Beiträge von Cadda

    MieLa, entschuldige bitte!!!!

    Ich hätte schwören können, dass ich schon "Hallo" gesagt habe, bei Dir im Thread, aber das ist ja gar nicht wahr! Also erstmal:

    Hallooooo! :)

    Gelesen hab ich aber. Und ich bin echt davon abgekommen, Dich zu begrüßen und platze hier so rein. Sorry.

    Ich wollte jedenfalls noch sagen, dass ich Deine Gedanken zu dem ganzen Thema gut finde. Also das, was Du am Anfang geschrieben hast, fand ich sehr gut durchdacht. Also, wie Du die Dinge, die Du im Alltag so gemacht hast, durch etwas anderes ersetzt hast.

    Klasse, danke für den Hinweis. Ich hab mich da auch schon länger mit dem Gedanken befasst. Aber irgendwie hab ich mir auch immer gesagt, dass es vermutlich aufs innere Gefühl ankommt. Wenn mir über die Finger oder Lippen das Wort "trocken" kommt, dann wird es wohl soweit sein :)

    Zu den Situationen am Telefon mit Deiner Mutter wollte ich auch noch kurz was sagen:
    Ich denke, auch sie wird es vielleicht schade finden, ich weiß es nicht. Habt ihr manchmal zusammen Wein oder ähnliches getrunken, was jetzt wegfällt? Also wo aus ihren Augen die "gemütlichen Gespräche mit ihrer Tochter bei einem Glas Wein" wegfallen?

    Trotzdem schade, denn man sollte doch eigentlich wissen, gerade wenn es die Tochter ist: So eine Entscheidung von Dir, die trifft man ja nicht ohne Grund. Selbst wenn man dann selbst nicht so von dem Ausmaß wusste, müsste einem doch spätestens, wenn diese Entscheidung getroffen wurde, bewusst werden, dass es schon ganz schön weit fortgeschritten zu sein scheint. Man trifft so eine Entscheidung, nichts mehr trinken zu wollen, ja nicht ohne Grund.

    Ich würde Dir den Rat geben, noch einmal klar und deutlich Deinen Standpunkt mitzuteilen. Gar nicht große Reden schwingen. Einfach nur, dass Du bitte ernst genommen werden möchtest, mit Deinem Vorhaben, nichts mehr zu trinken und dass Du Dich über Unterstützung freuen würdest und die sieht halt anders aus, als bisher....

    Toll finde ich von Dir, wie empört Du über das Verhalten bist und reagierst. So nach dem Motto "Haben die einen Knall?!". Das zeigt, dass Du nicht ins Zweifeln kommst und solche Gedanken hast, wie "Mmmmh, haben die vielleicht doch Recht, dass es nicht so schlimm ist?" (dann hätten sowohl Deine Bekannte, als auch Deine Mutter, ihr Ziel nämlich erreicht).

    Man merkt Dir an, dass Du Dich in den Gedanken nicht aus der Bahn werfen lässt und nach wie vor überzeugt davon bist, was Du tun möchtest. Bleib dabei und finde kurze, klare Worte für Deine Entscheidung. Dann werden es auch die Letzten kapieren, dass es Dir ernst ist :)

    Dass Du nicht im Fitnessstudio warst, ist nicht soooooo schlimm :)
    Ich finde da übrigens auch eine Parallelen zwischen uns. Ich bin auch auf einmal völlig sportlich geworden, seit dem ich nichts mehr trinke :D
    Kennt man gar nicht von mir :)
    Allerdings hat die Anfangseuphorie ein wenig nachgelassen, zumindest was das Fitnesstudio angeht. Ich hab es irgendwie für mich entdeckt, zu Hause Sport zu machen bzw. einfach draussen zu joggen, walken oder einfach nur lange spazieren zu gehen. Aber ich denke, das ist auch ok, Hauptsache irgendetwas machen. Einfach weil es oftmals ablenkt und eben auch der Seele gut tut! Da will ich unbedingt bei bleiben. Dass man dann nebenher noch etwas an Gewicht verliert, finde ich auch nicht gerade schlimm :D

    Guten Morgen,

    weißt Du Aliengirl, das war ja mal echt eine beknackte Situation. Also gut, dass Du da standhaft geblieben bist.
    Wenn sich so eine Situation noch einmal ergibt, würde ich vielleicht noch einmal deutlicher sagen, dass Du definitiv nichts mehr trinken möchtest und auch die Worte NIE WIEDER benutzen. Sonst steht sie alle paar Wochen auf der Matte und hofft, dass Du es Dir überlegt hast bzw. Deine "Trinkpause" (sie wird hoffen, dass es nur eine ist) beendet hast.

    Dass sie Dir einredet, dass alles nicht so schlimm ist, das ist doch klar. Wenn Du ihr das glaubst und wieder trinken würdest, wäre es doch schöner für sie. Aus ihrer Sicht sogar verständlich. Wenn ich zu Zeiten, wo ich noch gesoffen habe, eine Freundin oder Kumpel gehabt hätte, mit dem/der ich regelmäßig schön einen bechern konnte, der/die mir dann sagt, dass er oder sie nichts mehr trinkt, hätte ich das vermutlich auch schade gefunden. Und wenn ich dann noch weiß, dass ich selbst ein Problem habe und der andere erkennt für sich ein Problem und handelt sogar, dann hätte ich auch das Bedürfnis, der Person das schön zu reden und mir somit gleich mit.

    Dass es gute Alternativen gibt, das stimmt. Ich hab aber den Wein nicht vorwiegend in das Essen getan, sondern getrunken. Deshalb verbinde ich das Kochen leider damit. Also ganz zuerst mehr, inzwischen hab ich oft genug ohne den Wein gekocht, so dass das normal geworden ist :)

    Guten Morgen,

    nun möchte ich mal ein bisschen ausführlicher bei Dir schreiben, ich hab immer wieder mal hier mitgelesen. Ich weiß nicht, ob Du bei mir gelesen hast, aber ich habe auch zwei Kinder, bin alleinerziehend. Naja, bis Mai letzten Jahres habe ich mit meinem Partner zusammen gelebt, als alleinerziehend betrachte ich mich trotzdem, da es immer so lief, dass ich mich ausschließlich allein um die Erziehung meiner Kinder gekümmert habe, mit Hilfe des Vaters der Kinder, der sich auch viel kümmert. Dennoch weiß ich, wie kraftraubend das sein kann, allein mit Kind oder eben Kindern.
    Es ging mir auch oft so, dass ich mir die Weinflaschen aufgerissen habe, um einfach entspannter mit dem Stress umzugehen und "lustiger" drauf zu sein. Was für ein riesiger Mist.....

    Ich weiß nicht, ob Du es bei mir gelesen hast, ich hab neulich mal kurz das Thema angerissen, was die Schuldgefühle meinen Kindern gegenüber angeht. Jedenfalls....
    Lass Dir eines gesagt sein: Sei froh, dass Dein Kind erst 3 Jahre alt ist und Du so rechtzeitig die Reißleine gezogen hast. Es gibt für Kinder doch kaum etwas schlimmeres, als eine Mutter, die ständig trinkt. Ich weiß nicht, wie es bei Dir ausgeartet ist, aber mir haben meine Kinder definitiv angemerkt, wenn "Mama wieder so komisch drauf war". Und selbst wenn Du das noch gut verstecken konntest, es wäre mit Sicherheit so gewesen, dass es sich irgendwann verschlimmert hätte und dann hätte Dein Sohn es auch mitbekommen. War doch ein Sohn? Ich glaube ja....

    Glaub mir, die Schuldgefühle, die man dann hinterher hat, die sind nicht ohne. Sei froh, dass Du Deine Entscheidung relativ rechtzeitig getroffen hast, solange Dein Kind noch nicht allzu viel davon mitbekommen hat.

    Die Sache mit Deinem Kumpel kann ich sehr gut nachvollziehen. Wenn er letztendlich ein Mit-Auslöser war, den Dreh zu bekommen, mit dem Trinken aufzuhören und er jetzt wieder zurück rudert, dann kann ich mir das auch echt schwer vorstellen. Aber gut, dass Du erkannt hast, dass er Dir nicht gut tut zur Zeit. Schade, es hätte wirklich schöner sein können, wenn er auch trocken geblieben wäre.

    Aber allein, dass er Dir erzählt, wie viel er denn WENN trinkt, zeigt, dass er gar nichts mehr im Griff zu haben scheint, schon jetzt nicht mehr, denn sonst würde er sich nicht rechtfertigen. Dass er weiß, wie es geht, wieder aufzuhören, das mag ja sein. Aber dieses Argument sollte man für sich niemals nutzen. Denn als zweiten Gedanken sollte man immer haben, dass man ja auch weiß, WIE LANGE es dauert, bis man wieder aufhört.

    Ich habe auch einen Kumpel, seit fast 20 Jahren. Er kommt alle paar Wochen mal bei mir vorbei und wir haben grundsätzlich zusammen einen gebechert und einen ausgedröhnt. Er weiß, dass ich nichts mehr trinke. Am Anfang hat er mich nicht richtig ernst genommen. Silvester hatte ich allerdings ein Gespräch mit ihm, da hat er dann begriffen, dass es mir sehr wohl ernst ist und er hat mir gesagt, wie toll er das findet. Ich bin sicher, dass er weiß, dass er für sich genau das gleiche tun sollte. Ob er irgendwann die Kurve bekommt, das weiß ich nicht. Aber damit möchte ich mich auch nicht befassen. Die Treffen sind weniger geworden, seit dem ich nichts mehr trinke. Aber das war mir klar und stört mich auch nicht. Dennoch kommt er vorbei ab und zu, da wird dann eben nicht getrunken, sondern nur geklönt. Ist mir lieber, wenn wir uns seltener sehen bzw. es stört mich nicht. Wichtiger ist mir eben, dass er seinen Besuch bei mir nicht mehr mit Alkohol trinken verbindet. Denn die Zeiten sind vorbei....

    Mir ging es übrigens ähnlich mit dem Kochen! Ich fand das immer toll. Anfangen, irgendetwas zu schnippeln und vorzubereiten und das Glas Wein stand immer nebenbei. Das verbindet mein Suchtgedächntnis natürlich mit etwas Tollem. Gemütlich, dieses angeschwipste Gefühl.... Solange ich am Kochen war, hat das meist auch noch angehalten. Aber danach???? Ich hab danach ja nie die Flasche weggestellt und meinen Tag "normal" beendet. Das Kochen mit Wein war nur der Startschuss für einen Abend, an dem ich total besoffen irgendwann ins Bett gefallen bin, weil ich einfach kein Ende gefunden habe.

    Von daher: Nächstes Mal, wenn Du daran denkst, wie es doch beim Kochen war, dann denke es zu Ende.... Wie es denn war, als Du weiter getrunken hast und wie es Dir nächsten Tag ging. Und alles nur, um diese kurze Gemütlichkeit beim Kochen zu haben. Das ist es nicht wert.

    Wenn ich jetzt koche, dann stelle ich mir manchmal ein schönes Glas Saft nebenbei oder Kaffee und mache mir Musik an, lass die Kinder mit helfen oder was auch immer. Ich denke auch manchmnal daran, wie ich sonst gekocht habe. Aber wie gesagt: Ich denke dann den Abend immer zu Ende und dann vergeht mir die Lust auf ein Glas Wein. Denn bei einem Glas Wein ist es ja nicht geblieben.

    Ich finde, Du machst das alles sehr gut und wenn Du einmal zweifelst, ob es doch nur eine Trinkpause sein sollte, dann denk an Dein Kind und lass Dir gesagt sein, dass es zu 100 % leiden wird, wenn es nur eine Trinkpause ist. Denn wenn man einmal an dem Punkt ist, wo Du jetzt bist, dann KANN man NIE WIEDER normal trinken. Das gibt es einfach nicht. Weder bei Deinem Kumpel, noch bei Dir oder bei sonst irgendwem. Es mag sein, dass es eine Weile dauert bis zum totalen Absturz. Aber der wird kommen.

    Deine Entscheidung ist also genau richtig und ich finde es toll, dass Du die getroffen hast. Bleib dabei!!

    Guten Morgen zusammen... ich finde es gut, dass hier unterschiedliche Berichte zustande kommen. Denn bei diesem Thema geht nun einmal jeder seinen eigenen Weg. Nur, weil ich keine Therapie mache oder in eine reale Selbsthilfegruppe gehe, bedeutet das nicht, dass mir meine Trockenheit weniger wichtig ist.

    Einigen hilft eine Therapie, andere empfinden sie als belastend und Zwang. Ähnlich verhält es sich mit Gruppen usw.

    Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Das finde ich sehr gut beschrieben, Penta. Wollte ich mal anmerken, sehr zutreffend alles. Schön, dass Dein Umfeld sich so positiv verändert hat. Deine Sichtweise gefällt mir. Situationen bzw. Menschen, wo Offenheit angebracht ist, aber eben auch Situationen bzw. Menschen, wo es schlichtweg nicht interessant ist, ob ich nun trockene Alkoholikerin bin oder nicht.

    Allerdings verändern sich diese Situationen vermutlich im Laufe der Jahre. Am Anfang ist es sicherlich noch eher „nötig“ offen zu sein in bestimmten Situationen, um mich selbst zu schützen. Später wird es vermutlich dann weniger solcher Situationen geben, da sich z.B. das Umfeld verändert hat und Alkohol immer weniger ein Thema ist.

    Und auch hier lässt es ja noch eine Sichtweise zu: Natürlich möchte man dem Alkohol keine Macht geben. Aber es ist richtig, nicht zu unterschätzen, zu was für einer Macht er fähig ist.

    Ich find wie gesagt Deine Gedanken sehr gut und es gibt keinen Grund traurig zu sein. Du bist halt noch sehr vorsichtig. Finde ich persönlich besser, als zu übermütig.....

    Nein Florian, ich finde es völlig verständlich, dass der Alkohol noch eine Macht über einen ausübt. Wir sind am Anfang. Wenn es so leicht wäre, sofort das Thema abzuschütteln, wären wir ja nicht hier gelandet.

    Florian, ich finde, Du hast bisher noch nirgendwo etwas „zugemüllt“, ich lese sehr gerne, was Du schreibst. Ich finde, Deine Texte regen zum Denken an.

    Mir ist es übrigens völlig egal, ob wir den Thread von Hartmut „zumüllen“, da muss er durch :D

    Nä Hartmut?!?