Beiträge von Cadda

    Warum fühlst Dich Dich denn noch nicht trocken? Weil Du Alkoholgedanken manchmal hast, z.B.?
    Hat man das nicht sein Leben lang immer mal? Oder siehst Du Dich als gefährdet an? Also ich frage mich, warum Du Dich nicht als trocken bezeichnen würdest.

    Also, ich verstehe schon. Entweder man fühlt das so oder eben nicht. Aber welches Gefühl sagt einem „so, nun bin ich trocken?“

    Das, was Du beschrieben hast: Stabilität, zu Hause ankommen... dadurch fühlt man sich wohler. Fühlt man sich dadurch eher trocken? Weil man dadurch auch weniger rückfallgefährdet ist, wenn man zufrieden ist?

    Ist es das, was Du meinst? Ich frage, weil ich gerade echt überlege, ab welchem Zeitpunkt ich das Gefühl hatte, dass ich trocken bin/denke.

    Kann ich verstehen. Ich hab mich auch sehr schwer getan. Ich hab mich damals nicht mal wirklich geekelt. Hab ja immer schön mitgesoffen. Wir haben uns nach der Arbeit zusammen gesetzt und getrunken. Aber natürlich nicht nur getrunken, sondern über ALLES geredet. Er hat mich in allem unterstützt, mir immer geholfen. Wir haben den gleichen Humor und haben wirklich wahnsinnig viel Spaß gehabt. Waren an den Wochenenden campen und haben viel unternommen. Aber immer was zu Saufen an Board. Das ging eine sehr lange Zeit auch gut. Bis mal Schwierigkeiten aufkamen. Dann hat er die Nacht durchgesoffen. Was hab ich gebettelt, dass er endlich mit schlafen kommt. Vergeblich. Am nächsten Tag ist er entweder noch halb besoffen los oder konnte gar nicht. Und an manchen Tagen war es bei mir der Fall. Ich hab dieses Leben am Schluss gehasst. Er war nicht bereit, mitzuziehen. Geriet immer weiter in den Sumpf. Arbeiten, saufen.... so war der Tag. Bis tief in die Nacht.

    Er fehlt mir heute manchmal noch. Ich war ihm innerlich so sehr verbunden, das hatte ich nicht mal in meiner Ehe das Gefühl.

    Aber was nützt mir ein Vertrauter, bester Freund, wenn er mir so viel Leid bringt??

    Mal anders betrachtet: Wie groß ist denn die Freundschaft, wenn jemand einem diese Traurigkeit hinzufügt? Ich hab mich meinem Ex-Partner Vertrauter gefühlt in der Zeit, als meinem Ex-Mann und Vater meiner Kinder. Er hat mich nüchtern auf Händen getragen. Und was hat mir das gebracht?? Nichts!!

    Letztendlich war es mein Ex-Mann, der mir den letzten Stoß in die Nüchternheit gab. Weil er mich nicht saufend erleben wollte, wie mein damaliger Partner. Dem war es recht, dass ich saufe. So war er nicht allein. Wie egoistisch eigentlich von ihm! Er wusste, dass ich leide und hat mich mit seinen guten Seiten schön bei sich behalten. Was ist daran vertraut und freundschaftlich? Nee, das ist egoistisch.

    Überlege Dir, ob Dir diese Freundschaft gut tut, wenn sie auch das Schlechte mit sich bringt. Manchmal ist es besser, es dann lieber zu lassen. Wenn das Schlechte einen traurig macht.

    Ist ja nichts anderes, als mit dem Saufen. Mit einem leichten Schwips nach den ersten zwei Gläsern war ich auch glücklich. Das Gefühl war immer toll für mich. Ich lasse das Saufen dennoch. Weil ich das Schlechte nicht will, was nach dem Schwips folgt.

    Was ich damit sagen will: Manchmal muss man eben auch Gutes gehen lassen, wenn sich nur so auch das Schlechte loswerden lässt. In manchen Fällen geht es eben nur ganz oder gar nicht.

    Das es einfach ist, behaupte ich nicht, auch wenn sich das jetzt so einfach liest. Ich hab echt getrauert um diese Beziehung und manchmal hab ich das sogar heute noch. Aber ich bin jetzt glücklich. Das war ich vorher definitiv nicht.

    Hallo Nadless,

    Deine Reaktion auf meinen Beitrag hört sich schon anders an, wie ich finde.

    Etwas vernünftig zum Abschluss bringen, kann ich nachvollziehen. Ich bin auch erst ausgezogen und wer trotzdem noch mit meinem Partner zusammen. Naja, nicht wirklich, aber offiziell schon. Als ich mich räumlich getrennt hatte, konnte die emotionale Trennung erfolgen. Das war für mich einfacher mit dem Auszug und nicht so schmerzhaft. Aber ich hab mir zwischendurch vorgemacht, es könnte was werden und dann hab ich mir auch alles schön geredet. Aber tief im Inneren wusste ich eigentlich, dass es das gewesen ist. Ich lag ja auch richtig. Aber das will man manchmal nicht wahr haben.

    Immer denkt man an das Gute. Will den Menschen nicht aufgeben. Erst als ich endgültig allein war und über den Liebeskummer hinweg war, hab ich mich gefragt, warum ich das nicht schon viel früher aufgegeben habe. Es geht mir viel besser ohne ihn. Klar bin ich ein paar gute Dinge los, aber es kommen so viel bessere Dinge dazu, wenn man endlich den ganzen Mist los ist.

    Hallo Nadless,

    ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber Du bist gerade dabei, Dir die Situation schön zu reden, um besser mit Deinen Gefühlen zurecht zu kommen. In Deinem Kopf ist der Plan, dass er sein Alkoholproblem in den Griff bekommt und ihr dann Eure Beziehungsprobleme lösen könnt. Solange Du daran festhältst, wirst Du für Dich nicht voran kommen. Du fängst an, Abstriche zu machen. Nur weil er nicht „so blöd zu Dir ist“, wie andere Alkoholiker zu ihren Partnern, macht es das nicht besser. Es gibt immer schlimmere Schicksale. Nach dem Motto: Ist ja nicht so schlimm, dass mein Arm gebrochen ist, mein Bettnachbar hat beide Arme gebrochen, deshalb hab ich mit einem gebrochenen Arm doch wunderbar leben. Besser als mein Bettnachbar.
    Aber so funktioniert das doch nicht. Am besten lebt es sich nämlich komplett ohne gebrochenen Arm!!

    Warum bist Du auf einmal soweit, Dir selbst die Probleme klein zu reden? Klar, man hält es dann besser aus. Für Deine Gefühlswelt ist es jetzt wieder besser, weil ihr wieder im Reinen seid für Dich. Das mag für den Moment auch funktionieren. Du hast einen Plan, es geht Dir besser.
    Langfristig gesehen verlängert es aber Dein Leiden. Diese Einsicht folgt oft sehr schnell nach solchen scheinbar geordneten Plänen. Und das ist keinesfalls böse gemeint. Ich hab es auch lange so gemacht. Bis dann irgendwann man Schluss war damit, weil ich begriffen hatte, dass es so auf lange Sicht nicht funktioniert und mich nur für den kurzen Moment des „Juhu, so machen wir jetzt“ glücklich gemacht hat. Die Realität holt einen leider ein.

    Hallo FreeWell,

    ich bin auch darüber gestolpert, was Sunny bemerkte. Dein XY ist euphorisch, er hat geputzt, gewaschen, war joggen und hat irgendwas geregelt. Ist auf dem Weg, dieses Medikament zu holen. Ja, er wird auch gerade selbst davon überzeugt sein, dass es jetzt klappt. Bis das Suchtgedächtnis wieder zuschlägt, dann ist ein bisschen trinken doch nicht so schlimm.

    Es ist, wie ich bei Danny auch geschrieben habe. Nur, weil ein Alkoholiker versteht, was zu tun ist, heißt das noch lange nicht, dass etwas langfristig passiert.

    Immer wenn ich meinen Ex mal treffe (wohnen in einem Dorf) erzählt er beiläufig, was er doch alles geschafft hat am Tag. Beim letzten Mal hatte er seinen Garten gemacht und im Büro alles auf Vordermann gebracht und und und.... zwei Wochen später hab ich erfahren, dass er mindestens 4 Tage durchgesoffen hat und nicht mal arbeiten konnte, obwohl er davon abhängig ist, da er selbständig ist. So viel dazu.

    Wie oft ist er voller Tatendrang in ein neues, trockenes, besseres Leben gestartet und hat laut davon berichtet, weil er sich selbst so über seinen Entschluss gefreut hat. Und am Ende sah die Welt ne Woche später wieder anders aus.

    Bei mir war es ja genau so. Ich hab auch immer wieder verkündet „Ab heute wird es alles anders“. Ich hab mir selbst geglaubt. Bis die Sucht sich wieder bemerkbar gemacht hat.

    Nun werden viele, die das lesen, Hoffnung haben und denken „aber die hat doch dann auch aufgehört“. Ja, es gibt hier genügend Beispiele, wo es der Fall ist.

    Aber ich wusste bereits in meiner Jugend, dass ich ein Alkoholproblem Jahr. Wollte da schon immer aufhören. Letztendlich hab ich über 20 Jahre gebraucht, bis es endlich geklickt hat und ich den Schritt in die wirkliche Trockenheit gegangen bin. Will man als Co. darauf warten?? Und manchmal wartet man auch umsonst, weil es nie richtig klickt. Da kann man noch so oft eine motivierte Phase haben und sich joggend zum Arzt begeben. Es bringt den Co. nicht weiter.

    Und mal davon abgesehen... wenn er dazu noch von Narzissmus betroffen ist, dann renne bloß so schnell Du kannst, denn das lässt sich auch durchs Trocken werden nicht abstellen.

    Ich finde es wirklich toll, dass Du konsequent bei Dir bleibst. Das ist ein guter Weg, Abstand zu gewinnen. Vielleicht bekommst Du durch den räumlichen Abstand auch schneller den Abstand im Kopf. Ich wünsche Dir das sehr, denn glaub mir, es ist wirklich sehr befreiend, wenn man die Sorgen um den XY los ist.

    Hallo Danny,

    aber vielleicht solltest Du nicht zu viel Energie dafür verwenden, ihm Deine Meinung zu der Sache Nähe zu bringen. Du wirst ihn nicht überzeugen können. Wenn das so einfach wäre, hätten viele die Sorgen gar nicht.
    Er ist im Krankenhaus gelandet und das ist nun wirklich offensichtlich schlimm. Klar muss er da Einsicht zeigen, wäre ja auch befremdlich, wenn er das nicht täte.

    Aber allein, dass seine Gedanken noch da sind, dass es nur so schlimm wegen seiner Probleme ist, zeigt doch, dass es noch nicht geklickt hat.

    Dass Du noch Hoffnung hast und diese zuletzt stirbt, also noch nicht gestorben ist, das ist ja gerade Dein eigentliches Problem, weshalb Du hier im Co-Bereich bist. Solange Du noch hoffst, dreht sich das Rad schön weiter.

    Erst wenn Du die Hoffnung aufgibst, geht der Weg nach vorne. Ich weiß, wie Du Dich fühlst. Ja, ich bin Alkoholikerin, zwar inzwischen trocken, aber die Sicht eines Alkis ist mir bestens bekannt.
    Aber auch die Sicht der Co., denn mein Ex-Partner ist auch Alkoholiker und ich habe Jahre lang gehofft, auch als ich selbst noch getrunken habe. Obwohl ich getrunken habe, hab ich gehofft, dass er aufhört, mit mir zusammen. Dass er weniger trinkt. Dass er es in den Griff bekommt.

    Irgendwann hörte ich auf und er wollte es auch „bald“. Mehr Hilfe ging nicht. Wir liebten uns, ich hatte das gleiche Leid und bin positiv durchgestartet. Arztbesuch, Therapie, Gruppe, Sport und ich hab Stunden damit verbracht, ihm meine Meinung zu sagen. Er hat ALLES eingesehen. Hatte die gleichen Empfindungen und brauchte nur noch einen einzigen Schritt gehen. Wir hätten das gemeinsam machen können. Nachdem ich trocken war, hab ich noch ungefähr ein halbes Jahr gehofft und gewartet. Sein Verstand wusste, was zu tun ist. Er ist den Schritt bis heute nicht gegangen.

    Was ich damit sagen will: Selbst WENN Dein Partner verstanden hat, heißt das noch lange nicht, dass er handelt. Eine Sucht ist sehr, sehr stark.

    Guten Morgen Cielo,

    wie schon mal erwähnt: Es freut mich, von Dir zu lesen und ich finde es auch gut, dass Du Dich wieder für den erweiterten Bereich anmeldest. Da kann man doch eher über Einzelheiten schreiben und dann konkreter einen Rat geben, was die Sorgen mit den Vätern Deiner Kinder angeht.

    Dass Dein Ex nicht auszieht, war abzusehen, das stimmt. Dass Du letztendlich entschieden hast, direkt bei Deinem neuen Partner einzuziehen, mag vom Verstand her vielleicht nicht die mega Top-Entscheidung gewesen sein, aber mit Sicherheit weitaus besser, als beim saufenden XY zu bleiben :D
    Und wenn ihr jetzt glücklich seid, umso besser!! Ich wünsche Dir und den Kindern, dass es so bleibt. Ich freue mich echt für Dich und auch für die Kinder, wenn zumindest im neuen Zuhause Ruhe eingekehrt ist.

    Dass es außerhalb vom Zuhause Reibereien wegen der Väter gibt, kann ich mir vorstellen. Das kannst Du auch nur bis zu einem gewissen Punkt beeinflussen. Aber das Wichtigste ist geschafft, ihr müsst nicht mehr unter einem Dach leben.

    Ganz liebe Grüße von mir :)

    Hallo Danny,

    es ist überall gleich: Der Alki säuft angeblich nur, weil er solche Sorgen hat und wenn er die nicht hätte, würde er weniger saufen... nee, is klar!

    Bitte glaube das nicht ansatzweise. Ich versichere Dir, es werden sich IMMER irgendwo neue Sorgen finden, um saufen zu können. Die Gründe werden niemals aus gehen.

    Man hört nicht plötzlich auf, zu saufen, weil es weniger Sorgen gibt. Es ist höchstens anders herum:
    Die Sorgen werden weniger, wenn man aufhört zu saufen.

    Mein Ex-Partner arbeitet schon seit Jahren daran, dass seine Probleme weniger werden, damit er nicht mehr saufen „muss“. Was hat er doch für ein Glück, dass sich im Leben immer wieder neue Probleme finden, um in Ruhe weiter saufen zu können....

    Ich selbst trinke seit 1,5 Jahren nicht mehr und seit dem will ich seine dämlichen Ausreden nicht mehr hören. Du solltest Dir das auch nicht mehr antun. Es wird sich nämlich nicht ändern. Auch nicht jetzt, bei der „allerletzten Chance“. Es hat nicht geklickt. Sonst würde er nicht immer noch Gründe fürs Trinken finden. Es ist verschenkte Zeit, glaub mir!!!

    Ich habe nochmal nachgedacht. Es liegt daran, dass ich mein Selbstbewusstsein zurück erlangt habe. Das kann durch verschiedene Dinge zurück kehren. Solange ich getrunken habe, habe ich mich schlecht behandeln lassen. Jetzt nicht mehr.

    Du trinkst nicht, aber wenn Du erstmal die Trennung hinter Dir hast, wirst Du sicherlich auch stolz auf Dich sein und gut zu Dir selbst sein. Und wenn Du Dir selbst mehr wert bist, wird Dir das auch bestimmt nicht noch einmal passieren, dass Du Dich schlecht behandeln lässt.

    Hallo Nadless,

    Du hast Angst, auch das Gute zu verlieren. Aber davon ist doch -wenn überhaupt- nur noch ein Bruchteil übrig. Mit der Trennung gewinnst Du aber auch so viel Gutes, das wird es überwiegen.

    Ich kann nur von mir sprechen, aber mir würde ich nicht mehr passieren, dass man mich schlecht behandelt. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich mich endlich von meinem trinkenden Ex-Partner lösen konnte oder ob es daran liegt, dass ich selbst nicht mehr trinke.

    Ich drück Dir die Daumen für die Wohnungssuche!!

    Hallo Nordy,

    das es mit dem Trinken schlimmer geworden ist, liegt an der Krankheit, nicht an Dir. Es ist doch oft so, dass das Trinkverhalten nicht auf einem Level bleibt, sondern zunimmt. Alkoholiker finden IMMER Gründe, noch mehr zu saufen. Liebeskummer, Sorgen auf der Arbeit, Wohnung weg.... dabei sind gerade DAS doch Gründe, endlich mit dem Trinken aufzuhören!!!

    Du hättest es nicht ändern können. Auf keinen Fall bist Du Schuld.

    Guten Morgen Rennsemmel und auch Carl-Friedrich.
    Ich bin der Meinung, wenn man traurig ist, nichts mehr trinken zu können/dürfen, hat es noch nicht richtig geklickt.
    Ich weiß nicht, ob manche Aufhören und es zunächst traurig finden, nichts mehr zu trinken und sich durch die positiven Erfahrungen erst später die Gedanken einstellen, froh zu sein und die Verzichtsgedanken verschwinden.
    Ich war von Anfang an erleichtert, endlich die Entscheidung getroffen zu haben.

    Dennoch habe ich am Anfang auch oft an Alkohol gedacht. Jetzt, nach 1,5 Jahren ist es anders. Seltener. Und ich muss mich dann nicht mehr so lange mit dem Gedanken auseinander setzen. Kurze Erinnerung „Nein. Ich WILL nichts trinken. Ende“.

    4 Wochen sind ein super Anfang! Es gibt immer welche, die weiter sind. Nach 1,5 Jahren sind 4 Wochen vielleicht nicht so lang. Für diejenigen, die schon 5 Jahre nichts trinken, sind meine 1,5 Jahre nicht lang. Das spielt auch keine Rolle. Jeder Tag nach der Entscheidung, nüchtern zu sein, zählt.

    Hallo Rennsemmel,

    ich mache es so. Mit dem Gedanken zu Ende denken und mir hat es bisher immer geholfen. Ich habe es selbst einmal hier im Forum gelesen. Ich weiß nicht mehr bei wem, leider. Denn das hat mir so unglaublich geholfen. Seit dem berichte ich hier auch gern im Forum darüber, in der Hoffnung, dass es Anderen auch hilft. Freut mich, wenn das bei Dir der Fall ist :)

    Und vielleicht finde ich ja irgendwann mal durch Zufall raus, bei wem ICH es gelesen habe, als ich aufhörte zu trinken :)

    Klar fällt es Dir schwer, 30 Jahre sind eine sehr lange Zeit.

    Hallo Freewall,

    Machtspiele... genau richtig erkannt. Höre auf mitzuspielen. Allein die Tatsache, dass er die Telefonate beendet und DU dann wieder anrufst, zeigt das Ausmaß darüber, wer die Macht hat.

    Ich wünsche Dir wirklich, dass Du ihm den Zucker nicht weiterhin in den Hintern schiebst (im wahrsten Sinne des Wortes). Bitte entschuldige meine direkten Worte, aber beim Lesen, wie er mit Dir umgeht und was Du Dir gefallen lässt, wird einem wirklich übel. Es wird Zeit, dass Du wütend wirst. Das hast Du nicht nötig!!!

    Hallo Veilchen,

    mir fiel als Erstes folgender Gedanke ein:

    „Nur“ weil ein Mensch Alkoholiker ist, muss er nicht zwangsläufig lügen, betrügen und klauen. Ich weiß, dass man als Co.-Abhängige gern dazu neigt, die Schuld für schlechte Eigenschaften dem Alkohol zuzuschieben, anstatt dem Charakter. Aber das ist nicht richtig. Vieles ist einfach Charaktersache und hat nichts mit dem Alkohol zu tun, auch wenn manche Eigenschaften durchs Trinken verstärkt werden, sind sie manchmal einfach grundlegend vorhanden.

    Hallo Iwona,

    Du schreibst, Du hast nicht viel erreicht in Deinem Leben. Das stimmt nicht. Du hast Dich vom Alkohol trinken lösen können, das ist ganz viel, was Du da erreicht hast. Man muss keine super tolle Arbeit im Büro haben, um glücklich zu sein oder ein „guter Mensch“ zu sein.

    Du schreibst, dass Du Dich jetzt liebst. Das ist es, was wichtig ist.

    Einen schönen Tag und guten Appetit beim leckeren Essen :)