Beiträge von Cadda

    Guten Morgen,

    da hab ich doch gestern glatt einen Fehler gemacht, aus dem ich allerdings gelernt habe. Ich war zu einem Ball mit Tanz und Spaß, wirklich ein schöner und gelungener Abend, das ist auch nicht mein Problem. Ich stehe dazu, dass ich ab und zu solchen Feiern mitgehe. Aber:

    Wir waren einige Leute am Tisch, ich hatte eine Cola Light bestellt, die anderen verschiedene Sachen, einer von uns eine Mischung (Cola-Korn). Der Kellner stellte mir mein Getränk hin, ich fragte noch vorsichtshalber „ist das die Cola Light?“, um auf Nummer sicher zu gehen. Er bejahte dies. Im Nachhinein war es auch richtig, aber dadurch, dass ich mich so sehr absichern wollte, hab ich mich selbst verunsichert. Ich hab trinken wollen und war mir auf einmal unsicher und hatte Angst, dass nicht doch etwas vertauscht war. Mein Kumpel, der mit der Mischung, hatte nämlich eine Zitronenscheibe in seinem Glas. Das kenne ich persönlich aber eigentlich in Cola Light. Also fragte ich ihn, ob er sicher ist, dass bei ihm Alkohol drin ist. Das war er aber durch meine Nachfrage nun auch nicht mehr, zumal er gerade ein Kaugummi hatte. Aber er sagte dann auch, dass er noch nie ne Zitrone in seinem Cola Korn hatte. Also tauschten wir und ich nippte am Glas und merkte sofort, dass das der Cola Korn war. Scheisse dachte ich und gab ihm sofort das Glas zurück. Als ich mein eigentliches Glas wieder hatte, bat ich einen anderen Freund, zu probieren und der bestätigte mir nochmal, dass das (mein ursprünglich richtig zugeteiltes Glas vom Kellner) ohne Alk ist. Ich hätte mich ohrfeigen können, dass ich ihn nicht beim Zitronen-Glas schon gebeten habe, anstatt selbst zu nippen. Wie blöd kann man sein? Da bin ich so übervorsichtig, dass ich mich selbst verunsichere und dann so einen Fehler mache. Kurz dachte ich, mein Abend ist gelaufen, aber dann hab ich mir gesagt, das ist nun eine Kopfsache. Ich hab dann den Rest des Abends nur noch Cola Light bestellt, wenn ich direkt beim Bestellen dabei stand und es mir direkt gegeben wurde. An den Tisch habe ich mir nur noch Selter kommen lassen und so mache ich es auch zukünftig. Daraus hab ich gelernt, so viel ist sicher.

    Lecker Schatzmeisterin, so ungefähr mach ich die auch. Das mit der Massals Gewürzmischung probiere ich auch mal.

    Ich mache immer noch einen kleinen Tick Orangensaft mit dazu und (noch wichtiger) Muskatnussgewürz.

    Guten Morgen zusammen,

    Correns, so ungefähr, wie Du es beschrieben hast, hab ich wieder etwas den Dreh bekommen. Ich macht noch lange nicht so viel Sport, wie letzten Winter, aber die Sommerpause ist definitiv beendet :)
    Dadurch fühle ich mich schon etwas fitter, meine Hosen sitzen auch wieder besser und ich fühle mich wohler. Aber es ist wie gesagt noch Luft nach oben :)

    Ich habe nach wie vor dieses Problem, dass ich mich bei Appetit manchmal nicht beherrschen kann. Da komme ich mir dann vor, wie früher, als hätte ich Wein gekauft. „Ich hab es, nun muss auch alles weg“. Mir ist klar, dass eine Packung Duplo White und hinterher ne Tüte Chips nicht so viel Schaden anrichten, wie Alkohol. Und mir ist auch klar, dass man sich auch mal Naschen gönnen kann und soll. Aber mich erinnert dieses inkonsequente und undisziplinierte einfach so sehr an meine Saufzeit. Losfahren, um sich nochmal für den Abend einzudecken. Da steckt schon noch ein -sagen wir mal unnormales Verhalten hinter. Aber wie dem auch sei...
    Ganz früher hätte ich mir vermutlich gar keine Gedanken über mein Verhalten gemacht und mir gesagt „Na und? Ich rauche nicht, dann nasche ich halt“. Aber jetzt, wo man so einiges über seine eigenen Verhaltensweisen gelernt hat, geht man halt anders mit solchen zwanghaften Dingen um.
    Man hinterfragt sich halt, aber das ist ja auch nicht verkehrt :)

    Ansonsten hat sich bei uns alles gut eingespielt. Ich hatte ja berichtet, dass meine Kinder seit dem Sommer nicht mehr bei ihrem Papa über Nacht bleiben. Das ist auch dabei geblieben und es ist alles entspannter geworden. Das Verhältnis zu ihm hat sich seit dem gebessert. Er unternimmt ab und zu was mit ihnen, sie gehen mal zum Essen zu ihm, er holt sie auch nach wie vor vom Training ab usw. Sie haben also viel Kontakt aber halt keinen Alltag mehr. Das könnte man an sich schade finden, in unserer Situation fallen dadurch aber etliche Schwierigkeiten und Differenzen weg.

    Auf der Arbeit fühle ich mich nach wie vor pudelwohl. Ich habe gerade eine Gehaltserhöhung bekommen, ohne dass ich überhaupt gefragt habe, mit den Worten vom Chef, dass er so zufrieden mit mir ist und er deshalb gern möchte, dass ich es auch weiterhin bin. Das ging runter wie Öl und wäre zu Saufzeiten nie soweit gekommen, dass ich auf der Arbeit so gut was leisten kann. Noch eine positive Sache, die ich mir wegen meiner Nüchternheit immer wieder selbst aufzeigen kann.

    Nur in Liebessachen hab ich nach wie vor nicht das richtige Händchen :mrgreen:
    Aber daran arbeite ich noch :lol::lol:

    Hallo liebe Inka,

    Liebeskummer ist ein A....... loch. Ich drücke Dich mal auf der Ferne und wünsche Dir, dass das dabei heraus kommt, was Du Dir wünscht bzw. was gut für Dich wäre. Ich kenne das Gefühl, sich zu trennen und obwohl ich mich als starke Persönlichkeit bezeichnen würde, leide ich bei solchen Dingen wie blöd. Von daher hast Du mein volles Mitgefühl.

    Super, dass Du weiterhin nüchtern bist. Es lohnt sich so sehr!!!

    LG von Cadda

    Ich bin auch unendlich froh, dieses Forum zu haben. Es hat mir schon zu Saufzeiten die Augen geöffnet, noch bevor ich endlich den ersten Schritt gehen konnte. Und auch jetzt lese ich immer noch gern. Danke dafür :)

    Hallo,

    bitte denke nicht so, lass Dir nichts einreden. Du sollst zu ihm halten und geduldig sein, damit er aufhören kann, zu saufen?? Nein. Anders herum wird ein Schuh draus. Er hört auf zu saufen und dann läuft auch der Rest.

    Er wird immer Gründe haben, saufen zu „müssen“. Da kannst Du noch so geduldig sein.

    Mein Ex und ich sind nun schon fast 2 Jahre getrennt und er säuft immer noch. Inzwischen ist es nicht mehr meine Schuld, sondern die Schuld seiner aktuellen Freundin. Vor mir war seine Ex-Frau Schuld. Und wenn er keine Frau an seiner Seite hätte, wäre die Nachzahlung des Finanzamtes Schuld oder sein Auto, was zur Reparatur müsste oder weil das Wetter seit 3 Tagen kacke ist.

    Und wenn es nichts Negatives zu finden gäbe, dann würde vermutlich etwas Positives der Grund sein, zu saufen. Ein Geburtstag, Urlaub, Wochenende, Gartenarbeit dir erledigt ist oder einfach, weil das Wetter seit 3 Tagen geil ist.

    Ein Alkoholiker findet immer Gründe und noch viel besser findet er Schuldige.

    Hallo Anonymia,

    ich selbst bin trockene Alkoholikerin und war zudem auch noch co.-abhängig, da mein Ex-Partner ebenfalls getrunken hat (und auch immer noch trinkt, aber das spielt für mich keine Rolle mehr).

    Ich habe alles bei Dir gelesen und ich empfinde es so, dass Du Dich wie eine Co. verhältst. Ich bin auch ganz ehrlich, ich kann die Reaktion auf Lindes Ausführungen in keinster Weise verstehen.

    Ich selbst habe meine Kinder leider einer schlechten Partnerschaft ausgesetzt, weil ich mich zu spät trennen konnte. Es nützt mir aber nichts, mir da vorzumachen, als wäre es nicht so gewesen. Das solltest Du auch nicht tun. Fehler machen ist menschlich.

    Ja, Du hast Dich inzwischen getrennt. VORHER war Dein Sohn aber den Problemen ausgesetzt. Er hat die Sache mit der Polizei miterleben müssen, war selbst „gezwungen“ zu handeln, hat ihn rausgeworfen und da wird er im Vorfeld ja noch mehr gewesen sein. Ich denke da an Deinen Bericht, dass Dein Sohn nicht umgeben sein wollte von Alkoholflaschen. Er WAR also definitiv der Situation ausgesetzt und daran gibt es ja nichts zu rütteln, auch wenn Du Dich nun getrennt hast.

    Außerdem hast Du berichtet, dass Du -nachdem Dein Sohn ihn rausgeworfen hat- hin und hergerissen warst, zwischen Deinem Ex und Deinem Sohn. DAS war sicherlich das, was Linde meinte. Deshalb finde ich ihre Gedanken auch völlig nachvollziehbar und ich finde, sie hat Dur ihre Gedanken höflich mitgeteilt. Daran gibt es also gar nichts negativ zu finden.

    Ich kann Dir nur sagen, dass ich es kenne, dass man nicht immer sofort handeln kann. Es tut mir wie gesagt heute noch leid, dass meine Kinder überhaupt solche ähnlichen Dinge erleben mussten. Schön reden sollte mal es sich aber im Nachhinein nicht, auch wenn die Trennung nun vollzogen ist. Ich bin inzwischen auch getrennt. Trotzdem schaue ich realistisch auf das Elend zurück. So laufe ich nämlich nicht Gefahr, jemals wieder dort zu landen.

    Das sind großartige Rechnungen. Sehr abschreckend die Vorstellung an diese Mengen Alkohol.

    Ich freue mich, dass es Dir gut geht. Deinen Traum hast Du sicherlich richtig gedeutet.

    Ich hab in den letzten zwei Jahren oft Alkoholträume gehabt, allerdings am Anfang viel mehr und inzwischen nur noch sehr selten.

    Correns, darüber hab ich gerade neulich nachgedacht. Das meine Abstinenz neben meinen Kindern der beste Entschluss war. Ich freue mich immer noch ganz oft und ganz bewusst darüber.

    Hallo zusammen,

    nun sind wieder zwei Monate vergangen. Ich lese hier viel und schreibe ab und zu auch mal etwas in anderen Threads. Bei mir selbst ist alles soweit ok. Ich bin inzwischen zwei Jahre trocken und bin immer noch wahnsinnig glücklich darüber.

    Zu Hause ist alles etwas zur Ruhe gekommen. Meine Kinder sind nach wie vor nur noch bei mir. Ihr Papa hat die Entscheidung akzeptiert. Da wir dicht beieinander wohnen sehen wir uns aber öfter und das Verhältnis ist wieder etwas entspannter. Aber es ist natürlich alles etwas oberflächlich. Was aber nicht nur Nachteile hat. Es ist wesentlich mehr Ruhe eingekehrt. Zumindest bei uns.

    Sportlich bin ich leider immer noch nicht wieder wirklich aktiv. Das ärgert mich total. Ich muss es einfach unbedingt anpacken. Wie bekomme ich da bloß endlich die Kurve?!

    Ich schlafe momentan total gut, das ist echt erfreulich. Ich kann gut einschlafen und fühle mich auch meistens ausgeschlafen.

    Ich hab einfach nichts Besonderes zu berichten, aber das ist ja nicht unbedingt das Schlechteste :)

    Ganz liebe Grüße an Alle

    Liebe Nadless,

    ich kann Dich so gut verstehen, dass es Dir schwer fällt, aber für Dich ist es genau richtig so! Es ist super, dass Du eine Wohnung hast!!! Mach es Dir schön! Freu Dich darauf!

    Glaub mir, es wird erst schwer, aber dann wird es Dir besser gehen. Wenn Du erstmal das Positive zu spüren bekommst, wirst Du froh sein!!

    „Als ob ich ab morgen keine Milch mehr trinken wollte“ :mrgreen: Sehr gut beschrieben :lol:

    Aber ich find es klasse, dass sie da so mitzieht. Ist ja auch nicht immer der Fall.

    Es ist zwar so, dass viele Menschen sich nicht vorstellen können, wie es einem geht. Aber Du wirst sehen, wenn Du offen mit dem Thema umgehst, wird es auch Leute geben, die Dich loben.

    Zumindest bei mir war das so. Und ist es auch heute noch. Ich war zum Beispiel heute Nachmittag bei einem Freund. Wir waren vor einiger Zeit sehr lange zusammen und haben noch einen guten Draht zusammen, weil meine Kinder und ich vier Jahre zusammen gelebt haben. Er hat damals ja schon gesehen, dass ich gern und viel trinke. Nicht so, wie die letzten Jahre, aber auch diese Jahre hat er mich ja als guter Freund miterlebt.

    Gerade vorhin ergab es sich, dass er mir sagte, wie toll er es findet, dass ich diesen Weg gegangen bin und meinte, er hätte großen Respekt. Fühlte sich gut an, das zu hören.
    Ich kann Lob inzwischen gut annehmen. Früher war mir das immer peinlich, wenn ich mal gelobt wurde für etwas anderes. Weil ich mich immer schlecht fühlte, da ich gesoffen habe. Heute kann ich Komplimente besser annehmen, weil ich selbst auf mich wieder stolz sein kann. Das war so unendlich viele Jahre nicht mehr der Fall. Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt mal so war. Schließlich hab ich ja schon in der Jugend oftmals zu viel getrunken, dass ich Filmriss hatte und das ging auf die Psyche.

    Heute find ich mich endlich mal selbst gut. Allein dafür hat es sich gelohnt.

    Ach und eines ist mir bei Dir noch aufgefallen, ich glaub schon im Vorstellungsbereich neulich. Dein Partner hat sich letztendlich ne andere Frau gesucht. Warum machst Du Deine Trennung letztendlich daran fest, dass er Alkoholiker ist? Nur weil er Alkoholiker ist, muss er nicht zwangsläufig fremd gehen. Das hat mit dem Alkohol nichts zu tun. Es gibt auch Alkoholiker, die treu bleiben und Ihre Partnerin nicht verlassen.

    Nicht jede schlechte Charaktereigenschaft ist auf den Alkoholismus zu schieben.

    Von daher würde ich mich gar nicht so über die Gründe den Kopf zerbrechen. Wichtig ist, für Dich zu sorgen und Dir Gedanken zu machen, wie Du weiter kommst.

    Hallo Brokenstorm,

    Du hättest nichts anders machen können. Ein Alkoholiker hört erst dann auf zu trinken, wenn ER oder SIE selbst es will. Und selbst das WOLLEN heißt auch noch nicht, dass es klappt, gegen die Sucht etwas tun zu können. Es muss klicken.

    Verschwende Deine Zeit nicht damit, Dir Gedanken darüber zu machen.

    Liebe Grüße

    Guten Morgen, Angel...

    Wie geht es Dir denn so? Vermutlich unverändert, sonst hättest Du bestimmt was geschrieben bzw berichtet. Mein Beitrag sollte nicht fordernd rüberkommen. Er war lediglich als Gedankenbestätigung gedacht. Dass man nach der Erkenntnis nicht sofort in der Lage ist, zu handeln, das ist mir auch bewusst. Manchmal braucht man eben etwas Zeit, weil ja auch Gefühle im Spiel sind. Erzähl doch mal, wie so die Situation gerade für Dich ist, wie es in Dir aussieht.
    Liebe Grüße von mir.

    Nein, Kontaktabbruch wird es nicht geben.
    Aber ich unterstütze sie in ihrer Entscheidung, dass sie nicht mehr die Papa-Wochenenden möchten, damit sie der Situation bei ihm zu Hause nicht mehr ausgesetzt sind.
    Sie haben ihren Papa lieb und umgekehrt und das soll auch so bleiben. Nur wird es halt Veränderungen zum Wohle der Kinder geben.

    Ich möchte trotzdem nochmal feststellen, dass ich immer wieder dankbar bin, dass ich nichts mehr trinke. All diese Dinge im Leben, ob Alltagsdinge oder kleine bzw größere Sorgen... es lässt sich ALLES besser regeln mit einem nüchternen und klarem Kopf.
    Man wird auch viel ernster genommen. Man macht sich unangreifbar. Kein „aber DU...“ mehr. Es wird einem kein Spiegel mehr vorgehalten. Keiner kann mehr sagen „DEIN Verhalten ist viel schlimmer“ oder „Warum bist Du denn jetzt so gereizt, wieder getrunken?“.

    Nein. Man wird ernst genommen. Weiß, dass alles durchdacht ist, dass man vieles richtig macht, weil man selbst an sich arbeitet. Auf einmal wird einem mehr zugehört, man legt mehr Wert auf die Meinung. Man hat auf einmal wieder Respekt vor meiner Ansicht.

    Das „man“ könnte ich jetzt durch die Worte „der Papa meiner Kinder“ ersetzen, aber ich habe es bewusst verallgemeinert, denn ich denke, dass wäre bei Diskussionsbedarf mit Bekannten, Vorgesetzten oder Familienmitgliedern auch so. Es kommt halt immer drauf an, mit wem Gesprächsbedarf ist.