Beiträge von lalu14

    Ich stelle leider fest, dass ich körperlich nicht mehr so belastbar bin, wie noch vor vier, fünf Jahren. Obwohl ich fast täglich im Garten buddel, bin ich nach zwei, drei Stunden ziemlich kaputt. Heute haben wir Holz gemacht und ich habe nur gestapelt und trotzdem bin ich ziemlich erschöpft.

    🤔

    Mal schauen, ob das so bleibt oder ob mir ein wenig Training fehlt. Oder ich werde langsam wirklich alt 🤭 ( der siebenundfünfzigste steht vor der Tür)

    Somit war der Tag heute um 14 Uhr schon gelaufen und ich sitze seit dem mehr oder weniger auf der Couch. Aber auch gut. Ich habe ja noch Urlaub.

    Morgen kommt zweimal Besuch und das ist auf eine andere Art erschöpfend. Erst Frühstück mit einer Bekannten und zum Kaffee kommt meine Mutter. Und einkaufen müssen wir auch noch und zum Tierarzt….

    Freitag ist dann endlich nix angesagt.

    Ich lese noch ein wenig im Forum und lasse mich von euren Erfolgsgeschichten inspirieren.

    Lg Lalu

    Hallo und guten Abend,

    Die letzte Urlaubswoche ist angebrochen und ich habe mehr Termine, als geplant.

    Trotzdem nehme ich mir auch Zeit, weiter trocken zu arbeiten. Trockenarbeit heißt für mich auch, hier im Forum zu lesen und zu schreiben. Lesen täglich, schreiben nicht immer. Aber jeden Tag mich mit dem Thema Sucht zu befassen halte ich für mich als einen wichtigen Teil meiner „Therapie“.

    Und ich höre verschiedene Potcast, in denen es um Sucht oder um die Erzählungen von Süchtigen und ihren Weg aus der Sucht geht.

    Bücher, in denen es um die Biografien von Süchtigen geht habe ich glaube alle schon gelesen 🤭

    Was ich insbesondere immer wieder feststellen muss, dass es sehr viele Rückfälle gibt. Ich meine nicht unbedingt dieses Forum hier, da ich auch in anderen gelesen habe. Vor allem nach sehr kurzer Zeit passieren oft diese Rückfälle. Und wenn ich dann lese oder höre, warum es dazu gekommen ist, fällt mir auf, dass es vielen offensichtlich schwer fällt, die „einfachen“ Dinge nicht ernst zu nehmen. Für mich sind das vor allem: kein Alkohol im Haus und in den ersten Monaten möglichst alle Veranstaltungen zu meiden, auf denen Alkohol eine Rolle spielen könnte.

    Dazu gehören für mich auch Restaurantbesuche. Oder ähnliche Orte.

    Das ist meine Sicht auf die Dinge. Da ich nur aus meiner Erfahrung berichten kann.

    Allen einen ruhigen Abend

    Lalu

    Ich bin erholt und glücklich aus meinem Urlaub zurück. Es war eine gute Zeit und ich weiß, dass ich mir solche Urlaubsreisen in Zukunft öfter gönnen werde. Alleine mit mir und meinen Büchern in einer ruhigen Gegend.

    Ich habe auch das Handy fast immer ausgeschaltet, nur gelegentlich hier im Forum gelesen oder nach den Wetteraussichten geschaut. Podcast habe ich überhaupt nicht gehört, obwohl ich sonst sehr viel höre.

    Jetzt habe ich noch eine ganze Woche Urlaub zu Hause. Zwei Termine habe ich zu erledigen, ansonsten werde ich im Garten buddeln und ansonsten lesen. Ein paar Bücher warten schon auf mich.

    Es geht leise aber merkbar voran mit der Nüchternheit. Gelegentlich habe ich kleine Aha-Erlebnisse. Was ich alles so schaffe, da ich nicht mehr Alkohol trinken muss. Wie gut es mir geht, weil ich zeitig und nicht verkatert aufstehe.

    Ach! Das Leben ist schön!

    Ich schreibe noch einen Admin an, da ich gerne auch im geschlossen Bereich ein Tagebuch führen möchte.

    Und dann wünsche ich uns allen einen ruhigen Sonntag Abend

    Lalu

    Ich habe eine gute Zeit hier und verlängere meinen Aufenthalt. Viel Zeit mit mir alleine und Büchern und Natur.

    Keine Gedanken an Alkohol, da mir diese hier auch nicht ständig vor die Nase gehalten wird.

    Mir geht es so richtig gut.

    Lalu

    Der neu Rucksack wurde gepackt und heute Mittag ging es los zu meinem Kurzurlaub. Zwischenstation bei einer Freundin. Lecker Essen im Nachbarland gewesen und Abends gab es dann nur noch Eis und Schokolade. Meine Freundin kenne ich schon Jahrzehnte und sie weiß um meine Sucht. Sie hat gleich gesagt, in ihrem Haus gibt es keinen Alkohol, damit ich ja nicht in Versuchung komme. Es tut gut, solche Freunde zu haben.

    Morgen geht es weiter und ich bin freudig aufgeregt.

    Mir geht es gut und ich fange jetzt richtig an, meinen Urlaub zu genießen. Nüchtern ist es doch viel intensiver und klarer.

    Liebe Grüße und habt alle eine ruhige Nacht

    Lalu

    Guten Abend

    Meine Freundin ist wieder abgereist und es war schön, dass sie da war, aber es ist auch gut, dass ich mein Reich wieder für mich habe. ☺️

    Heute habe ich mir einen neuen Rucksack gekauft, da es am Sonntag auf eine kleine Reise geht. Meine erste kurze Urlaubsreise, die ich alleine machen werde.

    Welche Gedanken mache ich mir hinsichtlich möglicher Trigger? Ich habe ein gutes Gefühl, da ich noch nie eine Urlaubsreise alleine gemacht habe und in eine Gegend fahre, in der ich noch nie war. Es gibt also aus meiner Sicht keine Erinnerungen an Orte oder Umstände, die ich mit Alkohol verbinden kann.

    Wenn ich in meiner Stadt unterwegs bin, dann komme ich immer wieder an Orte, an denen ich getrunken habe. Ich lasse mich da nicht nieder und bisher hatte ich auch keine Trigger. Ich habe stets meinen Kaffee und Wasser mit, das, sollte ich getriggert werden, ich die Alternative zur Hand habe.

    Heute z.B. habe ich mich nach erfolgreichem Einkauf mit einem Eis🍦 und Kaffee ☕️ belohnt. Mich ganz entspannt auf einer Bank niedergelassen und Menschen beobachtet. Tat gut und ich war super entspannt und konnte es genießen. Kein Gedanke an Alkohol, sondern das Gefühl, mir mit meiner Nüchternheit einen riesig großen Gefallen getan zu haben.

    Ich hatte ja letztens geschrieben, dass mir der Gedanke unterkam, an meinem Geburtstag könnte ich ja mal ein alkoholfreies Bier trinken. Das werde ich nicht tun. Soweit Fakt. Ich beschäftige mich aber weiterhin mit diesem Gedanken, da ich wissen muss, ob mich dieser Gedanke eventuell auch zu anderen kommenden Ereignissen überfallen könnte. Da will ich gerüstet sein.

    Ich werde meine kleine Urlaubsreise auch dazu nutzen, meine Gedanken aufzuschreiben. Analog. Ich möchte probieren, ob ich den Tipp von einer bekannten Regisseurin und Autorin umsetzen kann, am Morgen die Gedanken, die einem so unterkommen, einfach festzuhalten. So ganz ohne lange zu überlegen, einfach drauf los schreiben. Maximal 10 Minuten. Mal schauen, wie sich das anfühlt und ob es den von ihr beschriebenen Effekt hat.

    Liebe Grüße

    Lalu

    Hallo an alle, die hier lesen

    Es geht mir gut. Meine Freundin und diverse Termine halten mich auf Trapp.

    Die Zähne sind nun endlich fertig, es wird eine Weile dauern, bis ich mich daran gewöhnt habe. Im Labor habe ich mich anzapfen lassen, die Auswertung ist aber erst im August. Halt Urlaubszeit.

    Meine Freundin trinkt keinen Alkohol, da ich auch nichts trinke. Wir haben das Thema Sucht auch nicht groß besprochen. Sie weiß, das ich süchtig bin. Da bedarf es keiner langen Erklärungen.

    Tut gut.

    Kleines Lebenszeichen von mir in der Pause. Ich warte, dass der Saft abkühlt, dann gehts weiter mit Gelee einkochen.

    Liebe Grüße

    Lalu

    Wir haben uns fast ein Jahr nicht gesehen. Wir werden wohl die Zeit mit Essen und Schwatzen verbringen. Meine Freundin ist auch nicht so gut zu Fuß, da fallen lange Fußweg aus.

    Aber wir haben in meinem Garten einen ruhigen und erholsamen Ort.

    Sie weiß auch um meine Suchterkrankung. Da muss nix mehr drum herum geredet werden.

    Freu mich auf eine gute Zeit 🤓

    Es ist echt zu warm! 😎

    Gestern war ich auf meinem Treffen. Wir waren zu sechst. Alles Mädels. Haben uns in einem Park niedergelassen und jede hat mehr oder weniger lange von sich und seiner Geschichte erzählt. Nach zwei Stunden war auch gut.

    Was mir wichtig war konnte ich loswerden. Das mir diese Community zu weich sei. Vielleicht werde ich noch zum nächsten Treffen gehen. Aber ich denke, dass mir ein Austausch auf diesem Niveau nicht viel bringen wird. Ich werde mich auf die Suche nach einer SHG machen, die wöchentlich stattfindet. Und die Trockenarbeit ernst genommen wird.

    Morgen kommt eine gute Freundin für ein paar Tage zu Besuch und mal schauen, ob ich Zeit haben werde hier zu schreiben. Vielleicht nur ein „Lebenszeichen“ 😉

    Liebe Grüße

    Lalu

    Mein erster Urlaubstag geht sehr entspannt zu Ende.

    Mit dem Autofahren hat prima geklappt. Bin unter Anleitung sogar wieder in die Garage gekommen, ohne die Spiegel abzufahren 😊

    Waren zwar nur sehr kurze Strecken, aber ich muss wieder üben. Mir fehlt die Sicherheit und der Überblick mit den anderen Verkehrsteilnehmer. Das wird schon!

    Heute hatte ich kaum Gedanken an und über Alkohol. Ich bin ihm ja auch nicht so oft begegnet, wie es sonst unter der Woche der Fall ist. Ich sage nur ÖPNV in der großen Stadt.

    Morgen treffe ich mich mit der Monatsrunde. Ein paar Menschen, die kurz oder auch länger nüchtern leben. Ich hatte ja schon mal darüber geschrieben. Ich freu mich tatsächlich darauf, mit Gleichgesinnten in den analogen Austausch zu gehen.

    Jetzt schnappe ich mir mein Buch und lese etwas. Und wenn ich nicht vorher einschlafe, schau ich noch Talkshow auf den Dritten Programmen.

    Es liegt also ein sehr schöner und ruhiger Abend vor mir. Was für ein Geschenk, auch diesen Freitag nüchtern und bei klarem Kopf zu erleben.

    Liebe Grüße und ich wünsche euch allen ebenfalls einen ruhigen Freitagabend

    Lalu

    Guten Morgen

    Es geht mir nach fast neuen Stunden Schlaf besser.

    Warum mir gestern übel war, weiß ich nicht. Ich nehme es auch hin. Vielleicht der niedrige Blutdruck, den ich jetzt in meiner nüchternen Zeit habe. Ich musste sogar die Medikamente absetzen, da ich in meiner nassen Zeit viel zu hohen Blutdruck hatte.

    Ich bin gefühlt noch antriebslos, aber der Tag fängt ja erst an. Und ich bin eh der Morgenmuffel 🤭

    Heute fahre ich meinen Mitbewohner zum Arzt. Ich bin seit Jahren kein Auto mehr gefahren. Ich bin freudig gespannt, wie es sich anfühlen wird. Ein bisschen Angst ist auch dabei.

    Aber ich möchte wieder Auto fahren. Das ist für mich der nächste Schritt. Dann kommt der Rauchstopp. Aber heute noch nicht. Vielleicht im Herbst. Ich werde mich nicht übernehmen. Die Nüchternheit hat absoluten Vorrang.

    Ansonsten: URLAUB 🌞😎

    Liebe Grüße

    Lalu

    Nun ist er da der Urlaub!

    Und ich starte gleich mit leichter Übelkeit und bin ziemlich energie- und kraftlos 😕

    Habe mich auf meine Couch verzogen und die letzten Stunden gelesen und viel Wasser getrunken. Morgen geht es bestimmt wieder besser.

    Ich ruhe mich mal weiter aus und gehe pünktlich ins Bett.

    Liebe Grüße

    Lalu

    Heute war ein ruhiger Tag. Arbeiten und pünktlich Feierabend gemacht.

    Bin dann bei meiner Mutter noch zum Kaffeekränzchen gegangen und länger geblieben, als geplant.

    Zum Beginn meiner Nüchternheit dachte ich kurz, dass ich in Gesellschaft zurückhaltender sein werde , kein Interesse an längeren Gesprächen haben werde. Langeweile aufkommt.

    Nix da. Ich schnatter wie immer und ich kann herzhaft über mich und andere lachen. Keine Spur von übler Laune.

    Dabei bin ich wirklich gerne mit mir alleine. Das war schon immer so. Daran wird sich nichts ändern. Aber ich genieße auch Gesellschaft, es darf nur nicht zu oft sein. (Weil: Menschen sind anstrengend 🤓)

    Jetzt aber ab in die Federn. Morgen letzter Arbeitstag vor dem Urlaub. Ich freu mich.

    Lalu

    Ganz lieben Dank an alle, die mir hier geantwortet haben.

    Mit der Erklärung Suchtgedächtnis kann ich vorerst etwas anfangen. Aber es läuft auf meinen Geburtstagen immer sehr friedlich ab. Die eine Hälfte trinkt keinen Alkohol und der Rest sehr wenig. Es ist jedes Jahr ein Familientreffen mit noch ein paar guten Freunden. Mein Familienclan und die engsten Freunde sind eigentlich wenig an Alkohol interessiert. So gesehen habe ich ein gutes Umfeld, in dem ich trocken bleiben kann.

    Ich glaube aber auch, dass der Gedanke mir eine Art Belohnung vorgaukelt. Ich bin dann fast fünf Monate trocken und könnte mir ja mal was gönnen.

    Gegen diesen Gedanken brauche ich eine gute Idee. Alles Handwerkzeug habe ich ja im Koffer.

    Für heute und die nächsten Tage sehe ich keine Gefahr für mich. Aber ich werde gewappnet sein, sollte der Suchtgedanke, auch wenn es „nur“ alkoholfreies Bier sein soll, wieder aufkommt.

    Noch zwei Tage arbeiten, dann ist Urlaub!

    Ich gönne mir dann mit meinem Mitbewohner ein opulentes Abendmahl und zum Dessert gibt es Eis. Das sind doch feine Aussichten, also etwas, dass ich mir gönne. 😉

    Ich werde noch ein wenig Trockenarbeit machen. Soll heißen, ich lese hier im Forum noch ein wenig. Das ist Teil meiner Abendroutine. Mir tut es gut.

    Euch allen eine friedliche Nacht

    Lalu

    Heute nur ein kurzes Hallo.

    Noch drei Tage arbeiten, dann habe ich drei Wochen Urlaub. Toll, toll, toll!

    Heute hatte ich ziemlich viele Gedanken an Alkohol gehabt. Der blödeste war, dass ich ja zu meinem Geburtstag (in einem Monat) mal ein alkoholfreies Weizen trinken könnte. Na was für ein Schwachsinn! Habe ich mich zur Ordnung gerufen (in Gedanken, wäre in der S-Bahn sonst auch ein wenig ulkig gewesen)

    Ich mache mir jetzt mal Gedanken, woher diese Gedanken kommen könnten. Ich schreibe das vorerst nicht hier, sondern sortiere mich analog mit Papier und Stift.

    Liebe Grüße

    Lalu

    Heute war es vormittags recht ruhig. Zeitung lesen, Kreuzworträtsel, in Ruhe frühstücken.

    Nachmittags dann den Garten gepflegt und anschließend mich.

    Ein Telefonat mit einer guten, langjährigen Freundin geführt und ihr von meiner Trockenarbeit berichtet. Positive Rückmeldung und eine Verabredung zum Schnattern gemacht.

    Der Austausch analog, also von Angesicht zu Angesicht hat doch eine andere Qualität.

    Nächsten Samstag gehe ich zu einem Treffen, wo sich Menschen zusammenfinden, die mehr oder weniger lange trocken sind. Keine SHG im classichen Sinn. Das Treffen findet nur einmal im Monat statt.

    Das beantwortet vielleicht die Frage von Thalia. Was ich brauche. Eben den Austausch auch analog. Das halte ich für wichtig. Und bis zum September ist es genug, wenn ich mich ein paar Mal mit Menschen treffe, die meine Suchtproblematik verstehen.

    Ich schreibe und lese täglich hier und im Laufe des Tages kommen immer mal wieder Gedanken zu meiner Sucht. Ich bin gut im Thema und bleibe weiterhin dran.

    Allein eine ruhige Nacht.

    Liebe Grüße

    Lalu

    Liebe Thalia,

    ich habe ja meine Erfahrungen mit diesem Forum und genau deshalb bin ich wieder hier. Weil es hilft, weil es gut tut, weil es stabilisiert.

    Ich versuche beim Schreiben beides: Inneres und Äußeres. Hier ist aber der offene Bereich, da mag ich mich nicht ganz „entblättern“ 😊

    Ich habe mich gefragt, was man (und auch ich vor sieben Jahren) als Neuling im offenen Forum in der ersten Zeit liest. Erfahrungsberichte. Alles wird gelesen, was irgendwie erklärt, was mit einem passiert, wenn man trocken werden und trocken bleiben will. Das auf diesem Weg der Alltag weiter geht, ist nicht unwichtig zu erwähnen. Und vielleicht auch zu schreiben, was sich klein und manchmal unbemerkt doch verändert.

    Zur realen SHG. Auch da habe ich schon Erfahrungen und weiß die Gruppe zu schätzen. Da ich mich jedoch gut genug kenne und weiß, dass ich dazu neige, viel und alles immer gleich haben und machen zu wollen, bremse ich mich ganz bewusst.

    Jetzt ist Sommer und Gartenzeit und Arbeit und bald Urlaub. Das ist jetzt genug. Ich fühle mich gut dabei, von Woche zu Woche ein bisschen besser.

    Im September werde ich nach meiner alten Gruppe schauen, und wenn es die noch gibt, dann habe ich Montags 18 Uhr wieder einen festen Termin. Ansonsten gibt es ja in meiner Stadt eine gute Auswahl. Da werde ich bestimmt eine passende Gruppe finden.

    Und bis dahin schreibe ich hier fleißig und schnatter Euch mit meinen Gedanken zu.

    Das tut gut. Und ich lese die Beiträge von anderen. Das tut gut. Und wenn ich mich sicher fühle, dann schreibe ich auch mal bei den anderen Beiträgen ein paar Zeilen. So wie heute bei indiana. Das musste aus mir raus. Auch wenn es sich für mich nicht gut anfühlt. Es sind halt schmerzhafte Erinnerungen. Und mir tut es leid, dass es nicht aufhört, dass Co-Abhängige auch heute täglich leiden müssen. Obwohl es doch heute viel mehr Möglichkeiten gibt, sich zu informieren und sich Hilfe zu holen.

    Zum Beispiel in diesem Forum (für das ich sehr dankbar bin)

    Lalu

    Es ist bestimmt hart, was ich jetzt aus meiner Erfahrung berichte. Aber vor 25 Jahren hatte mein Alptraum erst im Frauenhaus ein Ende. Damals war ich Co-Abhängig und so naiv zu glauben, dass ich ihn retten werde. Am Ende musste ich mich und meine Kinder retten. Meine Familie stand mir zwar zur Seite, aber mit Kindern wird man mal nicht so schnell für Monate in die eigene Wohnung aufgenommen. Es folgte trotz räumlicher Trennung ein monatelanger Kampf. Ich habe „gewonnen“.

    Aber der Preis, den ich zahlen musste war hoch. Und ich meine nicht den finanziellen.

    Drei Jahre später ist mein Mann elendig verreckt. Im Pflegeheim. Keiner konnte ihn retten. Das hätte er nur selbst gekonnt.

    Wenn ich damals all das gewusst hätte, was ich heute über Sucht und Co-Abhängigkeit weiß, wäre ich viel, viel eher aus dieser toxischen Beziehung geflüchtet.

    Dein Partner ist für sich selbst verantwortlich. Das kann ihm niemand abnehmen. Und ich glaube, je länger Du wartest, um einen Schlussstrich zu ziehen, um so mehr Leid erfährst Du.

    Pass auf DICH auf.

    Liebe Grüße

    Lalu

    Guten Abend in die Runde,

    Heute war ein ruhiger Tag. Am Vormittag überkam es mich und ich habe das Dach vom Schuppen repariert. Leiter rauf, Leiter runter. Als es mir zu riskant wurde, hörte ich auf und verschob den Rest auf den Nachmittag. Ich wusste, dass Besuch kommt und mir helfen würde. Vor Monaten hätte ich, mit Alkohol im Kopf, leichtsinnig weiter gemacht.

    Ich passe jetzt besser auf mich auf.

    Katzenfutter musste heute gemacht werden, da wir unsere zwei Stubentiger bargen. Sieben Kilo sollten nun wieder für eine Weile reichen.

    Heute habe ich mal nicht den ganzen Tag Podcast gehört und mich berieseln lassen. Ganz bewusst bei dem geblieben, was ich gerade tue. Das ist ein kleiner Fortschritt, mich nicht abzulenken, um die Gedanken nicht denken zu müssen. Ich bin immer am denken, grübeln, planen.

    Ich möchte lernen, im hier und jetzt zu sein. Auf Arbeit geht es doch auch. Oder wenn ich lese.

    Das hört sich irgendwie unausgegoren an. Besser kann ich es nicht beschreiben.

    Ich freu mich auf morgen, es wird wieder ein erholsamer Tag.

    Liebe Grüße

    Lalu