Mir geht es gut, Klar ich hatte etwas Stress,
aber wenn ich ehrlich zu mir bin sind diese Phasen dermaßen kurz und etwas wie ein Gummiband zieht mich zurück, .... wie wenn man im Zug stehen muss ohne sich fest zu halten... solange es gradeaus geht... kein Problem, kommt eine Weiche muss man kurz ausbalancieren evtl 1-2 Schritte machen und dann gehts auch wieder
so etwa fühle ich mich grade... sehr entspannt. Zufrieden. Und das darf ich sein.
Klar bin ich heute 10 Minuten später zur Einzeltherapie gekommen weil ich sattdessen lieber zugesehen habe wie sich die Gewitterwolken über FFM türmen und zu spüren wie der Wind mir um die Ohren pfeift, am Hemd zieht und ich auch meine Mutter vermisst habe....
Aber der Therapeut meinte nur " Sie dürfen das" ... und das sehe ich genauso.
Wenn mir etwas gut tut (und mir nicht vorgaukelt gut zu tun, was ich nur erkenne wenn ich ehrlich zu mir bin) dann darf ich das annehmen, ich muss nicht der tapfere Indianer sein der alles runterschluckt (eher der tapfere Indiander der im Selbstverteidigungstraining das A*loch vom Dienst spielt wenn der Trainingspartner das ab kann) ich darf weinen, ich darf spüren wie der Wind die Tränen meine Wangen entlang pustet.
Trotzdem darf ich auch zufrieden sein.
Weinen und zufrieden sein? ein Widerspruch?
NEIN!
vielleicht weine ich weil ich zufrieden bin?
vielleicht bin ich zufrieden weil ich weine?
Ich weiss es nicht, aber das muss ich auch nicht.
Unterm Strich geht es mir grade verdammt entspannt wohl, eine Zufriedenheit die mir gut tut, die mir nicht peinlich sein muss.
Emotionen die ich laaaaaange weggesoffen habe (Speziell der Abschied von meiner Mutter und evtl auch meiner "Familie") bekommen langsam ihren Platz. Das dürfen sie. Ich möchte dass sie das dürfen.
Denn das tut mir Gut.
Aktuell arbeite ich an einer Liste:
"was will ich"
Erster Schritt für mich:
was wollen "Freundin" "Familie" "Arbeit" dass ich bin?
Bewusst wahrnehmen und sagen "NEIN erstmal nicht, vielleicht gibt es Schnittmengen, aber die kann ich später bestimmen", erstmal geht es um MICH, und ich sorge für mich und ich schaue, dass ich keine wichtigen Sachen auf die "Lange Bank" schiebe.
Und JETZT will ich grade nur aufm Balkon unter einer aufgespannten Bauplane im Schlafsack liegen, genießen dass der FFM Flughafen ein NAchtflugverbot hat und einschlafen.
in dem Sinne...
Gute Nacht,
Passt auf euch auf, ein andrer tuts nicht! (Sinngemäßes Zitat aus "Edge of tomorrow" wahrscheinlich schon viiiiiiiiiiieeeel Älter)