Hallo, ich stelle mich kurz vor:
Ich bin 42J., w., habe einen Teenie-Sohn, bin VZ berufstätig und EIGENTLICH stand und stehe ich voll im Leben. Aaaaber....
Nachdem ich jetzt an ein paar Abenden das Forum durchforstet habe, habe ich die Bestätigung, alles (zumindest letztendlich) richtig gemacht zu haben.
Aber von vorne: Vor fast 3 Jahren habe ich meinen jetzigen Ex durch das Internet"wieder getroffen". Wir kennen uns aus der Kindheit, unsere Brüder sind miteinander befreundet und es kam, wie es kommen musste...wir wohnen nicht sehr weit auseinander, haben erst freundschaftlich etwas miteinander unternommen, sind dann zusammen gekommen. Ein Zusammenziehen war bis zuletzt nicht möglich, da er in einem großen Haus wohnt, was er alleine nach und nach saniert und im Nachhinein war das gut so...
Ich wusste relativ schnell, auf was oder wen ich mich einlasse und hatte die naive Vorstellung, dass es durch genügend Fürsorge und Liebe und Reden irgendwann anders wird..
Seine Trinkgewohnheiten waren unterschiedlich. Meistens jeden 2. Tag bis zu 15 Biere, zum Ende täglich. In den fast 3 Jahren habe auch ich mich von meinem Freundeskreis distanziert, meine Interessen vernachlässigt, alles an ihn und sein Leben angepasst. Ich habe mich beleidigen lassen, mich aus dem Haus werfen lassen, seine Wahrnehmungsstörungen während des Suffs hingenommen. Meine Träume aufgegeben, meine Gedanken waren nur noch bei ihm. Er hatte und hat von Anfang an schwere Zeiten mit Umgang für sein Kind einfordern, Ärger mit der Ex, Tod vom Hund, Ärger bei der Arbeit etc.und ich habe alles mit ihm durchgestanden. Es war auch nicht immer und alles schlecht, aber unterm Strich: Wo bleibe ich? Immer wieder fühlte es sich an, als würde ich gut in seinen Plan passen, quasi gute Rahmenbedingungen, aber Liebe und glücklich sein oder werden? Weit entfernt...
Am 30.04.war es dann wieder soweit. Ohne Grund, wir hatten nicht gestritten, kamen die Wahrnehmungsstörungen und er schmiss mich wieder raus und mein Maß ist voll! Ich habe mich nicht mehr gemeldet. Er schrieb mich 4 Tage später(im Suff) an...mit den Worten"Tja, das war's dann wohl?!"...Es lag an mir. Ich wartete bis zum nächsten Tag, bis er halbwegs nüchtern sein musste und antwortete, dass es an ihm liegt. Es wäre soweit: Alk oder ich, kein Zwischending. Seine Antwort"ok"... und das war's wohl.
Ich weiß, dass sich das alles unspektakulär lesen muss, aber ich bekomme viele Details nicht mehr gerade aus meinem Kopf...alles durcheinander... Ich weiß, mein Handeln war letztendlich richtig - für ihn und für mich, es fühlt sich trotzdem grausam an. Leise Zweifel und Hoffnung sind immer noch da. Andererseits auch das Gefühl von Freiheit. Ich bin noch ein wenig hin und hergerissen...und habe mir jetzt bis zum 19.05.ein fixen Tag gesetzt. Wenn bis dahin nichts von ihm kommt, dann versuche ich, diese Episode aus meinem Leben abzuhaken.
Aber bin ich trotz der eigenen Kraft zu gehen und trotz meines konsequenten Handelns im Grunde noch co-abhängig? Vielleicht ist das eine blöde Frage, aber ich kann sie mir nicht selbst beantworten. Traurig
LG
Co-abhängig auch nach Trennung?
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Hallo Hürbiskopf! Nein das klingt gar nicht unspektulär, das ist die reinste Hölle auf Erden. Wenn du schreibst muss ich an mich denken. Ich wurde auch immer rausgeschmissen- NAch drei JAhren war ich dann wirklich weg. Er wollte es bis zum Schluss nicht glauben, dass ich wirklich gehe... Ich kann dir wenig Ratrschläge bezüglich der Coabhängigkeit geben, ich stecke selbst noch drin. Alles Liebe! und viel Kraft
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Ich danke Dir! Wie lange ist das denn her bei Dir?
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ca. 2 Monate... Aufgrund finanzieller Probleme, bin ich zu meinen Eltern gegangen. Ich hatte Phasen der Entschlossenheit, doch jetzt bin ich grad wieder sehr am zweifeln. Er macht jetzt 8 Wochen stationäre Therapie. Ich merke, dass ich mir wünsche, dass alles wieder gut wird, doch ich habe schon 3 trockene Jahre mit ihm erlebt- ich glaub, dass könnte ich nie aus dem Kopf bekommen. ICh mache noch immer mein Glück von ihm abhängig. Wir haben einen dreijährigen Sohn, vielleicht spielt das auch mit. Bin grad sehr verwirrt und ratlos und am grübeln... Es muss Teil meiner Co-Abhängigkeit sein, dass ich noch immer an einen Menschen hänge, der mir das Leben drei Jahre lang zur Hölle gemacht hat.
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Ja, das kann ich verstehen!!! Alles! Es tut mir so leid für Dich und bestärkt mich leider in meiner Angst, dass ich noch länger damit hadern werde, als ich mir vorgenommen habe. Aber die Entscheidung zu gehen war richtig. Das wird mein Mantra oder so. Wir haben ein Recht auf Glück!
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Gehen ist auf jeden Fall richtig!!! Ich weiß jetzt, dass alles weitergegangen wäre. Selbst wenn wir uns danach getroffen haben- immer wegen dem Kleinen-war wieder Alkohol im Spiel. Warum solte man was ändern, wenn alles "funktioniert". ICh war entsetzt über mich selbst, dass ich drei JAhre gebraucht habe, um zu gehen, doch ich habe es für mich in unterschiedliche Phasen unterteilt. Erstes JAhr, war die Phase des "Er kann jetzt normal trinken", Zweites JAhr war die Phase "Es ist nicht so schlimm, wie es zuvor war und es wird sich bald was ändern, denn es muss ihm ja selbst schlecht dabei gehen" das 3. JAhr war die Phase "Ich kann tun was ich will, es ändert sich nichts- ich habe Angst zu gehen- Ich muss gehen- ich will gehen"
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Ich glaube, dass das bei jedem Co anders ist. Verschiedene Phasen habe ich zwar auch durch, aber IMMER war die Hoffnung im Fokus. Die Hoffnung, dass alles drumherum ja jetzt gut oder zumindest besser ist, aber das Trinken war immer da. Iwann habe ich begriffen, dass es nur Ausreden oder Vorwände waren. Ich habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und habe einfach iwann erkannt, dass ich weder etwas "zurück bekomme" noch Aussicht auf Besserung besteht. Mir ist einfach die Puste ausgegangen.
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Du hast recht! Alle Phasen waren von Hoffnung begleitet.. Aber Gratulation für deine Konsequenz.. Es schafft nicht jeder den Schlusstrich zu ziehen
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Hm, danke, aber ich bin auch nicht in der Situation, dass ich angefleht werde, zu bleiben. Unter'm Strich fühlt es sich trotzdem nicht gut an, aber das ist wohl normal...
Ich möchte wieder "ich" werden und das ist ein Ziel, was hoffentlich ein jeder erreicht, der sich gegen sein Suchtmittel entscheidet und für ein selbstbestimmtes Leben. Halte durch! -
Hallo Kürbiskopf,
erst mal "Hallo" hier im offenen Bereich!
Ich denke, Co-Abhängigkeit ist nicht nur auf eine bestimmte Beziehung beschränkt. Sondern es ist ein Grundmerkmal bestimmter Persönlichkeitsstrukturen, sich eben so zu verhalten.
Darum finde ich persönlich es sehr wichtig, sich damit auch auseinander zu setzen. Mit Mustern und Strukturen, die ich in mir haben und die mich immer wieder in bestimmte Beziehungen auch haben rutschen lassen. Ich habe mir ja meine Partner nicht nur nach dem Äußeren ausgesucht sondern vor allem in bestimmten Verhaltensdingen, die sie hatten.
Meine Jugendliebe war so. Der hat zwar nicht getrunken, aber er brauchte eine "starke" Persönlichkeit, hatte eine schwierige Kindheit hinter sich, war unsicher und so weiter. Und ich sah mich als seine "Retterin". Er hat mich ab und an geschlagen, also nicht zusammen geschlagen sondern mir Ohrfeigen gegeben... ich hab es entschuldigt, weil, er hatte es doch immer so schwer. Ich habe mich körperlich und auch seelisch im Prinzip schlecht behandeln lassen. Und mich stark und wichtig dabei gefühlt.
Und dann hatte ich so einen Freund für kurze Zeit. Auch da war es ähnlich. Er hat mich benutzt, mehr nicht.
Und dann kam mein 1. Mann. Zuerst sah alles gut aus, aber dann wurde immer klarer, dass auch er eher eine "starke" Frau und einen Mutterersatz gesucht hatte. Und ich habe genau in dieses Muster gepasst. Ich für ihn und für mich eben auch, weil ich war so gerne die "Retterin"und "Muddi" (So war übrigens mein Nick, als ich hier im Forum ankam, "Muddi"). Ich war lange Zeit stolz darauf, wie ich alleine alles managen konnte, Kinder, Haushalt, Familie und zunehmend seinen Suff.
Er wurde abhängig im Laufe der Zeit. Und ich hatte Hoffnung, ich hatte die Kraft, ich hatte den Willen und die Vorstellung, ihn retten zu können und unser Leben nach meinen Vorstellungen zu gestalten, leben zu können.
Ich sag dir, das ist nix geworden

, nach 25 Ehejahren war ich fertig. Körperlich und seelisch. Und er soff fröhlich... Nix mit "Retterin", er wollte ja gar nicht gerettet werden.Also hab ich mein letztes bisschen Kraft zusammen genommen und zum ersten Mal die Person gerettet, die am wichtigsten in meinem Leben ist... nämlich mich!
Und dann habe ich mich mit all meinen Mustern und Prägungen auseinander gesetzt, ich tu das noch immer. Und irgendwann habe ich meinen 2. Mann kennen und lieben gelernt. Und das ist die erste "normale" Beziehung, die ich habe! Aber ich muss immer auf mich acht geben, denn diese alten Muster habe ich noch. Nur weiß ich jetzt, dass ich sie habe und wie ich sie erkenne. Dadurch kann ich sie umschalten.
ZitatIch möchte wieder "ich" werden und das ist ein Ziel, was hoffentlich ein jeder erreicht, der sich gegen sein Suchtmittel entscheidet und für ein selbstbestimmtes Leben.
Ob das jeder erreicht, liegt an jedem selbst! Du kannst es erreichen, wenn du am Ball bleibst und erkennst, dass du in deinem Leben der wichtigste Mensch bist! Und du musst dir im Klaren sein, dass es auch nicht immer einfach ist, dass es weh tun wird, dass du wütend, traurig und niedergeschlagen sein wirst mit deinen Erkenntnissen, die da kommen dann. Aber auf der anderen Seite wirst du merken, wie viel leichter, einfach, schöner und lebenswerter dein Leben dadurch wird.
Liebe Grüße
Aurora -
Hey Kürbiskopf,
ich habe gerade in dem Fädchen von Tautropfen einen Link gesehen, den Morgenrot ihr gegeben hat! Da hatten wir mal das Thema "Co-Abhängigkeit und Erziehung". Sehr spannend und interessant. Vielleicht magst du mal reinsehen. Den Link findest du im anderen Fädchen, also bei Tautropfen.
Liebe Grüße nochmal
Aurora -
Liebe Aurora,
ich danke Dir für Deine Worte und Offenheit! Ich finde mich in ihnen bzw.dem Verhaltensmuster wieder! Mir ist es auch eigentlich schon immer klar gewesen (allerdings kann ich gut verdrängen und erst recht, wenn ich verliebt bin).
Ich frage mich, ob ich das alleine hinbekomme, aus diesem Muster auszubrechen...wie doof ich doch immer wieder bin!
Und dann kommt wieder die Wut... Ursache ist sicherlich der Umgang meiner Mutter mir gegenüber. Ich war damals Mittel zum Zweck, eigentlich nicht gewollt, habe aber dem Zweck gedient, dass mein Vater sie nach einer Scheidung (1973) geheiratet hat. Ja, das weiß ich alles, aber wie komme ich dagegen an?
Fragen über Fragen
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Hallo Kürbiskopf,
ZitatIch frage mich, ob ich das alleine hinbekomme, aus diesem Muster auszubrechen...wie doof ich doch immer wieder bin!
Du musst ja das nicht alleine hinbekommen.
Ein Austausch hier mit Gleichgesinnten kann eine sehr gute Hilfe sein, Muster zu erkennen und zu lernen, sie zu umgehen. Das dauert eben Zeit, das ist das ganze Geheimnis. Was sich in teilweise Jahrzehnten in deinem Gehirn festgefahren hat, geht nicht in ein paar Tagen weg.Du wirst immer wieder Rückschritte auch erfahren. Das habe ich auch, manchmal sogar jetzt noch. Aber es wird immer einfacher, Altes zu erkennen und dann anders zu handeln. Auch wenn du zuerst mal wie gewohnt abfährst auf eine Situation. Und doof bist du schon mal gar nicht. Wie kommst du darauf?
Du kannst dir auch Hilfe in Form einer Therapie holen, wenn du das magst. Auf alle Fälle ist eine ehrliche und offene Auseinandersetzung mit deinen Dingen eine wichtige Grundlage, alte, eingefahrene Muster zu erkennen und umzuschreiben.
Zitat(allerdings kann ich gut verdrängen und erst recht, wenn ich verliebt bin).
Verliebte sind gut im Verdrängen. Bzw. sieht man als Verliebte alles durch eine rosa Brille. Das hat hormonelle Ursachen. Das liegt also nicht daran, dass du fehlerhaft bist! Das geht allen mehr oder weniger so.
Wenn du aber über dich und deine Bereitschaft zu komischen Beziehungen Bescheid weißt, kannst du die rosarote Brille vielleicht ein wenig lüften und versuchen, auch ein wenig klar zu sehen. Das geht auch, als ich mit meinem 2. Mann zusammen kam hat das bei mir ganz gut funktioniert.
Warum sollte es das nicht auch bei anderen Menschen dann so sein? Bei dir...
Liebe Grüße
Aurora -
Hallo Aurora,
ja, das habe ich in den letzten Tagen, an denen ich im Forum gelesen habe (insbesondere die Geschichte von Sphinx), auch gelernt: Ich muss das nicht alleine hinbekommen

Es hilft mir so sehr, dass ich die immer doch fast identische Geschichten lese.Morgen ist mein persönlicher Tag X. Ich habe mir eine 14tägige "Frist" gesetzt, um mich 1. zu beobachten und zu reflektieren, was mein konsequentes Beenden bzw. meine Aussage "Alk oder ich-kein Zwischending!" mit MIR macht und 2. natürlich!!!, um zu sehen, was oder ob er etwas unternimmt und sich für die Liebe entscheidet.
Ja, ja, soviel habe ich schon verstanden- Alk steht an Position 1 und die Hoffnung (mein lebenslanger Begleiter) besser gleich verschmähen!
Aber langfristig gibt mir Deine Geschichte, Aurora, dann doch wiederum die Hoffnung zurück, dass irgendwann alles gut wird, nur eben ohne alkoholkranken Partner an meiner Seite!
Und nein, die 2 Wochen waren kein Spaziergang, insbesondere die freien Pfingstage. ABER ich habe mir Spaziergänge in der Natur gegönnt und das hat mir gut getan. Der kalte Wind, der Regen...das hat sich gut angefühlt und war irgendwie bereinigend

Und er hat sich nicht gemeldet. Aber das wird noch kommen, alleine schon, weil ich noch ein paar Dinge bei ihm habe. Aber vielleicht stehen die irgendwann auch einfach vor meiner Garage.Mein nächster geplanter Schritt ist mein Outen...meiner Familie gegenüber, meinen Freunden gegenüber. Lediglich eine Freundin weiß, was los ist. Selbst das ich mir da mal Luft machen musste und ich relativ spontan erzählt habe, in welcher Situation ich war/ bin, bereitet mir jetzt noch ein schlechtes Gewissen, denn (nicht lachen) Vertrauen und Loyalität waren die Basis unserer Beziehung.
So 100%ig bin ich auch noch nicht soweit, aber das kommt noch. Das schlechte Gewissen, dass ich mich so rar gemacht habe, überwiegt dann doch!Ich bin sehr froh, in diesem Forum zu sein!
Danke an alle, die hier so offen ihre Geschichten erzählen und mit Rat und Tat zur Seite stehen!LG
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Liebe Kürbiskopf,
ich werde mit Sicherheit nicht über dich lachen! Warum auch? Ich war ja selbst mal da, wo du jetzt bist und weiß, wie schwer das alles ist. Ich habe selbst mal in der Ehe mit meinem Exmann an solche Dinge wie "Liebe, Loyalität, Gemeinsamkeit" und so weiter geglaubt. Und ich hatte lange die Hoffnung, dass ich das auch so hinbekommen könnte. Da wusste ich noch nicht, wie stark die Sucht ist. Wie zwanghaft. Ich dachte lange Zeit, er müsse es nur wollen und würde mich und unsere kleine Familie nicht genug lieben. Dass Sucht aber bedeutet, dass alles von ihr beherrscht wird, der ganze Mensch von oben bis unten, das habe ich erst hier (im Forum) so richtig begriffen.
Du musst nun auch nichts über's Knie brechen. Mit dem Outen. Du kannst ja erst mal den Kontakt wieder aufnehmen zu den Menschen, die dir lieb sind und die du vernachlässigt hast. Oft haben sie sowieso schon viel mehr geahnt, als du denkst.
Und du bist da dann auch nicht unloyal deinem XY gegenüber. Wenn du von eurer Beziehung erzählst. Es ist ja so gewesen, wie es war, du erzählst ja keine Lügen und du hast daraus deine Konsequenzen gezogen! Du hast dich getrennt, weil es für dich kein gutes Leben mehr war mit ihm. Das ist sehr stark und du kannst stolz auf dich sein!
Liebe Grüße
Aurora -
Liebe Aurora,
vielleicht bin ich noch nicht soweit, aber noch differenziere ich, denn mein Ex hat mich nie belogen - was das Saufen angeht (und ich glaube auch sonst nicht). Eher im Gegenteil: Viele gesagte Dinge, die ich vl.lieber garnicht wissen wollte. Aber eigentlich ist es mir grundsätzlich so lieber, denn ich selbst bin auch so...vl.nicht ganz so krass, aber lieber ehrlich, als vorne so und hinten so...
Und ja, übers Knie brechen klappt auch nicht. Ich revidiere den Tag X. Bevor ich nicht meine Sachen wieder habe, kriege ich das nicht hin. Leider beherrscht er immer noch zu 99% meine Gedanken! :-/ Lediglich bei der Arbeit ist es nicht so. Da MUSS ich mich konzentrieren (ich bin in einer leitenden Position und muss mich da um die Belange meiner Mitarbeiter kümmern).
Ich bin völlig entkräftet....immer noch...und irgendwie noch auf Halbachtstellung...
Ok, jammern nützt nix...abwarten...nach vorne schauen...lernen

Habe mir auch ein Buch bestellt, um ggf.meine Kindheit zu reflektieren und zu verarbeiten....
Danke für Deine Worte, aber auch wenn es "richtig" war, dass ich diesen Weg gegangen bin, Stärke und Stolz fühle ich gerade nicht

Kommt aber bestimmt wieder. Eigentlich war mein Spitzname mal Sonne oder Sonnenschein, weil ich grundsätzlich positiv bin...da möchte ich gerne wieder hinkommen

LG
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So, Tag X ist vorbei. Keine Meldung. Das Wochenende steht vor der Tür, aber gottseidank ist es zum Teil verplant :-/
Ich fühle... keine Ahnung. Liebeskummer. Trauer. Befreiung. Scham. Ich bin trotzdem froh, dass ich keine Wut empfinde, ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich die letzten drei Jahre vergeudet habe, denn ich habe viel gelernt! Tatsächlich auch von ihm! Nicht ausschließlich auf den Alkohol bezogen und das ganze Drumherum. Ich habe viel über mich gelernt. Ich bin toleranter und verurteile die Menschen nicht, weil sie sich"anders" verhalten. Ich weiß, es gibt dafür Gründe. .. in der Kindheit, in der jetzigen Beziehung...
Unterm Strich komme ich meinem Lebensmotto wieder nah:" Alles kommt, wie es kommen soll und alles wird gut! "
Ich wünsche allseits ein friedliches und erholsames Wochenende! -
Ich hatte gestern einen schönen Tag, hatte erst mit meinen Sport-Mädels (und auch die habe ich vernachlässigt) einen Auftritt in einer anderen Stadt und schon auf dem Weg dorthin richtig Spaß. Das waren insgesamt 4 Std., in denen ich mich frei gefühlt habe. Bei schönem Wetter dann noch eine kleine Ausfahrt mit dem Cabrio und ich war seit langem wieder mal mit Glücksgefühlen gesegnet! Gleichzeitig dachte ich aber auch "Aufpassen! Sei gewappnet! In der Vergangenheit kam nach so einem Hochgefühl dann auch wieder was Ungutes..." Und: Ich lag schon im Bett. Da kam nach > 2 Wochen Sendepause eine Nachricht von ihm. Er denkt und vermisst mich und er arbeitet an sich... Ich kann nicht sagen, dass ich mich nicht gefreut habe, aber ich bin ehrlich und weiter konsequent geblieben. Ich habe nachgefragt, was das denn bedeutet "an sich arbeiten",also konkret. Die Antwort war für mich zu wischiwaschi..."Klarheit". Ja, dann mach das...ich lasse mir jetzt auch helfen...und habe ihm dann mitgeteilt, dass ich auch mein Defizit/ Krankheit erkannt habe und mir helfen lasse. Er bekam Angst "Was bedeutet das für uns?" Ganz einfach"Lass Dir auch helfen! Ganz alleine Deine Entscheidung und das sagte ich schon und wusste ich schon, bevor ich mir helfen ließ. Alk oder ich - kein Zwischending!"
Wie gesagt, ich freue mich, dass er sich weiterhin den Kopf zerbricht... hauptsächlich natürlich bzgl. des Alkohols, aber eben auch über uns. Ich sehe es weiterhin ganz konsequent und bleibe es auch. Natürlich würde ich mich über einen positiven Ausgang irgendwann freuen, für ihn, seine Gesundheit, aber auch für unsere Beziehung(haben wir noch eine?) Egal...wie es auch kommt....ich weiß, dass ich wieder zu mir finde, ob mit oder ohne ihn...es sind 2 Paar Schuhe....seine und meine Krankheit....ich habe mich entschieden gesund zu werden. Ob er es auch möchte liegt an ihm! -
Liebe Kürbiskopf,
erwischt!
Zitatich war seit langem wieder mal mit Glücksgefühlen gesegnet! Gleichzeitig dachte ich aber auch "Aufpassen! Sei gewappnet! In der Vergangenheit kam nach so einem Hochgefühl dann auch wieder was Ungutes..."
Das ist ein altes Muster! Warum darf es dir nicht uneingeschränkt gut gehen? Ohne dass da "der Hammer" kommt? Ich kenne das auch gut. Und das ist bei mir eine uralte Prägung. Meine Mutter predigt sie heute noch. Nur dass sie bei mir inzwischen da zum Glück nichts mehr mit erreicht. Hat sie aber früher. Denn es durfte mir nie "zu gut" gehen...
Dir darf es gut gehen. So gut, dass du meinst, du könntest vor Glück zerplatzen! Und da kommt nichts Schlimmes dahinter.
Dein XY hätte dich auf jeden Fall kontaktiert. Du hättest seine Nachricht nicht zu lesen brauchen. Im Prinzip hat es dir ja auch nichts gebracht. Außer dass du jetzt weißt, was du schon vorher wusstest. Nämlich dass er rumeiert...
Zitat....ich habe mich entschieden gesund zu werden. Ob er es auch möchte liegt an ihm!
Genau!
Liebe Grüße und einen wunderbaren Sonntag
Aurora -
Liebe Aurora,
ja, es war tatsächlich schon immer so, das stimmt
Aber den Ursprung und den Grund dafür kenne ich wirklich nicht. Seitdem ich denken kann, kam immer etwas hinterher, was das Glücksgefühl wieder zunichte gemacht hat. Ich finde es ja auch nicht schön, dass dieses Gefühl durch diese Gedanken doch etwas abgemildert werden, aber was soll ich tun? Ich bin lieber gewappnet, als ungeschützt wieder eine Schlag in den Bauch zu bekommen! 
Und ja, stimmt auch, ich bin nicht schlauer, als vor dieser Nachricht. Aber auch, wenn ich mich konsequent verhalte und mich mit meiner Vergangenheit beschäftige und meine Defizite ausmerzen möchte, ist da IMMER NOCH die Hoffnung, dass.....

Wissen, Theorie und Praxis, Kopf und Herz...noch bin ich mittendrin.
Durch das Lesen im Forum sehe ich schon, dass ich nicht so schlimm dran bin, wie manch ein anderer/ eine andere und dass ich wohl schneller konsequent gehandelt habe. Aber meine immer währende Hoffnung ist noch allgegenwärtig.
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