Beiträge von Camomilla

    Liebe alle,

    ich habe mich aus verschiedenen Gründen hier abgemeldet. Nicht, weil ich Euch nicht Ernst nehme. Nicht, weil ich meine Sucht nicht Ernst nehmen. Anscheinend bin ich noch nicht bereit für eine virtuelle Plattform dieser Art. Und das habe ich jetzt eben festgestellt.

    Ich danke Euch allen aber wirklich von ganzem Herzen für Eure Ratschläge, für allgemein alle tollen Beiträge hier, die vielen Menschen "da draußen" wirklich auch helfen. Bleibt am Ball! Und Aufgeben ist keine Option! Ich wünsche Euch allen das Beste*

    Herzlichst
    Camomille

    Liebe alle,

    mir geht es den Umständen entsprechend gut, auch wenn mich sehr, sehr heftige Flashbacks jagen und ich keinen Therapeuten finde, der mich behandeln möchte. Liegt ein wenig daran, dass mein "Päckchen" sehr groß ist und sich die "normalen" Therapeuten nicht mehr dran trauen. Zu "therapieerfahren" heißt es überall. :( Gab auch einen kleinen Rückfall. Konnte mich danach wieder aufrappeln, aber naja. Stolz bin ich nicht. Geht hier in Minimäuseschritten weiter. Aber ich kämpfe*

    Kurze Bitte: Ich weiß, dass ihr hier sehr streng sein müsst und es ist auch kein Problem anderen auch mal seine Meinung zu schreiben. Der Beitrag von SunnyXX hat mich aber sehr, sehr verletzt. Bitte seid bei mir etwas vorsichtiger. Bin wirklich ein sehr, sehr sensibler Mensch. Ich arbeite dran, aber solche Beiträge lassen mich schnell an meinen Grundsätzen zweifeln. Danke

    Liebe Calida,

    tja, mein bester Freund soll mich erst einmal vorm Gröbsten bewahren. :( Ja, er ist nicht dafür verantwortlich. Und ja, ich habe eine eigene Verantwortung für mein Leben. Aber irgendwann braucht man einfach Hilfe, Unterstützung und manchmal auch Kontrolle. Man kann mir auch den Kopf waschen. Das ist mir egal. Ich weiß, dass es mit ihm gerade besser klappt, als ohne. Ich habe ihm auch aus seinen Süchten geholfen. Und, es hat geklappt. Ich verstehe diese Auffassung "Wir müssen bei uns selbst bleiben", aber wenn keiner mehr dem anderen die Hand reicht, dann sehen wir uns nur noch in den Kliniken wieder. Schwer zugedröhnt, verhalten und reserviert.

    In diesem Sinne
    Herzlich

    Liebe alle,

    bis jetzt war mein Tag dicht bepackt mit vielen Dingen, die schon längst hätten erledigt werden wollten. Doch nicht nur das. Ich kann mich langsam wieder konzentrieren und auch ganze Stunden am Stück arbeiten. Das ist mir die vergangenen zwei Jahre kaum noch geglückt. Leider gibt es in meinem Leben sich immer abwechselnde Phasen. Phasen, in denen ich auf Hochtouren laufe, zehn Projekte gleichzeitig steuere, nebenbei lerne, studiere und dann noch Leistungssport mache. Irgendwann kracht es dann immer gewaltig und dann ist er wieder da, klopft "unschuldig" an die Tür, ein scheinbar alter Bekannter - "Willkommen, Herr Suff".

    Am Donnerstag habe ich mein Beratungsgespräch hinsichtlich der SHG. Habe heute mit denen telefoniert. Und dort wird das "Überdrehen" ein wichtiger Bestandteil werden. Zur Sicherheit habe ich die nächsten sieben Tage meinen besten Freund bei mir einquartiert, damit ich nicht schwach werde. Es geht weiter! Doch dieses "auf Hochtouren laufen" muss ich wohl langfristig etwas drosseln. Eine Manie oder dergleichen liegt bei mir zwar nicht vor, aber vielleicht könnte man von sogenannten "Schaffensphasen" sprechen. In depressiven Zeiten sammele ich wie eine Irre immer wieder Ideen, die ich dann in diesen Energiephasen umsetzen kann. Gesund ist das nicht! Und deshalb werde ich wohl ein gesundes Mittelmaß finden müssen.

    Denn das ist die wirklich Aufgabe. So scheint mir. Das Ausnüchtern - und das damit verbundene Durchhalten - funktioniert. Viel schwieriger ist es aber, die damit zusammenhängenden Verhaltensmuster zu regulieren.

    Ich bleib am Ball! Und am Tee! Danke, dass ich hier sein darf! Lasst es Euch gut gehen!

    Herzlichst
    Camomilla

    Liebe alle,

    nachdem es gestern echt schwierig war, ist heute ein schöner Tag und langsam fällt mehr und mehr der Groschen. Das ist doch echt ein Unding, was man mit sich selbst so alles anstellt. Bis vor einigen Tagen/Wochen habe ich mich noch für eine absolute Schwerverbrecherin gehalten, heimlich still und leise hier gewaltet und geschaltet. Hab mich von meiner Depression fast erdrücken lassen. Die Traurigkeit nur noch ertränkt, obwohl sie eigentlich gehört, beachtet und akzeptiert werden wollte.

    Ein Kommentar hier im Forum hat mir aber sehr, sehr geholfen. Lese ja schon seit einigen Wochen "heimlich" mit. Sinngemäß schrieb sie darüber, dass wir alle hier an mehreren Fronten kämpfen. Und oh wunder, auch bei mir ist das natürlich so. Manchmal weiß man gar nicht mehr, wo man da anfangen soll. Sie beschrieb, dass ihr Weg aus der Sucht die Fokussierung auf den Alkohol/das Leben ohne ihn war. Das war etwas, was sie selbst beeinflussen konnte. Das war der Weg, dass Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Und schließlich oder zumindest für mich war dieser Gedanke ebenfalls der Startschuss. Danke* :

    Selbstgemachtes Glück

    Der Weg einer Sucht:
    Selbstzweifel*Selbsthass*Selbstaufgabe*Selbstwertgefühl*Selbstbewusstsein

    Habt alle einen schönen Tag! Ich geh jetzt Vitamin D tanken und danach gibbet Tee

    Herzlich

    Und zu Deiner Frage: Habe vorgestern einen ziemlich heftigen Vorfall mit meinem jetzt Ex-Partner überstanden. Trotzdem standhaft. Fand bei ihm diverse, anzügliche Nachrichten an diverse Frauen bei Facebook. :( Er erklärte mir, dass er das nur im Zusammenhang mit Alkohol tat und das war für mich ein Punkt, wo ich gesagt habe: "Jetzt reichts".

    Das ist so lieb! Danke. Eine weitere Selbsthilfegruppe wäre natürlich toll. Ich hab wirklich die Einsicht und will da nur noch raus. Die letzten Wochen waren die Hölle. Momentan behelfe ich mir mit der Telefonseelsorge. :( Auch nicht optimal, weil ich mich immer schäme und denke, dass es andere nötiger hätten, aber das versuche ich gerade erst einmal ein bisschen zu verdrängen. Ein Notfallkoffer kenne ich aus anderen Zeiten. Hatte auch schon eine Magersucht, eine Bulimie usw. Ähnliche Geschichte, wie viele Frauen hier. Der hilft gerade nur bedingt. Ich halte durch, weil es keine andere Option gibt, aber es ist schwer. :(

    So, nach gefühlten Stunden hier im Forum habe ich mir jetzt zusätzlich noch eine SHG gesucht. Kann ich erst nächste Woche wirklich klären, aber ich möchte nicht wieder rückfällig werden - und deshalb nun das volle "Trockner"Programm.

    Liebe alle,

    ja, ich bin neu hier. Und der Grund liegt denke ich mal auf der Hand. Erst einmal freue ich mich sehr, dass es ein solches Forum gibt. Kurz zu mir und meinem Hintergrund. Bis vor knapp acht Wochen habe ich täglich eine Flasche Wein getrunken. :( Das war immer so mein Limit und das hatte ich dann überschritten. Also ging es ab zum Arzt. Mittlerweile habe ich mir ein kleines Hilfsnetzwerk aus Therapeuten, Arzt und auch Sozial Coaching aufgebaut, damit ich nicht wieder rückfällig werde. Seit zwei Wochen jetzt auf O Promille. Und jetzt eben zusätzlich noch die Unterstützung bzw. der Austausch hier im Forum, da sich jetzt natürlich auch einige Probleme ergeben bzw. der Austausch manchmal ganz hilfreich sein kann.

    Bis vor Kurzem war ich auch noch in einer sehr ungesunden Beziehung. Der Mensch trank selbst sehr viel und ich wollte ihm da raus helfen, weil er wirklich ein lieber Mensch ist. Zu diesem Zeitpunkt war ich zwar leicht depressiv, aber hatte soweit alles im Griff. Wir haben ihm dann eine Wohnung; Therapeuten, Ausbildung, Schuldenberatung organisiert usw. Kurzum: Ihm geht es jetzt wieder halbwegs gut, nur mir ging es von Tag zu Tag schlechter. Dieser Loslöungsprozess von ihm fällt mir natürlich verdammt schwer. :( Weil er meine einzige Bezugsperson gewesen ist. Familie habe ich aus verschiedenen Gründen nicht mehr. Aber es kann/darf und sollte so nicht mehr weitergehen.

    Naja, und Einschlafprobleme habe ich natürlich auch. Zurzeit behelfe ich mir da mit Meditation, aber so ganz klappt das noch nicht. Ja, soweit erst einmal der Stand der Dinge.

    Ich wünsche Euch allen noch einen schönen Samstag!
    Herzlich
    Camomilla