Beiträge von Cadda

    Guten Abend zusammen,

    entschuldigt, ich war so lange nicht hier. Dabei hatte ich mir doch vorgenommen, nicht nur im geschlossenen Bereich zu schreiben...

    Es geht mir im Grunde genommen ganz gut. Was die Sucht angeht auf jeden Fall. Ansonsten geht es so. Im privaten Bereich ist es gerade nicht ganz so einfach, aber nüchtern kann man alles viel klarer sehen und durchdachter entscheiden.

    Ich bin im Moment wieder viel draußen unterwegs. Mal joggen, mal walken und manchmal einfach nur spazieren gehen. Ich hab keine Ahnung, warum es mir phasenweise schwer fällt mich aufzuraffen, wo ich es doch im Grunde genommen so toll finde und den Wald direkt vor der Tür habe. Glücklicherweise sind die Phase immer nur von kurzer Dauer. Die Bewegung ist einfach gut für meine Seele und gerade in Zeiten, wo man nicht so gut drauf ist, so wichtig!

    Die Corona-Sache ist für mich nicht so ein Problem. Der Hofladen, in dem ich arbeite, hat geöffnet und es ist gut zu tun. Immer mehr Leuten ist es anscheinend gerade jetzt wichtig, sich gesund und gut zu ernähren. Man hat wirklich das Gefühl, die Leute kaufen noch bewusster ein, als vorher und wollen sich Gutes tun.

    Meinen beiden Jungs fehlt das Training. Fußball ist ja doch recht zeitintensiv gewesen, die Zeit muss nun privat gefüllt werden. Aber sie haben das ganz gut im Griff. Gezockt (PS4) wird bei uns nur am Wochenende, von daher sind sie ebenfalls viel draußen, treffen sich meistens im Dorf dann mit ein paar Jungs zum Bolzen.

    Ich beschäftige mich aktuell echt viel mit mir selbst. Durch einige Geschichten hier im Forum aktuell, übertrage ich Einiges oft auf mich selbst. Das sind oft gute Gedankenanstöße. Vor kurzem schrieb ich einer lieben Co.Abhängigen, dass ich immer meine Meinung sage (es ging dabei darum, dass sie sich das nicht so traut). Ich selbst rate also dazu, offen zu sein und zu reden. Mach ich doch tatsächlich auch immer!! Dann ergab sich vor ein paar Tagen eine Situation, wo ich selbst mich bei jemanden nie traue, Klartext zu sprechen. Mach ich wie gesagt immer, außer bei einer einzigen Person aus meiner Familie. Da dachte ich mir „Du kannst nicht schlaue Ratschläge raushauen und selbst nun den Mund halten, mach Dich gerade!“. Das hab ich dann auch getan. Und es führte tatsächlich zu einem sehr ungewohnten und schweren Konflikt. Aber ich bin froh, dass ich es getan habe, denn das musste raus. Da hat das Forum mir indirekt wieder mal geholfen. Selbstreflektion lernt man hier in jedem Fall immer wieder!

    Ich tippe über mein Handy. Daher nicht länger. Erstmal... ich hoffe auf einen neuen Laptop bald :)

    LG Cadda

    Tja Xlausi, und das Verrückte ist, dass es in Wahrheit genau umgekehrt ist. Denn wer oft schon gern mit Jemandem zusammen, der trinkt?? Als Säufer(in) findest Du immer wieder neue Partnerschaften. Wenn der neue Partner aber nicht zufällig auch säuft oder co.-abhängig ist, wird der ganz schnell wieder Land gewinnen und rennen, so schnell er kann. Dauert zwar oft eine gewisse Zeit, aber es passiert.

    Glaub mir, ich hätte MICH zu Saufzeiten damals nicht als Freundin haben wollen. Ich will nicht eingebildet klingen, aber ich hätte sicherlich immer schnell jemanden abbekommen, weil ich auch zu Saufzeiten nicht unbedingt runtergekommen aussah und auch schon immer freundlich und lustig in meinem Auftreten war. Aber spätestens nach einer Hand voll „Suff-Auftritte“ hätte ein normaler Mann am Ende meiner schlimmen Zeit wohl zugesehen, dass er mich wieder los wird :D
    Den Anderen dann klein machen, damit man seine „Liebe“ (oder Abhängigkeit) nicht verliert, ist da schon eine ganz gute Taktik. Erst einmal jedenfalls... bis sie durchschaut wird :)

    Hallo Xlausi,

    das kann man nicht sagen, dass die Krankheit gleichgültig macht. Ich denke, das Verhalten ist weniger auf den Alkohol, als auf ihre Gefühle oder Charaktereigenschaften zurückzuführen. Mich hat das Saufen jedenfalls nie gleichgültig in solchen Situationen gemacht. Im Gegenteil, ich wollte immer Nähe, Frieden und hab mich in meine Gefühle meinem Partner gegenüber sogar noch mehr reingesteigert, als nüchtern.

    Aber denk doch den Gedanken mal weiter. Was würde denn passieren, wenn sie sich meldet, sich entschuldigt und ihr Euch vertragt? Wie würde es danach weitergehen?

    LG Cadda

    Ach, Du meinst bestimmt den Thread aus Deiner Sicht gesehen, also hier im Co.Bereich, fällt mir gerade ein. Cadda- In Liebe loslassen. Aber da hab ich ewig Bucht geschrieben. Weil das Thema durch ist.

    Ach so, noch was: Wenn es keine Zufälle gibt, will mich das Universum wirklich SEHR oft prüfen :mrgreen:

    Hallo Xlausi,

    ich tausche mich gern aus. In letzter Zeit etwas weniger, aber das ist immer so phasenweise, einem selbst tut das Schreiben ja auch gut. Das ist das Tolle an dem Forum. Selbst wenn man sich Gedanken über diejenigen macht, denen man gerade schreibt, landet man eben gedanklich auch dadurch automatisch bei sich selbst. Das hilft also in jedem Fall weiter, nicht nur dem Anderen, auch einem selbst.

    Ich schreibe ehrlich gesagt mehr im geschlossenen Bereich. Da ist es doch nochmal etwas Anderes. Dort ist halt etwas mehr los. Ich werde aber auch hier im offenen Bereich immer mal was schreiben, so wie auch einige Andere, aber da kann ich noch zuverlässiger/öfter schreiben.

    Verlinken und zitieren hab ich immer noch nicht drauf, aber der Thread heißt „Hintertürchen geschlossen, auf geht’s nach vorne“ im Alkoholikerbereich. Ich lese schon etliche Jahre hier und wusste in der Theorie schon ganz gut, wie ich alles am besten meistern sollte, dank der ganzen Geschichten hier.

    Ich bin jetzt gute 3 Jahre trocken. Kurz nach meinem 39. Geburtstag hab ich aufgehört, den 40. „durfte“ ich nüchtern feiern. Ich glaub das erste Mal seit meiner Jugend :D

    Hallo nochmal,

    ja, ich war erst eine Runde Joggen und danach im Ruheforst, Wahnsinn was da heute los war, so viele Leute. Tat jedenfalls gut, die Bewegung und frische Luft.

    Also: Als Alkoholikerin hat man keine Wahl, etwas zur Nr. 1 oder Nr. 2 zu machen. Ich habe zwei Teenager-Kinder, die zu meinen Saufzeiten noch klein waren. Ich hätte sie immer als Nummer 1 genannt. Dennoch war ich süchtig und habe gesoffen, obwohl ich ihnen damit geschadet habe. Ich könnte heulen, wenn ich dran denke...

    Es braucht so viel Zeit, wenn man denn überhaupt aufhört. Ich habe hier im Forum schon etliche Jahre gelesen, mit dem Wissen, dass ich abhängig bin. Ich wusste, ich werde irgendwann aufhören. Trotzdem dauerte es ewig, bis endlich mein Zeitpunkt gekommen war.

    Bei Deiner Freundin ist ja nicht mal die Rede davon, dass sie trocken werden möchte. Von daher: Worauf willst Du warten? Du machst Dir im Grunde selbst das Leben schwer.

    Mein Ex-Partner hatte damals Einsicht und wollte aufhören und trotzdem hat es nicht funktioniert. Er säuft immer noch. Ich find es manchmal immer noch traurig, aber ich bin drüber weg, obwohl ich nicht gedacht hätte, dass das mal passiert. Ich hab ihn lange nicht gesehen und vor einiger Zeit auch blockiert bei whats App. Vorhin hab ich hier seit langem über ihn geschrieben und schwups.... kam er mir vorhin beim Laufen zu Fuß entgegen. Was für ein Zufall... das ist dann komisch und dadurch kreisen natürlich ein wenig die Gedanken. Aber das gibt sich wieder. Ich bin nach wie vor froh, ihn los zu sein (natürlich erst im Nachhinein gesehen), denn Alkoholismus bringt Kummer und Leid mit sich.

    Es ist leichter gesagt, als getan, aber ich würde versuchen, mich abzulenken, auf andere positive Dinge zu konzentrieren und bei der Trennung zu bleiben. Sie wird Dir auch zukünftig nicht gut tun und helfen kannst Du auf keinen Fall. Nur Dir selbst.

    Cadda

    Jetzt lese ich gerade Deinen letzten Beitrag und möchte was dazu sagen:

    Sie wird wissen, dass sie Alkoholikerin ist. Das muss einem nicht erst der Arzt sagen. Man ahnt nicht, dass man ein Alkoholproblem hat. Man weiß das!

    Du hättest nichts tun können. Niemand kann jemanden, der süchtig ist, in eine andere Richtung bringen. Nur sich selbst kann man helfen.

    Harmoniebedürftigkeit ist schön und gut. Bin ich auch. Leider führt diese dazu, dass man sich viel zu viel gefallen lässt. Man sieht die Sorgen der Anderen und übersieht dabei, sich selbst gerade zu machen. Ein großer Fehler, denn man fühlt sich dann selbst immer kleiner.

    Seit dem ich selbst nicht mehr trinke, gebe ich mir große Mühe, nicht wieder in die Falle zu tappen, immer die Sorgen des Anderen zu sehen und Verständnis zu haben. Es gelingt mir seit dem besser, aber ich muss auch auf mich aufpassen.

    Aktuelles Beispiel: Mein Freund, mit dem ich erst seit einem Jahr zusammen bin (und für den Alkohol glücklicherweise überhaupt keine Rolle spielt, anders würde es bei mir auch nicht funktionieren) verhält sich mir gegenüber gerade wegen persönlicher/gesundheitlicher Probleme abweisend. Nicht nur mir gegenüber, sondern er hat sich von Allem sehr zurückgezogen.

    Ich neige trotz meiner eigenen Unzufriedenheit darüber nun dazu, Verständnis zu haben. Auch in seine Lage zu versetzen, mir Sorgen zu machen, das zu akzeptieren. Ist ja auch ne wichtige Eigenschaft, wie ich finde.

    Dennoch bin ich gerade an einem Punkt, wo ich mir sage: Halt! Stop! Ich bin auch ich da! Ich habe gerade eigene Sorgen und hätte gerade jetzt vielleicht Nähe gebrauchen können. Ich bin gekränkt über diesen Rückzug. Das darf nicht in den Hintergrund geraten. Die eigenen Bedürfnisse und Empfindungen sind auch wichtig und nur, weil jemand Sorgen hat (egal, ob durch Alkoholprobleme oder andere Probleme ausgelöst) muss ich mich nicht ständig anpassen und mein Leid unter das Leid des Anderen stellen.
    So ist es bei Dir erst Recht, denn ein Alkoholproblem löst sich nicht so schnell in Luft auf, wie manch andere Sorgen.

    So, nun ist die Zeit aber gerannt, durch das blöde Getippe auf dem Handy (ich will meinen Laptop zurück!!). Wollte noch laufen, solange hier noch die Sonne scheint! Also ich bin erstmal weg....

    Guten Morgen Xlausi,

    das war Alles wirklich sehr spannend und interessant zu lesen. Leider auch einfach typisch. So typisch das Verhalten Deiner Ex Freundin, typisch nasse Alkoholikerin. Daran gibt es schon mal keinen Zweifel. Nicht nur vom Alkoholkonsum her, sondern auch, wie sie sich Dir gegenüber verhält.

    Ich würde so gern weiter ausholen, auch ein wenig von meinen Erfahrungen schreiben. Ich sehe es aus beiden Perspektiven, denn ich bin inzwischen trockene Alkoholikerin und war ebenso Jahre lang co.abhängig. Nur leider hat mein Laptop heute früh den Geist aufgegeben. Sch.... okolade :D

    Ich kann Dir nur den Rat geben, auf Deinen Verstand zu hören!! Ich weiß, das ist als Gefühlsmensch, der sich viele Gedanken macht und Mitgefühl hat und an das Gute glaubt (und so scheinst Du zu sein) sehr schwer!! Aber glaub mir, egal wie Du es angehst, Du wirst gegen die Sucht nicht gegenan kommen. Denn selbst wenn sie es wollen würde, was zur Zeit ja nicht mal danach aussieht, ist nicht einmal gesagt, dass sie selbst gegen ihre Sucht ankommt. Wie sollst Du es dann schaffen??

    Mein letzter Satz an meinen Ex Partner, mit dem
    ich Jahre zusammen gelebt habe und bei dem ich überzeugt war, dass er meine große Liebe ist:
    In Liebe loslassen...

    Um das vielleicht besser zu verstehen und durchzuhalten, war es ein guter Schritt hier her ins Forum!

    Einen schönen Sonntag erstmal.

    Cadda

    Hallo Peter,
    ich hoffe, dass Du Hilfe in der Reha findest. Vielleicht magst Du ja mal berichten, wie es Dir geht?

    Hallo alle zusammen,

    mir geht es gut. Ich ziehe mir seit Tagen die Wahl im TV rein und habe gerade leicht Fremdschämen :D
    Aber ich lass das Thema lieber :)

    Letzte Nacht hatte ich einen schrecklichen Traum. Ich war unterwegs mit Leuten und habe getrunken, weil ich in dem Moment vergessen habe, dass ich Alkoholikerin bin. Der Traum ging interessanterweise so weiter, dass ich überlegt habe, wie es nun weitergeht. Meine Entscheidung im Traum war, dass ich direkt am nächsten Morgen hier im Forum von meinem Rückfall berichtet habe und direkt wieder abstinent sein wollte.
    Auch wenn ich mich in Wirklichkeit ganz weit weg von einem Rückfall sehe und auch in echt wohl kaum „vergessen“ würde, dass ich Alkoholikerin bin, so würde ich tatsächlich exakt so handeln, wie im Traum, nämlich sofort beichten und gegensteuern. Ich war soooo froh, als ich wach wurde und merkte, dass es nur ein Traum war.
    Ich habe am Anfang öfter Träume gehabt, dann immer seltener. Muss ich auch nicht so schnell wieder haben.

    Am letzten Wochenende war ich übers Wochenende unterwegs. Ein Wochenende weg und Alkohol spielt keine Rolle. Herrlich.

    Ich finde es immer wieder verblüffend. Für mich hab es noch niemals so eine Zeit. Ich habe im Grunde genommen von Anfang an unnormal getrunken. Es hätte jedenfalls definitiv kein Wochenende mit Freunden gegeben, an dem ich nichts getrunken hätte.

    Cadda

    Hallo Peter,

    dass Du weiter nüchtern bist, ist wirklich toll.

    Aber nach 2 Monaten bist Du so selbstsicher??? Gefährlich....

    Hier gibt es Menschen, die sogar nach etlichen Jahren vorsichtiger und selbstkritischer sind als Du. Ich hoffe, dass Du eine Therapie beginnst, damit man Dir mehr Wissen über die Krankheit näher bringt. Ich kann Dir nur den Rat geben, Dich niemals ZU sicher zu fühlen, auch nach Jahren nicht....

    Guten Morgen Peter,

    ich schließe mich Dante an. Ein schneller Weg kann über die Suchtberatung gehen. Ich hab mich direkt dort gemeldet und konnte mit einer Therapie beginnen. Ich habe mich zwar für eine ambulante Therapie entschieden, aber ich hätte auch in eine Klinik gehen können. Einzige Voraussetzung war, an Gruppengesprächen teilzunehmen, was ich aber als positiv empfand.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    ich weiß gar nicht so genau, was ich schreiben soll. Ich fühle mich gut, bin sehr zufrieden. Nächste Woche bin ich nun seit 3 Jahren trocken und wenn ich an die Zeit davor zurückdenke, dann stelle ich fest, dass man die beiden geführten Leben vorher/nachher schwer vergleichen kann. Es ist einfach komplett anders. Nicht die Dinge, die um mich herum passieren, aber mein Inneres, mein Empfinden, mein Gefühl zum Leben.

    Ich bin immer noch unendlich dankbar, den Schritt gemacht zu haben. Wenn ich darüber nachdenke, dass ich schon so lange wusste, dass ich abhängig bin und irgendwann aufhören werde und „nur“ ein einziger Grund mich davon abgehalten hat, nämlich, weil ich mich nicht damit anfreunden konnte, dass ich „nie wieder Alkohol trinken darf/kann“, dann finde ich das inzwischen verrückt, denn das ist inzwischen zu dem Gedanken geworden, den ich so klasse und beruhigend finde. „Ich muss nie wieder Alkohol trinken“.

    Damals habe ich es als Last empfunden. Als Druck, als Last, als Verzicht. Wenn ich hier gelesen habe, dass sich die Gedanken und Gefühle dazu verändern, dann konnte ich mir das einfach nicht vorstellen. Es ging einfach nicht. Und nun ist es tatsächlich so. Es ist so eine Bereicherung nie wieder trinken zu müssen. Die Gefühle und die Sichtweise verändert sich einfach automatisch, wenn man sich wirklich von ganzem Herzen auf dieses neue, veränderte Leben einlässt. Ja, man muss sich komplett darauf einlassen. Dann funktioniert es. Dann funktioniert es nicht auf Krampf, sondern zufrieden.

    Ich kann nur Jedem raten, den Schritt in ein nüchternes Leben zu gehen. Es lohnt sich so sehr!

    Ganz liebe und zufriedene Grüße :)

    Cadda

    Hallo Jacky,

    was meinst Du damit, dass er auf Entzug ist?

    Du hast geschrieben, er trinkt ab und zu ein Bier. Dann macht er auch keinen Entzug.

    Mir fällt hier insgesamt im Co.-Bereich öfter auf, dass Burg von Abstinenz, Entzug und Therapie geschrieben wird und der Alki nebenbei munter weiter säuft. Das macht die Wörter Abstinent, Entzug und Therapie komplett hinfällig.

    Ich bin ehrlich gesagt total erschrocken über so viel Naivität und Ausblendung der Tatsachen (nicht nur in Deinem Thread, sondern allgemein). Auch als ich noch mittendrin in der Co-Abhängigkeit war, hab ich diese Tatsachen nie ausgeblendet, weil ich es völlig realitätsfremd finde.

    Wie gesagt, das alles hätte ich in einigen Threads schreiben können, nicht nur bei Dir. Aber hier passte es gerade. Ich hoffe, es denken noch mehr Leserinnen darüber nach und übertragen es auf ihre eigene Situation.

    LG Cadda

    Wie lange war Dein Freund denn abstinent, also hat NULL Alkohol getrunken? Du hast doch in Deinem Text geschrieben, dass er in der Zeit wenig getrunken hat. Dass er wirklich abstinent war, also keinen Tropfen getrunken hat, davon war nicht die Rede, deshalb frage ich.

    Ich hab Dir ja schon mal gesagt, dass ich davon ausgehe, dass es mit dem weniger trinken (als er seinen Führerschein wieder haben wollte) nur funktioniert hat, weil er wusste, dass es auf Zeit ist und danach „normal“ weitergesoffen werden kann.

    Das stimmt zwar, aber man kennt es ja selbst. Oft denkt man „bei MIR oder UNS ist es aber ganz anders. Redet sich Dinge schön, um weiter hoffen zu können. Ist ja auch irgendwo verständlich. Man steckt ja auch mitten drin in der Situation und kann es nicht emotionslos von außen betrachten.

    Dass man erstmal eine gewisse Zeit benötigt, ins Handeln zu kommen, kann ich nachvollziehen. War bei mir auch so. Wichtig ist aber die Erkenntnis und dass man es realistisch sieht. Nur so kann es dazu kommen, dass man dann tatsächlich nach und nach handelt.