Beiträge von Eric

    Zitat von fish

    Warum will er das nicht kapieren :?::!:

    Weil er weitersaufen will.

    Zitat von fish

    Aber warum trinkt er dann trotzdem immer wieder (wenn auch nicht viel)?!
    Wenn er weiß, wie ich darauf reagiere und wir uns nur wieder streiten, WARUM???

    Weil er Alkoholiker ist.

    Zitat von fish

    Er scheint wirklich rein gar nix kapiert zu haben...!

    Das war vorauszusehen und wurde dir ja auch oft genug geschrieben. Du verstehst ja auch nicht, dass Du einen anderen Menschen nicht ändern kannst, wenn er nicht will.

    Das waren mal wieder deutliche Worte. Ich meine das nicht böse. Es tut nur fast schon körperlich weh zu lesen, wie sehr Du dich an der Nase herumführen lässt und immer wieder einknickst. Das wird ewig so weitergehen, wenn Du dich nicht endlich löst.

    Lieben Gruß
    Eric

    Na dann möchte ich dir auch noch alles Gute wünschen. Und noch einen Kommentar abgeben:

    Zitat von Jane 39

    Ich glaube ihr wollt immer schlauer sein als alle anderen.

    Der Punkt ist einfach: Wir hier sind alkoholkranke, die trocken geworden sind und aus Erfahrung sprechen. Deine Therapeutin ist vermutlich nicht alkoholkrank und hat sich ihr Wissen vermutlich nur angelesen (wenn überhaupt).

    Alles Gute
    Eric

    Hallo cika,

    ich hatte es ja schon kurz im Vorstellungsbereich geschrieben:

    Vielleicht mag er sich ja hier mal umsehen? Für mich war das der große Durchbruch, dass ich hier auf das Forum stieß und auf einmal feststellte, dass es ja noch ganz viele andere Menschen gibt, bei denen es genauso läuft mit dem Alkohol.

    Mir hilft der tägliche Austausch mit anderen Alkoholkranken hier sehr und stützt meine Trockenheit. Und wenn er nicht schreiben mag, kann er ja vielleicht einfach mal ein bißchen anonym lesen. Wobei er natürlich deine Beiträge hier lesen kann.

    Liebe Grüße
    Eric

    Hi Fish,

    da kann ich mich nur wiederholen: Er will halt nicht trocken werden. Ein Arzttermin in 2 Monaten? Also bitte. Und wenn es dann soweit ist, wird er mit irgendeiner Ausrede nicht hingehen. Und wenn doch, dann wird der Arzt angeblich gesagt haben, dass es so schlimm ja gar nicht sei. Irgendsowas wird kommen, da bin ich mir leider sicher. Weil er eben weitertrinken will. Und keine Macht der Welt wird einen Alkoholiker davon abhalten zu trinken, wenn er trinken will.

    Eric

    Hallo fish,

    Zitat von fish

    HILFE, WAS SOLL ICH BLOß MACHEN???!!!

    Konsequent handeln!

    In einem einzigen Posting von dir liest man schon, wie leicht man dich einwickeln kann. Der Anfang deines Beitrags klingt so:

    Zitat von fish

    Ich habe es tatsächlich gestern fertig gebracht, meinem Mann zu sagen, dass ich jetzt definitiv ausziehen werde (nachdem er all meine Warnungen und Drohungen scheinbar nicht ernst genommen hat)!

    Und kurz darauf:

    Zitat von fish

    Ich habe mir Bedenkzeit erbeten, ob ich bereit bin, ihm diese Chance noch zu geben...!

    Ich antworte dir mal als trockener Alkoholiker, der sich an seine nasse Zeit erinnert. Ich würde dich null ernstnehmen, dir die Sachen erzählen, die dir dein Freund erzählt hat in dem Wissen, dass Du dich sowieso wieder einlullen lässt und es nicht durchziehst.

    Zitat von fish

    Aber wie lange noch???

    Solange, bis Du bereit bist zu handeln, denn er will nicht aufhören zu trinken und wird sich daher auch nicht ändern.

    Dir alles Gute
    Eric

    Zitat von kahry

    Naja, ist es nicht normal, in einer Beziehung am Partner Anteil zu nehmen und ihm auch mit Rat zur Seite zu stehen?
    Die Grenzen zur Co-Abhängigkeit sind sicherlich fließend.
    Und es ist ja nicht so, dass ich hinter meinem Freund herlaufe und vergeblich versuche, ihn zum Aufhören zu bewegen, sondern er ist in dem Prozess. Er kämpft damit. Was ist falsch daran, ihn darin zu unterstützen?

    Wie bereits weiter oben geschrieben, kannst Du niemandem helfen, der keine Hilfe will. Du festigst durch dein Verhalten nur seinen derzeitigen Zustand, nämlich nass. Und zum Thema "er befindet sich in einem Prozess". Oh ja, wieviele Jahre befand ich mich "im Prozess". Im Nachhinein weiß ich, dass ich einfach nicht aufhören wollte zu trinken.

    Nochmal: Wer trocken werden will, holt sich Hilfe und erlangt auch Trockenheit. Wer sich keine Hilfe holt, will weitersaufen. Und es ist ja auch nicht so, als wäre sein Alkoholproblem für ihn neu.

    Ich kann dich schon verstehen. Du hoffst, dass er jetzt den großen Schritt tun wird, auch eurer Beziehung zuliebe. Diese Hoffnung ist sehr verständlich. Aber kahry, leider sind die Chancen dafür verschwindend gering. Jetzt bist Du sogar noch zu ihm gezogen, hast ihm damit indirekt gezeigt, dass Du ihn so akzeptierst, wie er ist: nass.

    Anlass zur Hoffnung besteht erst, wenn er von sich aus Hilfe sucht und alleine den ersten Schritt (Arztbesuch) einleitet.

    Eric

    Zitat von kahry

    Aber ist es wirklich so? Nach seinen Worten hilft ihm meine Gegenwart und meine Wertschätzung seiner Person, denke ich, weniger zu trinken.
    Wie war es bei dir, Eric? Warst/bist du mit jemand zusammen?

    Deine Gegenwart hilft ihm höchstens, seinen Status Quo beizubehalten und sein Leben nicht ändern zu müssen.

    Weniger trinken gibt es bei unserer Krankheit nicht. Sie besteht ja gerade darin, dass man keine Kontrolle über sein Trinkverhalten hat. Durch große Willensanstrengung kann es gelingen, für eine gewisse Weile weniger oder gar nichts zu trinken (ich selbst habe auch mal problemlos für ein halbes Jahr aufgehört), aber es folgen immer wieder die Abstürze. Und die werden heftiger und häufiger.

    Ich selbst war zu Säuferzeiten jahrelang in einer Beziehung. Das Saufen wurde auch oft thematisiert. Aber egal, was meine Partnerin auch getan hat, ich war zu dieser Zeit noch nicht soweit, das Trinken aufhören zu wollen. Also trank ich alleine heimlich weiter und provozierte absichtlich Streits, damit ich mich immer für ein paar Abende in meine Wohnung zurückziehen konnte, um dort zu saufen. Und ich wusste auch immer, dass ich eigentlich nicht aufhören musste. Ich wußte, dass ich sie immer und immer wieder mit Worten einwickeln konnte.

    Derzeit bin ich Single. Das letzte Jahr habe ich darauf verwandt, mich ganz auf mich selbst zu konzentrieren und meine Trockenheit zu festigen. Und nun mal gucken, was der Frühling bringt. :)

    Eric

    Zitat von kahry

    Und was meinst du damit, dass ich selbst mit runtergezogen werde? Also in die Sucht lasse ich mich sicher nicht ziehen, aber ansonsten, ja, genau DAS ist ja meine Befürchtung.
    Aber dieser Mann bedeutet mir etwas und ich habe mich auf ihn eingelassen. Ich selbst möchte auch nicht fallengelassen werden, weil ich problembelastet bin (und das bin ja auch ich wohlgemerkt. Ich hab halt ANDERE Probleme).

    Ich meine damit, wie ja von dir selbst angesprochen, dass Du in eine Co-Abhängigkeit geraten kannst. Dazu können dir die Cos hier im Forum aber bestimmt mehr sagen als ich.

    Zum Thema Fallenlassen und Hilfe: Leider ist es bei der Alkoholkrankheit so, dass die einzige Hilfe im Nichthelfen besteht. Dadurch besteht die kleine Chance, dass man durch Abwenden den Leidensdruck des Alkoholkranken erhöht, der dann vielleicht zur Einsicht gelangt, ernsthaft krank zu sein und Hilfe zu benötigen.

    Mag sein, dass dir meine Worte knallhart vorkommen, aber wir reden hier auch über eine knallharte Krankheit, die ungestoppt tödlich verläuft. Es wäre schade, wenn Du dich in einigen Jahren dann doch trennen müsstest und als Fazit nur feststellen könntest, dass der Alkohol immer wichtiger war als Du.

    Eric

    Hallo kahry,

    dein Verdacht täuscht dich nicht. Für den Alkoholkranken steht der Alkohol immer an erster Stelle. Jetzt mag er sich noch zusammenreißen, doch damit wird es bald vorbei sein und dann wirst Du ihn öfter betrunken ertragen müssen.

    Helfen kannst Du ihm nicht, wenn er sich nicht selbst helfen will. Und das hat er bis jetzt nicht getan. Reden können wir Alkoholiker im nassen Zustand viel, aber was zählt, sind Taten.

    Mein dringender Rat als trockener Alkoholiker: Befreie dich aus dieser Beziehung, ehe Du selbst mit runtergezogen wirst. Wenn er handelt und konsequent seinen Weg geht (Arzt, Entgiftung, evtl. Therapie, Selbsthilfegruppe), besteht eine Chance. Und wenn er das wirklich will, dann stehen auch erstmal seine ganzen Verpflichtungen hintenan.

    Distanz zum trinkenden Umfeld ist übrigens absolute Voraussetzung für eine stabile Trockenheit.

    Gruß
    Eric

    Zitat von bine123

    Ich werd aber auch ein wenig wütend, weil ich einfach die Denkweise der Alkoholiker nicht versteh. Es mag ja gründe geben das man zur flasche greift. Aber die Alkoholiker die eine Frau, Kinder oder einen Mann haben der sie Liebt und für Sie kämpft. Da versteh ich einfach nicht warum sie den Leuten so wahnsinnig weh tun.
    Ich frag mich bei ihm auch wieso verlässt er mich nicht und baut sich ein Leben mit alk auf wenn ihm der so wichtig ist. Wieso quält er mich damit???

    Hallo Bine,

    dann möchte ich dir mal als trockener Alkoholiker antworten. Mit dem Verstand ist das schwer zu begreifen. Die Sucht steht einfach über allem, auch über geliebten Menschen. Alkohol ist die Nummer 1 im Leben, danach kommt erstmal lange nichts. Und vermutlich verlässt er dich nicht, weil es doch so bequem für ihn ist. Er weiß, dass Du immer wieder zu ihm stehst und er somit nichts ändern muss.

    Und: Es gibt keine Gründe, warum man säuft. Man säuft, weil man saufen muss und weil man saufen will. Gründe werden gesucht und vorgeschoben. Streits werden provoziert, damit der Alkoholiker sich zurückziehen und in Ruhe saufen kann.

    Dir alles Gute
    Eric

    oh Bonny... :(

    Zitat von bonny24

    nein, lilly.. ich werde mich nicht mehr so erweichen lassen. dafür hat er diese spiele zu lange mit mir getrieben! ich blicke so langsam immer mehr durch, meine gedanken sortieren sich...
    er hat mich so verletzt und enttäuscht, da kann ich besser alleine klarkommen.

    sollte er jemals den absprung schaffen (alleine) könnte man einen neuanfang in erwägung ziehen, aber darauf hoffen bringt mir nichts... ich muss erstmal die gegenwart akzeptieren.

    Dieses Zitat nur mal als eins von vielen Dingen, die Du geschrieben hast. Jetzt schreibst Du:

    Zitat von bonny24

    ich mache mir wenig gedanken über das was wäre wenn.... ich weiß für mich, wenn es sich nichts ändert werde ich mich trennen.

    Das passt doch nicht zusammen. Ich fürchte, Du wirst noch viel leiden müssen, bis Du es hoffentlich irgendwann begreifst.

    Eric

    Hallo Chrischi,

    Zitat von Chrischi

    ich weiß,es ist gefährlich,aber es hilft.... Bei mir!!!
    Denn ich war schon immer ein Trotzkopf,immer gegen Verbote,dann erst recht!

    Was glaubst Du, wieviele von uns das am Anfang auch von sich gesagt oder gedacht haben. Ich dachte mir auch: "Vieles von dem, was die da schreiben, mag ja richtig sein, aber alles trifft auf mich ja nicht zu. Ich bin ja anders. Ich schaff das auf meine Weise." Es hat dann 50 Tage gedauert bis zu meinem Rückfall. Und bei vielen anderen in "Sonderweg-Stimmung" kann man hier nachlesen, wie sie rückfällig werden oder ganz plötzlich verschwunden sind. Rate mal, wieso.

    Erst, als ich die Grundbausteine minutiös umgesetzt hatte, konnte ich ein trockenes, zufriedenes Leben völlig ohne Saufdruck beginnen. Und einer der allerwichtigsten Bausteine lautet: Kein Alkohol in deiner Wohnung! Diese Grundbausteine basieren auf den Erfahrungen von unzähligen alkoholkranken Menschen hier.

    Du hast dir soeben deinen ärgsten Feind direkt in deine Nähe geholt. Bitte, schütte sofort das Bier weg. Tu es für dich!

    Eric

    Dass es sehr wichtig ist, kann man ein paar Seiten vorher hier nachlesen. Da hieß es dann plötzlich, dass Du (engel) ja gar nicht Alkoholikerin seist. Gegen solche "Tricks" der Alkoholsucht, dich wieder an die Flasche zu bringen, hab ich mich dadurch gefestigt, dass ich mich als alkoholkrank sehe. Eine schwere Krankheit, die mich töten will und der ich deswegen keine Angriffsfläche bieten darf. Würde ich es nur als "großes Problem" ansehen, dann wird irgendwann ein "kleines Problem" daraus und der nächste Schritt ist dann wieder das Saufen. Es ist eher eine Erleichterung für den Umgang mit der Alkoholsucht. So sehe ich das.

    Liebe Grüße
    Eric

    Hallo engel,

    meiner Meinung nach ist es auch nicht unbedingt erforderlich, sich als Alkoholiker zu bezeichnen. Wichtig ist aber, dass man sich als alkoholkrank bezeichnet und sieht! Das ist ein Unterschied zu "ein Problem mit Alkohol" zu haben. Damit verharmlost man nämlich meiner Meinung nach das, was man ist, nämlich eben alkoholkrank. Siehst Du dich denn als alkoholkrank?

    Liebe Grüße
    Eric

    Hallo engel,

    ok, hier eine kritische Anmerkung. :) Bei deinem letzten Rückfall warst Du dir plötzlich nicht mehr so sicher, ob Du wirklich Alkoholikerin bist. Hast Du das nun für dich 100%ig und für alle Zeit angenommen? Ist dir klar, dass Du das auch zeitlebens bleiben wirst?

    Viele Grüße
    Eric

    Hallo Chrischi,

    ganz definitiv nicht! Diesen Fehler hab ich anfangs auch begangen, obwohl ich hier davor gewarnt wurde. Ich dachte: "Ach was, ich bin doch willensstark, ich kann mich trotzdem noch in trinkender Gesellschaft aufhalten." Von wegen! Das Suchtgedächtnis schlug, wenn auch nicht direkt an jenen Abenden, so doch kurz darauf, wieder voll zu. Und schon war die Trinkpause vorbei und es ging mit dem Trinken weiter wie eh und je. Du öffnest deiner Sucht wieder Tür und Tor, wenn Du dich nicht konsequent vom Alkohol fernhältst.

    Wir sagen hier im Forum: Mindestens ein Jahr alle gesellschaftlichen Anlässe meiden, bei denen Alkohol konsumiert wird. Ich für meinen Teil habe nach über einem Jahr auch gar kein Verlangen mehr danach, mich mit betrunkenen Leuten zu umgeben.

    Für deinen Weg weiterhin alles Gute
    Eric