Beiträge von Wildflower

    Hallo Linde,

    danke, vielen Dank für deine Antwort. Das normale Verfahren kenne ich und ich war auch in den letzten Wochen bei 2 Therapeuten, die ich für mich nicht passend fand.
    Es ist bei komplexen Traumata schwierig, einen wirklich guten Therapeuten zu finden, denn meistens zahlen die Krankenkassen die Therapeuten, die eine der 3 anerkannten Therapieform anbieten (VT, tiefenpsychologisch und analytisch). Oft haben diese Therapeuten aber keine Erfahrung mit den Behandlungen von traumatisierten Patienten und die, die diese haben, rechnen meistens privat ab. Die wenigen, die Traumatherapie oder auch EMDR anbieten und über die Kasse abrechnen, sind teilweise über viele Monate ausgebucht und nehmen oft auch keine Wartelisten an.
    Sicher kann man auch Glück haben mit einem Thera, der nur VT oder analytisch oder tiefenpsychologisch anbietet. Hatte ich bisher leider nicht.
    Ich habe heute mit einer Heilpraktikerin für Psychotherapie, die sich auch für traumatisierte Flüchtlinge einsetzt und siehe da..............sie verstand sofort meine Probleme. Leider hat sie keine Termine bis Januar und dann kostet sie 70,--/Std. Es gibt auch noch Sonderregelungen . Sie erzählte mir etwas vom
    5 SGB und einem Kostenerstattungsverfahren auch bei Heilpraktikern. Na ja, das werde ich vielleicht versuchen. Muss aber vorher ein Wisch von meinem Arzt einholen und die Thera muss auch bürokratisch tätig werden.

    Ich schreibe dies hier rein, weil vielleicht auch andere die gleichen Probleme haben. Dann macht meine Info für sie eventuell Sinn.

    Liebe Grüße

    Als erstes auf meiner Liste würde stehen:

    Ich will mir selbst vertrauen und mich nicht ständig sabotieren. Ich will dieses eklige Gefühl nicht mehr ständig spüren, wenn ich dissoziiere.
    Ich will mich spüren und mir etwas wert sein. Ich will ein Unrechtbewusstsein haben und mein Anrecht auf Wut, wenn mir Jemand gegen den Karren fährt.

    Mir fiel heute wieder Mal der Satz ein:

    "die Würde des Menschen ist unantastbar".

    Aber was ist, wenn dir so früh jegliche Würde entzogen wurde und du dich nur dadurch, dass du die Introjekte der Täter aufgenommen hast, gerettet hast?

    Ich weiss, was mir alles zustehst und was nicht, darum geht es nicht. Ein Teil von mir ist aber dermaßen angstbesetzt, dass der ständig in Alarmbereitschaft ist.

    Das geht in den Bereich: existentieller Scham.

    Koginitiv weiß ich, was los ist, aber das Gefüh der Dissoziation und Entfremdung von mir ist trotzdem immer da.

    In meiner Familie sind grausame Dinge passiert, das möchte ich gar nicht alles wiedergeben, denn ich möchte Niemanden triggern.
    Und ich habe komplexe Traumata und andererseits aber auch so Anteile, die sich total schämen, Hilfe zu holen und widerum andere, die meinen, diese Hilfe steht mir gar nicht zu, denn ich muß stark sein.

    Kennte denn noch Jemand hier, solch starke Dissoziationen und was hilft dagegen? hat Jemand eine Traumatherapie gemacht? und hat sein Trauma aufgearbeitet?

    Hallo liebes Forum,

    jetzt bin ich zurück von meiner Reise. Es geht mir schlecht, mein Selbstvertrauen ist total im Keller. Es geht in 1. Linie darum, dass ich merke, wie ich mich immer wieder verliere, weil ich meine, ich bin nichts wert, die anderen seien alle bevorzugt zu behandeln. Es ist schwer, diese Abwärtsspirale zu durchbrechen, auch wenn ich es immer wieder versuche und es mir auch immer wieder zeitweise gelingt, denn ich gebe nicht auf.
    Aber, es kostet sehr viel Kraft. Ich merke, ich brauche ganz dringend eine Therapie, ich weiß so viel, doch wa nützt mir das, wenn ich über einen gewissen Punkt einfach nicht hinauskomme?
    Und dann bin ich im Laufe dieser ganzen Energieflaute wieder mal schwach geworden und habe meinen Ex-freund angerufen. Zum Glück habe ich aber ein ganz normales, kurzes Gespräch geführt. Es ging um seinen Kurzurlaub und was er unternimmt und um das, was ich während meiner Reise erlebt habe. Danach war ich sehr traurig, weil ich , wenn ich ehrlich bin, etwas ganz anderes erwartet hätte. Da er ja kaum über seine Gefühle oder gar Schwächen geredet hat, habe ich um so mehr von meinen Gefühlen preisgegeben. Wenn ich mir die E-Mails durchlese, dann merke ich jetzt erst, auf welchem Gaul ich saß: ich Galopp sauste ich seiner "Aufmerksamkeit" entgegen, war total bedürftig und damit wurde er umso unnahbarer. Ja, das kenne ich ja auch alles, den Kampf um die"Liebe".

    Ich möchte auch nicht mit meinen "abhängigen" Freunden reden, denn wir befeuern uns dann gegenseitig mit Geschichten.........
    Wie schaffe ich es denn, diesen Kreislauf des ewigen Lamentierens zu durchbrechen? ich habe keine Lust, mir ständig die gleichen Geschichten von xy anzuhören und möchte auch nicht "bemitleidet" werden.
    Ein wirklich konstruktives Gespräch zwischen 2 Menschen, indem es auch um Kritik geht und nicht um das ewige Gejammere, warum "er" dies oder das macht und warum "er" dies oder das unterläßt und wie ich auf "ihn" reagiert habe und wie "er" widerum darauf reagiert hat, gibt es leider nicht.

    Morgen rufe ich eine Traumatherapeutin an, die ich selber bezahlen müsste. Zumindest das 1. Gespräch und dann kann ich versuchen, bei der Krankenkasse, diese Therapie bewilligt zu bekommen.

    Ich merke, es geht hier echt um mein Leben :cry:, denn Co-abhängigkeit ist lebensbedrohlich. So sehe ich es mittlerweile :shock:

    Zitat

    Es ist das was ich in mir fühle und was mir auch schon manchesmal weitergeholfen hat. Ohne höhere Macht, es in mir erwachsen.

    Lieber Equinoxe,

    ich habe dich so verstanden, dass du deinen Gefühlen vertraust und sie dir weiterhelfen. Also du vertraust deiner Wahrnehmung, das ist gut.

    Es ist doch das, was mir und so vielen anderen Suchenden so lange Zeit abgesprochen wurde. Mich haben die Doppelbotschaften in meiner Kindheit fast wahnsinnig gemacht....

    Ich werde jetzt ein paar Tage wahrscheinlich off sein, da ich eine neue Arbeitsstelle beginne und bis Ende der Woche verreise.

    Lieber Gruß und ´nen schönen Sonntag :)

    M.[/quote]

    Sunshine 33,

    du hast etwas geschrieben, was zu lesen mich aufrüttelt:

    Ich habe es hier schon öfters gelesen, das viele CO`s genau diesen Kick im alkoholkranken Menschen suchen.
    Sowas hat dann auch nix mehr mit Liebe und Hilfsbereitschaft und dergleichen zu tun.
    In so einem Fall wird sogar ein nasser Alkoholiker vorsätzlich zu eigenen "Gunsten" missbraucht.

    Ich denke, ich habe nicht nur diesen "Kick" unbewusst gesucht, sondern auch einen Spiegel. Ich konnte einiges von der Depression, der "Schamlosigkeit" (das meine ich nicht abwertend, es gibt Gründe, warum sich ein Mensch nicht mehr seiner Scham bewusst ist, oft wenn er selber zutiefst beschämt wurde, aber keine gesunde Scham, sondern die gemeine, die aus der Demütigung entsteht) an ihm wieder entdecken.
    Und ich bin mir sicher, er auch bei mir. Denn ich habe mich ständig für Dinge rechtfertigt, war oft sehr unsicher, habe viel überspielt.......
    Wenn ich so in meiner Grübelzwangwelt drin war, in meiner Hilflosigkeit, dann hatte ich oft das Gefühl, er amüsiert sich. Wobei er mir auch gesagt hat, dass er auch sich nicht ernst nimmt......

    Ich merke so sehr, wie ich überhaupt nicht fähig bin, eine Liebesbeziehung zu einem Mann zu haben :shock: .

    Liebe Sunshine,

    deine Worte finde ich ganz toll und sie erreichen mein Herz. Ich danke dir dafür.

    Es tut gut, wenn Menschen wie du, mir Mut machen und auch sehen, wo ich mich befinde und welches Rüstzeug ich mitbringe.

    Gerade aus der eigenen Betroffenheit heraus, weil sie Experten in eigener Sache sind.....

    Also, mir tut das wirklich gut. In meinem Freundeskreis befindet sich keiner, mit dem ich so reden kann.

    Nochmals danke und einen schönen Abend

    die Wildblume

    Hallo Martin,

    erstmal vorweg........kannst du oder mir jemand erklären, wie ich ein Zitat in einen Text unterbringe? Wenn ich oben rechts auf Zitat klicke, dann habe ich immer gleich den ganzen Text drin. Geht es bei den "Neuen" noch nicht?

    Also, du hast geschrieben:

    Zitat:

    Insofern macht man sich dann nicht in irgendeiner Form selbst zum Sklaven wenn man auch nur irgendeine Beziehung eingeht? Auch eben zum Sklaven seiner selbst? Machen die Beteiligten das dann nicht jeweils selber und sind dann enttäuscht wenn der andere Part nicht so funktioniert, wie man es sich ersehnt (hat)?

    Den Fall von 2 Menschen die jeweils mit und in sich ihren eigenen Lebensweg gehen und verwirklichen und zusammen ein Stück des Lebensweges gemeinsam teilen, sich ergänzen und stützen, der ist wohl nur sehr schwer und vollends zu realisieren. Vielleicht ist das sogar unmöglich?
    Einfach weil unser inneres Bedürfnis uns, vielleicht sogar lebenslang, nach etwas suchen lässt, was es vielleicht gar nicht gibt oder es nicht vollends zu unserer Zufriedenheit funktionieren wird?
    Von daher auch mein Gedanke, ob es erstmal hilfreich ist, es in irgendeiner Form zu versuchen sich selbst auch zu lieben und akzeptieren zu lernen.


    Ja, ich gebe dir in vielem Recht. Wenn 2 Menschen aufeinander treffen und das Leben für einen unbestimmten gemeimsamen Weg teilen, machen sie sich abhängig voneinander.
    Ich habe das Wort "Sklaven" benutzt, um die Abhängigkeit vollends ins Licht zu rücken. Wenn ich es "nüchtern" betrachte, kann Abhängigkeit auch etwas sehr Schönes sein, es kann Fürsorge, Füreinander da sein, Empathie, Zärtlichkeit, Geduld, Wachstum und sehr vieles mehr beinhalten.

    Du siehst an meiner Wortwahl, wie sehr ich in meinem Leben leider mit angesehen habe, wie die Zweisamkeit sich in Kontrolle, Manipulation, Misstrauen, Betrug u.s.w......entwickelt hat.

    Ich bin leider in 3 Familien groß geworden. Konkret: ich habe/hatte Mutter, Stiefmutter und Pflegemutter und natürlich auch den männlichen Part. Es mischten auch noch Großeltern mit, auch da habe ich mir vieles abgucken können.
    Ich habe viel geforscht in den letzten Jahren und weiß auch, dass wir und unsere Eltern/Großeltern transgenerationale Traumata durch die 2 Weltkriege in uns haben und unbewusst weitergeben/gegeben haben.

    Ich denke jetzt auch für mich, dass ich nur etwas an mir ändern kann und mich mit meiner Geschichte "versöhnen" kann.
    Und ich weiß aber auch, wie schwer es ist, diese schönen Worte in die Tat umzusetzen. Vielen hilft ja die berühmte "höhere Macht, wie auch immer man sie versteht".
    Manchmal denke ich auch, es geht vielleicht besser, wenn man sich einer höheren Macht anvertraut und demütiger wird. Doch meine Sturheit steht mir noch im Wege. Immerhin ich denke schon immer wieder über Demut nach. Das alleine schon weckt in mir positivere Gefühle, denn mit dem Kopf durch die Wand bin ich ja schon lange genug gerannt.

    Mir gefallen deine letzten Worte:

    Zitat:

    Mir ist das Wichtigste, daß ich leben darf. Jetzt gerade in diesem Augenblick. Ich sehe es nicht mehr als Selbstverständlichkeit, eine Art Versicherung des Lebens.
    Einiges kann ich nicht verändern oder beeinflussen, bestenfalls versuchen zu lernen es zu akzeptieren. Bei anderen Dingen habe ich aber zumindest jetzt eine Wahlmöglichkeit daran zu arbeiten. Primär in, an und mit mir.

    Einen schönen Abend....

    Hallo Aurora,

    danke für deine Antwort. Ja, ich wollte meinem Ex auch nahe sein und ich wußte, dass wenn ich nichts trinke, würden mir viele Dinge auffallen. So z.B. sein Atem, sein glasiger Blick, die Bewegungen, die nicht mehr so koordiniert sind, die Wahrnehmung, die sich verändert.
    Wenn ich dann mitgetrunken habe, dann war ich auf seinem Level und ich trank ihn mir dann auch "schön". Eigentlich schlimm, aber so war es auch.

    Bis ich irgendwann dieses "Schöne" nicht mehr ausgehalten haben, es war alles so seicht und mich hat das mehr mehr aggressiv werden lassen.

    Die Tendenz, Dinge unter`m Teppich zu kehren, war ganz stark bei ihm. Wobei ich die Tendenz in die andere Richtung habe, halt die zu sehr in die Tiefe zu gehen und dann zu grüblen und alles zu hinterfragen.

    Insofern hatte seine Art (die er wahrscheinlich auch ohn den Alk gehabt hätte) auch etwas sehr Schönes gehabt. Solange wir nur Freunde waren, hat mich seine Art auch sehr angezogen, doch dann beim Zusammenkommen und ein halbes Jahr danach immer noch nicht in die Tiefe gehen, konnte ich irgendwann nicht mehr.

    Ich denke momentan, besser kein Treffen. Doch leider kenne ich auch meine Risikobereitschaft, was ich teilweise auch sogar schon als Selbstverletzung einstufen würde. Also, meine Vernunft ist oft wie ausgeschaltet, wenn ich mir mit den Suchtmännern den gemeinsamem Kick gegeben haben, denn so ein Auf und Ab kann auch viel Adrenalin ausschütten. Auf lange Sicht denke ich, tut es mir nicht gut, zumal ich ja auch älter und ruhiger werde :wink: . Na ja, ich wünsche mir, ruhiger und beständiger zu werden. Dieses Leben mit dem Kick tut mir auf Dauer ganz gewiss nicht gut. Ich denke an Achtsamkeit und in der Gegenwart bleiben. Das wünsche ich mir für mich.

    Momentan denke ich viel an meine Mutter, an ihre sture Haltung gegenüber dem Leben, was ihr letztendlich auch sehr früh das Leben gekostet hat. Doch ich muß das akzeptieren, dass das ihre Entscheidung war, warum auch immer. Ich sehe auch meine Starrheit dem Leben gegenüber. Dieses Leben, welches ich mit Klammern verbracht habe, hat in mir auch einen unheimlichen Willen aufkommen lassen. Ich will mir nicht helfen lassen, ich will nicht klein beigeben, ich verharre in meiner Opferrolle. Viel von meiner Flexibilität als Kind und junge Frau habe ich verloren. Bis ich jetzt merke: ich bin so drin in meinen Strukturen, bin so starr.........jetzt weicht es auf, vielleicht auch dank dieser Beziehung.....

    Ich fühle mich so verletzlich momentan. Auch das muss ich jetzt erst mal aushalten. Wenn man (Frau) auf andere fixiert ist, spürt man sich ja selber nicht mehr so. Jetzt spüre ich mich wieder und verstehe auch, warum ich als junge Frau den Weg in die Sucht angesteuert bin.
    Ich hätte es auch anders gar nicht ausgehalten.
    Es ist ja auch unsere Gesellschaft, die wenig für Familien tut, wenig Geld für Vorsorge ausgibt. Erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und es teuer wird, dann ist der Hilfsapparat auf der Bildfläche. Kalkül? ich denke, viele leben ganz gut von den "Kranken".

    Aber ich schweife jetzt ab.......

    Ich wünsche dir einen schönen Abend!

    Ihr Lieben,

    boh, ich habe gestern gedacht und gedacht und dabei alle möglichen Trinksituationen mit meinem "geliebten" Ex xy(irgendwie lustig, dieses xy :) )
    im Geiste auferstehen lassen unter dem Einfluss von Dantes Anregung, dass wenn ich mit ihm trinke, für ihn ja alles okay sei.

    Es ist schon der Hammer!! Weil ich rede und rede auf ihn ein, rede mir den Mund fusselig und im Grunde habe ich mich verar..... :P . Weil meine Taten ja eine ganz andere Sprache sprachen und er diese Sprache ja "verstand".

    Als ich dann jedoch immer ungemütlicher wurde und ihm Grenzen setzte, hat er mein Aus angenommen. Und dann war ich wieder in der Rolle der hinterher Rennenden.

    Vielleicht muß ich ihm zu Gute halten, dass er mir nur einmal etwas zum Alkoholkonsumverhalten geschrieben hat, wobei ich dieses Thema auch lange Zeit aussen vor gelassen habe, eben weil ich instinktiv wußte, dass es co-abhängiges Verhalten ist. Nur zum Schluß, als ich all meine Felle davonschwimmen sah, habe ich den Alkohol angesprochen.
    Doch quatsch, was soll ich ihm zu Gute halten, in seiner Welt ist er ja derjenige, der okay ist, weil er ja keine Änderung seines Trinkverhaltens möchte, dann war ich wahrscheinlich immer die Nervensäge.

    Doch, wie gesagt, wenn ich mir jetzt mein Mittrinken anschaue, dann wird mir erstmal mein abhängiges Verhalten in der völligen Tragweite bewusst.

    Eigentlich auch total ambivalent, ich möchte Nähe von ihm und tiefere Gespräche, sitze aber im Urlaub allabendlich mit ihm zusammen und trinke munter mit ihm ein paar Bierchen :roll: .

    Oh, wie bedeppert bin ich denn?..............doch ich denke, jetzt bringen Schuldzuweisungen auf lange Sicht auch nichts. Ich will ja raus aus meinem Kreislauf, aus meinem "Denken". Dieses Denken, was ständig um "Ihn" kreiste. Mir schwirrte schon so oft der Kopf von "ihm".

    Es tut so gut, dies mit etwas Abstand zu betrachten und ich glaube, wie bei den trockenen Alkoholikern wird es wahrscheinlich überlebenswichtig für meine Gesundheit sein, mich mit Menschen zu treffen, die mein "nasses" Denken oder wie ich auch immer dieses verkehrte Denken nennen soll, zur Kenntniss nehmen und mich auch liebevoll oder auch mal durchaus unsanft darauf hinweisen, damit ich nicht wieder umkippe.

    All das ist jetzt erstmal so ein Hammer und ich bin geschockt, weil ich jetzt mich auch sehen kann. Wie lange??? ich wünsche mir, bei mir zu bleiben, denn es ist ein schönes Gefühl.

    Was ist mir denn besonders wichtig, für mich? ich glaube, ich möchte in 1. Linie klar im Kopf werden und dann werden sich die Präferenzen bestimmt daraus ergeben und dann wird auch mein eigener Wille für mich, der so lange verschüttet war, in den Vordergrund treten. So hoffe ich es. Ansätze sind ja schon da, wenn ich beim Tanzen mich der Musik hingebe und feststelle: "hopla, du hast während der letzten 2 Minuten nicht gedacht, sondern nur gefühlt"........ein wunderbarer Zustand..... :D

    Oh je, Equinoxe.......

    noch nicht mal ein Rückfall?

    Deine Worte lese ich erstmal mit ein wenig Entsetzen und dann aber tun sie mir gut, weil du ja klar bist, was ich nicht bin..... :shock:

    Es ist gut, dass ich ehrlich schreibe und auch so verwirrend, denn ich bin es, also verwirrt, nicht klar und das kommt auch in meinen Worten rüber.

    Ich fühle mich ertappt und schäme mich auch ein wenig, sehe es aber als gutes Zeichen. Ich spiele nicht mehr Jemanden, der denkt, sie ist so verführerisch, dabei haben die Kerle sie in ihrer Bedürftigkeit schon längst erkannt........und nutzen das aus.......ist es ein Katz und Maus Spiel?

    Ja, mich in mich verlieben? ein merkwürdiger, doch auch schöner Gedanke.......ich lass es auf mich wirken.....

    Hallo Dante,

    danke für deine Anregung.

    Ja, ich habe Angst alleine zu sein. Wobei ich in einer WG lebe, also nicht wirklich alleine bin. Auch hier gibt es Abgrenzungsschwierigkeiten.

    Ich habe lange nicht mehr alleine gewohnt. Genau gesagt ca. 10 Jahre nicht mehr. Damals war es die Hölle, ich bin jeden Abend nach der Arbeit mit einem tieftraurigem Gefühl nach Hause gegangen, wo mich keiner erwartete und ich mich aber auch im Stich ließ, weil ich mich entsetzlich leer fühlte.
    Ich denke, dies hat mit dem frühen Verlust meiner Mutter zu tun und den vielen Brüchen in meinem Leben.
    Egal, wo ich gelebt habe, ich habe immer gespürt, wie wenig echte Liebe zwischen den Menschen besteht. Immer nur diese ekelhaft Abhängigkeit, die aus 2 Menschen Sklaven macht.......

    Und ich bin auch so abhängig...........welch ekelhaftes Gefühl, diese Unfreiheit, dieses schmierige Klammern, den anderen ständig in Gedanken zu kontrollieren........

    Na ja, immerhin, ich war schon viel schlimmer.........vor einiger Zeit hätte ich alles dafür getan, damit wir wieder zusammenkommen. Heute bin ich zum Glück nicht mehr so manipulativ...........weil ich weiß, ich schade mir selber. Aber ich habe halt gemerkt, ein Treffen nach einigen Wochen Auszeit und schon bin ich schnell wieder drin in meine Co-abhängigkeit....

    Ich bin fleißig auf der Suche nach einer Thera und denke, vielleicht muss ich ja noch ein paar Mal auf die Nase fallen, bis ich endlich noch fleißiger suche und es mir dann auch egal ist, ob ich selber zahle oder nicht. Vielleicht muß es bei mir auch ein ganz deutliches "Klick" machen, wie bei den Alkis auch........

    Verwirrte Grüße

    Oh je, ich hatte einen kleinen Rückfall oder soll ich sagen, es war ein Vorfall?

    Merkwürdig, was sich so in meiner Gefühlswelt abspielt und wie ich nicht bei mir bin, sobald ich wieder mein Suchtmittel Mann näher bei mir habe und noch ein Gläschen Bier mit ihm trinke.

    Ich habe mich vor 2 Tagen wieder mit meinem Ex getroffen, zuerst dachte ich , ich hätte es ganz gut gemeistert. Ich habe mir etwas vorgemacht.

    Fehler Nr. 1: ich konnte mich nicht klar genug abgrenzen, nach einer Weile bekam ich Sehnsucht nach einer Berührung. Immerhin konnte ich es bei einer kurzen Berührung über seinen Arm und einen Abschiedskuss auf seine Wange belassen....

    Fehler Nr. 2: ich habe ihm am nächsten Tag eine E-Mail geschrieben nachdem mein Gedankenkarussel über uns wieder total angesprungen ist

    Fehler Nr. 3: ich habe ihm eine 2.Mail geschrieben, weil mein Gefühlschaos perfekt war.

    Hier ging es wieder darum, wie unnahbar er sei und wie schwer das für mich war............

    Fehler Nr.4: obwohl ich nicht wollte, habe ich dan doch zum Schluß ein kleines Bierchen mit ihm getrunken, obwohl ich seit Wochen nichts mehr trinke und absolut auch kein Bedürfnis danach habe (während meiner Zeit mit ihm habe ich immer mehr mit ihm getrunken, aber nach einem halben Jahre habe ich die Notbremse gezogen und von dem Tag als wir getrennt waren, hab ich von heute auf morgen, gar kein Verlangen nach Alkohol gehabt, also war es ein co-abhängiges Trinken...gibt es so etwas? dass man dem Partner zuliebe mit ihm trinkt? warum macht man das?.

    Jetzt weiß ich, dass es mir nicht gut tut, mich mit ihm zu treffen.......kann ich mich jemals mit ihm treffen, vielleicht in ein paar Monaten oder drohe ich wieder rückfällig zu werden?
    Hört das erst auf, wenn ich mich neu verliebe irgendwann? das kann ja auch erst in 1 oder 2 Jahre oder wer weiß wie lange sein, denn ich mag all diese Flirtportale nicht und gehe auch nicht auf die Suche. Ich möchte auch erstmal mit mir ins Reine kommen.

    Wie ist denn eure Erfahrung? über ein Feedback würde ich mich sehr freuen!

    Liebe Grüße

    Wildblume

    Lyn, du schreibst mir aus dem Herzen und findest klare Worte.

    Ich schrieb meinen Beitrag, weil ich eventuell selber betroffen bin, also nicht ich persönlich, doch mein Bruder.
    Doch wir wissen es nicht genau, denn er ist als Baby vom einem Tisch gefallen und hatte einen Schädelbasisbruch. So habe ich nachvollzogen, dass es an dem Fall liegen könnte oder auch daran, dass meine Mutter während der Schwangerschaft mit ihm trank. Wahrscheinlich ist aber, dass beides ihn sehr beinträchtigt hat.

    Er ist ein lieber Mensch, doch leidet an eine Intelligenzminderung und hat dadurch sehr sehr viel von den "normalen" Menschen einstecken müssen.
    Viele seiner Verhaltensweisen sind typisch für FASD Menschen, die ein Leben lang auf dem Niveau eines Kindes bleiben. Leider haben ihm seine Mitmenschen, inklusive meiner Familie immer wieder vorgeworfen, dass er sich absichtlich so dumm anstellt und er ist in eine schrecklich Lage der inneren Verzweiflung und das Absprechen seiner Wahrnehmung gekommen.
    Ich bin dadurch sehr ängstlich geworden, habe immer wieder geschaut, wie andere Menschen ticken und mein Urvertrauen ist sehr geschädigt.
    Leider sieht man ihm äusserlich seine Behinderung nicht an und da auch kaum über FASD bekannt ist, ist es oft ein schreckliches Leben für diese Kinder.
    Ich habe bis zu meinem 48. Lebensjahr nichts davon gewusst. Ich war durch meine Kindheit auch traumatisiert.

    Für meinen Bruder und für mich hat der Alkoholkonsum unserer Mutter unser Leben sehr geschädigt.

    Bitte unternimm etwas, bevor dein Kind solch ein Leben leben muss......

    Es wäre gut, wenn du dich hier noch mal melden könntest, wie es bei euch weitergegangen ist.....

    Hallo Verzweifelt15,

    ich möchte dir erstmal sagen, dass ich dich sehr gut verstehe und auch dein Warten, was dich so fertig macht, gut nachvollziehen kann.
    So ist es mir auch zig Mal ergangen und es war immer so ein schrecklich, nagendes Gefühl. Für mich fühlte es sich nach Hilflosigkeit an, neblig, difus. Wut war darin, Handlungsunfähigkeit......

    Als ich dann diese Gefühle als zu schrecklich empfand, habe ich angefangen, Berge von Briefe zu verfassen an meinen damaligen Freund und habe sie nicht abgeschickt........wenn ich sie mir heute durchlese, ist es immer nur ein Thema, es geht um ihn und wie er sich ändern soll, damit es mir besser geht........

    Jetzt habe ich wieder mal eine zerbrochene Beziehung und es ist besser geworden, weil ich jetzt angfangen habe, an mich zu denken, weil ich erkannt habe, dass mich an ihm Anhaften meine "Krankheit" ist.......

    Ich wünsche dir, dass du einen Weg für dich findest, denn diese Ungewißheit ist wirklich furchtbar........doch nur du alleine kannst da raus, indem du Schritt für kleinen Schritt anfängst, dich ins Zentrum deines Lebens zu rücken......du bist nicht alleine, toll dass du hierher gefunden hast!

    Liebe Morgenrot, Dante, Aurora, Martin und Equinoxe...habe ich jetzt jemanden ausgelassen? :)

    es tut so gut, Eure Antworten zu lesen. Wie schön, dass ich dann doch noch so mutig war und eine 2. Nachricht geschrieben habe. Ich habe wirklich gedacht, dass ich blöd geschrieben habe, vielleicht zu viel Mitleid wollte und kein Recht auf das Benennen meiner Gefühle. Ja, das sind die alten Konditionierungen.
    Es ist sooo heilsam, zu erfahren, dass dem nicht so ist, dass ich hier willkommen bin und dass es mit mir nichts zu tun hatte.
    Jetzt sehe ich es auch klarer, danke für eure Antworten :D .

    Ja, Morgenrot, mit dem Essen betäube ich meine Gefühle, dabei geht es mir manchmal viel besser, wenn ich weniger esse, aber dann kommen wieder die Teufel in mein Hirn hinein. Ich kann mich immer noch beherrschen und bin nicht extrem dick, aber ich wäre halt wieder gerne normalgewichtig, denn ich liebe es, mich zu bewegen.

    Und Equinoxe....ja, heute bin ich bereiter für eine Langzeittherapie und auch bereiter, dafür zu kämpfen. Ich habe in den letzten Wochen 2 TherapeutInnen eine Absage erteilt und einer hat mich nicht behandeln wollen. Ich werte das als großen Erfolg. In der Vergangenheit verharrte ich einfach, auch wenn mein Bauchgefühl mir etwas anderes sagte. Jetzt habe ich gestern 2 sehr nette Gespräche geführt, allerdings zahlt hier die Krankenkasse nichts. Ich bin jetzt aber auch bereit, selber zu bezahlen, bzw. es bei meiner Kasse zu versuchen (das geht, wenn man 5 Absagen hatte und es muss ein Psychotherapeut sein, der nach den üblichen Verfahren arbeitet).
    Ich merke ja, dass mein Zustand sich nicht bessert, wenn ich versuche, die Leere durch einen anderen Menschen zu füllen, was ja in Abhängigkeit führt.

    Ja, ich möchte lieben und meinen Partner als ganz eigenen Menschen sehen, nicht als Mülleimer für meine Nöte oder Projektionsfläche meiner Vergangenheit. Und ich möchte auch einen nahbaren, aufmerksamen Partner, dem ich vertrauen kann.

    Ich habe mich heute mit meinem Ex-Freund getroffen. Er hatte etwas getrunken und dann war er in der Stimmung drin, die der Alkohol bei ihm auslöst. Ich habe gemerkt, dass ich ihn so nicht lieben kann, weil er unnahbar wird, nahbarer für die anderen, aber unnahbarer für mich. Ich konnte gut mit der Situation umgehen, auch wenn ich gerne teilweise näher bei ihm gewesen wären, doch ich habe mir überlegt, welchen Preis ich dafür bezahle. Dann konnte ich auf Abstand geben.

    So und jetzt gehe ich schlafen....

    Hier bin ich wieder......

    heute geht es mir besser. Vor ein paar Tagen war ich wirklich sehr deprimiert und habe frei weg die Dinge geschrieben, die in meinem Kopf waren, gesteuert vom Gefühl.

    Ich habe heute und gestern einige Therapeutinnen angerufen, weil ich an einen Tiefpunkt angelangt war. Ich schrieb einiges von Hilfe in meinem Post und wie schwer es mir fällt, Hilfe anzunehmen. Das hat Gründe, die in meiner Vergangenheit liegen. Immer, wenn Jemand etwas für mich tat, wollte er eine Belohnung haben. Die Familie war sehr zerüttet und ich habe gefühlt, dass ich eine Last bin.

    Aber nun gut, wir haben 2015. Ich habe auch erst kürzlich für ein paar Monate ehrenamtlich gearbeitet, weil es für mich eine win-win Situation war. Ich gab, nahm aber dafür die Gastfreundschaft an und ganz ehrlich: meine Zeit verbrachte ich eh depressiv oft und grübelte. So war diese Tätigkeit ein Segen für mich.
    Und darum frage ich mich? Warum soll nicht auch Jemand aus so einer Motivation oder ähnlich etwas für mich tun?

    Leider hat sich keiner auf meinen Post gemeldet. Es hätte mir gut getan, weil ich in einer verzweifelten Situation war und ich eine Stellungnahme gebraucht hätte. Aber wer weiß, ob ich mich auf der Suche nach Therapeutinnen gemacht hätte, wenn ich hier Antwort bekommen hätte, die meine Wunden ein wenig zugedeckt hätten.

    Vielleicht hat alles seinen Sinn?!

    Liebe Grüße

    P.S.: sollte Jemand hier eine Antwort haben, würde ich mich freuen, sie zu bekommen.
    Bei der Gelegenheit: Gibt es Gründe, warum sich Niemand gemeldet hat, obwohl so viele diesen Post gesehen haben. Vielleicht habe ich zu pessimistisch geschrieben, zu verbittert?
    Ich würde auch gerne Kritik hören. Aber vielleicht ist es einfach so, wie es ist, vielleicht gibt es keine tieferen Gründe und vielleicht muss ich diese Situation so annehmen, wie vieles, was ich nicht ändern kann...

    Hallo, liebe Mitglieder,

    ich schreibe hier nachdem ich mich im EKA Bereich schon vorgestellt habe und hier ein eigenes Thema hatte, in dem es um meinen Ex ging.
    Ich bin seit einigen Wochen getrennt und sehr labil im Hirn und im Gefühl. Mal denke ich, ich bekomme es schon hin und das Leben ist viel schöner ohne ihn. Mal bin ich völlig im Kontrollmodus und male mir schon aus, was ich alles sagen könnte, wenn wir uns wieder treffen, damit er sich ändert und ich glücklich bin. Dann merke ich, dass ich Stunden über ihn nachgedacht habe und weiß, ich bin mitten im Schlamassel drin, wieder abhängig vom Verhalten eines anderen.

    Ich bin heute so verzweifelt und kenne auch Niemanden mit dem ich wirklich darüber reden könnte. Das macht mich sehr traurig....
    Jahre lang habe ich gelesen wie eine Weltmeisterin, doch da war ich wieder mal im Hirn. Eigentlich nur eine Verlagerung meiner Sucht, wieder mal weg von mir, vom eigenen Fühlen...........

    Mein Leben lang schon bin ich sehr unglücklich. Meiner Mutter starb sehr früh, an den Folgen ihres Alkoholismus. Meine Oma hat das alles nicht verpackt und kam in eine Nervenklinik, denn sie wurde dement. Mein Bruder ist durch einen Sturz geistig zurückgeblieben. Angeblich soll meine Mutter da nicht aufgepasst haben und er wäre vom Tisch auf den Kopf gefallen, als sie betrunken war. Eine ander Version ist, dass meine Mutter während der Schwangerschaft getrunken habe.

    Ich dachte schon als Kind, dass ich nie Kinder haben wollte, denn alle waren ja "verflucht" in meiner Familie. Ich als einzige "normal" Überlebende, habe mir immer das Leben zur Hölle gemacht, ja keine Fehler machen. Ja immer lieb sein, damit ich ein wenig Liebe bekomme.
    Ich bin bis heute nicht an den Kern gedrungen, habe zwar immer wieder Kurzzeittherapien und mal eine Reha gemacht, doch es war immer viel zu kurz. Viel zu kurze Zeit, um an meine Ängste zu gelangen.
    Ich fand mich auch nicht wertvoll genug und mich nicht zumutbar für einen Therapeuten, mit mir diese Strapazen auf sich zu nehmen. Zumal ich leider im Laufe meines Lebens auch einige wirklich sehr unzumutbare TherapetInnen kennen lernen mußte.

    Und deshalb nahm ich als Mittel der Wahl, um mich von meiner inneren Leere und der traumatischen Kindheit abzulenken, die Beziehungen als Lückenbüßer. Und stopfte mich mit Essen voll, um von den Beziehungen zu genesen.

    Ich denke mittlerweile, ich bin ein hoffnungsloser Fall und ich versuche so viel, doch nichts klappt. Bin von aussen immer so nett und in Inneren hasse ich mich irgendwie.............und habe Schuldgefühle und Wut...........

    Wut auf meine Mutter, die so früh starb und mir diesen Scherbenhaufen hinterlassen hat, Wut auf meinen Vater, der alle Verantwortung immer abgeschoben hat, Wut auf die Pflegemutter, die ihren Sohn zum Partnerersatz machte und mich zum lieben Mädchen. Sie selber auch hochgradig co-abhängig.

    Ich komme einfach nicht aus der Wutspirale raus. Habe Angst, meine neue Arbeit anzutreten, weil ich dann wieder in diese existentielle Scham reinkomme. Bei jedem Fehler denke ich, ich bin unzulänglich, habe super viel Stress. Dabei finden mich immer alle sehr nett, klar ich reisse mir ja auch den A.... bis zu geht nicht mehr auf. Da mein Streßpegel aber auch enorm ist, packe ich das irgendwann nicht und ich gehe nicht mehr arbeiten. Ich konnte 25 Jahre dies Angst tag für tag besiegen. In den letzten 7 Jahren wurde es immer schlimmer und letztes Jahr habe ich 3 Mal gekündigt. Ich habe so eine Angst, es passiert wieder.

    Jetzt suche ich wieder einen Therapeute,finde aber keinen geeigneten Traumatherapeuten. 2 habe ich ncht haben wollten und einer wollte mich nicht behandeln. Es ist sehr schwierig, sich immer wieder auf der Suche zu machen.Es gibt auch sehr lange Wartelisten bei den wirklich guten Therapeuten.

    Es kommt hinzu, dass ich keine Familie habe, ausser meinem Bruder, der immer noch denkt, ich habe es ja so gut. Wohne in einer WG mit Jmd., der auch meint, wir geht es so gut, im Vergleich zu ihm. Komischerweise wirke ich nach aussen immer so kompetent. Ich habe leider gesehen, dass mein behindeter Bruder total gemobbt wurde, auch von der eigenen Familie. Wenn ich mal meine Traurigkeit gezeigt habe, hat man das auch oft ausgenutzt oder mir wurde gesagt, dass ich doch die Vergangenheit vergessen sollte. Gerade diese Menschen aber litten später unter psychosomatischen Krankheiten..

    Ich habe im Moment auch nicht die Kraft auf eigenen Beinen zu stehen. möchte auch keine Hilfe annehmen, denn ich bin ja diejenige, die anderen hilft und ich denke, ich bin es nicht wert, dass man mir hilft oder es schwächt mich zu sehr......oder die anderen helfen ja nur, weil sie müssen, nicht weil sie wollen oder womöglich frage ich sie und sie sagen nein. Das würde mir noch mehr weh tun.

    Mein ganzes Leben ist so traurig, kein Halt in mir, weil ich meine Mutter so früh verlor, mein Leben als Frau im Eimer, weil ich auch s.......Missbrauch erfuhr und diese Erfahrung in meiner Zeit als junge Frau immer wieder reinszenierte. Mein Bruder geistig behindert, und mir noch Schuldgefühle machend, weil ich ja als "gesunde" es so gut gehabt hätte, viel besser als er. Meine Freunde alle selber suchtbeladen und nicht sehr bewusst für Verhaltensmuster, ich co-abhängig........und finde auch keine Therapie........

    Ich drehe mich im Kreis und komme einfach nicht raus.......und jetzt, wo ich mich getrennt habe, bin ich sehr viel alleine und habe Angst, mich bald wieder in die nächsten Co-Falle hineinzumanövrieren........alles besser als mich aushalten....

    Ich musste das jetzt hier einfach so ehrlich reinschreiben, denn ich kann nicht lange so weiter...........mich macht dieses Leben einfach nur noch fertig und das schon so viele Jahrzehnte, das höhlt dermaßen aus.....