Beiträge von Cadda

    Guten Morgen alle zusammen am Nikolaus...
    ganz ohne Kater. Sonst habe ich einen Abend vorher immer die Gelegenheit genutzt, es mir mit Wein „gemütlich“ zu machen. Man musste ja schließlich eh lange wach bleiben, um Nikolaus zu spielen, indem man die Schuhe der Kinder befüllt. Die Vorbereitungen konnte man sich schließlich auch „nett“ machen... Das alles, um am nächsten Morgen, wenn die Kindee sich freuen, einen Kater zu haben oder womöglich kaum geschlafen- und noch Restalkohol zu haben.
    Was für ein Jammer um die schöne Zeit!!!

    Gestern bin ich einfach früh schlafen gegangen und hab mir den Wecker gestellt, um alles vorzubereiten. Heute Morgen waren schon alle Lichterketten und Kerzen an, als die Kinder zu ihrer Fensterbank freudestrahlend hin sind und das Frühstück war schon fertig und Weihnschtsmusik lief. Viel, viel schöner!!!!!

    Na gut, gestritten und gemeckert werden musste später trotzdem noch, da will ich mal ehrlich sein :)
    Alles andere wäre auch zu viel Harmonie gewesen :D

    Aber: Es war alles viel toller, den Nikolaus Morgen nüchtern und mit klarem Kopf zu erleben.

    Ernest noch einmal: Achte am besten genau auf Dich. Du wirst schon mit der Zeit für Dich entscheiden können, was Dir gut tut und was nicht.

    Ich bin ja auch noch am Anfang und hab mir bei meinem gemeinsamen Wochenendausflug ans Meermit meinem Partner genau überlegt, wo wir hingehen und wo nicht. Keine Kneipe usw.
    Das Ende vom Lied war, dass wir Nachmittags draußen auf der Terrasse eines Cafés saßen, Torte gegessen und Kaffee getrunken haben und hinter uns hat sich ein Pärchen dann völlig ungewöhnlich für den Ort, eine ganze Flasche Wein an den Tisch bringen lassen und ich dachte kurz „das wärs jetzt“.
    Das war auch unvorbereitet.

    Ich hab hier mal gelesen, dass man dann das „was wäre wenn“ zu Ende denken sollte. Das hab ich getan. Ich hab weiter gedacht. Wenn ich jetzt auch Wein trinken würde, dann würde es abends weiter gehen und vermutlich auch nächsten Morgen gegen den Kater. Ich würde kein Ende finden. Hab an Situationen gedacht, die mir unter Alkoholeinfluss passiert sind.
    Und schon war ich glücklich über meinen Kaffee zur Torte :)

    Hallo, ich habe schon etwas bei Dir mitgelesen.

    Klasse, wie Du die Situation, auf die Du nicht vorbereitet warst, gemeistert hast! Da kannst Du doch schon mal stolz sein.

    Dass Du wieder Ski laufen möchtest, ist doch toll! Ich denke schon, dass sich das machen lässt. Während des Ski laufens wird es wohl eher nicht so sehr ums trinken gehen und die Hütten hinterher lässt Du dann eben weg.

    Es kommt ja auch darauf an, mit welcher Begleitung Du Dich zum Ski fahren auf den Weg machen würdest oder ob Du allein gehst usw. Du wirst schon den richtigen Weg für Dich finden!

    Finde ich sehr selbstbewusst, einfach auf eine Person zuzugehen und ihr anzubieten, gemeinsam ins Kino zu gehen.

    Die Sache mit der Zeit ist tatsächlich sehr wichtig, dass man sich das immer wieder klar macht.

    Was hat man bloß Zeit mit dem Trinken verbracht, unglaublich.... Und ALLES ist sinnvoller, als trinken. Selbst wenn man mal einen ganzen Sonntag nur schläft, ist es immer noch sinnvoller, als trinken :)

    Hallo Ernest,

    ja, also ich habe meinem Arzt von meinem Alkoholproblem erzählt und gleichzeitig gesagt, dass ich gern eine Therapie machen würde. Im Grunde genommen habe ich schon länger vor einigen Dingen in meinem Leben die Augen verschlossen und ich denke, es könnte nicht schaden, das etwas aufzuarbeiten. Anders herum denke ich aber auch, das das Hauptproblem, dass ich einige Sachen nicht richtig verarbeitet habe, der Alkohol war. Immer wenn ich traurig war, hab ich sofort erst Recht zur Flasche gegriffen.

    Ich hab dann beim vorgeschlagenen Therapeuten keinen Termin bekommen, bin dann zeitgleich zu einer Suchtberatung, da war dann Urlaubsvertretung, dann wusste ich nicht so recht, in welchen Ort und irgendwann hatte ich dann eine nette Dame am Telefon, die aber auch vor ihrem Urlaub stand. Naja, bis ich dann die ausgefüllten Unterlagen vom Arzt und von der Krankenversicherung zurück hatte, ist ein wenig Zeit vergangen und ich war auch nicht gerade wahnsinnig flott, da ich das alles jetzt nicht so eilig empfunden habe.

    Die ambulante Therapie (stationär möchte ich auf keinen Fall) wurde noch nicht bewilligt, wird sie aber sicherlich. Zur Suchtberaterin durfte ich aber direkt kommen und ich war jetzt insgesamt zwei Mal da und es soll erstmal alle zwei Wochen so laufen. Wenn dann alles andere genehmigt ist, dann kann ich auch an Gruppengesprächen teilnehmen.

    Also ich hab das von Anfang an in meinem Kopf gehabt, für mich gehört es irgendwie dazu. Weniger wegen der Gruppengespräche, sondern eher wegen der Einzelgespräche. Es hilft mir auch. Also ich bin die beiden Male sehr gestärkt aus den Gesprächen gegangen. Allerdings erklärt sie mir sehr viele Dinge, die ich hier über die letzten Jahre schon gelesen habe. Ich bin oft - dank dieser Gruppe hier - mit meinen Gedanken schon voraus, wenn sie mir etwas erklärt. Ich merke dann schon, wenn sie anfängt, worauf sie hinaus will. Da merke ich immer, wie viel mir diese Gruppe bringt.

    Ich hab jetzt irgendwie weit ausgeholt. So richtig beantworten kann ich Deine Frage nicht :)
    Warum? Ich hab irgendwie gesagt "Es kann ja nur helfen, nicht schaden" :D

    Guten Morgen, ich freue mich, dass Du das so empfindest. Genieße solche Momente!

    Ich hab mich heute früh auch gefreut, als ich mir alle Kerzen und die Weihnachtsbeleuchtung angestellt- und in Ruhe meinem Kaffee getrunken habe. Und es mir gut ging!!

    Schön, dass Du auch besser schlafen kannst. Das mit dem Träumen ist ja oft so, wenn man morgens erstmal wach war und wieder einschläft, dann kommt da oft Mist bei raus.

    Ich wünsche weiterhin einen schönen, nicht verkaterten Sonntag :)

    Hallo Stricken. Es liest sich alles sehr vernünftig was Du schreibst.

    Ich bin mal neugierig: Auf welchem Weg hast Du neue Leute kennen gelernt? Ich finde es toll, sich so etwas vorher vorzunehmen und dann zu machen. Dazu gehört etwas Selbstbewusstsein.

    Seit dem ich nichts mehr trinke, gehe ich such sehr früh schlafen. Am Anfang hsb ich ja so schlecht geträumt und nicht durchgeschlafen. Jetzt hat sich das normalisiert. Ich gehe aber manchmal echt bei 21.00 Uhr rum ins Bett und wach dadurch morgens vor dem Wecker auf. Das ist wirklich toll. Vielleicht helfen ja ein paar Tage lang schön früh ins Bett zu gehen. Ist ja eh so früh dunkel abends..

    Liebe Vio,

    schade, dass Du Dich nicht mehr meldest. Du warst doch schon auf einem guten Weg. Vielleicht magst Du ja nochmal die Kurve kriegen, trotz des Rückfalls. Es ist nie zu spät!

    Hallo Ernest...

    Stichwort „Übergewicht“... auch da wird sich vermutlich was tun. Nicht von jetzt auf gleich, aber wenn der Körper sich erstmal umgestellt hat.

    Man wird ja mit der Zeit motivierter, weil es dem Körper besser geht. Man geht ja lieber draußen spazieren, wenn es einem gut geht. Viele ernähren sich sich automatisch etwas gesünder, weil man ja durch den fehlenden Alkohol auch schon gesünder lebt.

    Momentan macht Dir das Krank sein sicherlich noch einen Strich durch die Rechnung. Aber warte erstmal ab, bis das erledigt ist und das mit dem Schlafen wieder besser klappt (und das wird es!!!!). Da regelt sich sicherlich noch vieles.

    Schade, dass Du nicht ein bisschen stolz auf Dich bist, denn das kannst Du gerne sein!!!!

    Hallo Sunshine,

    das ist auch eine gute Einstellung, dass man nicht jedem Gefallen muss und nicht so schreiben sollte, wie andere es gern hätten.

    Du möchtest durch Deine direkte und unverblümte Art ja auch helfen und zum Nachdenken anregen, was auch richtig ist.

    Aaaaber.... :)
    Ich finde es durchaus sinnvoll sich manchmal etwas vorsichtiger auszudrücken (meine Mutters Lieblingswort dafür war immer „diplomatisch“) und zwar aus folgendem Grund:

    Manchmal bewirkt die schonungslose Wortwahl genau das, was damit gewünscht ist.

    Leider fühlen sich aber manche Menschen dadurch in die Ecke gedrängt und kommen da schwer wieder raus oder bleiben im schlimmsten Fall in dieser Ecke.

    Das wäre bei den Personen, die eh nicht bereit wären, über Geschriebenes nachzudenken, vielleicht nicht so wild.

    Aber bei manchen Menschen wäre man mit etwas Feingefühl vielleicht etwas erfolgreicher, weil sie dann zugänglicher für Geschriebenes sind.

    Ich hoffe, es war ok, dass ich meine Gedanken dazu mal gesagt habe. Aber es passte gerade irgendwie :)

    Ich hab sehr viel aus Deinen Beiträgen mitnehmen können, worüber ich froh bin. Aber ich bin auch kein Mensch, der sich schnell überfahren fühlt :)

    Ich bin übrigens mit meiner Buttermilch auf meinem Sofa und mir fällt jede Sekunde die Decke auf den Kopf. Also werde ich jetzt raus gehen an die frische Luft.

    Heute Abend kommen meine Jungs von ihrem Papa zurück. Ein Glück :)

    Ich finde es super, wie Du auf alles Geschriebene so reagierst. Dafür, dass Du Dich jetzt erst mit allem auseinander setzt, finde ich, dass Du sehr offen für Ratschläge bist.

    Ich denke, Du bist auf einem guten Weg. Auch, dass Du zu gegebener Zeit Deine Familie informieren willst, finde ich toll. Dadurch können sich irgendwie alle besser drauf einstellen und mit der Situation umgehen.

    Schritt für Schritt gehts weiter!

    Ich war erst ein Mal bei einer Suchtberatung und hab nächste Woche dort noch einmal einen Termin. Ich möchte gern eine ambulante Therapie machen machen, gekoppelt mit Gruppengrsprächen ein Mal in der Woche. Wie lange und wie mir das alles gefällt, wird sich zeigen. Aber ich hoffe, dass ich dadurch noch gestärkter werde. Wobei ich durch das alles, was ich hier gelesen habe in den letzten Jahren auch schon bin.

    Aber ich möchte es zusätzlich mal ausprobieren. Was für Dich passend ist, wirst Du bestimmt in nächster Zeit heraus finden. Schön, dass Du hier gelandet bist :)

    Hallo :)

    Ja, Du hast es gut erkannt. Ich hab gestern hier reingeschaut und war ein wenig hin- und hergerissen. Einerseits mag ich direkte Worte und ehrliche Meinungen und konnte den Beitrag von Sunshine auch nachvollziehen. Anders herum konnte ich völlig verstehen, dass Du mit sowas erstmal überfordert bist und das in dem Moment an Dir abgeprallt ist, zumal das der Geburtstag Deiner Tochter war.
    Mir liegt jetzt bei dem Thema "sich solchen Feierlichkeiten auszusetzen" auf der Zunge, dass man ein Mittelmaß finden müsste. Dann würde es aber hier vermutlich Beiträge hageln, dass es bei Thema Alkoholismus keinen Mittelweg gibt und dass das Wichtigste die Trockenheit ist.
    Stimmt ja auch und es stimmt auch, dass keinem Familienmitglied und keinem noch so engen Freund damit geholfen ist, dass man sich ihm zu Liebe in Gefahr bringt. Dennoch empfinde ich dieses Thema auch als äußerst schwierig, denn es gibt ja auch gewisse Veranstaltungen, die man nicht dem anderen zu Liebe "über sich ergehen lässt", sondern wo man einfach auch persönlich ganz große Lust zu hat, weil es einem Freude bereitet.

    Ich lese ja auch schon einige Jahre hier mit und ich hab auch schon oft bemerkt, dass das wirklich ein Thema ist, bei dem immer mal wieder verschiedene Ansichten aufgetaucht sind. Richtig ist sicherlich das was in den Grundbausteinen steht. Und es ist auch gut, darauf hinzuweisen.
    Entscheiden muss aber letztendlich jeder für sich selbst.

    Ich habe mich bisher konsequent an alles gehalten, was geraten wird. Hinter diesem Thema kann ich allerdings auch nicht so ganz 100 prozentig hinter stehen. Deshalb hab ich mich bisher bei dem Thema hier auch zurück gehalten. Mag sein, dass es jetzt auch falsch ist, dass ich das offen zugebe, aber ich mach es einfach mal: Ich wäre vermutlich gestern an Deiner Stelle auch zu dem Geburtstag gefahren.
    Es könnte sein, dass es falsch ist. Aber es wäre albern, jetzt auf einen Zug aufzuspringen und so zu tun, als ob ich nicht gefahren wäre, wenn ich aber für mich weiß, dass es anders gewesen wäre.

    Ich sträube mich nicht vor dem Gedanken, das zukünftig zu unterlassen. Ich bin noch dabei, mich zu sortieren, was das Thema angeht.
    Gelesen habe ich darüber wirklich mehr als genug und ich hab auch verstanden, worum es geht.

    Was das Schlafen angeht: Glaub mir, es wird besser. Ich hab echt ein Problem damit gehabt am Anfang. Ich hatte schon gar keine Lust mehr, schlafen zu gehen, weil ich wusste, dass ich wieder schlecht träumen werde. Ich fand das wirklich belastend. Aber es wurde mit der Zeit immer weniger und immer weniger. Und das rückblickend sogar relativ schnell. Bei mir sind morgen 12 Wochen vergangen. Ich hab mir nicht genau gemerkt, seit wann die Träume nachgelassen haben und ich besser schlafen kann. Was ich aber weiß ist, dass ich seit 2 Wochen morgens fast immer wach werde, bevor mein Wecker klingelt.
    Ich gehe abends relativ zeitig schlafen und mein Körper ist einfach total ausgeruht, dadurch, dass er nicht ständig gegen den Alkohol ankämpfen muss. Dazu kommt, dass ich - seit dem ich nichts mehr trinke - wieder die Motivation habe, Sport zu machen. Das tut mir auch gut. Und wenn kein Sport, dann spazieren gehen.

    Es ist wie gesagt bei mir auch gerade mal 12 Wochen her, als ich aufgehört habe. Ich denke jetzt schon nicht mehr so oft daran, wie am "Anfang". Obwohl ich ja noch am Anfang bin :)

    Und weißt Du was? Ich denke ab und zu "schade, ich hätte jetzt Lust, was zu trinken und angeschwipst zu sein". Dann denke ich den Gedanken immer zu Ende. Wie es weiter gehen würde und dann vergeht mir die Lust nach einer Weile.
    Wie gesagt, denke ich daran ab und zu. Von wegen "Schade...". Aber weißt Du, wie oft ich denke "Ein Glück.... dass ich nicht mehr trinke, dass ich jetzt nüchtern bin, dass es mir körperlich so gut geht, dass ich gerade keinen Kater habe..... und so weiter".

    Worauf ich hinaus will: Ich denke viel öfter "Ein Glück, dass...." als
    "Schade, dass...".

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag und gute Besserung :)

    Hallo, ich finde es schön, Dich nun hier zu lesen :)

    Ich würde alles erstmal in Ruhe sacken lassen, was Du hier so gelesen hast.

    Die Entscheidungen triffst Du natürlich ganz allein. Dass Du heute gern zu dem Geburtstag Deiner Tochter gehen möchtest, kann ich nachvollziehen, zumal sie auch gar nicht weiß, was los ist. Wenn Du ihr schon erzählt hättest, dass Du keinen Alkohol mehr trinken möchtest, wäre es sicherlich einfacher zu erklären. Auf Dauer würde ich aber auch meinen engsten Leuten anvertrauen, was los ist. Dann können sie sich besser drauf einstellen und es wird weniger Situationen geben, wo Dir unwohl ist, da entsprechend gehandelt wird.

    Vielleicht wäre es eine Idee, dass Du gleich bei Ankunft sagst, dass es Dir nicht gut geht (Carl Friedrich hatte ja noch den Tip „kein Alkohol wegen Medikamente) und wenn Du merkst, dass Du Dich zunehmend unwohl fühlst, kannst Du ja gut begründen, weshalb Du z.B. früher gehst.

    Setz Dich erstmal in Ruhe mit allem auseinander in den nächsten Tagen, würd ich sagen.

    Kannst Dich ja morgen mal melden, wie es Dir so geht.

    Und denk dran: Die schlaflosen Nächte werden weniger werden :)

    Wie ging oder geht es jetzt weiter? Du schreibst, Du bist wieder am Anfang. Sieh es bitte nicht zu negativ. Du hast die Erfahrungen der letzten Wochen. Die kann Dir keiner nehmen. Du schaffst das!

    Es ist gut, dass Du antwortest und dass Du ehrlich sagst, was los war. Bleib trotzdem am Ball.

    Wenn Du schon vorher weißt, was solche Tage -oder speziell dieser Tag- in Dir auslöst, solltest Du vielleicht auch vorher schon darüber reden mit Deinen Ansprechpartnern in der Werkstatt, dem Arzt oder auch vielleicht sogar hier. Das lässt sich bestimmt dann besser gegenansteuern, als wenn Du versuchst, das mit Dir selbst auszumachen.

    Hallo Vio,

    wie geht es Dir denn so? Hat sich die Situation mit der anderen Klientin entspannt? Du hattest Dich ja zurück gezogen in dem Moment. Wie ist es denn jetzt? Konntet ihr das aus der Welt schaffen ?