder beim ersten noch beim zweiten Mal als ich aufgehört habe.

    Zitat

    Ein Arzt ist ja nun mal sehr wichtig und auch wenn er dann eine stationäre Entgiftung für notwendig hält, sollte diese dann auch stationär in einer Klinik gemacht werden.
    Dabei geht es ja erst mal um deine körperliche Gesundheit.

    Das ist schon wichtig darauf hinzuweisen, bin ich auch dankbar dafür :)


    Zitat

    Wenn du beim überlegen bist, was du damals für deine Nüchternheit gemacht hast, überlege dabei auch mal, was da nicht so richtig gelaufen ist, dass du eben wieder getrunken hast.

    Das stimmt, das werde ich auch. Vielleicht der naive Gedanke ich kann wieder aufhören. Krisen haben mich nicht umgehauen, wenn ich da nicht getrunken habe dann macht mir der Alkohol in guten Zeiten erst recht nichts aus. Ich weiß es nicht. Jetzt konzentriere ich mich darauf nichts zu trinken!

    Zitat

    Den ersten Schritt hast du ja wieder getan indem du dir deine Sucht erneut eingestanden hast.Der Besuch einer SHG ist gut und du musst dann entscheiden ob es reicht.
    Ich wünsche dir viel Erfolg.

    Danke :) Für mich war es jetzt wirklich wichtig mich erstmal überhaupt wieder jemandem anzuvertrauen, das Kind mal "offen" beim Namen zu nennen und mir selbst eingestehen.

    Hallo zusammen,

    ich möchte mich nochmal kurz vorstellen. Ich bin 40 Jahre alt, weiblich, verheiratet und habe zwei Kinder 4 und 12 Jahre alt. Ich war schon als Jugendliche Drogenabhängig, später dann überwiegend Alkohol. Nach einer Langzeittherapie war ich 10 Jahre trocken. Ich war immer wieder mal in therapeutischer Behandlung, hab noch das eine oder andere aus der Kindheit aufgearbeitet und irgendwann dann für mich abgeschlossen.

    Mir ging es damals richtig gut, ich verstehe selbst nicht genau warum ich damals wieder ein Glas Bier getrunken habe. Inzwischen bin ich soweit das ich nachmittags, sofern ich nicht mehr fahren muss, mir das erste Bier aufmache. In den letzten Wochen hat sich das alles verschärft. Mir geht es einfach nur noch schlecht, vor allem morgens. Ich will das nicht mehr! Ich weiß das ich ohne Alkohol leben kann und das dieses Leben viel besser ist. Aber ich bin ein Problemtrinker, Stress, Sorgen, Angst – ich muss wieder lernen anders damit umzugehen. Ich halte mir die abstinente Zeit momentan ständig vor Augen. Überlege wie ich es damals gemacht habe, was hat mir geholfen, was habe ich damals in der Klinik gelernt usw.

    In eine Klinik werde ich nicht mehr gehen, einen Psychotherapeuten auch nicht mehr in Anspruch nehmen. Evtl. in eine Selbsthilfegruppe. In erster Linie fiel mir heute irgendwie ein Stein vom Herzen als ich mich hier angemeldet habe. Es ist für mich ein ernsthafter Schritt in die richtige Richtung. Alleine das Lesen hier tut mir schon sehr gut und ich denke, wenn ich darüber schreibe und mich mit anderen austauschen kann, der Weg einfacher wird. Meine Probleme kann mir keiner nehmen. Allerdings, und das ist ja das Schlimme, durch den Alkohol werden sie einfach noch schwieriger. Aussichtslos und angstmachend. Aus diesem Kreislauf will ich raus! Klaren Kopf behalten (nicht mehr bereits um 20.30 Uhr voll im Bett liegen) und morgens fit und munter aufstehen und anpacken, um mein Leben zu ändern!

    Danke fürs Zuhören!

    LG
    Asta