Hallo, Calida,
nun, das war im Jahr 2007.
Ich habe damals schon festgestellt, dass es inzwischen eindeutig zu viel ist und ich zu viel und regelmäßig trinke und hatte paar Mal versucht, mich einzuschränken, aber das ist mir nicht gelungen. Es war wie ein innerer Zwang.
Mir wurde langsam bewusst, dass ich ein Problem habe.
Dann ist etwas passiert.
Ich bin unter Alkoholeinfluß schwer gestürzt und außerdem hatte mir eine aggressive Frau beim Ausgehen ein paar "verpasst", also mich ins Gesicht geschlagen und mir ein blaues Auge gehauen.
Ich musste zu Ärzten und die überwiesen mich ins Krankenhaus.
Der junge Arzt in der Notaufnahme wollte alles genau wissen, und ich erzählte ihm, dass ich zu dem Zeitpunkt unter Alkoholeinfluß stand.
Darauf hin wollte er alles ganz genau von mir wissen: wie oft und wann und wieviel ich trinke - und auf meine Antworten hin - bot er mir seine Hilfe und die Hilfe des Krankenhauses an.
Ich lag 2 Tage im Krankenhaus und hatte genug Zeit, um über alles nachzudenken.
Also nahm ich die erste Hilfestellung an und führte ein Gespräch mit dem Psychologen vor Ort.
Dann fasste ich den inneren Beschluß: Ich WILL mit dem trinken aufhören!
Der Psychologe gab mir einige Tips und Hilfen, welche Wege ich gehen kann.
Unter anderem führte mich dieser Weg in die Beratungsstelle ... ich hab es allerdings tatsächlich geschafft, auch ohne Entgiftung von heute auf morgen aufzuhören.
Ich bin da viel spazieren gegangen, hab in der Natur Kraft getankt und mir ein Buch über Alkoholabhängigkeit besorgt, in welchem ich zu lesen begann.
So begann alles.
Auf Anraten der Beratungsstelle und auch auf meinen eigenen Wunsch bin ich dann viel später, da war ich vielleicht schon 4 Monate trocken, noch in die Klinik und habe da eine Langzeittherapie gemacht.
Hab diesen Schritt nie bereut - denn ich konnte da unglaublich viel für mein weitere, bis zum heutigen Tage "trockenes Leben" mitnehmen.
Wenn du Fragen hast, frag ruhig.
Das ist mir bis jetzt dazu eingefallen.
L.G. Peerless