Beiträge von Barthell

    Sodela,

    dann belebe ich den Faden mal wieder,

    nachdem mir heute unerwartet ein Karpfen (ich esse ja fast alles, aber Karpfen war immer so ein Graus) an die Angel gesprungen ist, "musste" er verwertet werden (war zu groß um ihn zurück zu setzen):

    funktioniert mit jedem Fisch, hat den Vorteil Gräten werden schän klein gehäckselt:

    also:

    Karpfen filetieren und das Filet in 1-1,5mm breite Streifen schneiden (geht am besten leicht angefrostet oder mit nem scharfen, aber robusten Messer)
    dann in eine Essig-Salz-Brühe "Marinade" einlegen (am Bestenb 24h, zur Not solange wie halt die Vorbereitung dauert)

    Zwiebeln und Knoblauch klein Heckseln oder in feine Scheiben schneiden,

    Paralell Reis aufsetzen nach eigenem Gusto/Vorlieben.

    Zwiebeln, Knoblauch und Karpfen in einer großen Pfanne scharf anbraten, mit Brühe, Sojasauce, Balsamikoessigmix ablöschen
    eine schöne Spitzpaprika dazu gehen (geviertelt in streifen) und kleine Chillis wenn gewünscht.

    das ganze gut reduzieren. immer wieder mit Brühe (ich bevoruge Gemüsebrühe oder Fischfond selbst gekocht beides ohne Zucker)aufgießen, Reis absieben und dazu geben.

    dann nach belieben abschmecken ...

    und Voila.... ein super leichtes und leckeres Verwertungsrezept in form eines "Currys" für den Unbeliebten Karpfen (Grundeln und Zwergwels werde ich auch mal so verschen)

    dank der selbst gezüchteten Paprika und ´Chilli echt super lecker, aus einem 2,6kg Karpfen wurde die Pfanne volle habe ich morgen auch noch von ....


    [...]Was vielen Mitteleuropäern meiner Beobachtung nach fehlt, ist die Fähigkeit, ohne Decke (also quasi nackig im Freien) zu schlafen. [...]

    ... kann man sich aber leicht angewöhnen... "Nackisch" wäre mir aktuell zu kalt, aber mit Pulli/Longsleeve und Hose geht das schon, da ist eher das Krabbelviechs ein "Problem" ... werde ich nächstes Wochenende wieder praktizieren ;) auf nem Rollenspiel. Hoffe es wird nicht zu heiss, weil ich alles an Trinken für 53h mit schleppen darf

    Ab nem gewissen Punkt springt einem der Alk zwar nicht in den Hals, aber man hat keine Kontrolle mehr, da ist keine wirkliche Entscheidung mehr (zumindest bei mir) sondern 'es ist einfach' es gibt einfach keine Alternative die man sehen will.
    Warum auch 'es läuft ja'... Das macht es eben zur Krankheit und nicht zur Willensschwäche, schwer zu erklären wenn man selbst nicht betroffen ist.

    Ich finde die Suchtfiebel als Buch ganz gut es im Ansatz zu verstehen, das Bild mit den gleisen, dem Tunnel und der Abnutzung

    Hallo Dhyana,

    ich habe Teilweise meine Krankheit als "Brücke" gesehen, so eine alte, verfallene bei der teilweise Bohlen lose sind, das Geländer ab und zu fehlt.
    Mal schmäler, mal breiter, aber immer unter den Füßen, solange man weiss, dass man auf der Brücke ist kann man entsprechend vorsichtig sein.
    Aber es kann eben auch passieren, dass man einen Stein "übersieht" der unterm Fuß wegbricht.

    Aber das schöne ist, man muss nicht allein auf der Brücke sein, andere Menschen können die Augen mit offenhalten, aber wohin du deinen Fuß setzt ist immer noch DEINE Entscheidung und Verantwortung.

    Bei mir und auch aus den Schilderungen in der Gruppe erkenne ich, dass ein Rückfall vielleicht plötzlich erscheint, aber die Weichen und Gedanken Vorher ... vielleicht sehr viel Vorher gestellt wurden...

    Angst vor einem Rückfall? Ich würde es nicht Angst nennen, vielleicht auch weil ich allgemein ein recht Risikofreudiger Mensch bin aber es gibt eben Risiken die will ich nicht eingehen, weniger aus Angst sondern eher weil die Folgen verdammt unbequem und evtl. Irreversibel sind...

    Grüße

    Barthell

    Ich weiss nicht ich denke das ist unterschiedlich, wo wie ich mich nicht "trocken" fühle so wenig fühle ich mich "zuhause"


    Unterm Strich denke ich nur ein wording so wenig wie mein Therapeuth nicht wusste ob ich Süchtig oder Missbraucher (und der hat ab 1 7 alles konsumiert was nur geht bin ... so wenig sehe ich mich als Trocken...

    ist ne Kopfsache .... frage mich in 3-4 Jahren nochmal :)

    Hallo Ziele,
    ich kann nur für mich sprechen: ich sehe mich als Alkoholiker trotz 2 Jahren Nüchternheit... meine Meinung.

    Ich bin damals freiwillig "ausgestiegen" also von mir aus, weil ich gemerkt habe, dass es so nicht weiter gehen kann. Zwang war in soweit mit involviert, dass ich eben nichtmehr zwanglos genießen konnte sondern saufen MUSSTE ... und das war so der Punkt....

    Solange er nicht einsieht, dass er ein Problem hat... wird denke ich eine Therapie auch nicht fruchten... solange man sich selbst so voller Überzeugung belügen kann/Verzerrte Selbstwahrnehmung hat ...

    "So jemand" wird sich entweder zu Tode saufen oder eben irgendwann einen Punkt haben, evtl im RTW oder auf der Intensivstation wo er vor der Wahl steht "Saufen oder sterben" ...
    Schön wäre es das früher zu erkennen, aber das Leben ist nunmal nicht "schön" -.-

    Hallo freeWell,

    ich habe deine Geschichte bisher gelesen und bin da rech nah an Sunnys Meinung, selbst wenn er nicht mehr Säuft, hat er immer noch noch nasse Verhaltensmuster.

    Du 'weisst' eh alles? Tja wissen und 'erfühlen' sind völlig unterschiedliche Sachen und das was du schreibst liest sich nicht so als ob du überhaupt die Zeit hättest dich selbst zu erfühlen, selbst klar drüber zu werden was du willst. Weil das 'nebenher' läuft wâhrend du was für Andere tust.
    Mein Rat: nimm dir Zeit für dich.
    Wer fâllt denn tot um wenn du 'nein' sagst?
    Dein XY weil er seinen Kaffee schwarz trinken ' muss ' oder zu blöd ist ne Pizza bestellt APP zu bedienen? (Menschen kommen ganz gut auch mal ne Woche ohne Essen aus ohne bleibende Schäden) oder zu faul nen Hilfsdienst zu beauftragen bei 70% Behinderung?
    Deine Tochter weil der Welpe 10Tage in ne Hundepesion muss?

    Ich behaupte mal dreist: Niemand fällt tot um wenn-weil du dir mal ne Woche für dich nimmst. - ausser dir selbst irgendwann wenn du es NICHT tust.

    Ja das ist etwas überspitzt, mir hat es geholfen für mich zu entscheiden, dass das Nein nicht gegen den Fragesteller gerichtet ist sondern Für mich da ist.

    Fällt mir auch nicht leicht, packe ich such nicht immer aber ich versuch's.

    Klar ist es hart sich ein zu gestehen dass es da was gibt das man nicht kontrollieren kann oder packen kann, aber jeder Mensch hat eine Grenze ab der er kaputt geht wenn er sich nicht um sich kümmert, die ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, und egal wie 'gut' jemand ist, dann kommt die Grenze halt was später aber sie ist da.

    Und das ist nicht schlimm oder was worüber man sich schämen muss, oder schämst du dich, dass Usain Bolt schneller rennt als du? Dafür kannst du andere Sachen besser!

    ... dem stimme ich auch mal zu... ich träume auch noch ab und an davon, habe in der Vergangenheit recht gute Erfahrungen mit "bewusstem Träumen" (luzidem Träumen) gemacht da wird man sich bewusst, dass man träumt und kann entsprechend aktiv inden Traum eingreifen ... mache ich nichtmehr, aber das könnte eine Möglichkeit sein wenn es dich sehr stört, dann kannst du auch im Traum die Situation verlassen.

    ein schönes Buch,

    einen Sonnenaufgang im Nebel (naja aktuell etwas schwierig)

    Mir hilft es meine Messer zu schleifen, dann freue ich mich jedes Mal wenn ich wieder was schneiden darf.

    Einen Spaziergang an einen schönen Ort

    Ein heisses Bad....


    so als kleine Ideen, da hilft nur "probieren"