Hi Cika,
erstmal herzlich Willkommen
Leider koennen wir Dein Problem im Vorstellungsbereich nicht lesen, vielleicht kannst Du das hier nochmal kurz posten.
Alles Liebe,
Jenny
Hi Cika,
erstmal herzlich Willkommen
Leider koennen wir Dein Problem im Vorstellungsbereich nicht lesen, vielleicht kannst Du das hier nochmal kurz posten.
Alles Liebe,
Jenny
Liebe Cika,
vielen Dank, dass Du Deine Vorstellung hier noch mal im oeffentlichen Forum gepostet hast.
Ich bin selbst ehemalige Angehoerige also kein trockener Alkoholiker, aber ich weiss, dass bei einer Therapie auch gesagt wird, dass man sein ganzes Alkoholumfeld aussortieren soll und sich total von den Leuten verabschiedet, die im Alkoholumfeld gewesen sind. Ich denke mal das wird Dein Sohn derzeit machen, er klaert sein Umfeld, damit er nicht in Versuchung gefuehrt wird zu trinken, was denke ich mal ein gutes Zeichen ist.
Ob er wirklich durchhaelt und ob er Erfolg mit der Therapie hat, wird sich zeigen. Wichtig ist auch, dass er regelmaessig in eine Selbsthilfegruppe geht, damit er am Ball bleibt und nicht wieder abrutscht. Aber ganz sicher werden sich hier bald auch mal ein paar trockene Alkoholiker melden, die Dir noch ein bisschen mehr erzaehlen koennen.
Wichtig und was ich Dir ans Herz legen moechte, ist, dass Du und Deine gesamte Familie konsequent im Handeln sein muesst. Das bedeutet Du hast Deinem Sohn angedroht, dass wenn er es nicht schafft, dass er ausziehen muss und auch wenn ich hoffe, dass es nicht soweit kommt, falls es dennoch passiert, muss Du dort wirklich diese Drohung wahr machen.
Es ist schwer fuer uns Angehoerige zu sehen, was diese Suchterkrankung mit unseren Lieben macht, aber wir koennen nur machen lassen und wenn derjenige ein Weg zum trockenwerden einschlaegt sie dann unterstuetzen, dass ist das einzige was Du machen kannst.
Alles Liebe,
Jenny
Liebe Cika,
erstmal Kopf hoch. Klar es ist schlimm, aber ihr muesst konsequent sein, sprich wenn er wieder trinkt, dann muesst ihr eure Drohung wahrmachen. Eine Suchterkrankung ist tueckisch und wie Du schon merkst, weiss man nicht, ob man dem Frieden trauen kann oder ob da die Sucht aus ihm spricht, die nur Ruhe haben will.
Ich habe vor kurzem mal in youtube ein Interview mit zwei Buchautoren von dem Buch "The Lost Years" mir angeschaut, die beiden Buchautoren sind Mutter und Tochter, die Tochter war auch Alkoholikerin und die Mutter hat im Interview gesagt, dass nur ihr konsequentes Verhalten das Leben ihrer Tochter und ihr Leben gerettet hat. Ihre Tochter hatte wohl mehrmals erfolglos Therapien gemacht, diese immer wieder abgebrochen und ist immer wieder nach Hause gekommen. Als sie eines Tages wohl bei einem Schneesturm nur mit ihren Freizeitklamotten wieder aus einer Therapie getuermt ist und zu Hause frierend vor der Tuer stand und ihre Mutter die Tuer geoffnet hat und gesehen hat, dass ihre Tochter wieder aus einer Therapie geflohen ist, hat diese wohl auch ganz konsequent gesagt, dass sie ihre Tochter hier nicht reinlaesst und sie nicht ohne erfolgreiche und abgeschlossene Therapie hier willkommen ist, wenn sie sterben sollte, dann wuerde man sie sehr doll vermissen und dann hat die Mutter die Tuer geschlossen. Ein paar Jahre spaeter war die Tochter wohl an ihrem persoenlichen Tiefpunkt angelangt und hat endlich ihre Mutter kontaktiert und gesagt, sie solle ihr mit einem Therapieplatz helfen, von dort an ging es bergauf und die Tochter ist bist heute trocken.
Diese Geschichte ist in Amerika passiert, daher weiss ich nicht, ob das Buch hier auf dem Markt ist. Aber es macht klar, wie wir Angehoerigen nur mit der Suchterkrankung einer uns liebenden Person klarkommen und helfen koennen. Klar, es gibt keine Garantie, dass es auch immer so ausgeht, aber es ist die einzige Chance, die wir Angehoerigen haben und dem Alkoholkranken geben koennen, naemlich Konsequenz.
Alles Liebe,
Jenny
Hallo cika,
ich hatte es ja schon kurz im Vorstellungsbereich geschrieben:
Vielleicht mag er sich ja hier mal umsehen? Für mich war das der große Durchbruch, dass ich hier auf das Forum stieß und auf einmal feststellte, dass es ja noch ganz viele andere Menschen gibt, bei denen es genauso läuft mit dem Alkohol.
Mir hilft der tägliche Austausch mit anderen Alkoholkranken hier sehr und stützt meine Trockenheit. Und wenn er nicht schreiben mag, kann er ja vielleicht einfach mal ein bißchen anonym lesen. Wobei er natürlich deine Beiträge hier lesen kann.
Liebe Grüße
Eric
Hallo cika,
deine Angst kann ich gut verstehen.
Auch jetzt , nach 6 trockenen Monaten überkommt mich manchmal die Angst, mein Mann könnte wieder getrunken haben. Das hat sich unser Unterbewusstsein sicher ganz gut eingespeichert. Dan kriegen wir nicht so schnell raus.
Aber ich wünsche dir, dass dein Sohn wirklich den richtigen Weg eingeschlagen hat und auch trocken bleibt. Lobe ihn, nicht zu sehr, aber so ab und zu. Das baut sein Selbstbewusstsein wieder auf, dass sicher gelitten hat. Und du, such dir eine Angehörigengruppe oder ähnliches, wo du dich aussprechen kannst. Das hilft euch beiden.
Liebe Grüße für ein trockenes Wochenende,
Gotti.
Hallo cika,
die Sache mit dem Beobachten und Kontrollieren hatte ich auch sehr gut drauf. Eigentlich war ich ständig am Suchen, Schnuppern, in die Augen sehen. Manchmal beobachte ich immer noch. Zum Glück nicht mehr so oft.
Ist ja klar, das verlorene Vertrauen muss erst wieder aufgebaut werden.
Aber du wirst es schon schaffen. Rede mit ihm darüber. Am Anfang habe ich oft mit meinem Mann über meine Angst, dass er rückfällig werden würde, geredet. Es hat ihn nicht geärgert. Ich glaube, es ist ihm wirklich ernst.
Ich wünsche dir viele gute "neue" Tage mit deinem Sohn und dass dein Misstrauen schnell wieder Vertrauen wird.
Liebe Grüße von Gotti.
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!