Hallo Thena,
da meine Familie und engsten Freunde wussten, dass ich viel zu oft betrunken bin, war mir klar, dass sie verstehen, worum es geht. Nicht alle dachten, dass ich abhängig bin, für viele Leute war ich einfach diejenige, die immer gern Party macht und halt öfter abstürzt. Aber meine Schwester, beste Freundin und mein Ex-Mann machten sich zeitweise Sorgen. Es war für sie also sicherlich nicht so sehr überraschend, als ich am letzten Tag meiner Sauferei, an dem ich ausnüchterte, eine ehrliche whats App verfasste, die ich an meine engsten und liebsten Menschen schrieb und gleichzeitig absendete. Ich mag jetzt nicht meine Worte hier im offenen Bereich alle wiedergeben, aber auf alle Fälle verkündete ich meinen Entschluss, keinen Alkohol mehr zu trinken. Am nächsten Tag ging ich zum Arzt und sagte es auch dort. Ich habe meine Nüchternheit also direkt „in Ruhe“ starten können, ohne mir Ausreden einfallen zu lassen, weshalb ich zur Zeit nicht trinke. Das hat vorher nämlich nie funktioniert...
Ich freue mich übrigens immer noch ganz oft über das tolle Gefühl der Nüchternheit. Damals freute ich mich darauf, abends saufen zu können und so oft endete es in einer Katastrophe. Heute freue ich mich immer auf den Morgen, wenn ich in Ruhe Kaffee trinke, bei Kerzenschein oder wenn ich früh morgens mit einem Kaffeebecher draußen sitze im Sommer. Letzten Sonntag bin ich mit meinem To-Go-Becher ne Runde spazieren gegangen. Herrlich ![]()
LG Cadda