Beiträge von Cadda

    Liebe Nadless,

    ich kann Dich so gut verstehen, dass es Dir schwer fällt, aber für Dich ist es genau richtig so! Es ist super, dass Du eine Wohnung hast!!! Mach es Dir schön! Freu Dich darauf!

    Glaub mir, es wird erst schwer, aber dann wird es Dir besser gehen. Wenn Du erstmal das Positive zu spüren bekommst, wirst Du froh sein!!

    „Als ob ich ab morgen keine Milch mehr trinken wollte“ :mrgreen: Sehr gut beschrieben :lol:

    Aber ich find es klasse, dass sie da so mitzieht. Ist ja auch nicht immer der Fall.

    Es ist zwar so, dass viele Menschen sich nicht vorstellen können, wie es einem geht. Aber Du wirst sehen, wenn Du offen mit dem Thema umgehst, wird es auch Leute geben, die Dich loben.

    Zumindest bei mir war das so. Und ist es auch heute noch. Ich war zum Beispiel heute Nachmittag bei einem Freund. Wir waren vor einiger Zeit sehr lange zusammen und haben noch einen guten Draht zusammen, weil meine Kinder und ich vier Jahre zusammen gelebt haben. Er hat damals ja schon gesehen, dass ich gern und viel trinke. Nicht so, wie die letzten Jahre, aber auch diese Jahre hat er mich ja als guter Freund miterlebt.

    Gerade vorhin ergab es sich, dass er mir sagte, wie toll er es findet, dass ich diesen Weg gegangen bin und meinte, er hätte großen Respekt. Fühlte sich gut an, das zu hören.
    Ich kann Lob inzwischen gut annehmen. Früher war mir das immer peinlich, wenn ich mal gelobt wurde für etwas anderes. Weil ich mich immer schlecht fühlte, da ich gesoffen habe. Heute kann ich Komplimente besser annehmen, weil ich selbst auf mich wieder stolz sein kann. Das war so unendlich viele Jahre nicht mehr der Fall. Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt mal so war. Schließlich hab ich ja schon in der Jugend oftmals zu viel getrunken, dass ich Filmriss hatte und das ging auf die Psyche.

    Heute find ich mich endlich mal selbst gut. Allein dafür hat es sich gelohnt.

    Ach und eines ist mir bei Dir noch aufgefallen, ich glaub schon im Vorstellungsbereich neulich. Dein Partner hat sich letztendlich ne andere Frau gesucht. Warum machst Du Deine Trennung letztendlich daran fest, dass er Alkoholiker ist? Nur weil er Alkoholiker ist, muss er nicht zwangsläufig fremd gehen. Das hat mit dem Alkohol nichts zu tun. Es gibt auch Alkoholiker, die treu bleiben und Ihre Partnerin nicht verlassen.

    Nicht jede schlechte Charaktereigenschaft ist auf den Alkoholismus zu schieben.

    Von daher würde ich mich gar nicht so über die Gründe den Kopf zerbrechen. Wichtig ist, für Dich zu sorgen und Dir Gedanken zu machen, wie Du weiter kommst.

    Hallo Brokenstorm,

    Du hättest nichts anders machen können. Ein Alkoholiker hört erst dann auf zu trinken, wenn ER oder SIE selbst es will. Und selbst das WOLLEN heißt auch noch nicht, dass es klappt, gegen die Sucht etwas tun zu können. Es muss klicken.

    Verschwende Deine Zeit nicht damit, Dir Gedanken darüber zu machen.

    Liebe Grüße

    Guten Morgen, Angel...

    Wie geht es Dir denn so? Vermutlich unverändert, sonst hättest Du bestimmt was geschrieben bzw berichtet. Mein Beitrag sollte nicht fordernd rüberkommen. Er war lediglich als Gedankenbestätigung gedacht. Dass man nach der Erkenntnis nicht sofort in der Lage ist, zu handeln, das ist mir auch bewusst. Manchmal braucht man eben etwas Zeit, weil ja auch Gefühle im Spiel sind. Erzähl doch mal, wie so die Situation gerade für Dich ist, wie es in Dir aussieht.
    Liebe Grüße von mir.

    Nein, Kontaktabbruch wird es nicht geben.
    Aber ich unterstütze sie in ihrer Entscheidung, dass sie nicht mehr die Papa-Wochenenden möchten, damit sie der Situation bei ihm zu Hause nicht mehr ausgesetzt sind.
    Sie haben ihren Papa lieb und umgekehrt und das soll auch so bleiben. Nur wird es halt Veränderungen zum Wohle der Kinder geben.

    Ich möchte trotzdem nochmal feststellen, dass ich immer wieder dankbar bin, dass ich nichts mehr trinke. All diese Dinge im Leben, ob Alltagsdinge oder kleine bzw größere Sorgen... es lässt sich ALLES besser regeln mit einem nüchternen und klarem Kopf.
    Man wird auch viel ernster genommen. Man macht sich unangreifbar. Kein „aber DU...“ mehr. Es wird einem kein Spiegel mehr vorgehalten. Keiner kann mehr sagen „DEIN Verhalten ist viel schlimmer“ oder „Warum bist Du denn jetzt so gereizt, wieder getrunken?“.

    Nein. Man wird ernst genommen. Weiß, dass alles durchdacht ist, dass man vieles richtig macht, weil man selbst an sich arbeitet. Auf einmal wird einem mehr zugehört, man legt mehr Wert auf die Meinung. Man hat auf einmal wieder Respekt vor meiner Ansicht.

    Das „man“ könnte ich jetzt durch die Worte „der Papa meiner Kinder“ ersetzen, aber ich habe es bewusst verallgemeinert, denn ich denke, dass wäre bei Diskussionsbedarf mit Bekannten, Vorgesetzten oder Familienmitgliedern auch so. Es kommt halt immer drauf an, mit wem Gesprächsbedarf ist.

    Hallo Ideja,

    mein Ex-Mann und ich sind schon lange getrennt und unsere Kinder sind seit der Trennung regelmäßig bei ihm, wir wohnen nicht weit voneinander entfernt. Im Grunde genommen wollen wir an einem Strang ziehen, er weiß auch selbst, dass es bei ihm so nicht geht, wie es abläuft. Deshalb nimmt er es wohl oder übel so hin, dass es zukünftig eben anders läuft.

    Ja, ich möchte die Kinder schützen. Und Ja, sie haben durch meine Alkoholkrankheit genug Schlechtes erlebt. Aber auch unabhängig davon würde ich sie vor dem Charakter zumindest so gut ich kann schützen. Ich hab mich doch nicht umsonst getrennt?!?! Ich trenne mich, ziehe aus, lasse mich scheiden, damit meine Kinder die heftigen Streitereien nicht mehr erleben müssen und nun erleben sie es seit Jahren, bloß mit einer anderen Person. Das ist doch verrückt...

    Der Vater ist schwierig und daran müssen sie sich gewöhnen. Der wird sich nicht ändern, aber er liebt seine Jungs trotzdem. Aber meine Kinder brauchen Ruhe, Halt und Sicherheit und das bekommen sie hier zu Hause mehr, als dort. Wie gesagt, der Kontakt soll ja bleiben. Aber der Umgang wird halt oberflächlicher werden und ich sehe das inzwischen positiv. Wer weiß, vielleicht tut das den Kindern ganz gut.

    Hallo zusammen.

    Freitag 9 Stunden und gestern 11 Std am Stück gearbeitet. Wir hatten ein kleines Fest mit kleinen Ständen aufgebaut und Spielen für die Kinder. Das wurde sehr gut angenommen und wir hatten durchgehend zu tun. Es war echt anstrengend, aber hat auch Spaß gemacht. Ich bin ja sowieso total zufrieden in meinem Job. Man hat echt zu tun, die Zeit rennt und meine Kollegen sind super. Es ist echt wertvoll Spaß am Job zu haben.

    Privat ist es zur Zeit etwas anstregend. Meine Kinder möchten momentan nicht so gern zu ihrem Vater, bei dem es wegen seiner On-Off-Beziehung ziemlich daneben hergeht teilweise und er ist vom Charakter her sehr schnell außer Rand und Band. Es ist eine Unruhe ohne Ende dort und ich habe beschlossen, hinter ihnen zu stehen und nichts zu erzwingen.

    Allen einen schönen Sonntag.

    Liebe Grüße
    Cadda

    Guten Morgen,

    ich komme gut zurecht mit der Hitze, weil es sich nachts in Grenzen hält und die Wohnung daher nicht zu warm ist.

    Was ich toll finde: Ein großes Glas mit gefrorenen Früchten füllen, Wasser mit Sprudel drauf und löffeln... Schön erfrischend :)

    Von welchem Kompromiss schreibst Du? Er geht doch überhaupt keinen Kompromiss ein. Im Gegenteil. Er hat das Blatt komplett gewendet und stellt Dich als Problem hin, nicht ihn.

    Davon mal abgesehen: Selbst WENN er einen Kompromiss eingehen wollen WÜRDE... es gibt beim Thema Alkoholismus keine Kompromisse. Ganz saufen oder NICHTS mehr. Und dazu ist er offensichtlich nicht bereit.

    Dein Verstand weiß genau, was zu tun ist. Die Masche, die er jetzt fährt, ist mies und genau perfekt geeignet, um den Co.verzweifeln zu lassen und sich selbst in Frage zu stellen.

    Vertraue auf DICH und Dein Gefühl. Ich verspreche Dir, Dein Verstand liegt goldrichtig.

    Ganz liebe Grüße
    Cadda

    Hallo Milena,

    worauf wartest Du? Was genau veranlasst Dich zum Bleiben, selbst wenn er heute nüchtern nach Hause kommen sollte? Reicht Dir das nicht, was im Urlaub passiert ist? Und was ist, wenn er wirklich mal schafft, 3 Monate nicht zu trinken? Dann ist es ok?

    Was ich damit sagen will: Das Kind ist doch schon längst in den Brunnen gefallen. Er ist Alkoholiker und wird das auch nicht ändern, denn er zeigt keine Einsicht. Und glaub mir, selbst WENN er Einsicht zeigen würde, bedeutet das auch noch lange nichts. Worte zählen bei einem Alkoholiker nicht. Nur Taten. Und ich finde, was er Dir alles angetan hat, ist nicht mehr rückgängig zu machen und vermutlich würde das sogar noch zwischen Euch stehen, selbst WENN er wirklich aufhören sollte, zu Trinken. Darauf zu hoffen, ist aber doch nun wirklich vergebene Zeit. Schau doch, wie er sich verhält! Wie gesagt, selbst WENN er nach Hause kommt heute. Dann ist es nächstes Mal was anderes, das Dich verzweifeln lässt.

    Was zählt es denn, dass er nüchtern toll ist? Betrunken ist er es nicht. Also ist das Andere hinfällig, denn er trinkt ja überwiegend. Du befindest Dich mit ihm gemeinsam in der Abwärtsspirale. Steig aus. Worauf wartest Du?

    Ich weiß, es liest sich leichter als getan. Aber glaub mir. Wenn Du es erstmal gepackt hast, und der Liebeskummer überstanden ist, fragst Du Dich, weshalb Du so viel Zeit vergeudet hast.

    Liebe Angel,

    genau SO reagiert ein Alkoholiker. So hätte ich damals reagiert, als ich noch gesoffen habe und genau so hat auch mein ehemaliger Lebensgefährte mal reagiert, der heute noch trinkt.

    Zu beneiden bist Du nicht, wie ich finde, denn es fällt Dir bestimmt nicht leicht, zu gehen. Auch wenn Du den Verstand dafür bereits hast, das Handeln ist gar nicht so leicht.

    Ich hoffe, Du schaffst das sehr bald.

    Ich hatte so einen Liebeskummer, wenn ich zurück denke. Aber ich bin so glücklich, dass ich da weg bin. Das wirst Du bestimmt auch eines Tages sein.

    Liebe Grüße
    Cadda

    Ich finde, Kinder sollten überhaupt nicht wählen müssen. Als Eltern sollte man sich zumindest auf Familienfeiern, wo die Kinder gern beide Elternteile dabei haben möchten, zusammen reißen können. Da sollte niemand zu Hause bleiben müssen, um verletzte Gefühle des Ex oder der Ex zu schützen, denn es geht hier ja um die Kinder. Die Gefühle der Kinder sind auch zu schützen und es ist sicher kein schönes Gefühl, wenn die Kinder verzichten müssen, weil die Eltern sich nicht für eine gewisse Zeit zumindest oberflächlich ertragen können.

    Ich habe mich damals von meinem Mann getrennt und bin mit unseren beiden, damals sehr kleinen Kindern, aus unserem Haus ausgezogen. Ich hatte definitiv zu 100 Prozent nachvollziehbare Gründe, die kein Zusammenbleiben mehr zuließen, aber dennoch waren seine Gefühle verletzt und er hat mich noch geliebt. Trotzdem hat er den Kontakt aufrecht erhalten, sogar als ich mit unseren Kindern bei meinem Freund eingezogen bin und dort Jahre lang gelebt habe. Ich ziehe heute noch den Hut vor ihm, dass er seine verletzten Gefühle zum Wohle der Kinder hinten angestellt hat.

    Über all die Jahre haben wir es sogar geschafft, eine tiefe Freundschaft zu erhalten, die wir auch vor der Ehe hatten, aber das ist denke ich schon eher selten und auch nicht unbedingt nötig und nicht immer machbar.

    Aber zumindest zu Geburtstagen oder Familienfeiern sollte man im Sinne der Kinder einen Weg finden. Sonst ist unter Umständen irgendwann sogar das Verständnis für den traurigen Elternteil seitens der Kinder aufgebraucht. Auch so ein Beispiel kenne ich aus meiner Familie.

    Deshalb gebe ich Dir den Rat, den Kindern die Möglichkeit zu geben, ohne schlechtes Gewissen (und das ist der springende Punkt) zu beiden Elternteilen einen guten Kontakt zu haben und das beinhaltet auch Geburtstage der Kinder oder ähnliches.

    Hallo Stern.

    Für mich ist es auch vorbei, als Familie mit Partner zu leben. Was für ein Glück. Ich bin auch die guten Dinge los, die man als Familie erlebt hat. Macht nichts!! Denn ich bin auch die schlechten Dinge los. Und durch das Wegfallen des Partners sind sogar viele tolle Dinge dazu gekommen. Kein Stress mehr, kein Druck mehr, viel mehr Lebensfreude und Spaß mit den Kindern.

    In Deiner Theorie besteht die „heile Familie“ aus Eltern und Kindern gemeinsam. Da liegst Du aber mal sehr falsch. Wenn ein Familienmitglied Alkoholiker ist und mal dadurch Probleme hat oder auch Sorgen durch andere Dinge, dann kann man ohne diesen Partner viel mehr „heile Familie“ sein. Zur heilen Familie gehören nicht Eltern plus Kinder, sondern Eltern deren Beziehung funktioniert plus Kinder.

    Mit einem Alkoholiker ist die heile Welt nur in der Theorie möglich, in der Praxis NULL.

    Versuche mal das Positive zu sehen. Das Leben kann viel entspannter sein. Und mal davon abgesehen: Wie viele Paare sind getrennt (auch ohne Alkoholprobleme)?!? Wenn da keiner mehr Freude am Leben hätte, nur weil man keinen Partner an seiner Seite hat, dann wäre es aber eine sehr traurige Welt.

    Ich bin lieber zu Dritt (Kinder und ich) glücklich, als zu viert, aber unglücklich.

    Ich habe Danny nicht so verstanden, dass sie die beiden Krankheiten Krebs und Alkoholismus an sich vergleichen wollte. Ich glaube, sie wollte lediglich damit sagen, dass manche Menschen, die Krebs haben, wieder gesund werden und manche leider nicht.
    Und das manche Alkoholiker aus ihrer Krankheit wieder rauskommen, indem sie trocken werden und manche eben nicht.

    Ich kann verstehen, dass man zunächst Hoffnung hat, dass der Alkoholiker aufhört zu trinken. Aber man sollte seine Zeit nicht damit verplempern. Denn man macht sich selbst kaputt und oft klickt es beim Alkoholiker eben nicht. Und erst Recht nicht, wenn da die gut funktionierende Co. ist.