Beiträge von Cadda

    Hallo Correns,

    vielen Dank, es freut mich, dass Dir die Art zu Schreiben gefällt. Ein rauer Ton stört mich nicht. Es gibt mehrere User, die einen rauen und ungeschönten Ton an den Tag legen. Ich kann nur nicht so gut mit Provokation umgehen, wie Du vielleicht gelesen hast :lol:

    Anders herum gefällt es mir besser, dass hier im offenen Bereich schön viel los ist. Besser, als wenn hier nichts passiert. Denn selbst als noch trinkende, stille Mitleserin konnte ich mehr aus diesem Forum mitnehmen, wenn hier Meinungsaustausch stattgefunden hat, als wenn hier gar nichts geschrieben wurde. Von daher hat es ja auch alles etwas Positives :)

    Ich finde es auch traurig. Für mich lässt das allerdings sehr tief blicken. Es sieht für mich ganz danach aus, dass ihre eigenen Probleme durch Deinen Entschluss auf Schlag viel größer werden. Ihr Partner hat ein Alkoholiker und sie vielleicht auch mehr, als Du glaubst. Wenn sie sich das bisher innerlich schön geredet hat, dann wird Deine Erkenntnis viel bei ihr auslösen und zwar Dinge, die ihr nicht gefallen. Dadurch, dass Du offen zugibst, Alkoholikerin zu sein, wird es ihr schwerer fallen oder fast unmöglich sein, es bei sich bzw. bei ihrem Partner als normal abzustempeln.

    Ich finde es toll von Dir, dass Du die Dinge nochmal offen und direkt ausgesprochen hast! Bleib dabei! Notfalls immer wieder und noch deutlicher! Du machst das genau richtig!

    Ich habe hier seit letztem September immer wieder unterschiedliche Meinungen gelesen, auch welche, die nicht mit meinen Ansichten übereinstimmen. Akzeptiert habe ich ALLE, denn man kann nicht immer einer Meinung sein.

    Es geht um die Art und Weise, WIE Du Deine Meinung hier äußerst. Wie gesagt, eine Maschine im Kopf steht bei Dir still und die nennt sich Sozialverhalten.

    Aber mit solchen Charakteren lohnt sich das Diskutieren nicht, da sie nicht in der Lage sind, die springenden Punkte, um die es geht, herauszufiltern. Daher werde ich nun mein letzten Post hier absenden und auch nicht mehr hier rein schauen und auch im übrigen Deine Beiträge ignorieren. Es wäre ein Fass ohne Boden...

    Wenn Du Deine Doktorarbeit durchgearbeitet hast, dann befasse Dich doch mal mit dem Thema „Narzissmus“....

    Ich wünsch Dir alles Gute.....

    Ich hatte hier am Anfang schon mal vor, nicht mehr zu schreiben. Da ich das Gefühl hatte, es mit einer Art Mensch zu tun zu haben, wo es einfach wenig Sinn macht, zu diskutieren, da diese Menschen IMMER Recht haben wollen, wenn sie sich überlegen fühlen. Passt auch in diesem Fall. Denn der Einzige, bei dem Du sicher nicht provokant werden würdest, ist Hartmut. Vielleicht weil er noch ein kleines Maschinchen (Achtung Verniedlichung) mehr laufen hat und das somit zu anstrengend für Dich werden würde?!

    Zeitweise fand ich Deine Beiträge aber so gut, dass ich sie gern gelesen habe, auch wenn immer mal wieder Teile dazwischen waren, die mich störten.

    Seit gestern weiß ich wieder, warum ich erst nichts mehr schreiben wollte. Dieses Überhebliche gefällt mir einfach nicht.

    Weißt Du, es ist schön, wenn man so viele Maschinen am Laufen hat, dass sie mit dem Durchforsten von Doktorarbeiten am Laufen gehalten werden müssen. Die menschliche Seite sollte aber nicht auf der Strecke bleiben. Deine Partnerin ist sehr verständnisvoll, da hast Du ziemliches Glück. Ich hätte mich an ihrer Stelle wohl gefreut, wenn Du Dir die Doktorarbeit etwas später vorgenommen hättest und das Treffen nicht abgesagt hättest.

    Versteh mich nicht falsch, Trocken sein ist wichtiger als Partnerschaft. Falls Du mir das jetzt antworten wollen würdest. Das weiß ich selbst und habe meine Trockenheit auch über meine Partnerschaft gestellt.
    In Deinem Beispiel aber ist es ja nun nicht so, dass Du deshalb wieder zur Flasche greifen würdest, nur weil Du an Tag XY nun diese Doktorarbeit nicht durchgehen kannst, sondern erst an Tag YX. So stabil bist Du doch wohl, dass Du Dich nicht zwanghaft jede Minute mit dem Thema auseinander setzen musst...

    Natürlich ist es Deine Sache und es ist ja auch nur ein Beispiel. Aber menschlich gesehen sagt auch dieses Beispiel viel aus. Du kannst das, was ich Dir hier schreibe, gern sofort abblocken und Dir denken „Da muss meine Partnerin Verständnis haben und fertig“, vielleicht bleibt aber ja doch was hängen.
    Denn versetze Dich mal in ihre Lage. Sie hat Ewigkeiten zurück gesteckt und wurde abgewiesen, weil Du gesoffen hast und nun soll sie auch noch zurück stecken und wird immer noch abgewiesen, weil Du nicht mehr säufst.

    Wenn es nur ne einmalige Sache war oder nur in Ausnahmefällen, ok.... Aber ich würde es nicht Tagesordnung werden lassen.

    Nun hab ich doch wieder einiges geschrieben, aber dieses Beispiel passte gerade so schön. Die Maschinen laufen und werden mit Stolz gefüttert. Super, denn mit viel Wissen und vielen Maschinen kommt man weit.
    Wenn aber das Sozialverhalten nicht mit läuft, dann nützt Dir die größte Maschine im Kopf nichts.....

    Hallo Vollwaise,

    Du redest Dir Deine Art hier schön, indem Du behauptest, Du würdest ja so sehr das Lügen hassen und die Wahrheit wäre Dir so wichtig, bla bla...

    Sorry, aber ich empfinde Deine Art einfach als provokant und mehr nicht. Wie im anderen Thread schon erwähnt, habe ich einfach das Gefühl, dass Du gern irgendwelche Schwachstellen heraus filtern möchtest, einfach aus dem eigennützigen Grund, DICH dadurch besser zu fühlen. DAS wiederum zeigt keinen schönen Charakterzug auf.

    Der Spruch, wo die Gäule mit Dir durchgegangen bin, sagt auch alles und lässt sehr tief blicken.

    Vielleicht solltest Du mal eine Deiner zahlreichen Maschinen da oben einen Gang zurück stellen, denn:
    Nach ganz fest kommt oftmals ganz lose....

    Hallo Hartmut,

    genau "mein" Thema... :)

    Ich hab mich schon öfters mit genau diesem Thema auseinander gesetzt, habe es auch schon einmal in meinem Thread angesprochen. Einfach aus dem Grunde, dass ich das Gefühl hatte bzw. habe, dass ich alles richtig mache, was die Grundbausteine angeht und bei dieser einen Sache war ich immer verunsichert. Ich hab von Anfang an mein Zuhause alkoholfrei, habe meine Familie und Freunde eingeweiht und gehe auch bei Bekannten offen damit um, wenn die Situation es so bringt. Wenn bei mir Besuch ist, wie z. B. im Dezember, als mein Sohn Geb. hatte, dann gibt es hier keinen Alkohol in meiner Wohnung und fertig. Das hat sich auch von Anfang an von selbst verstanden, meinen Leuten musste ich das nicht mal mitteilen, das war von vorne herein von selbst klar.

    Wenn nun aber irgendwo auf einem Geburtstag einer Freundin eingeladen wird und da mehrere Leute aus verschiedenen Richtungen zu Besuch sind, dann ist mir vorher also klar, dass es da auch Leute geben wird, die Wein oder Bier oder sonst was trinken. Also hab ich mir immer vorher Gedanken gemacht, was da auf mich zukommen könnte und habe dann je nach Veranstaltung entschieden, ob ich da hingehe oder nicht.

    Beispiel: Ich habe an einem Abend Bescheid bekommen, dass man sich zum Bratwurst essen und Bier trinken an Ort XY trifft, ob ich nicht auch Lust hätte. Bei dieser Truppe war mir klar, worauf dieses Treffen hinaus läuft und dass man die Bratwurst auch hätte weg lassen können, das war nur, um dem Kind einen Namen zu geben... Ich bin nicht hingegangen.

    An einem anderen Abend war der Geburstag einer Freundin, die überwiegend Frauen eingeladen hatte, mit denen ich früher gar nicht mal gern etwas zu tun hatte. Ich hatte mit denen zwangsläufig zu tun, da meine beste Freundin und Schwester wiederum mit denen zu tun hatte. Klar, die mochten sich von Anfang an, da weder meine Schwester, noch meine Freundin ein Alkoholproblem haben. Ich fand die anderen Frauen immer mehr als langweilig. Im Nachhinein gesehen, waren sie mir zu spießig, weil sie vermutlich nicht genug gesoffen haben. Sie haben sich ewig an ihrem Glas festgehalten, während ich schon die erste Pulle leer hatte. So kam es mir vor... Ich bin meistens nicht mitgegangen, sondern lieber zu der Truppe mit "Bratwurst und Bier".

    Jedenfalls bin ich an diesem besagten Abend zu dem Geburstag meiner Freundin mitgegangen und es war ein super toller Abend. Diese anderen Frauen waren auch da, haben sich halt wieder ewig an ihrem Glas Wein aufgehalten und mir wurden andere Getränke hingestellt. Wusste ja jeder Bescheid, dass ich nichts mehr trinke. Man hat sich wahnsinnig gut mit mir unterhalten, das kann man auch. Konnte man schon immer, leider nur bis zu einem gewissen Pegel. Ich hab richtig gemerkt, wie klasse das ankam, dass ich nichts mehr trinke, eben weil ich nicht irgendwann abgestürzt bin. Mir wurden im Nachhinein auch Komplimente gemacht, wie sehr ich mich zum Vorteil verändert habe. Dadurch wurde mir im Nachhinein auch öfter mal Bescheid gesagt, wenn ein Treffen stattfand.

    Genau diese Truppe sind auch diejenigen, mit denen ich ab und zu Sport mache. Hab ich damals auch keinen Bock mehr drauf gehabt. Sport? Nö, ich hab mich lieber mit den anderen zum Saufen getroffen.

    Ich könnte nun noch einige dieser Beispiele nennen. Vom Adventsbasar im Dorf, was mir vorher auch zu blöd war, bis Klönen nach einem Fußballspiel oder sonst was. Mach ich aber nicht, weil ich denke, es ist angekommen, was ich meine. Für mich kommt es einfach auf die Veranstaltung an.

    Ich weiß, dass ich noch nicht so lange Zeit auf Alkohol verzichte und gerade deshalb mache ich mir auch große Gedanken darüber, ob das alles so richtig ist. Nein, ich habe mir vor ein paar Wochen noch Gedanken darüber gemacht. Inzwischen bin ich der Meinung, dass es ok ist, wie ich es mache.

    Ich mache es mir nicht einfach, was meine Alkoholkrankheit angeht. Dass es nicht reicht, nichts mehr zu trinken, das weiß ich. Es müssen Veränderungen stattfinden. Ich bin mir auch nicht zu bequem, diese Veränderungen herbei zu führen. Aber diese sozialen Kontakte, in der Form, wie ich sie beschrieben habe, die tun mir gut. Das ganze Drum herum tut mir mehr gut, als dass es mir schadet, dass da mitunter mal ein Glas Wein auf dem Tisch steht.

    Wie gesagt, wenn das nicht der Fall wäre und ich merke, dass es für mich schlecht ist, würde ich auch darauf verzichten. Ich bin mir absolut nicht zu schade, etwas zu verändern. Mein Entschluss, dass ich bald aufhören werde, zu trinken, steht schon lange fest. Mit diesem Wissen bin ich bereits Anfang letzten Jahres bei meinem Partner ausgezogen und wohne mit meinen Kindern in meinem eigenen Zuhause.

    Ich habe mir gewünscht, diese Beziehung retten zu können, was mir nicht gelungen ist. Ich habe mich jedoch nicht getrennt, weil die Liebe weg war, sondern einfach aus dem Grunde, weil der Alkohol im Leben meines damaligen Partners eine sehr große Rolle gespielt hat. Das passte nicht mehr zu meinem Leben ohne Alkohol. Ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass ich meine Trockenheit damals über die Liebe gestellt habe, denn die war definitiv noch vorhanden. Mein Verstand und mein Gefühl haben mir aber gesagt, dass es so nichts wird. Entweder oder.

    Ich habe das erwähnt, um zu zeigen, dass ich da ziemlich konseqent bin. Und ich denke, es wäre um einiges leichter, konsequent gewisse Veranstaltungen zu vermeiden, als eine Beziehung zu beenden.

    Ich sage diese Treffen also nicht ab, weil ich es mir schön rede oder mir zu bequem bin, etwas zu verändern. Sondern schlicht und ergreifend deshalb, weil sie mir gut tun und nicht schaden.

    Ich bin in meiner Meinung da jedoch nicht eingefahren. Sollte ich einmal merken, dass ich vielleicht erst im Nachhinein mit meinen Gedanken mehr um das Thema Alkohol kreise, dann bin ich auch bereit, ganz klar zu sagen, dass ich vorerst nicht mehr erscheinen werde. Aber das ist zur Zeit einfach absolut nicht der Fall und ich höre sehr gut in mich hinein.

    So, da hab ich jetzt mal beschrieben, wie ich zur Zeit damit umgehe. Nichts ist in Stein gemeißelt. Aber im Moment handhabe ich es so.

    Guten Morgen,

    ja meine Kinder haben die Veränderung bemerkt. Bereits in dem Gespräch, wo ich ihnen sagte, dass ich keinen Alkohol mehr trinken werde, da ich damit nicht umgehen kann und mir selbst nicht gefällt, dass ich dann so anders werde... sagte mein einer Sohn, dass wäre die beste Entscheidung in SEINEM Leben. Und das von einem 10-jährigem. Das sagt alles.

    Sie haben mich trotzdem immer lieb gehabt, aber sie haben gemerkt, wenn ich „anders“ war. Verteilt, durcheinander... ich denke, so haben sie es aufgefasst. Ätzend...!

    Meine Kinder sind wesentlich ausgeglichener, allerdings schon, seit dem ich mit ihnen allein lebe (Trennung). Seit meinem Entschluss dann noch mehr. Sie haben sich in der Schule verbessert und sind einfach entspannter zu Hause.

    Deine Entscheidung ist so was von richtig, sei froh, dass Du sie jetzt getroffen hast, wo Dein Sohn noch klein ist!!

    MieLa, entschuldige bitte!!!!

    Ich hätte schwören können, dass ich schon "Hallo" gesagt habe, bei Dir im Thread, aber das ist ja gar nicht wahr! Also erstmal:

    Hallooooo! :)

    Gelesen hab ich aber. Und ich bin echt davon abgekommen, Dich zu begrüßen und platze hier so rein. Sorry.

    Ich wollte jedenfalls noch sagen, dass ich Deine Gedanken zu dem ganzen Thema gut finde. Also das, was Du am Anfang geschrieben hast, fand ich sehr gut durchdacht. Also, wie Du die Dinge, die Du im Alltag so gemacht hast, durch etwas anderes ersetzt hast.

    Klasse, danke für den Hinweis. Ich hab mich da auch schon länger mit dem Gedanken befasst. Aber irgendwie hab ich mir auch immer gesagt, dass es vermutlich aufs innere Gefühl ankommt. Wenn mir über die Finger oder Lippen das Wort "trocken" kommt, dann wird es wohl soweit sein :)

    Zu den Situationen am Telefon mit Deiner Mutter wollte ich auch noch kurz was sagen:
    Ich denke, auch sie wird es vielleicht schade finden, ich weiß es nicht. Habt ihr manchmal zusammen Wein oder ähnliches getrunken, was jetzt wegfällt? Also wo aus ihren Augen die "gemütlichen Gespräche mit ihrer Tochter bei einem Glas Wein" wegfallen?

    Trotzdem schade, denn man sollte doch eigentlich wissen, gerade wenn es die Tochter ist: So eine Entscheidung von Dir, die trifft man ja nicht ohne Grund. Selbst wenn man dann selbst nicht so von dem Ausmaß wusste, müsste einem doch spätestens, wenn diese Entscheidung getroffen wurde, bewusst werden, dass es schon ganz schön weit fortgeschritten zu sein scheint. Man trifft so eine Entscheidung, nichts mehr trinken zu wollen, ja nicht ohne Grund.

    Ich würde Dir den Rat geben, noch einmal klar und deutlich Deinen Standpunkt mitzuteilen. Gar nicht große Reden schwingen. Einfach nur, dass Du bitte ernst genommen werden möchtest, mit Deinem Vorhaben, nichts mehr zu trinken und dass Du Dich über Unterstützung freuen würdest und die sieht halt anders aus, als bisher....

    Toll finde ich von Dir, wie empört Du über das Verhalten bist und reagierst. So nach dem Motto "Haben die einen Knall?!". Das zeigt, dass Du nicht ins Zweifeln kommst und solche Gedanken hast, wie "Mmmmh, haben die vielleicht doch Recht, dass es nicht so schlimm ist?" (dann hätten sowohl Deine Bekannte, als auch Deine Mutter, ihr Ziel nämlich erreicht).

    Man merkt Dir an, dass Du Dich in den Gedanken nicht aus der Bahn werfen lässt und nach wie vor überzeugt davon bist, was Du tun möchtest. Bleib dabei und finde kurze, klare Worte für Deine Entscheidung. Dann werden es auch die Letzten kapieren, dass es Dir ernst ist :)

    Dass Du nicht im Fitnessstudio warst, ist nicht soooooo schlimm :)
    Ich finde da übrigens auch eine Parallelen zwischen uns. Ich bin auch auf einmal völlig sportlich geworden, seit dem ich nichts mehr trinke :D
    Kennt man gar nicht von mir :)
    Allerdings hat die Anfangseuphorie ein wenig nachgelassen, zumindest was das Fitnesstudio angeht. Ich hab es irgendwie für mich entdeckt, zu Hause Sport zu machen bzw. einfach draussen zu joggen, walken oder einfach nur lange spazieren zu gehen. Aber ich denke, das ist auch ok, Hauptsache irgendetwas machen. Einfach weil es oftmals ablenkt und eben auch der Seele gut tut! Da will ich unbedingt bei bleiben. Dass man dann nebenher noch etwas an Gewicht verliert, finde ich auch nicht gerade schlimm :D

    Guten Morgen,

    weißt Du Aliengirl, das war ja mal echt eine beknackte Situation. Also gut, dass Du da standhaft geblieben bist.
    Wenn sich so eine Situation noch einmal ergibt, würde ich vielleicht noch einmal deutlicher sagen, dass Du definitiv nichts mehr trinken möchtest und auch die Worte NIE WIEDER benutzen. Sonst steht sie alle paar Wochen auf der Matte und hofft, dass Du es Dir überlegt hast bzw. Deine "Trinkpause" (sie wird hoffen, dass es nur eine ist) beendet hast.

    Dass sie Dir einredet, dass alles nicht so schlimm ist, das ist doch klar. Wenn Du ihr das glaubst und wieder trinken würdest, wäre es doch schöner für sie. Aus ihrer Sicht sogar verständlich. Wenn ich zu Zeiten, wo ich noch gesoffen habe, eine Freundin oder Kumpel gehabt hätte, mit dem/der ich regelmäßig schön einen bechern konnte, der/die mir dann sagt, dass er oder sie nichts mehr trinkt, hätte ich das vermutlich auch schade gefunden. Und wenn ich dann noch weiß, dass ich selbst ein Problem habe und der andere erkennt für sich ein Problem und handelt sogar, dann hätte ich auch das Bedürfnis, der Person das schön zu reden und mir somit gleich mit.

    Dass es gute Alternativen gibt, das stimmt. Ich hab aber den Wein nicht vorwiegend in das Essen getan, sondern getrunken. Deshalb verbinde ich das Kochen leider damit. Also ganz zuerst mehr, inzwischen hab ich oft genug ohne den Wein gekocht, so dass das normal geworden ist :)

    Guten Morgen,

    nun möchte ich mal ein bisschen ausführlicher bei Dir schreiben, ich hab immer wieder mal hier mitgelesen. Ich weiß nicht, ob Du bei mir gelesen hast, aber ich habe auch zwei Kinder, bin alleinerziehend. Naja, bis Mai letzten Jahres habe ich mit meinem Partner zusammen gelebt, als alleinerziehend betrachte ich mich trotzdem, da es immer so lief, dass ich mich ausschließlich allein um die Erziehung meiner Kinder gekümmert habe, mit Hilfe des Vaters der Kinder, der sich auch viel kümmert. Dennoch weiß ich, wie kraftraubend das sein kann, allein mit Kind oder eben Kindern.
    Es ging mir auch oft so, dass ich mir die Weinflaschen aufgerissen habe, um einfach entspannter mit dem Stress umzugehen und "lustiger" drauf zu sein. Was für ein riesiger Mist.....

    Ich weiß nicht, ob Du es bei mir gelesen hast, ich hab neulich mal kurz das Thema angerissen, was die Schuldgefühle meinen Kindern gegenüber angeht. Jedenfalls....
    Lass Dir eines gesagt sein: Sei froh, dass Dein Kind erst 3 Jahre alt ist und Du so rechtzeitig die Reißleine gezogen hast. Es gibt für Kinder doch kaum etwas schlimmeres, als eine Mutter, die ständig trinkt. Ich weiß nicht, wie es bei Dir ausgeartet ist, aber mir haben meine Kinder definitiv angemerkt, wenn "Mama wieder so komisch drauf war". Und selbst wenn Du das noch gut verstecken konntest, es wäre mit Sicherheit so gewesen, dass es sich irgendwann verschlimmert hätte und dann hätte Dein Sohn es auch mitbekommen. War doch ein Sohn? Ich glaube ja....

    Glaub mir, die Schuldgefühle, die man dann hinterher hat, die sind nicht ohne. Sei froh, dass Du Deine Entscheidung relativ rechtzeitig getroffen hast, solange Dein Kind noch nicht allzu viel davon mitbekommen hat.

    Die Sache mit Deinem Kumpel kann ich sehr gut nachvollziehen. Wenn er letztendlich ein Mit-Auslöser war, den Dreh zu bekommen, mit dem Trinken aufzuhören und er jetzt wieder zurück rudert, dann kann ich mir das auch echt schwer vorstellen. Aber gut, dass Du erkannt hast, dass er Dir nicht gut tut zur Zeit. Schade, es hätte wirklich schöner sein können, wenn er auch trocken geblieben wäre.

    Aber allein, dass er Dir erzählt, wie viel er denn WENN trinkt, zeigt, dass er gar nichts mehr im Griff zu haben scheint, schon jetzt nicht mehr, denn sonst würde er sich nicht rechtfertigen. Dass er weiß, wie es geht, wieder aufzuhören, das mag ja sein. Aber dieses Argument sollte man für sich niemals nutzen. Denn als zweiten Gedanken sollte man immer haben, dass man ja auch weiß, WIE LANGE es dauert, bis man wieder aufhört.

    Ich habe auch einen Kumpel, seit fast 20 Jahren. Er kommt alle paar Wochen mal bei mir vorbei und wir haben grundsätzlich zusammen einen gebechert und einen ausgedröhnt. Er weiß, dass ich nichts mehr trinke. Am Anfang hat er mich nicht richtig ernst genommen. Silvester hatte ich allerdings ein Gespräch mit ihm, da hat er dann begriffen, dass es mir sehr wohl ernst ist und er hat mir gesagt, wie toll er das findet. Ich bin sicher, dass er weiß, dass er für sich genau das gleiche tun sollte. Ob er irgendwann die Kurve bekommt, das weiß ich nicht. Aber damit möchte ich mich auch nicht befassen. Die Treffen sind weniger geworden, seit dem ich nichts mehr trinke. Aber das war mir klar und stört mich auch nicht. Dennoch kommt er vorbei ab und zu, da wird dann eben nicht getrunken, sondern nur geklönt. Ist mir lieber, wenn wir uns seltener sehen bzw. es stört mich nicht. Wichtiger ist mir eben, dass er seinen Besuch bei mir nicht mehr mit Alkohol trinken verbindet. Denn die Zeiten sind vorbei....

    Mir ging es übrigens ähnlich mit dem Kochen! Ich fand das immer toll. Anfangen, irgendetwas zu schnippeln und vorzubereiten und das Glas Wein stand immer nebenbei. Das verbindet mein Suchtgedächntnis natürlich mit etwas Tollem. Gemütlich, dieses angeschwipste Gefühl.... Solange ich am Kochen war, hat das meist auch noch angehalten. Aber danach???? Ich hab danach ja nie die Flasche weggestellt und meinen Tag "normal" beendet. Das Kochen mit Wein war nur der Startschuss für einen Abend, an dem ich total besoffen irgendwann ins Bett gefallen bin, weil ich einfach kein Ende gefunden habe.

    Von daher: Nächstes Mal, wenn Du daran denkst, wie es doch beim Kochen war, dann denke es zu Ende.... Wie es denn war, als Du weiter getrunken hast und wie es Dir nächsten Tag ging. Und alles nur, um diese kurze Gemütlichkeit beim Kochen zu haben. Das ist es nicht wert.

    Wenn ich jetzt koche, dann stelle ich mir manchmal ein schönes Glas Saft nebenbei oder Kaffee und mache mir Musik an, lass die Kinder mit helfen oder was auch immer. Ich denke auch manchmnal daran, wie ich sonst gekocht habe. Aber wie gesagt: Ich denke dann den Abend immer zu Ende und dann vergeht mir die Lust auf ein Glas Wein. Denn bei einem Glas Wein ist es ja nicht geblieben.

    Ich finde, Du machst das alles sehr gut und wenn Du einmal zweifelst, ob es doch nur eine Trinkpause sein sollte, dann denk an Dein Kind und lass Dir gesagt sein, dass es zu 100 % leiden wird, wenn es nur eine Trinkpause ist. Denn wenn man einmal an dem Punkt ist, wo Du jetzt bist, dann KANN man NIE WIEDER normal trinken. Das gibt es einfach nicht. Weder bei Deinem Kumpel, noch bei Dir oder bei sonst irgendwem. Es mag sein, dass es eine Weile dauert bis zum totalen Absturz. Aber der wird kommen.

    Deine Entscheidung ist also genau richtig und ich finde es toll, dass Du die getroffen hast. Bleib dabei!!