Beiträge von Kürbiskopf

    Hallo Chuck ☺,

    wie geht es Dir denn gerade? Ich weiß, dass Du noch mitten drin bist, aber stationäre Therapie und Einsicht und Zugeständnisse... Das liest sich doch erstmal gut oder bin ich zu schnell zuversichtlich? 😑

    Bei mir selbst habe ich den Eindruck, dass ich so bestimmt und konsequent auftrete und schreibe, damit ich auch wirklich davon überzeugt bin und nicht einknicke! 😇

    Später, nach meinem letzten Eintrag, habe ich dann doch wieder gedacht "nee, auch das Zurückbringen meiner Sachen war vl. Manipulation" ich wappne mich innerlich vor einem erneuten Kontaktversuch seinerseits... Vl. erst in ein paar Wochen, aber da kommt bestimmt noch was...und WIEDER DIE HOFFNUNG, dass er doch selbst den richtigen Schritt macht... 😕

    Gleichzeitig nehme ich mir mein Defizit vor mittels Bücher und hoffe, dass ich schnell wachse!

    Und das wünsche ich Dir auch. Ein co-freies Leben!!!

    LG

    Alles kommt anders, als man denkt....
    Aber es ist seine Entscheidung (gewesen) und ich bin aus der co-Nr.raus :?
    Er hat mir gerade die restlichen Sachen, die ich noch dort hatte, gebracht. Nüchtern (Rest-Alkohol nicht ausgeschlossen) und damit kommt ein Strich unter diese Geschichte! Nun ist es offiziell und ich werde mit meiner ganzen Kraft daran arbeiten, zu mir selbst zu finden und in Zukunft nicht mehr in meine Muster zu verfallen!
    Wow! Befreiung fühlt sich anders an, glaube ich :cry:
    Aber ich bin ein Steh-auf-Männchen und schaffe das :!:

    Liebe Aurora,

    ja, es war tatsächlich schon immer so, das stimmt :( Aber den Ursprung und den Grund dafür kenne ich wirklich nicht. Seitdem ich denken kann, kam immer etwas hinterher, was das Glücksgefühl wieder zunichte gemacht hat. Ich finde es ja auch nicht schön, dass dieses Gefühl durch diese Gedanken doch etwas abgemildert werden, aber was soll ich tun? Ich bin lieber gewappnet, als ungeschützt wieder eine Schlag in den Bauch zu bekommen! :(

    Und ja, stimmt auch, ich bin nicht schlauer, als vor dieser Nachricht. Aber auch, wenn ich mich konsequent verhalte und mich mit meiner Vergangenheit beschäftige und meine Defizite ausmerzen möchte, ist da IMMER NOCH die Hoffnung, dass..... :?

    Wissen, Theorie und Praxis, Kopf und Herz...noch bin ich mittendrin.
    Durch das Lesen im Forum sehe ich schon, dass ich nicht so schlimm dran bin, wie manch ein anderer/ eine andere und dass ich wohl schneller konsequent gehandelt habe. Aber meine immer währende Hoffnung ist noch allgegenwärtig. :roll:

    Ich hatte gestern einen schönen Tag, hatte erst mit meinen Sport-Mädels (und auch die habe ich vernachlässigt) einen Auftritt in einer anderen Stadt und schon auf dem Weg dorthin richtig Spaß. Das waren insgesamt 4 Std., in denen ich mich frei gefühlt habe. Bei schönem Wetter dann noch eine kleine Ausfahrt mit dem Cabrio und ich war seit langem wieder mal mit Glücksgefühlen gesegnet! Gleichzeitig dachte ich aber auch "Aufpassen! Sei gewappnet! In der Vergangenheit kam nach so einem Hochgefühl dann auch wieder was Ungutes..." Und: Ich lag schon im Bett. Da kam nach > 2 Wochen Sendepause eine Nachricht von ihm. Er denkt und vermisst mich und er arbeitet an sich... Ich kann nicht sagen, dass ich mich nicht gefreut habe, aber ich bin ehrlich und weiter konsequent geblieben. Ich habe nachgefragt, was das denn bedeutet "an sich arbeiten",also konkret. Die Antwort war für mich zu wischiwaschi..."Klarheit". Ja, dann mach das...ich lasse mir jetzt auch helfen...und habe ihm dann mitgeteilt, dass ich auch mein Defizit/ Krankheit erkannt habe und mir helfen lasse. Er bekam Angst "Was bedeutet das für uns?" Ganz einfach"Lass Dir auch helfen! Ganz alleine Deine Entscheidung und das sagte ich schon und wusste ich schon, bevor ich mir helfen ließ. Alk oder ich - kein Zwischending!"
    Wie gesagt, ich freue mich, dass er sich weiterhin den Kopf zerbricht... hauptsächlich natürlich bzgl. des Alkohols, aber eben auch über uns. Ich sehe es weiterhin ganz konsequent und bleibe es auch. Natürlich würde ich mich über einen positiven Ausgang irgendwann freuen, für ihn, seine Gesundheit, aber auch für unsere Beziehung(haben wir noch eine?) Egal...wie es auch kommt....ich weiß, dass ich wieder zu mir finde, ob mit oder ohne ihn...es sind 2 Paar Schuhe....seine und meine Krankheit....ich habe mich entschieden gesund zu werden. Ob er es auch möchte liegt an ihm!

    So, Tag X ist vorbei. Keine Meldung. Das Wochenende steht vor der Tür, aber gottseidank ist es zum Teil verplant :-/
    Ich fühle... keine Ahnung. Liebeskummer. Trauer. Befreiung. Scham. Ich bin trotzdem froh, dass ich keine Wut empfinde, ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich die letzten drei Jahre vergeudet habe, denn ich habe viel gelernt! Tatsächlich auch von ihm! Nicht ausschließlich auf den Alkohol bezogen und das ganze Drumherum. Ich habe viel über mich gelernt. Ich bin toleranter und verurteile die Menschen nicht, weil sie sich"anders" verhalten. Ich weiß, es gibt dafür Gründe. .. in der Kindheit, in der jetzigen Beziehung...
    Unterm Strich komme ich meinem Lebensmotto wieder nah:" Alles kommt, wie es kommen soll und alles wird gut! " :)
    Ich wünsche allseits ein friedliches und erholsames Wochenende!

    Liebe Aurora,

    vielleicht bin ich noch nicht soweit, aber noch differenziere ich, denn mein Ex hat mich nie belogen - was das Saufen angeht (und ich glaube auch sonst nicht). Eher im Gegenteil: Viele gesagte Dinge, die ich vl.lieber garnicht wissen wollte. Aber eigentlich ist es mir grundsätzlich so lieber, denn ich selbst bin auch so...vl.nicht ganz so krass, aber lieber ehrlich, als vorne so und hinten so...

    Und ja, übers Knie brechen klappt auch nicht. Ich revidiere den Tag X. Bevor ich nicht meine Sachen wieder habe, kriege ich das nicht hin. Leider beherrscht er immer noch zu 99% meine Gedanken! :-/ Lediglich bei der Arbeit ist es nicht so. Da MUSS ich mich konzentrieren (ich bin in einer leitenden Position und muss mich da um die Belange meiner Mitarbeiter kümmern).

    Ich bin völlig entkräftet....immer noch...und irgendwie noch auf Halbachtstellung...

    Ok, jammern nützt nix...abwarten...nach vorne schauen...lernen :)

    Habe mir auch ein Buch bestellt, um ggf.meine Kindheit zu reflektieren und zu verarbeiten....

    Danke für Deine Worte, aber auch wenn es "richtig" war, dass ich diesen Weg gegangen bin, Stärke und Stolz fühle ich gerade nicht ;)

    Kommt aber bestimmt wieder. Eigentlich war mein Spitzname mal Sonne oder Sonnenschein, weil ich grundsätzlich positiv bin...da möchte ich gerne wieder hinkommen :)

    LG

    Hallo Aurora,

    ja, das habe ich in den letzten Tagen, an denen ich im Forum gelesen habe (insbesondere die Geschichte von Sphinx), auch gelernt: Ich muss das nicht alleine hinbekommen :)
    Es hilft mir so sehr, dass ich die immer doch fast identische Geschichten lese.

    Morgen ist mein persönlicher Tag X. Ich habe mir eine 14tägige "Frist" gesetzt, um mich 1. zu beobachten und zu reflektieren, was mein konsequentes Beenden bzw. meine Aussage "Alk oder ich-kein Zwischending!" mit MIR macht und 2. natürlich!!!, um zu sehen, was oder ob er etwas unternimmt und sich für die Liebe entscheidet.
    Ja, ja, soviel habe ich schon verstanden- Alk steht an Position 1 und die Hoffnung (mein lebenslanger Begleiter) besser gleich verschmähen! ;)

    Aber langfristig gibt mir Deine Geschichte, Aurora, dann doch wiederum die Hoffnung zurück, dass irgendwann alles gut wird, nur eben ohne alkoholkranken Partner an meiner Seite!

    Und nein, die 2 Wochen waren kein Spaziergang, insbesondere die freien Pfingstage. ABER ich habe mir Spaziergänge in der Natur gegönnt und das hat mir gut getan. Der kalte Wind, der Regen...das hat sich gut angefühlt und war irgendwie bereinigend :)
    Und er hat sich nicht gemeldet. Aber das wird noch kommen, alleine schon, weil ich noch ein paar Dinge bei ihm habe. Aber vielleicht stehen die irgendwann auch einfach vor meiner Garage.

    Mein nächster geplanter Schritt ist mein Outen...meiner Familie gegenüber, meinen Freunden gegenüber. Lediglich eine Freundin weiß, was los ist. Selbst das ich mir da mal Luft machen musste und ich relativ spontan erzählt habe, in welcher Situation ich war/ bin, bereitet mir jetzt noch ein schlechtes Gewissen, denn (nicht lachen) Vertrauen und Loyalität waren die Basis unserer Beziehung.
    So 100%ig bin ich auch noch nicht soweit, aber das kommt noch. Das schlechte Gewissen, dass ich mich so rar gemacht habe, überwiegt dann doch!

    Ich bin sehr froh, in diesem Forum zu sein!
    Danke an alle, die hier so offen ihre Geschichten erzählen und mit Rat und Tat zur Seite stehen!

    LG

    Liebe Aurora,
    ich danke Dir für Deine Worte und Offenheit! Ich finde mich in ihnen bzw.dem Verhaltensmuster wieder! Mir ist es auch eigentlich schon immer klar gewesen (allerdings kann ich gut verdrängen und erst recht, wenn ich verliebt bin).
    Ich frage mich, ob ich das alleine hinbekomme, aus diesem Muster auszubrechen...wie doof ich doch immer wieder bin! :( Und dann kommt wieder die Wut... Ursache ist sicherlich der Umgang meiner Mutter mir gegenüber. Ich war damals Mittel zum Zweck, eigentlich nicht gewollt, habe aber dem Zweck gedient, dass mein Vater sie nach einer Scheidung (1973) geheiratet hat. Ja, das weiß ich alles, aber wie komme ich dagegen an?
    Fragen über Fragen ;)

    Hm, danke, aber ich bin auch nicht in der Situation, dass ich angefleht werde, zu bleiben. Unter'm Strich fühlt es sich trotzdem nicht gut an, aber das ist wohl normal...
    Ich möchte wieder "ich" werden und das ist ein Ziel, was hoffentlich ein jeder erreicht, der sich gegen sein Suchtmittel entscheidet und für ein selbstbestimmtes Leben. Halte durch!

    Ich glaube, dass das bei jedem Co anders ist. Verschiedene Phasen habe ich zwar auch durch, aber IMMER war die Hoffnung im Fokus. Die Hoffnung, dass alles drumherum ja jetzt gut oder zumindest besser ist, aber das Trinken war immer da. Iwann habe ich begriffen, dass es nur Ausreden oder Vorwände waren. Ich habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und habe einfach iwann erkannt, dass ich weder etwas "zurück bekomme" noch Aussicht auf Besserung besteht. Mir ist einfach die Puste ausgegangen.

    Ja, das kann ich verstehen!!! Alles! Es tut mir so leid für Dich und bestärkt mich leider in meiner Angst, dass ich noch länger damit hadern werde, als ich mir vorgenommen habe. Aber die Entscheidung zu gehen war richtig. Das wird mein Mantra oder so. Wir haben ein Recht auf Glück!

    Hallo, ich stelle mich kurz vor:
    Ich bin 42J., w., habe einen Teenie-Sohn, bin VZ berufstätig und EIGENTLICH stand und stehe ich voll im Leben. Aaaaber....
    Nachdem ich jetzt an ein paar Abenden das Forum durchforstet habe, habe ich die Bestätigung, alles (zumindest letztendlich) richtig gemacht zu haben.
    Aber von vorne: Vor fast 3 Jahren habe ich meinen jetzigen Ex durch das Internet"wieder getroffen". Wir kennen uns aus der Kindheit, unsere Brüder sind miteinander befreundet und es kam, wie es kommen musste...wir wohnen nicht sehr weit auseinander, haben erst freundschaftlich etwas miteinander unternommen, sind dann zusammen gekommen. Ein Zusammenziehen war bis zuletzt nicht möglich, da er in einem großen Haus wohnt, was er alleine nach und nach saniert und im Nachhinein war das gut so...
    Ich wusste relativ schnell, auf was oder wen ich mich einlasse und hatte die naive Vorstellung, dass es durch genügend Fürsorge und Liebe und Reden irgendwann anders wird..
    Seine Trinkgewohnheiten waren unterschiedlich. Meistens jeden 2. Tag bis zu 15 Biere, zum Ende täglich. In den fast 3 Jahren habe auch ich mich von meinem Freundeskreis distanziert, meine Interessen vernachlässigt, alles an ihn und sein Leben angepasst. Ich habe mich beleidigen lassen, mich aus dem Haus werfen lassen, seine Wahrnehmungsstörungen während des Suffs hingenommen. Meine Träume aufgegeben, meine Gedanken waren nur noch bei ihm. Er hatte und hat von Anfang an schwere Zeiten mit Umgang für sein Kind einfordern, Ärger mit der Ex, Tod vom Hund, Ärger bei der Arbeit etc.und ich habe alles mit ihm durchgestanden. Es war auch nicht immer und alles schlecht, aber unterm Strich: Wo bleibe ich? Immer wieder fühlte es sich an, als würde ich gut in seinen Plan passen, quasi gute Rahmenbedingungen, aber Liebe und glücklich sein oder werden? Weit entfernt...
    Am 30.04.war es dann wieder soweit. Ohne Grund, wir hatten nicht gestritten, kamen die Wahrnehmungsstörungen und er schmiss mich wieder raus und mein Maß ist voll! Ich habe mich nicht mehr gemeldet. Er schrieb mich 4 Tage später(im Suff) an...mit den Worten"Tja, das war's dann wohl?!"...Es lag an mir. Ich wartete bis zum nächsten Tag, bis er halbwegs nüchtern sein musste und antwortete, dass es an ihm liegt. Es wäre soweit: Alk oder ich, kein Zwischending. Seine Antwort"ok"... und das war's wohl.
    Ich weiß, dass sich das alles unspektakulär lesen muss, aber ich bekomme viele Details nicht mehr gerade aus meinem Kopf...alles durcheinander... Ich weiß, mein Handeln war letztendlich richtig - für ihn und für mich, es fühlt sich trotzdem grausam an. Leise Zweifel und Hoffnung sind immer noch da. Andererseits auch das Gefühl von Freiheit. Ich bin noch ein wenig hin und hergerissen...und habe mir jetzt bis zum 19.05.ein fixen Tag gesetzt. Wenn bis dahin nichts von ihm kommt, dann versuche ich, diese Episode aus meinem Leben abzuhaken.
    Aber bin ich trotz der eigenen Kraft zu gehen und trotz meines konsequenten Handelns im Grunde noch co-abhängig? Vielleicht ist das eine blöde Frage, aber ich kann sie mir nicht selbst beantworten. Traurig
    LG