Beiträge von Cadda

    Hallo Stricken,

    herzlich Willkommen hier. Der Satz von Correns :)

    Ja, der ist bei mir auch hängen geblieben! Ich hab ihn neulich gerade gelesen und mich sofort daran erinnert, dass ich ihn bereits vor längerer Zeit einmal gelesen habe.

    Die Frage mit dem Stricken hätte ich auch noch gestellt :)

    Danke Correns, ja ich werde dran bleiben!!

    Ich hatte heute das erste „richtige“ Gespräch bei der Suchtberatung. Ich war ein bisschen stolz hinterher. Die Dame sagte mir nämlich, dass ich das toll mache und sich bisher alles sehr gut anhört. Damit meinte sie z.B., dass sie es sehr positiv fand, dass ich direkt in den ersten Sätzen gesagt habe, dass ich Alkoholikerin bin. Sie meinte, viele würden in den ersten Terninen noch vieles „schön reden“ und es gehöre eine Menge dazu, dies so sicher auszusprechen.

    Ja, ich muss sagen: Danke!!! Dass ich im Kopf soweit bin, das hab ich Euch zu verdanken. Dieses Forum hat mich im Vorfeld unglaublich sortiert und mir Klarheit verschafft.

    Auch viele Dinge, die von der Dame kurz angesprochen wurden (Suchtdruck/Suchtgedächtnis/Belohnungs-Denken und so weiter) waren mir nicht unbekannt und somit konnte ich bei manchen Sachen gleich verstehen, worauf sie hinaus will oder was sie meint.

    Demnächst sehe ich mir die Gruppe an und in der nächsten Woche habe ich nochmal einen Termin bei der Dame (heute war ich in der offenen Sprechstunde). Meine Anträge für die ambulante Therapie habe ich bereits da gelassen.

    Ich freue mich :)

    Hallo zusammen... Die ersten 10 Wochen sind geschafft. Ich guck bevor ich schreibe, immer nochmal nach, wie lange es jetzt genau ist :D
    So richtig wichtig finde ich das nämlich nicht. Viel wichtiger ist, wie es in einem drinnen aussieht.

    Es geht mir nach wie vor sehr gut. Ich bin unglaublich froh, denn die Albträume sind nur noch sehr selten. Das ist vermutlich ein Zeichen dafür, dass man sich nicht mehr ganz so sehr damit beschäftigt. Also das Thema beschäftigt mich natürlich immer noch ständig und ich denke oft darüber nach. Aber man gewöhnt sich so ganz langsam aber sicher daran, dass es ein Normalzustand ist, einen klaren Kopf zu haben und keinen Alkohol mehr zu trinken.

    Ich manchmal erstaunt, wie viel Zeit man doch eigentlich hat. Was hat man doch bloß viel Zeit mit dem Saufen verdödelt! Man hat so viel Zeit mit saufen verbracht. Da hat man ja nebenbei manchmal noch telefoniert, geschrieben, Haushalt gemacht oder sonst was. Aber irgendwann, wenn nicht nur ein Glimmer vorhanden war, hat man natürlich nichts mehr gebacken bekommen. Das Trinken an sich war schon ein Zeiträuber. Aber die Zeit NACH dem Trinken, hat ja fast NOCH mehr Zeit geraubt. Wie oft lag man einfach nur im Bett und war fix und fertig... Die Kinder haben die Sachen, die sie allein erledigen können, oft wirklich allein erledigt. Das machen sie jetzt auch noch, aber ich bin DABEI. Ich bekomme viel mehr mit, dadurch macht alles viel mehr Spaß und hat auch einen viel besseren Ablauf. Ich schäme mich wirklich, wenn ich an die Zeit zurück denke, wo ich einfach nichts auf die Reihe bekommen habe, weil ich gerade einen Kater hatte. Widerlich!!!

    Ich merke jetzt, wie sehr die Kinder aufblühen. Wie sie sich freuen, dass ich bei so vielen Sachen einfach nicht nur anwesend bin, sondern wirklich DABEI. Jetzt, wo ich sehe, wie sie sich verhalten, merke ich erst so richtig, wie der Unterschied zu vorher ist. Ich würde so gern die Zeit zurück drehen. Das ist im Moment wirklich etwas, was mich unendlich traurig macht. Ich hab so viel verpasst, weil ich einfach keinen Elan hatte. Ich hab so viel falsch gemacht, das ich heulen könnte.
    Aber es hilft nichts. Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen und die Vergangenheit kann ich nicht mehr nachträglich ändern. Aber die Zukunft kann ich mit gestalten und anders machen, besser machen!

    Man sagt ja immer, es gibt an jeder Sache etwas Positives. Wobei ich daran nicht ganz glaube, denn ich hab genügend negative Sachen erlebt, bei denen mir nichts positives einfällt.
    Bei der Sache mit dem Alkohol würde mir einfallen:
    Man ist in der Lage, eine unglaubliche Freude darüber zu empfinden, dass man nun diesen trockenen Weg geht. Es macht einem wirklich bewusst, wie schön das Leben sein kann.

    Was hat sich noch verändert? Ich merke, dass ich ETWAS, aber auch wirklich nur ETWAS geduldiger werde. Ich bin ein wirklich ungeduldiger Mensch. Mir platzt wirklich schnell der Kragen, wenn die Kinder Mist machen. Bei Kleinigkeiten könnt ich schnell ausflippen. Bei gravierenden Dingen leider nicht. Da ist meine Schmerzgrenze oft viel zu langsam erreicht. Ich tu mich schwer mit Entscheidungen und Veränderungen im großen Ausmaß, da bin ich leider geduldig wie sonst was.

    Aber was die kleinen Dinge im Leben angeht, bin ich schnell außer Rand und Band :oops:
    Das hat mich oft gestört, dass ich bei den Kindern z. B. zu schnell genervt bin und das wurde durch die schlechte, körperliche Verfassung durch den Alkohol, natürlich noch verstärkt. Das bessert sich langsam, das merke ich. Ich fühle mich körperlich gut, auch durch den Sport und dass ich wieder mein Normalgewicht erreicht habe und vor allem auch durch meine Psyche. Dadurch bin ich ausgeglichener und kann somit auch etwas mehr Geduld an den Tag legen. Das ist aber dennoch ausbaufähig. Ich arbeite daran 8)

    Liebe Vio,

    ich möchte Dir mal ein großes Lob aussprechen. Ich finde es ganz toll, wie Du diesen Weg bisher gegangen bist und das, obwohl Du schreibst, dass Du überwiegend für Dich allein bist. Allein die Entscheidung, die Du nach der Entgiftung für Dich getroffen hast, dass Du etwas tun musst, damit Dir zu Hause nicht die Decke auf den Kopf fällt, finde ich wirklich beeindruckend. Dass Du von Dir aus in dieser Werkstatt gelandet bist, um Dir etwas Gutes zu tun. Echt, Hut ab!

    Dass Du still bist, auch in der Gruppe, ist natürlich eine Charaktereigenschaft. Man ist, wie man ist. Aber ich finde es ehrlich gesagt sehr schade. Deine Geschichte finde ich sehr interessant. Gerade WEIL Du so still bist und auch zu dem Arzt damals nichts gesagt hast und TROTZDEM Deinen Weg gegangen bist. Das ist schon irgendwie ungewöhnlich und stark.

    Vielleicht ist es ja der erste Schritt, etwas offener zu werden, dass Du Dich hier nun angemeldet hat. Wieder etwas, was Du für DICH entschieden und getan hast. Es kann doch sein, dass Du durch das Schreiben irgendwie alles noch klarer siehst und es Dir dadurch besser gelingt, auch mal etwas in der Gruppe zu erzählen. Ich denke, das würde Dir sicherlich helfen. Aber überstürze nichts, Du wirst schon merken, wenn die Zeit dafür da ist und es Dir gut tut.

    Jedenfalls finde ich es toll, dass Du hier gelandet bist und dass Du hier Deine Geschichte schreibst. Ich kann noch viel von Dir lernen, denn Du bist schon viel länger trocken als ich. Du kannst stolz auf Dich sein, wie Du Deinen Weg allein bis hier hin so gegangen bist!

    Guten Morgen!
    Jetzt wäre es schön, wenn ich das mit dem Zitieren schnallen würde :D
    Ich versuche trotzdem mal, auf alles einzugehen, ohne etwas zu verwechseln.

    Sunshine,
    ich glaube von Dir hab ich das auch. Die Sache, mit dem "zu Ende denken". Ich hab es hier mal gelesen und als ich das erste Mal dieses Gefühl hatte, da hab ich mich daran erinnert und habe es genau so gemacht. Das hat mir wirklich geholfen, danke nochmal dafür!
    Ich glaube auch nicht, dass man jemals wieder unbeschwert trinken könnte nach der "offiziellen Entscheidung" nie mehr trinken zu wollen.

    Das ist es vermutlich auch, was den Schritt so wichtig macht, sich nicht nur selbst einzugestehen, Alkoholiker zu sein, sondern auch zumindest vor einem Arzt klar und offen mitzuteilen, dass man nie wieder etwas trinken möchte. Das besiegelt die Entscheidung sozusagen offiziell und man kann sich im Falle eines Rückfalls wirklich nichts mehr schön reden, so nach dem Motto "naja, ich hab mich ja auch gar nicht richtig festgelegt, dass ich NIE wieder was trinken möchte"

    Calida,
    das liest man ja jetzt auch an Deinem Beispiel. Dass selbst, wenn es nicht viel war oder bis zur Besinnungslosigkeit. Man hat mit einem Rückfall gegen seine eigene Regel bzw. gegen seinen eigenen Wunsch verstoßen und so was KANN man einfach nicht genießen.

    Hull,
    ja es ist erschreckend, was der Alkohol aus einem macht. Ich möchte mich nicht auf Video sehen, wie ich betrunken war. Das wäre einfach nur erschreckend. Seelisch und auch körperlich, wie man sich verändert. Dieses "Beschwipst sein", was einem erst noch gefällt, das ist ja nicht mal lange!! Das ist maximal ne Stunde und dann ist man voll und das KANN keiner schön finden. Man selbst nicht und auch andere nicht. Selbstzerstörung ist das. Was hat man sich da bloß über all die Jahre angetan.....

    Carl-Friedrich,
    danke für das, was Du schreibst. Man muss wirklich ganz doll aufpassen vor seinen eigenen Gedanken. Diese Suchtgedanken sind sicherlich nicht ohne. Klar, man konnte ja auch über viele Jahre diese Gedanken greifen, um weiter machen zu "dürfen" und Gründe zu haben.

    Im Moment belohne ich mich selbst ganz oft mit schönen Spaziergängen oder mit einer richtig "faulen Zeit", so wie jetzt. Laptop, Kaffee, Sofa, Wolldecke :)

    Wobei... Wofür belohne ich mich jetzt eigentlich gerade? Ich habe bisher noch nichts getan. Keine Gartenarbeit, kein Haushalt, gar nichts... Weil ich in den letzten Tagen viel geschafft habe und heute frei habe.

    Aaaaah, genau DA ist ein Grund, wofür ich mich sonst mit Alkohol belohnt hätte: Ich hab ja in den letzten Tagen schon so viel geschafft und außerdem hab ich heute schließlich frei... Dann kann man doch nachher mal was trinken...
    Tja, es gab wirklich IMMER einen Grund...

    Deshalb gibt es jetzt auch IMMER einen Grund, sich mit einem Kaffee gemütlich aufs Sofa zu legen und mich damit zu belohnen, dass ich die letzten Tage so fleissig war. Und wenn nachher die Sonne raus kommt, belohne ich mich gleich ein weiteres Mal mit einem Spaziergang und einem Eis in der Hand :)

    Ich weiß aber, was Du meinst, Carl-Friedrich. Es geht insbesondere um solche Dinge, wie Gartenarbeit oder irgendwie so etwas, wo das Suchtgedächtnis dann gleich schreit "jetzt hast Du Dir aber ....... das oder das ...... verdient". Da ist es dann hilfreich, wenn man eine Alternative parat hat. Ob das nun ein leckeres Stück Torte ist, ein Spaziergang, ein Buch lesen in der Badewanne (hallo Calida :lol: ) oder eben ein "langer Besuch auf dem Sofa mit Laptop, Kaffee und Wolldecke" :D

    Halloooo....

    Nach nun 2 Monaten ohne Alkohol geht es mir körperlich und seelisch so gut, wie schon ewig nicht mehr. Ich komme morgens viel, viel besser aus dem Bett. Damit meine ich nur an den Tagen, wo ich einen Abend vorher was getrunken habe, sondern auch generell. Ich hatte auch an Tagen Probleme mit dem Aufstehen, wo ich einen Abend vorher nüchtern ins Bett gegangen bin. Ich war körperlich einfach total kaputt und hätte morgens heulen können, wenn ich aufstehen musste. Ich hatte auch keinerlei Lust auf den Tag. Das ist jetzt anders. Ich wache manchmal vor dem Wecker auf und selbst wenn nicht, komme ich besser aus dem Bett, wenn er klingelt. So hab ich morgens Zeit, noch in Ruhe Kaffee zu trinken. Und das Beste daran ist: Der Kaffee schmeckt auch noch gut, so ganz ohne verkatert zu sein!

    Ansonsten ist es so, dass ich nicht mehr so oft Albträume vom Alkohol habe. Ich habe ja längere Zeit wirklich jede Nacht geträumt, dass ich was getrunken habe und fand es dann im Schlaf immer fürchterlich, dass ich versagt habe und es nicht geschafft habe, nüchtern zu bleiben. Diese Träume habe ich immer noch, aber nicht mehr so oft. Ich bin dann jedes Mal unendlich glücklich, wenn ich aufwache und merke, dass ich sehr wohl nüchtern geblieben bin.

    Ich hatte nun einige Situationen, wo ich dachte "jetzt was trinken, hätte ich Lust". Ich hab keine Ahnung, ob man das schon Suchtdruck nennt. Es war bisher nie so, dass ich kurz davor war oder so. Aber ich hatte halt den Gedanken. Und das sogar in Situationen, die gar nicht so typisch mit dem Alkohol trinken verbunden waren. Ich hab den Gedanken dann wieder zu Ende gedacht. Wie es weitergehen würde. Furchtbar, da will ich nie wieder hin!

    Wir waren neulich beispielsweise an der Ostsee spazieren bei schönstem Wetter. Kaffee getrunken und geklönt. Da hab ich gedacht, dass es jetzt toll wäre, stattdessen eine Weinschorle zu trinken und dieses beschwipste Gefühl zu haben. Und wenn man dann weiterdenkt, dann weiß man, dass es nie und nimmer bei dem beschwipsten Gefühl bleiben würde, denn es würde darauf hinaus laufen, dass ich immer weiter trinke, auch am Abend, bis ich besoffen bin und nächsten Tag würde es mir so beschissen gehen, dass ich dann vermutlich schon morgens wieder was drauf kippen würde. Also dann lieber die kurze Zeit des beschwipsten Gefühls (denn das würde ja nicht lange bis zum besoffen sein anhalten) nicht haben und dafür das Stunden oder Tage lange ätzende Gefühl nicht haben.

    Als ich dann am Ende des Tages überlegt habe, ist mir noch etwas klar geworden: Da war ab und zu mal diese kurze Zeit über das Gefühl, dass es mich freuen würde, wenn ich jetzt NORMAL was trinken könnte (was ich ja aber nicht kann, sonst wäre ich nicht hier gelandet). Wenn ich also die Zeit zusammen ziehe, in der ich halt froh gewesen wäre, etwas trinken zu können, komme ich insgesamt vielleicht auf zwanzig Minuten.

    Wenn ich aber die Zeit zusammen ziehe, in der ich daran gedacht habe, wie froh ich bin, dass ich nichts mehr trinken "MUSS" und nüchtern bin, dann komme ich auf gaaaaaaaaaaaaanz viel mehr Zeit...

    Guten Morgen.

    Dass Du rückfällig geworden bist, hätte ich geahnt, weil Du so lange nichts geschrieben hast. Bist Du jetzt wieder nüchtern? Das ist ja Voraussetzung dafür, hier zu sein.

    Deine Sorgen mit Deiner Lebensgefährtin kann ich nachvollziehen. Sicherlich solltest Du diese Probleme langfristig gesehen auch dringend lösen.

    Dein oberstes Ziel sollte jedoch sein, dass Du nüchtern bleibst. Nur so lassen sich alle anderen Probleme vernünftig lösen.

    Du hast mit nur einem Satz das Alkoholproblem erwähnt, nämlich, dass Du rückfällig geworden bist. Danach folgen lange Auflistungen von Sorgen. Diese Sorgen sind nicht unwichtig. Aber viel, viel unwichtiger, als das Alkoholproblem.

    DU bist erstmal wichtig, dann alles andere!

    Du hast immer so viele Pläne im Kopf, durchdenkst alles!
    Leg das auf die Warteliste und kümmere Dich erstmal um DICH.

    Es würde mich ehrlich freuen, weiter hier von Dir zu lesen. Nüchtern und hoffentlich optimistisch.

    Guten Morgen alle zusammen,

    nach nun etwas über sechs Wochen ohne Alkohol, geht es mir sehr gut. So richtigen Suchtdruck, wie es hier genannt wird, hatte ich glaub ich noch nicht. Zu der Zeit, als ich noch getrunken habe, da hab ich mir ja für mich auch immer mal wieder vorgenommen, nichts mehr zu trinken. Spätestens am 3. Tag hatte ich dann so dermaßen Lust, einen Glimmer zu haben, dass ich sofort alle meine guten Vorsätze über den Haufen geworfen habe.

    Ich hab dann immer mein Vorhaben, gar nichts mehr zu trinken, irgendwie "abgemildert". Nur noch an den Wochenenden trinken. Nur noch zu besonderen Anlässen etwas trinken. Nur noch Alster trinken. Ach, was gab es da nicht alles, was ich mir selbst für einen "schlauen Plan" verkauft habe. Obwohl ich tief im inneren schon wusste, dass das eh Quatsch ist. Gemacht hab ich es trotzdem und bin natürlich gescheitert.

    Da hab ich jedenfalls nach ganz kurzer Zeit immer sofort solchen Suchtdruck gehabt, dass ich direkt eingeknickt bin. Dieses Gefühl hab ich bisher nicht gehabt. Also ich habe Gedanken, bei denen ich schon während ich sie denke, genau weiß, dass ich sie nicht in die Tat umsetzen werde. Ich hab jetzt vielleicht so ca. 3 Mal die Situation gehabt, wo ich dachte, dass es schön wäre, jetzt etwas trinken zu können. Ich hab hier mal gelesen, leider weiß ich nicht mehr von wem, es war gerade kürzlich.... dass der Gedanke dann immer zu Ende gedacht wird. Das hab ich dann bewusst gemacht. Ich hab z. B. gedacht, wenn ich jetzt etwas trinke, vielleicht sogar heimlich, so dass es keiner merkt. Dann geht es vielleicht gut für den Moment. Aber irgendwann merkt man es. Und selbst wenn nicht. ICH würde es ja wissen und ich hätte versagt und ich wäre sofort wieder in dem Teufelskreis drin. Weil ein Mal, ist ja kein Mal....

    Dieser Gedanke kam mir auch nicht ernsthaft. Also ich habe nicht einen Moment tatsächlich überlegt, ob ich etwas trinke. Ich hab nur überlegt, dass ich es vermutlich so gehandhabt hätte, wenn ich wieder einmal an dem Punkt gestanden hätte, heimlich für mich einfach aufzuhören. Aber jetzt ist es anders. Jetzt steht es offiziell auf dem Plan für mich, dass ich definitiv nie wieder trinken möchte.

    Man geht trotzdem immer mal wieder sämtliche Gedanken theoretisch durch und ich denke, das ist auch normal. Viel zu lange hat man Alkohol in seinem Alltag mit drin gehabt. Da wäre es erstaunlich, wenn man solche Gedankengänge nicht hätte.

    Worauf ich hinaus will, bisher ist es nur bei kurzen Gedanken geblieben. Ich hatte zum Glück noch keine Situation, wo ich das Gefühl hatte, ich muss mich ablenken (Sport, Wasser trinken, jemanden anrufen oder sonst was). Ich denke, das wird sicherlich irgendwann nochmal kommen, vermutlich, wenn es mir mal nicht gut geht.
    Aber bisher bin ich zum Glück davon verschont geblieben.

    Ansonsten bin ich immer noch begeistert, dass mir Sport wieder ganz gut gefällt. Ich hab ganz gut was abgenommen, einfach weil ich mich viel mehr bewege. Ich zwinge mich quasi dazu, denn auf leckere und böse Sachen zu Essen kann ich noch nicht so ganz verzichten :)
    Also versuche ich umzudenken, besser zu denken, als damals. Ich hab oftmals das Problem, dass ich so einen Bock habe, etwas leckeres zu essen, dass ich das dann auch schon morgens mache. Und dann bin ich total schlecht drauf gewesen und dachte mir "Nun hast Du so was blödes gegessen, jetzt ist es für heute eh egal und Du kannst auch noch was naschen dazu". Dämlicher geht's gar nicht, das weiß ich selbst. Gerade WENN man gesündigt hat, muss man ja irgendwie gegensteuern. Aber der innere Schweinehund...

    Den hab ich jetzt besser im Griff. Passend zum Beispiel (deshalb fällt es mir auch gerade ein), hab ich eben ein fettes Stück selbst gemachte Pizza mit doppelt und dreifach Käse in mich hineingeschaufelt, obwohl ich vorher schon etwas gegessen habe, was mich satt gemacht hat.

    Nun sitze ich hier aber nicht und denke, "ach ist eh egal". Nee! Ich werde mich jetzt warm anziehen und dann werde ich für mindestens eine Stunde Sport machen. Irgendwie muss ich dieses fette Stück Pizza wieder los werden :D
    Der Ehrgeiz hat mich gepackt was das Thema Alkohol angeht. Dann sollte es doch auch kein Problem sein, so ein lächerliches Stück Pizza mit siebenfach Käse wieder loszuwerden :)

    Fuzzi, so geht das aber nicht :!: Mach Dich hier mal nicht so sehr aus dem Staub :)
    Arbeit hin oder her, Beziehungsstress hin oder her...
    Du hast in Deinem Kopf so gute Denkweisen, lass Dich bitte nicht aus dem Konzept bringen dadurch, dass es bei Dir zur Zeit im Leben schwierig läuft. Ich hoffe wirklich, dass es Dir einigermaßen gut geht, trotz der Umstände und ich würde mich freuen, etwas von Dir zu lesen, ganz ehrlich! Ich bin Dir schließlich in den geschlossenen Bereich hinterher geschlichen, nun "darfst" Du Dich auch nicht verstecken :D

    Nein ganz im Ernst: Das sollte kein Druck sein, den ich da mache (nur ein bisschen vielleicht :lol: ).
    Wenn Du Zeit für Dich brauchst, momentan, dann ist das in Ordnung. Du musst ja auch keine Romane verfassen, wenn Dir nicht danach ist. Aber schreib doch mal kurz, ob alles in Ordnung ist soweit. Das würde mich sehr freuen.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!

    Guten Morgen und danke für die neuen Begrüßungen :)

    Ja Pink-Lady, so kann man es wirklich gut beschreiben. Gute Tage und schlechte Tage. Ich habe mich, wenn ich ein paar gute Tage hintereinander hatte, immer gefragt, warum ich es nicht einfach bei den guten Tagen belasse. Aber gerade nach mehreren guten Tagen hatte man einfach so richtig Lust, mal "abzufeiern" oder sich das schön gemütlich zu machen und dabei nach Herzenslust was zu trinken. Dass darauf sofort ein ganz schlechter Tag folgt, der mit aller Wahrscheinlichkeit noch weitere schlechte Tage folgen lässt.... Das wusste man und trotzdem hat man es getan. Verrückt!!

    Danke Step.. Ja, ich bin mir selbst gegenüber sehr offen und ehrlich und das schon sehr lange. Leider war ich es meinem Umfeld gegenüber nicht. Da habe ich das alles verharmlost dargestellt. Sicherlich haben meine engsten Leute das gewusst, dass ich mir das teilweise schön rede. Viele Dinge haben sie aber auch wirklich nicht mitbekommen. Aber ich selbst habe sie ja mitbekommen :wink:

    Ich bin ja zwischenzeitlich im geschlossenen Bereich angekommen, möchte hier aber unbedingt weiterhin berichten. Ich habe ja hier über mehrere Jahre vor meinem Entschluss mitgelesen und ich bin sicher, dass diese Tatsache mit dazu beigetragen hat, meinen Entschluss nicht nur zu fassen, sondern auch gut vorbereitet zu sein im Kopf. Deshalb hoffe ich, dass es hier doch Menschen gibt, die mitlesen und vielleicht dadurch auch noch mehr "Lust" bekommen, das Leben zu verändern.

    Bei mir ist es zwar nun erst einen Monat her, aber ich fühle mich wirklich wie ein anderer Mensch. Das scheine nicht nur ich so zu empfinden. Ich höre von meinem engsten Umfeld in letzter Zeit zum Beispiel, dass es richtig Spaß macht, dabei zuzusehen, wie ich neu durchstarte. Dass ich auch auf sie eine so motivierende Auswirkung habe. Man lässt sich vom Optimismus mitreißen. Das betrifft jetzt bei denen nicht das Nicht-Trinken, denn sie haben dieses Problem ja nicht. Aber die Auswirkungen des Nicht-Trinkens. Sport zu machen, sich gesünder zu ernähren, Lust auf Treffen zu haben, gut gelaunt zu sein. Überhaupt etwas im Leben zu verändern. Eine Freundin sagte z. B., dass sie es so bewundert, eine negative Sache im Leben wirklich zu verändern und nicht immer nur zu reden. Zu Handeln! Sie selbst ist beispielsweise in ihrer Beziehung seit Jahren unglücklich. Und sie meinte, es ist zwar etwas ganz anderes von der Sache her, aber was gleich bleibt ist: Man muss etwas verändern, wenn man mit etwas unglücklich ist. Dazu gehört einfach Mut und man darf nicht immer nur denken und etwas vor haben, sondern man muss es auch einfach mal machen.
    Es freut mich, dass ich scheinbar Leute anstecke mit meinem Optimismus.

    Wie gesagt, ich bin realistisch! Ich warte nur darauf, dass meine Stimmung umschlägt und ich denke "alles ist sch....."! Aber auch mit so einer Phase werde ich umgehen können. Jedenfalls besser, als noch vor über einem Monat...

    Hallo Thalia, es freut mich, dass Du Dir etwas von der Anfangseuohorie erhalten konntest. Ich wünsche mir, dass es mir auch so ergeht.
    Ich habe mal gelesen, wie jemand meinte, dass er/sie durch die Alkoholkrankheit hinterher das Leben bewusster wahr nimmt bzw. genießen kann. Irgendwie muss es ja auch etwas positives HINTERHER geben, was man sich rauspicken kann. Auch wenn natürlich jeder trotzdem gern die Zeit zurückdrehen möchte, wegen der ganzen verloren gegangenen Zeit.

    Danke Hans, für Deinen Eintrag. Ja, ich rechne damit, dass mein Suchtgedächtnis mir irgendwann sagt, dass ich es jetzt alles so gut hinbekommen und ich vielleicht ja jetzt alles im Griff hätte, auch wenn ich an und zu mal was trinken würde. Doch ich weiß, dass das nie möglich sein wird. Es würde immer wieder so enden wie sonst auch, egal wie lange es dauert, das ist Fakt, es endet immer gleich. Ich weiß, dass ich nie wieder Alkohil trinken darf und will. Ich „darf“ ja. Aber ich darf dann nicht erwarten, dass das gut geht, denn das wird es nicht. Deshalb WILL ich das auch nicht und werde es auch nicht zulassen, dass mein Suchtgedächtnis mir was anderes vorgaukelt.

    Eine „Lebensaufgabe“. Ja so empfinde ich es wirklich. Ich habe für mich tatsächlich mein Leben lang die Aufgabe, alles dafür zu tun, nichts mehr trinken zu wollen. Das mache ich gern, ich bleibe am Ball und werde immer an dieser Aufgabe weiter arbeiten.

    Eines möchte ich noch dazu sagen. Mir ist klar, dass das jetzt diese Anfangseuphorie ist. Natürlich wird es auch mal wieder anders sein. Ich habe hier schon so viele Themen durchgelesen, auch da konnte man sehen, dass es anfänglich alles positiv erlebt wurde und bei einigen ging es dann aber phasenweise auch wieder in ein Tief, manchmal sogar mit depressiven Verstimmungen.

    Ich bin da realistisch und weiß, dass ich jetzt nicht bis an mein Lebensende glücklich und zufrieden durch die Gegend hopsen werde. Ich werde mich sicherlich auch durch die bevorstehende Therapie in der kommenden Zeit mit vielen Dingen auseinander setzen müssen, die mich auch traurig machen werden. Ich weiß also, dass nach jedem Hoch auch oft ein Tief folgt und wieder anders herum. Aber ich weiß, dass ich die Tiefpunkte, die zukünftig kommen werden, mit kühlem Kopf viel besser bewältigen werde.

    Im Moment genieße ich es, dass es mir gut geht und sammle Kraft für andere Zeiten, die irgendwann einmal kommen. Aber ich merke jetzt schon, dass es zukünftig - egal ob es gerade gut läuft oder eher mal nicht so gut läuft - viel schöner im Leben sein wird, wenn man kein Alkohol trinkt und die Welt mit klarem Kopf durchlebt.

    Guten Morgen,

    ich bin heute schon früh wach (wie so oft in der letzten Zeit :D ) und habe gedacht, ich trinke mal meinen Kaffee hier mit Euch zusammen im Forum :D

    Der erste Monat nüchtern ist nun fast geschafft und ich kann jetzt schon mit Sicherheit sagen, dass es mir körperlich und seelisch schon Jahre nicht mehr so gut ging. Ich habe das Gefühl befreit zu sein.

    Ich muss mir keine Gedanken mehr darüber machen, wann ich zu welcher Arbeit arbeiten kann oder ob ich doch eher frei "brauche", weil irgend eine Feier anliegt, auf der es länger gehen könnte. Nein, nicht KÖNNTE, es ging ja immer lange, weil ich ja eh nie den Zeitpunkt erwischt habe, wo man besser Schluss machen sollte....

    Ich muss mir keine Gedanken mehr darüber machen, ob ich meine Kinder am Wochenende habe oder ob vielleicht jemand organisiert werden muss, der aufpasst, damit ich eben nicht rechtzeitig nach Hause muss.

    Ich muss mir keine Gedanken mehr darüber machen, ob ich mich auf einer Feier irgendwie so benehmen werde, dass ich mich nächsten Tag schäme (hätte ich mir im übrigen in den letzten Jahren auch keine Gedanken machen müssen, OB ich mich hoffentlich nicht daneben benehme, weil es eh darauf hinaus lief...).

    Ich muss mir keine Gedanken mehr machen, wie ich von irgendwo wieder nach Hause komme, am besten noch, wie ich HIN komme, um gar nicht erst ein Auto da zu haben, damit das auch auf keinen Fall benutzt wird.

    Ich muss mir keine Gedanken darüber machen, wo ich meinen Schlüssel verstecke, damit ich zu Hause rein komme, denn irgendetwas mitnehmen war immer schlecht, geht ja auch oft mal verloren, wenn man nicht mehr alle beisammen hat.

    Ich muss mir keine Gedanken darüber machen, ob ich am nächsten Tag irgendwelche Verpflichtungen habe, weil es mir ja schlecht gehen wird und ich auf jeden Fall auf dem Sofa meine Zeit verbringen muss.

    Ich muss mir keine Gedanken darüber machen, ob ich genügend Wein oder ähnliches zu Hause habe, falls es mir am nächsten Tag so schlecht geht, dass ich lieber etwas davon trinken könnte, um den Kater zu "umgehen" (obwohl man ja in dem Moment schon weiß, dass es sich nur nach hinten verschiebt).

    Ich muss mir keine Gedanken mehr darüber machen, dass ich mich selbst enttäusche.


    Es gibt so viele Dinge, ich könnte ewig weiter schreiben. Aber allein beim Schreiben fällt mir auf, dass ich gar nicht alles aufzählen könnte, worüber ich mir nun KEINE Gedanken mehr machen MUSS. Dieses Wort MUSS.... Ja, so ist es wirklich, man MUSSTE sich über dieses alles Gedanken machen, um noch irgendwie zu funktionieren. Dieses MUSS ist nun weg, dieser Druck ist weg. Das erleichtert mich so sehr, dass ich das gar nicht richtig beschreiben kann.

    Ich habe nach dieser kurzen Zeit auch schon unglaublich an Selbstbewusstsein gewonnen, ich hätte nie gedacht, dass das so schnell geht. Ich bin immer sehr offen, direkt und frech. So kennen und mögen mich alle schon immer. In den letzten Jahren fiel es mir aber immer schwerer. Wenn ich auf dem Weg zu einem Treffen mit mehreren Leuten war, dann wurde ich immer unsicher. So unsicher, dass ich dann in letzter Zeit oftmals schon vor diesen Treffen ein "Sektchen" getrunken habe. Je längere Zeit ich das gemacht habe, umso seltener blieb es dann bei dem einen "Sektchen". Das wiederum machte mich zwar lockerer, aber dennoch auf andere Weise unsicher: Riecht das jemand, dass Du schon etwas getrunken hast? Bloß nichts anmerken lassen, dass man irgendwie schon "gut drauf" ist. Es ist total der Teufelskreis. Man trinkt vorher was, damit man nicht mehr so unsicher ist und dann wird man erst recht unsicher, eben WEIL man sich so schlecht vorkommt, dass man vor lauter Unsicherheit schon was trinken musste (MUSS... da ist es wieder. dieses Wort). Es war zum Schluss ja schon so, dass selbst wenn ich komplett ohne Alkohol irgendwo hingefahren bin, also gar nichts getrunken hatte, nicht einen Schluck und völlig nüchtern irgendwo hin bin, dass ich dann schon mich selbst gebremst habe mit meiner lockeren, lustigen Art, damit eben nicht jemand denken KÖNNTE, dass ich schon etwas getrunken habe, obwohl das nicht mal der Fall war. Es ging nur noch darum...


    Das Alles ist jetzt weg. Wenn ich jetzt auf dem Weg zu einem Treffen bin, wo mehrere Leute sind, dann bin ich entspannter. Ich fühle mich gut. Ich fühle mich nicht mehr so, als ob ich etwas verheimlichen MUSS. Meine Freunde wissen schließlich, auf welchem Weg ich mich befinde. Sie sind alle stolz auf mich und zeigen/sagen mir das auch. Das muss ich an dieser Stelle auch ehrlich sagen, dass es deshalb vielleicht auch so schnell geht, dass ich mich selbstbewusster fühle. Mir wird von meinen engsten Leuten gesagt, dass sie stolz auf mich sind und sich so sehr freuen und das ist natürlich Balsam für die Seele, da wird man gleich einen Meter größer, als man sich ohnehin schon fühlt :D

    Es gibt einfach kein Geheimnis mehr zwischen uns in unserer Freundschaft. Das ist es, was mich wieder so unbeschwert werden lässt, wie ich einmal früher war. Und das macht einfach Spaß, es ist wieder schön.

    So wie ich es hier schon oft gelesen habe, dass viele es zum Sport zieht, wenn sie nichts mehr trinken, so ist es auch bei mir. Ich mochte immer gern Sport, jedenfalls HINTERHER, wenn ich mich aufgerafft hatte. Das war aber nachher nicht mehr der Fall. Wenn ich denn nichts getrunken hatte und es mir körperlich "gut" ging (das ging es mir im Vergleich zu jetzt aber gar nicht), selbst dann mochte ich lieber auf dem Sofa liegen und für mich sein. Allein die Hürde ins Fitnessstudio reinzukommen, ohne eine Freundin im Schlepptau, war für mich eine Zeit lang der reinste Horror. Warum eigentlich? Das alles hatte ich eigentlich schon immer. Diese Hemmungen, dieses Gefühl im Mittelpunkt nicht zu mögen (als ob man im Mittelpunkt steht, nur weil man ein Fitnessstudio betritt :roll: ).
    Dabei bin ich - wenn ich erst einmal in einer Situation bin und die Unsicherheit - weg ist, öfter mal im Mittelpunkt, aufgrund meines losen Mundwerkes. In dem Moment finde ich es dann auch nicht mehr schlimm, wenn man in einer lockeren Situation ist und man merkt, es ist alles gut. Aber der Weg dort hin!! Der Weg zu den Treffen hin, wo man auf Leute trifft. Oder der Weg ins Fitnessstudio, wo man ja jemanden treffen könnte, den man kennt. Warum DAS mir immer wieder Probleme bereitet hat, ich weiß es nicht...

    Es ist jetzt nicht komplett weg, aber so deutlich besser, dass es fast nicht mehr der Rede wert ist. Wie gesagt, es erstaunt mich, dass es schon nach so kurzer Zeit der Fall ist. Ich habe keine Angst, mich jetzt spontan ins Auto zu setzen und zum Sport zu fahren. Ich hab auch keine Angst, vor den Gesprächen in der Gruppe, wenn sie demnächst stattfinden. Ich habe einfach ein riesiges Stück Selbstwertgefühl wieder aufgesammelt. Das macht mich im Moment völlig glücklich.

    Dadurch, dass ich jetzt wieder Sport mache, fühle ich mich natürlich auch körperlich wieder besser und wie das so ist, wenn man Sport macht, achtet man auch gleichzeitig mehr auf seine Ernährung. Das wiederum macht sich natürlich auch auf der Waage bemerkbar und überhaupt, es fühlt sich alles besser an.

    Die Albträume sind auch weniger geworden. Sie kommen immer mal wieder vor, das wird bestimmt auch so bleiben. Aber es ist nicht mehr jede Nacht und dadurch schlafe ich wieder besser.

    So, das war jetzt ganz schön viel. Mehr, als ich eigentlich schreiben wollte. Mein Kaffee ist jedenfalls schon längst ausgetrunken :D

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende

    Es sagt sich sicherlich sehr leicht, dass man schon längst hätte gehen sollen und endlich "die Koffer zu packen" und mit einer Sache abzuschließen. Aber ist nicht bei allen (ob nun Alkoholiker oder CO.) schon die Grenze erreicht gewesen, man schon längst hätte abschließen sollen mit einer Sache??

    Es war wohl für JEDEN der hier angemeldet ist, bisher eben nicht so leicht zu handeln, wie es eben leicht ist, zu sagen. Sonst wäre man ja nicht hier.

    Von daher denke ich ähnlich wie Hans. Geh Deine Geschwindigkeit in Deinem Tempo. Dass Du hier bist, zeigt, dass Du theoretisch schon weißt, was zu tun ist. Du brauchst halt noch etwas Zeit, Rückhalt und Erfahrungsaustausch, die Stärke zu bekommen, es auch praktisch durchzusetzen.

    Hallo Fuzzi,

    die Sache mit Deiner Beziehung tut mir leid. Du hattest ja schon ein paar Mal angedeutet, dass es dort schwierig läuft. Ich bin ziemlich froh, dass Du trotzdem recht zuversichtlich klingst, also dass Dir eine Trennung vielleicht sogar gut tun wird. Ich hatte ein wenig Sorge, dass - falls es zu einer Trennung kommen sollte - Du dadurch den Mut verlieren könntest. Liebeskummer ist nämlich eine schlimme Sache, wie ich finde, das kann einen schon mal aus der Bahn werfen. Man sollte dadurch wirklich versuchen, das Positive daran zu sehen, nämlich, dass man zwar zunächst Kummer hat, aber dadurch auch langfristig gesehen einige Sorgen los wird.

    Dass es Dir alles schwer fällt, wegen Deiner Tochter, das kann ich sehr gut verstehen. Ich hoffe für Dich, dass ihr das vernünftig regeln könnt. Deine Tochter ist noch klein. Für sie wird es später "normal" sein, dass Mama und Papa nicht mehr zusammen wohnen. Meine Kinder waren auch noch sehr klein, als meine Ehe damals gescheitert ist. Ihnen ging es deutlich besser, als Mama und Papa nicht mehr gestritten- sondern sich aufgrund der Trennung wieder besser verstanden haben.

    Ich will nichts schön reden. Natürlich ist es für ein Kind immer schöner, wenn die kleine Familie harmonisch zusammen lebt. Aber es ist dennoch schöner, getrennt zu leben, als wenn die kleine Familie eben OHNE Harmonie zusammen lebt und schlimmstenfalls noch viel streitet.

    Ich drück Dir die Daumen, dass Du diese schwierige Phase in Deinem Leben gut überstehst. Bleibe optimistisch, es kommen bessere Zeiten, auch wenn es jetzt erstmal sehr schwer wird. Bleib am Ball. Nüchtern überstehst Du das alles besser, ganz sicher!

    Ich habe ja schon bei der Anmeldung beschlossen, dass ich mich für den erweiterten Bereich anmelden möchte. Wusste bloß noch nicht wann. (Irgendwie passiert mir das oft im Leben, bei kleinen und auch großen Dingen. Ich weiß, DASS, aber nicht WANN :D )

    Nun hast Du mal den Anfang gemacht. Nimmst Du mich mit? 8)

    Ich werde mich mal drum kümmern. Wozu warten?!

    Hallo Fuzzi,
    war heute nicht die Taufe? Oder erst nächsten Sonntag?
    Das was Du in Deinem Betrag über die gesundheitlichen Dinge beschreibst, ging mir mehr oder weniger anders herum. Ich hab eigentlich nicht versucht, alle negativen Dinge irgend einer anderen Sache zuzuordnen, sondern eigentlich alles auf den Alkohol geschoben. Egal was ich hatte, ich hab immer gedacht "kein Wunder, so viel wie Du trinkst, kann Dein Körper ja nur verrückt spielen".
    Ich glaube allerdings, dass Du das ganz tief drinnen auch wusstest. Aber man will es halt nicht so gern wahr haben.