Beiträge von Cadda

    Hallo Traurige.

    Herzlich Willkommen bei uns, schön, dass Du Dich gemeldet hast :)

    Natürlich steht jetzt eine MPU im Raum, die ausschließlich meine Schuld ist, da ich die Polizei gerufen habe und sie hierbei auch über den VU aus dem Jahr 2022 informiert habe.

    Nein, das ist NICHT Deine Schuld.

    Im November 2023 ist die Situation so weit eskaliert, dass ich die Polizei rufen musste bevor er sich wieder betrunken hinters Steuer setzt.

    Wer hätte sich betrunken hinters Steuer gesetzt und damit Menschenleben gefährdet? Du? Oder Er?


    Das einmal vorweg...

    Du wirst ihn nicht ändern können, an seiner Situation nichts ändern können. Aber was könntest Du verändern, damit es Dir besser geht?

    Ansonsten kannst Du gern, wenn Du Dich hier austauschen möchtest, den nachfolgenden Link anklicken, damit wir Dich für den offenen Bereich freischalten können:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    LG Cadda

    Guten Morgen.

    schau jetzt fußball und versuche mich mit den interessanten leuten zum nachmittagskaffe zu verabreden.

    Genau so ist es auch richtig, meiner Meinung nach. Ich habe noch Kontakte, die ich schon zu Saufzeiten hatte, da ist es auf eine andere Ebene gerutscht. Wenn wir früher zusammen abends zum Party machen gegangen sind, ist es heute die Verabredung zum Käffchen am Nachmittag oder abends etwas Essen gehen.

    Ich habe allerdings auch mit vielen meiner Bekanntschaften nichts mehr zu tun, weil uns eben nur das Feiern verbunden hat und das Interesse auf einer anderen Ebene gar nicht mehr da war, auf beiden Seiten.

    LG Cadda

    Ich finde es erstaunlich wie kreativ solche Menschen werden können und wen sie alles mit reinziehen. Ja dieses Gefühl ausgeliefert zu sein, beschreibt es sehr gut.

    Ja, damit hatte ich nun auch nicht gerechnet, dementsprechend war ich auch total vor den Kopf gestoßen.

    Ich hätte halt nicht ständig die Angst, dass er hungert oder tot in seiner Wohnung liegt ohne dass es jemand merkt. Sehr egoistische Gedanken…

    Ich finde diese "egoistischen" Gedanken total nachvollziehbar!! Außerdem ist es ja auch so, dass Du da nicht nur an Dich denkst, sondern auch an ihn. Er wäre da unter Aufsicht und Du wärst erst einmal Sorgen los. Diesen Gedanken hätte ich genau so.

    LG Cadda

    Hallo noch einmal :)

    Ich habe Dich für den offenen Bereich freigeschaltet und Dein Thema direkt dorthin verschoben. Hier gehts nun für Dich weiter.

    Du kannst jetzt überall schreiben, bitte jedoch nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch und starte mal direkt mit der Frage, was Du tun könntest, um Dich abzugrenzen bzw. Deine Situation zu verändern?

    LG Cadda

    Mami, Du befindest Dich hier im Internet im offenen Bereich! Deshalb habe ich die Namen aus der eingefügten Nachricht gelöscht.

    Nimm Deine Kinder und geh an die frische Luft, tu etwas für EUCH, Mami!!!

    Du nennst Dich hier Mami. Dann versuche bitte Dich mal zusammenzureißen und Dich auch wie eine zu verhalten, indem Du Dich um Dich und Deine Kinder kümmerst.

    Es ist ja schon mal gut, dass Du sagst, dass Dein Abend schön war. Aber jetzt machst Du Dir schon wieder nur Gedanken um sein Verhalten, wenn ich das richtig verstehe.

    Es tut mir leid, dass ich das so hart schreibe, aber es ist als lesende Person hier wirklich schwer, dass Du wirklich nichts von dem annimmst, was wir Dir hier vorschlagen.

    Und da hilft es jetzt auch nicht, wenn Du einen traurigen Smiley hinterlässt. Befasse Dich bitte mal mit dem, was wir Dir hier schreiben.

    Ansonsten macht der "Austausch" in diesem Forum wirklich keinen Sinn.

    LG Cadda

    Guten Morgen Cassiopeia,

    herzlich Willkommmen bei uns. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Du es leid bist.

    Dieses schön-reden, herunterspielen, das ist üblich für Alkoholiker. Vertraue Deinen eigenen Wahrnehmungen!

    Wenn Du Dich hier umsiehst, wirst Du ganz viele solcher Geschichten finden.

    Das Problem ist, dass Du ihm nicht helfen können wirst. Du kannst seine Situation nicht ändern. Aber Du kannst Deine Situation ändern!

    Wenn Du Dich hier austauschen möchtest, klicke bitte auf den nachfolgenden Link, damit wir Dich für den offenen Bereich freischalten können.

    LG Cadda

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    Guten Morgen Mialuna,

    ja es gibt hier etliche Angehörige, die das auch kennen. Du wirst hier ganz viele Geschichten lesen, die Deiner ähneln.

    Auch dieses Mittrinken oder die Schuldzuweisungen, wo der Spieß umgedreht wird und es heißt "kein Wunder, dass ich trinke...." sind hier sehr häufig zu lesen.

    Das Problem ist, dass Du nichts tun kannst, um Deinen Partner zu überzeugen. Er kann nur sich selbst helfen und Du kannst nur DIR helfen.

    Wenn Du Dich bei uns austauschen möchtest, dann klicke bitte nachfolgenden Link an, dann können wir Dich für den offenen Bereich freischalten.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Lavendelfuch, Du entscheidest.

    Mein Arzt hat mir damals auch gesagt, dass eine Langzeittherapie gut für mich sein könnte. Ich hab sofort reagiert mit "das kommt für mich absolut nicht in Frage". Ich war Alleinerziehend mit zwei relativ kleinen Kindern damals. Mein damaliger Partner war ebenfalls ein "Totalausfall" (danke Doro für diesen Ausdruck :mrgreen: ).

    Mein Ex-Mann hat unsere Kinder zwar alle zwei Wochenenden genommen, aber auch da hatte ich nicht genügend Vertrauen, wie es klappt, wenn ich nicht da bin.

    Kurz gesagt: Ich bin nicht in eine Klinik gegangen, sondern habe mich für die ambulante Therapie entschieden über die Suchtberatung. Alle 1 bis 2 Wochen ein Einzelgespräch und Gruppengespräche.

    Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass es mir gut getan hat, aber nicht mal das wäre nötig gewesen, denn wo ich am meisten rausziehen konnte, war hier im Forum in meiner Selbsthilfegruppe.

    Das muss jeder für sich allein entscheiden, das ist nur meine persönliche Erfahrung.

    Aber eines weiß ich: Wenn ich über einen Vorschlag eine Rückfahrt lang weinen muss, dann ist es vermutlich nicht das Richtige für mich ;)

    Mach Dich nicht verrückt, lass Dir alles durch den Kopf gehen und entscheide für DICH.

    LG Cadda

    Das möchte ich aber nicht. Ich kann mir das aktuell nicht vorstellen mind. die nächsten 12 Wochen da jeden Tag hinzugehen.

    Ich habe die komplette Rückfahrt geweint.

    Es gibt keinen Grund über die Einschätzung zu weinen. Du entscheidest ganz allein, was Du möchtest bzw. nicht möchtest.

    Sie meinte relativ schnell, dass sie mich eher in einem Tagesambulanten Setting sieht, also 9 - 16 Uhr auf Station und dann abends nach Hause.

    Welche Alternative stand denn im Raum?

    Entschuldige bitte, ich habe es nicht ganz in Erinnerung und auf die Schnell auch in Deinem Buch nicht gefunden:

    Was für eine Therapieform möchtest DU denn? bzw. was kannst Du Dir vorstellen?

    LG Cadda

    Das ist klasse, dann hast Du ja schon einiges unternommen!

    Die Freischaltung in den offenen Bereich kann nach der Entgiftung in ein paar Tagen stattfinden.

    Solange kannst Du aber gern hier im Vorstellungsbereich bleiben und Dich schon mal weiter in den Geschichten umschauen.

    Guten Morgen Sykylar,

    erst einmal ist es toll, dass Du direkt Hilfe suchst und Deinen Rückfall unterbrechen willst, um nüchstern weiter zu machen.

    20 Jahre ist eine Hausnummer! Es zeigt, wie wichtig es ist, zu verinnerlichen, dass man auch nach langer Zeit rückfällig werden kann, wenn man sich aus den Augen verliert.

    Ich möchte Dir noch einmal einen Artikel mit auf den Weg geben, auch wenn Du das vielleicht selbst weißt: Ein kalter Entzug ist wirklich gefährlich, selbst wenn Du denkst, Du bist vielleicht schon über dem Berg.

    Was wäre so schlimm, sich einmal vom Arzt durchchecken zu lassen?

    LG Cadda

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Guten Morgen.

    Wie Du wahrscheinlich gelesen hast, gehöre ich zu den Kontrollverlustrinkerinnen. Ich konnte 1-2 Wochen ohne Alkohol leben, aber wenn ich getrunken habe, kam es fast immer zum totalen Blackout.

    So war es bei mir auch. Kontrollverlust während des Trinkens.

    Doch dort beginnt der Kontrollverlust ja nicht erst.

    Der Kontrollverlust beginnt ja schon dann, wenn mein Wille allei nicht ausreicht, gar nichts mehr zu trinken. Wenn ich mir vornehme "diese Woche nicht" oder "ab jetzt nur noch 2 Gläser" und es dann anders endet.

    Bin auch übervorsichtig, hab ja die letzten Jahre schon stark reduziert und mich auf diesen Moment vorbereitet!

    Dieses stark reduzieren gelang mir nur phasenweise. Das unterscheidet uns. Ich habe daher bis zum Schluss wirklich viel und oft gesoffen.

    "Auf diesen Moment vorbereitet"... Das wiederum war bei mir genau so. Ich hatte ich bereits Jahre lang im Forum mitgelesen, war sogar schon mal angemeldet, bin aber im Vorstellungsbereich quasi gescheitert, als mir geraten wurde zum Arzt zu gehen. Ich wollte heimlich trocken werden. Da ging es dann noch eine Runde weiter.

    Aber ich wusste irgendwann, dass ich nie wieder in meinem Leben etwas trinken werde, wenn es soweit ist, dass ich aufhöre. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis ich mich mit dem "nie wieder" konsequent angefreundet hatte. Ich hab also ein paar Jahre mit dem Wissen, dass ich Alkoholikerin bin und bald aufhören werde, weitergemacht.

    Als es dann soweit war, nach einem i-Tüpfelchen, da war ich durch meine Vorbereitung hier so entschlossen wie nie zuvor.

    Kein Kontrollverlust mehr, meine Freiheit zurück....

    LG Cadda

    Hallo zusammen,

    seit Anfang des Jahres habe ich mir vorgenommen, hier im offenen Bereich auch mal wieder etwas zu schreiben. Nun habe ich gerade einen Nachmittag am PC am Wickel und habe mein Tagebuch im offenen Bereich gesucht - und gefunden... und sehe, dass ich bereits im August angekündigt hatte, "demnächst" mal wieder etwas mehr zu schreiben :)

    Tja, die Zeit rennt würde ich mal sagen....

    Es geht mir gut. Das letzte Thema, welches ich hier behandelt habe, war meine Zuckersucht. Es ist besser geworden, seit meiner Erkenntnis, dass ich das nicht mehr witzig finden möchte, weil es suchtartige Verhaltensweisen hat. Aber weg ist es nicht. Ich hab immer noch mal Tage zwischendurch, an denen es mir plötzlich egal ist und ich einfach nur Lust habe auf dem Sofa zu sitzen und Chips/Schokolade zu essen, bis es leer ist. Das nervt mich weiterhin extrem, aber ich möchte mich auch nicht zu sehr schuldig fühlen. Ich trinke nicht mehr, ich rauche nicht, ich mache viel Sport, gehe mehrmals die Woche joggen, meine Werte sind gut, mein Gewicht ist so, wie ich es haben möchte... So rede ich mir das einfach mal zwischendurch wieder schön. Wie das halt so ist, wenn man Suchtverhalten an den Tag legt: Schön reden :)

    Ändern tut es an der Sache an sich trotzdem nichts: Dass ich etwas mache, was ich eigentlich nicht will. (Wo wir wieder bei der Willenstärke angekommen sind, die nachlässt, sobald es suchtartig ist, denn mein Wille ist eigentlich immer sehr stark, hier nicht).

    Ansonsten gehts mir aber wirklich gut. Ich gehe nach wie vor sehr gern zur Arbeit, wir sind ein super Team, ich bin gern dort. Privat habe ich in den letzten Jahren ja einiges an Veränderungen durch, die auch Trauer mit sich gebracht haben. Gerade in der Weihnachtszeit hat sich das wieder etwas mehr bemerkbar gemacht. Meine Eltern fehlen mir sehr.

    Doch ich sehe natürlich auch, was ich habe und bin unendlich dankbar dafür. Ich habe meine Söhne, meine Schwester, meine Schwiegerfamilie und meine engsten Freunde. Und ich kann die Zeit einfach gerade sehr genießen, nach wie vor nüchtern und dankbar, es geschafft zu haben, vor guten sechs Jahren mein altes Leben hinter mir zu lassen, in dem Partys und Saufen die Hauptrolle spielten. Das ist nicht mehr mein Leben und ich bin immer noch unendlich froh darüber. Das Gefühl von Freiheit habe ich nach wie vor genau so stark in mir, wie ganz am Anfang. Ich werde auch alles dafür geben, mir das zu erhalten :)

    Mehr fällt mir tatsächlich nicht ein, was ich hier berichten könnte. Ihr lest mich ja auch eh so quer durchs Forum, so dass ihr auch ohne mein Buch etwas von mir hört. Ich werde mir trotzdem Mühe geben, auch hier mal wieder öfter ein paar Zeilen zu lassen und es nicht wieder ein paar Monate in der Versenkung verschwinden zu lassen. Mal sehen ob es klappt :)

    LG Cadda

    In der nassen Zeit zeigt es sich im Kontrollverlust. In der trockenen Zeit ist es nicht anders. Die Krankheit ist nur gestoppt und der Kontrollverlust zum Schlummern gebracht.

    Jedoch werden statistisch gesehen weit über 90 % aller Alkoholiker wieder rückfällig. Warum? Ist ein Rückfall nicht auch ein Kontrollverlust? Das Hauptmerkmal der Krankheit und der Beweis, dass der Wille alleine nicht ausreicht?

    Ja, ich sehe das auch so, dass das der Beweis ist.

    Ab Alkoholiker, ob erkannt oder nicht erkannt. Ab Alkoholiker ist es vorbei mit dem Willen alleine.

    Auch da stimme ich Dir zu. Worüber ich mir in meinem Beitrag davor Gedanken gemacht habe ist: Ab wann handelt man denn nicht mehr nur mit dem bloßen Willen?

    Also jemand, der z.B. aufhören möchte zu trinken und sagt, dass er es aus seinem Willen allein heraus schafft, würde ja demnach scheitern.

    Es gibt aber ja einige Alkoholiker, die es ohne Entzugsklinik oder Therapie schaffen.

    Was ist bei denen zur ersten Person, die es nur mit dem eigenen Willen allein schaffen will, anders? Also wo fängt es an sich zu unterscheiden?

    In dem Moment, wo zusätzlich zum eigenen Willen ein Hausarzt besucht wird? In dem Moment, wo zusätzlich zum eigenen Willen eine SHG besucht wird? Oder ist das nicht von diesen "Taten" abhängig, sondern reicht da die von Dir angesprochene Erkenntnis, die Kapitulation nicht im Kampf mit dem Alkohol zu stehen?

    LG Cadda

    Hallo Hartmut.

    Hätte dieser Wille ausgereicht, wäre dann irgendjemand überhaupt Alkoholiker geworden? Willentlich?

    Ich denke bei starkem Missbrauch hätte der Wille noch ausgereicht. Aber wenn eine Grenze erst einmal überschritten ist und ich in der Sucht drin stecke, dann ist es eben zu spät. Weil ja gerade das Schönreden Merkmal der Alkoholkrankheit ist. Bis ich dann irgendwann erkannt hatte, Alkholikerin zu sein, hat der Wille allein nicht mehr ausgereicht.

    Ich bin sehr willensstark. Aber es hat etliche Male nicht funktioniert.

    Wer es mit Willen allein schafft, nie wieder was zu trinken, ist oder war kein Alkoholiker.

    Das sehe ich so, ja. Wobei ich mich natürlich frage: Wo hört das "mit Willen allein" auf? In dem Moment, wo ich mich bei jemandem geoutet habe? In dem Moment, wo ich mich bei einer SHG, z. B. hier im Forum anmelde? Oder schon in dem Moment, wo ich etwas in meinem Alltag ändere, z. B. mein Umfeld ändere?

    Der Wille ist erstmal grundlegend meiner Meinung nach, um es überhaupt angehen zu können. Ich wusste nämlich lange, dass ich Alkoholikerin bin, wollte aber trotzdem (noch) nicht aufhören.

    Der Wille gepaart mit einer Veränderung. So würde ich es beschreiben, um aufhören zu können.

    Wer nur Missbrauch betreibt, muss sicherlich keine Veränderung herbeiführen. Da könnte der Wille allein reichen. Oder?

    LG Cadda