Beiträge von Cadda

    Hallo Clärchen,

    Forumpause angekündigt und mal eben 7 Jahre weg gewesen :mrgreen:

    Als Du gegangen bist, war ich gerade in meiner ganz krassen Zeit. Selbst alkoholkrank und in einer katastrophalen Beziehung mit Co.-Abhängigkeit.

    Ich werde auch hier bei Dir nachlesen, ich bin gespannt! :)

    LG Cadda

    Guten Aaaabend.

    Nein, das ist nicht untergegangen. Ich habe jetzt an allen 3 Tagen meinen Personalausweis angeboten und alle unterschiedlichen Mitarbeiterinnen sagten mir, dass die Vorlage des Personalausweises bei den Kontrollen im Testzentrum ohne Termin nicht mehr vorgeschrieben sind.

    Anders verhält es sich, wenn ich einen Termin online vereinbare. Mit der Reservierung des Termins fallen Kosten an und um diese in Rechnung stellen zu können, wird anhand des Personalausweises überprüft, ob die angegebene Adresse stimmt.

    Zur Kontrolle, ob es sich tatsächlich um die getestete Person handelt ist keine gesetzliche Bestimmung mehr. Das finde ich mehr als unlogisch.

    Linde, bei uns im Café scannen wir den QR-Code auch ein und überprüfen anhand des Personalausweises, ob es auch die Person ist.

    Gemäß gesetzlicher Bestimmungen dürfen wegen der Größe unseres kleinen Ladens nur wenige Leute gleichzeitig rein, der Rest steht in der Schlange draußen. Im Nebenraum darf aber eine Veranstaltung stattfinden mit sage und schreibe 40 Personen, weil sie ja geimpft sind. Sitzen dicht an dicht und könnten sich theoretisch munter anstecken, weil sie sich ja nicht testen lassen müssen.

    Das dann den Leuten zu erklären, die mit negativen Test abgewiesen werden, um einen Kaffee zu trinken, an dem sie allein am Tisch sitzen, das ist schon ein wenig unangenehm, wenn ich ehrlich bin. Aber gut, ich berufe mich dann immer freundlich darauf, dass das so vorgegeben ist und ich das nicht entschieden habe.

    Aufgrunddessen werden wir solche Veranstaltungen aber nicht mehr stattfinden lassen, auch wenn es erlaubt ist. Es wirkt sonst inkonsequent. Dieser Termin heute war aber schon lange gebucht und wir mochten ihn nicht so kurzfristig absagen.

    Hanseat, ich musste soooo lachen mit dem Pokémon!!! Das ist total gut :D

    Ich hab es übrigens mal gespielt. Peinlich irgendwie, aber ist nun mal so… :)


    LG Cadda

    Guten Morgen,

    ich bin ein bisschen seltener hier, weil ich dafür mehr Zeit meines Lebens im Testzentrum verbringe. Die Meisten hier wird es diebisch freuen :mrgreen:

    Ich nehme es sportlich, ganz nach dem Motto: "Den Letzten beißen die Hunde..." 8)

    Ich komme allerdings aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wenn ich bisher in ein Testzentrum gefahren bin, musste ich logischerweise meinen Personalausweis vorzeigen. Völlig klar, denn wenn MIR ein negativer Corona-Test bestätigt wird, damit ich auf die Menschheit losgelassen werden kann, dann muss ja auch bewiesen sein, dass ICH da auch Diejenige bin, die getestet wird.

    Pünktlich zu den neuen Bestimmungen, dass ein Selbsttest nicht mehr ausreicht, um auf der Arbeit zu erscheinen, wurden die gesetzlichen Regelungen hinsichtlich des Vorzeigens des Personalausweises geändert. Dieser ist nun nicht mehr vorzulegen.

    Das bedeutet, ich fülle also meinen Zettel aus, lasse mich negativ testen, will meinen Personalausweis vorzeigen und dieser wird abgewehrt mit der Aussage "Nein, das Testen erfolgt ohne Vorlege des Ausweises". Ich hab dann gesagt, dass ich das ganz toll finde, weil dann könnte ich ja ab jetzt meine arbeitslose Freundin vorbeischicken, um mir MEIN negatives Testergebnis zu holen. Die Dame meinte "Ja, das können Sie und auch alle Anderen hier gern tun. Macht Sinn oder?" Ähm ja.....

    Ich habe nun schon überall um mich herum gehört, dass getrickst und geschummelt wird, wie verrückt. Da machen Leute Corona-Schulungen, unterschreiben die Selbsttests und kassieren pro Mal 10 Euro, um den Leuten die Zeit im Testzentrum zu ersparen.

    Also ganz im Ernst, dann sollen sie doch wirklich lieber den A...... in der Hose haben und sagen, es gibt den Impfzwang und fertig. Das ist doch eh schon ein Zwang, nur dass die Arbeitgeber jetzt die Marionetten des Ganzen werden, um das schön abzuschieben.

    Egal... ich werde mir nicht irgendwo eine Unterschrift holen und dafür Geld bezahlen oder andere Leistungen erbringen :mrgreen:

    Und ich werde auch keine Freundin mit Langeweile für mich ins Testzentrum schicken.

    Ich ziehe das jetzt durch, wie gesagt ganz nach dem Motto von oben :)

    Ansonsten geht es mir nicht so gut. Es kommt irgendwie gefühlt alles auf einmal. Aber ich bin dabei, die Baustellen nach und nach abzuarbeiten. Zumindest die, die ich abarbeiten kann.

    Was ich zuerst MACHEN soll, weiß ich hingegen sehr genau: Ich mache mir jetzt meinen zweiten Kaffee und lese hier mal ein bisschen im Forum.

    LG Cadda

    Guten Morgen Hanseat und danke für Deinen besonderen Gruß :lol:

    Viele Dinge, die hier von Dir und auch Anderen geschrieben wurden, habe ich mir zu Herzen genommen und sie haben auch nochmal zum Nachdenken angeregt. Nur ein einziger Schuh passte mir nicht und zwar der, dass pauschal alle Ungeimpften Schuld sich, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist. Es gibt Geimpfte, die sich benehmen wie die Axt im Wald und es gibt Geimpfte, die sich vorbildlich verhalten. Genau so gibt es Ungeimpfte, die sich rücksichtslos benehmen, weil sie eh denken, dass Corona der letzte Quatsch ist und mit einer Grippe zu vergleichen ist und es gibt Ungeimpfte (und zu denen gehöre ich, deshalb passt mir der Schuh auch nicht), die sich jeden Tag testen, immer Abstand halten, auf keine Massenveranstaltungen gehen und die darauf verzichten, Freunde und Familie zu umarmen, um den Anderen und sich selbst zu schützen.

    Ich habe schon im geschützten Bereich gerade neulich, nachdem ich diesen Vorwurf hier im Forum gelesen habe, ein super Beispiel beschrieben, welches ich noch an dem Tag, wo ich beim Arzt war, erlebt habe.

    Ich sitze in der Arztpraxis und ein Typ kommt rein und fragt die Sprechstundenhilfe, ob sein Corona-Ergebnis schon da wäre. Sie wundert sich und er erkärt, dass er krank sei, obwohl er geimpft ist und dass deshalb ein Corona-Test bei ihm gemacht wurde. Die Dame guckt in den PC und stellt fest, dass er positiv ist. Da stand dieser Typ in der völlig überfüllten Arztpraxis, hat offensichtlich vorher bei der "Türsteherin", die jeden Besucher gefragt hat, ob er Infektanzeichen hat, mit Nein geantwortet und ist positiv?! Die Arzthelferin hat nur geantwortet "Sie müssen sofort die Praxis verlassen, warum sind sie überhaupt hier??".

    DAS regt mich auf!! Und die Gäste, die sich bei uns als geimpft im Café mit 7 Leuten verabreden (gestern auf der Arbeit gehabt) und alle sich zur Begrüßung herzen und umarmen. Wenn ich dann so etwas sehe, dann würde der Schuh, dass pauschal die Ungeimpften dafür sorgen, dass die Pandemie nicht zu Ende ist, eben ganz gewaltig drücken, wenn ich ihn angezogen hätte.

    Bei den Ungeimpften gibt es diese Kandidaten natürlich auch, keine Frage! Von Anfang an hasse ich die Kunden, die sich am Anfang der Pandemie eine Maskenbefreiung geholt haben und bei uns durch den Laden stolzieren und noch den anderen Kunden, die brav Abstand halten und Maske tragen, auf die Pelle rücken, um denen zu erklären, dass Corona der letzte Schei.... ist. Ich habe mal einen Gast gebeten, das zu unterlassen! Er hat nicht aufgehört, hat den Abstand zu uns nicht eingehalten, ist uns fast ins Brötchenregal gekrochen und hat mit dem Finger drauf getippt. Irgendwann haben wir ihm dann nach mehrfacher Abmahnung Hausverbot erteilt, weil er unsere anderen Kunden belästig hat. DAS regt mich natürlich auch auf!!

    Es gibt sie also in allen Bereichen, die Rücksichtslosen und die Rücksichtsvollen.

    Und jetzt möchte ich noch einmal etwas zu Deiner Beruhigung sagen, Hanseat:

    Ich schlafe JEDE Nacht 8 Stunden :mrgreen:

    Ich werde jeden Morgen vor dem Wecker wach, weil ich einfach total ausgeschlafen bin. Ich gehe abends manchmal echt schon halb zehn schlafen und fertig bin ich damit. Mir doch egal, ob es noch Zeit wäre, einen Film zu schauen. Ich schlafe so gut und schnell ein, das kannst Du Dir nicht vorstellen. Wenn ich müde bin und beschließe, ins Bett zu gehen, dann bin ich froh, wenn ich es noch schaffe, mich zuzudecken, bevor ich eingeschlafen bin :lol:

    Sei froh! Dein Körper nimmt sich einfach nur das, was er gern hätte.

    LG Cadda

    Hallo Sarah,

    klar wirst Du hier gern aufgenommen :)

    Dies ist allerdings nur der Vorstellungsbereich und nicht für den Austausch gedacht. Der findet dann im offenen Bereich statt. Deshalb wäre es gut, wenn Du einmal kurz auf den link klickst, den ich Dir oben geschickt habe, damit die Bewerbung hier eingeht und Du freigeschaltet werden kannst.

    LG Cadda

    Guten Morgen Sarah,

    ein Jahr ist doch schon richtig klasse! Weiter so! Du bist hier gelandet, weil Du Dich vermutlich austauschen möchtest. Hier findest Du viele gute Artikel und natürlich die Erfahrungsberichte der trockenen Alkoholiker. Mir hat das Lesen und Schreiben hier wahnsinnig geholfen und das ist nach über vier Jahren auch immer noch der Fall. Wenn Du Dich hier auch regelmäßig austauschen möchtest, könntest Du Dich einmal kurz bewerben, damit wir Dich für den offenen Bereich freischalten können.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Guten Morgen Fibonacci,

    klasse, dass Du nun die ersten Schritte hinter Dir hast und Dich hier angemeldet hast. Der Artikel, den Elly Dir geschickt hat, wird Dir vielleicht helfen und das Buch "Alk" hat auch mir von allen Büchern, die ich in Bezug auf das Thema Alkohol gelesen habe, wirklich am allerbesten gefallen. Es ist verständlich und vor allem auch mit ein bisschen Witz geschrieben und öffnet einem ziemlich gut die Augen.

    Du hast geschrieben, dass Du hoffst, dass es hier Menschen gibt, die Dich begleiten. Dann bist Du hier genau richtig :)

    Wenn Du Dich regelmäßig austauschen möchtest, bewerbe Dich bitte kurz, damit wir Dich für den offenen Bereich freischalten können.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Guten Morgen Krisi,

    es tut mir leid, in was für einer Lage Du da steckst. Ich gebe Blume Recht, schon allein für Deine Tochter solltest Du möglichst bald aus dieser Situation herauskommen. Das ist ja weder für Dich, noch für Deine Tochter ein schönes Leben. Selbst wenn Deine Grenze noch nicht erreicht ist, bist Du ja auch für sie verantwortlich. Was das Finanzielle angeht: Du könntest Dich nach Unterstützung umsehen. Niemand ist gezwungen, ein Leben lang in einer kaputten Beziehung zu bleiben, nur weil das Geld nicht für eine eigene Wohnung reicht. Ich bin damals auch gegangen. Es war nicht einfach und ich war auch erst auf Hilfe angewiesen, als meine Kinder noch sehr klein waren, aber nach und nach habe ich mich aufgerappelt.

    Du schreibst, dass Dein Mann entweder betrunken oder angepisst ist, wenn er nichts getrunken hat. Das wird daran liegen, dass er in den Tagen, an denen er nichts trinkt, einen Entzug durchlebt und das stresst den Körper natürlilch enorm, von der Seele mal ganz abgesehen.

    Besser werden kann es, solange er trinkt, auf keinen Fall. Als Alkoholiker lernt man nicht, kontrolliert also weniger zu trinken, so dass man sich "besser" verhält. Wenn da erst einmal der Schalter umgelegt ist und abhängig trinkt, dann gibt es kein Zurück mehr, nur durch Abstinenz.

    Möchtest Du Dich hier regelmäßig austauschen? Dann könntest Du Dich einmal kurz bewerben, damit wir Dich für den offenen Bereich freischalten können.

    LG Cadda

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Hallo Peter,

    das mit Deinem Gaumen muss schrecklich gewesen sein, das tut ja schon beim Lesen weh!!

    Und JA!! Gerade in schwierigen Zeiten macht sich oft bemerkbar, wie gut es ist, klare Gedanken und einen nüchternen Kopf zu haben! Mir geht es auch immer so.

    LG Cadda

    Ich danke Euch Allen, dass ihr Euch mal die Mühe gemacht habt, auf meinen Beitrag zu antworten, ohne niedermachende Worte zu finden. Ich kann das Meiste nachvollziehen. Nicht alles, deshalb an einer Stelle vielleicht nur ein "halbes Danke" :S , aber da möchte ich auch nicht näher auf einen Vorwurf eingehen, weil ich eben NICHT wollte, dass es zu einer Endlosdiskussion wird.

    Ich habe gehofft, dass das nicht passiert, weil es hier ja auch kein Gegeneinander werden sollte. Nie und nimmer würde ich mich hier hinstellen und etwas Negatives über die Impfung sagen, so wie eben manch Corona-Leugner. Ich hatte mir halt erhofft, außerhalb von Zeitungsberichten mal die Gedanken von Euch persönlich zu lesen in der Hoffnung, dass ich dadurch etwas mehr meine Bedenken verliere.

    Natürlich hätte ich auch weiterhin hier alles lesen können und mir denken können "Mir doch egal, ich sag einfach gar nicht, dass ich geimpft bin", weil ich es ja auch gar nicht sagen muss. Aber irgendwie bin ich nicht der Typ dafür, Dinge zu lesen, die mich selbst beschäftigen und meinen Senf dann für mich zu behalten :wink:

    Ich kann Euch übrigens beruhigen: Ich hatte eben das Gefühl, der Rest der Welt will sich an dem Ort impfen lassen, wo ich gerade war. Ich hätte sogar stundenlang dort gewartet, um es hinter mich zu bringen, aber leider gab es keine Nummern mehr und sämtliche Gänge waren vollgestopft mit Warteschlagen. Wie ich in einem Streit rausgehört habe, standen dort auch schon viele Menschen seit Stunden ohne Nummer, weil es ja keine mehr gab. Umsonst, denn ohne Nummer keine Impfung. Das klang logisch und von daher musste ich wieder von Dannen ziehen.

    Ich habe allerdings meinem Hausarztteam bereits eine e-mail geschrieben, dass sie mir den nächsten Termin nennen sollen, wann auch immer der ist, nehme ich mir dann eben auf der Arbeit frei.


    Ansonsten wurde ich eben in dem Parkhaus, von einer Oma angebrüllt, ich solle mal zusehen, dass ich aus meiner Parklücke komme, weil sie dort parken wollte. Leider KONNTE ich aber nicht aus meiner Parklücke heraus, weil auf der anderen Seite ein Mann ebenfalls in meine Parklücke wollte. Beide Autos fuhren so dicht an mich heran, beide wollten als erstes reinfahren, wenn ich rausfahre. Ich habe wirklich gedacht, ich bin im falschen Film, als die mich angemacht hat. Ich hab ihr gesagt, dass ich gerne wegfahren WÜRDE, aber wie sie sieht, KANN ich nicht daran vorbei. Ich könne ja schon mal losfahren, damit der Andere dann wegfährt. HÄ?! Sollte ich den wegschieben oder was? Ich hab dann einfach mein Auto ausgemacht, mir mein Kuchen, den ich mir zuvor gekauft habe, rausgeholt und ein Stück abgebissen und gesagt, ich fahre dann weg, wenn irgendjemand mich lässt.

    Daraufhin hat der Mann mich dann gelassen, weil er vermutlich Angst vor der Oma hatte....

    Ich werde mich jetzt hinlegen. Ich habe die letzten zwei Nächte so gut wie gar nicht geschlafen, ich bekomme einfach keine Ruhe in meinen Kopf.

    Gute "Nacht"....

    Cadda

    Es betrifft das Thema Corona/Impfungen, wo ja hier in den letzten Tagen etwas mehr geschrieben wurde. Ich möchte gleich einmal vorweg sagen, dass ich heute Nachmittag erst meine Impfung haben werde. Ich habe lange überlegt, ob ich das überhaupt zugeben soll oder ob ich einfach behaupten soll, dass ich schon länger geimpft bin. Das ist aber nicht meine Art unehrlich zu sein und wenn man sich für etwas entschieden hat oder eben nicht entschieden hat, dann sollte man auch dazu stehen. Nein, nicht man sollte dazu stehen, ICH stehe dazu. Wohl fühle ich mich nun nicht damit, das hier zu schreiben, aber genau DAS ist eben der springende Punkt. Ich finde es schade, dass es hier schon soweit ist, dass ich mich unwohl fühle, weil ich nicht wie die Mehrheit empfinde.

    Ich habe das Gefühl im echten Leben und manchmal bei Einigen (nicht bei Allen) eben auch hier, dass man als ungeimpfte Person direkt als Coronaleugner und unsozial hingestellt wird. Ich kann mit der Pandemie als ungeimpfte Person wirklich verantwortungslos umgehen, indem ich mich nicht impfen lasse, alles schlecht mache, die Politik als ätzend hinstelle, weiterhin alle Veranstaltungen besuche, mich sozusagen wie die Axt im Wald benehme und munter und fröhlich in Kauf nehmen, dass ich mich anstecke und auch Andere dann wieder anstecke. Die Menschen, die ihre Reden halten, wie schrecklich die Impfung doch ist und mir Zahlen über die Nebenwirkungen an den Kopf werfen, die gehen mir ehrlich gesagt auch höllisch auf den Geist. Ich habe ein Familienmitglied, das so tickt und obwohl ich selbst noch nicht geimpft bin, habe ich mich mit ihm in die Haare bekommen, weil ich Partei für die Geimpften ergriffen habe, denn ich kann an einer Impfung nun wirklich nichts erkennen, was man Jemanden vorwerfen kann. Er tut schließlich etwas dafür, das Risiko einer Erkrankung zu verringern und somit die Pandemie schneller zu bekämpfen.

    Anders herum finde ich es aber absolut nicht gut, wenn Geimpfte wirklich mit aller Gewalt alle nicht Geimpften in einen Topf werfen. Es gibt nun einmal auch Menschen und dazu gehöre ich, die schlicht und ergreifend Angst vor Langzeitfolgen oder Impfnebenwirkungen haben. Ich habe irgendwie den Anschluss am Anfang verpasst, als alle sich impfen ließen, weil ich einfach so verunsichert war. Je länger ich gewartet habe, umso mehr wurde über irgendwelche Folgeschäden bekannt. Nun ist es ja auch so, dass jeder in seinem persönlichen Umfeld andere Dinge erlebt. Ich habe von einem Fall gehört, wo ein junger Mensch auf der Intensivstation um sein Leben kämpft. Das erschrickt mich natürlich. Denn ich gebe ganz offen und ehrlich zu, dass ich keine Angst vor der Corona-Krankheit habe, zumindest hält sie sich in Grenzen. Ich bin noch relativ jung. Ich rauche nicht. Ich trinke nicht. Ich treibe fast täglich Sport und bin nicht übergewichtig. Ich fühle mich körperlich so fit wie noch nie und ich bin auch so gut wie nie krank. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich eine Corona-Erkrankung überstehen würde. Aber ich weiß es natürlich nicht. Solche Berichte machen mir dann auch Angst, wenn ich lese, das ein Mensch, der sich vermutlich ähnlich fühlte, wie ich jetzt, auf der Intensivstation landet.

    Aber es gibt auch andere Dinge, die passieren und das ist zum Beispiel in meinem Umfeld so. Meine Arbeitskollegin, die noch viel jünger ist als ich, die hat sich impfen lassen und ist direkt danach im Krankenhaus mit schweren Herzrythmusstörungen gelandet. Dort war sie eine Woche lang und es ging ihr so richtig schlecht. Die Ärzte haben gesagt, dass das definitiv von der Impfung kam. Dass es zwar nur sehr selten vorkommt, aber so war es halt. Ihr wurde aufgrund der Reaktion ihres Körpers von der zweiten Impfung abgeraten. So und da sind sie nun, die seltenen Fälle. Der junge Gesunde, der wegen Corona im Krankenhaus landet und die junge Gesunde, die aufgrund der Impfung im Krankenhaus landet.

    Eine andere Arbeitskollegin ist geimpft, die ganze Familie von ihr ist geimpft. Sie sind 5 Personen und alle haben sich trotz Impfung gegenseitig angesteckt und lagen flach. Solche Dinge, die um einen herum passieren, die verunsichern mich. Ich habe schon so oft zu meiner Freundin gesagt: Ich wäre so gern die Angst vor der Impfung los, dann würde ich es machen und dann ist Ruhe. Ich habe aber so ein ungutes Bauchgefühl, ich kann mir einfach nicht helfen. Ich würde mir so sehr wünschen, dass von der Politik mehr dafür getan wird, einem die Angst zu nehmen, anstatt solche Fehlentscheidungen zu treffen, wie Karneval zu erlauben und den Schülern im Unterricht danach wieder die Maske zu verpassen. Ich bin so wütend über manche Dinge und fühle mich so in die Enge gedrängt. Ich bekomme von einem anderen Familienmitglied einen Brief mit der Bitte, mich doch impfen zu lassen, damit ich meine krebskranke Freundin wieder umarmen kann. Das würde ich aber doch auch als Geimpfte nicht machen können, denn auch als Geimpfte kann ich anstecken.

    Ich möchte einfach nur mal aufzeigen, dass es auch Menschen gibt, die nicht geimpft sind, weil sie Angst haben. Nicht weil sie zu denen gehören, die auf die Straße rennen und Corona klein reden. Ich weiß auch, dass mir keiner diese Angst nehmen kann. Ich finde mich auch selbst affig, dass es so ist. Ich habe mir Jahre lang das pure Gift in den Hals gekippt und hab jetzt Angst vor Nebenwirkungen? Das ist bescheuert, das müsst ihr mir nicht sagen, ich weiß es selbst. Aber dennoch fühle ich so. Genau so bescheuert finde ich es aber auch, wenn mir ein Kunde erzählt, dass ich mit einer Nichtimpfung in Kauf nehmen würde, im Krankenhaus zu landen und damit dem Personal auf der Tasche zu liegen, wenn er danach raus geht, um sich schön eine Kippe anzustecken.

    Ich bin ein sozialer Mensch und gerade weil ich mich eben nicht verantwortungslos verhalten möchte, teste ich mich seit Wochen TÄGLICH. Ich möchte die Krebskranke, die ich jeden Tag treffe, nicht gefährden. Wenn ich einen Negativtest in der Hand halte, dann bin ich für den Moment doch ein geringeres Risiko für meine Mitmenschen, als wenn ich Geimpft bin und trotzdem Corona haben- und weitergeben kann. Ich gehe seit Ewigkeiten nicht mehr auf Veranstaltungen. Ich wäre nie und nimmer zum Karneval gegangen, auch nicht, wenn ich das eh wegen meiner Alkoholkrankenheit nicht machen würde. Ich gehe nicht zu großen Geburtstagen usw. Auf dem Jahrmarkt, wo ich neulich war, das war die absolute Ausnahme wegen der Kinder und da habe ich Maske getragen und war wie gesagt getestet. Ich fühle mich nicht verantwortungslos. Ich fände es viel, viel wichtiger, dass mehr getestet wird, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Warum ist es jetzt so, dass ich einen Gast, der geimpft ist ins Cafe setzen darf. Er kann doch Corona haben und ansteckend sein?! Warum darf ich einen negativ Getesteten nicht ins Cafe setzen? Von ihm geht doch das geringere Risiko aus.

    Bitte helft mir, meine Zweifel zu beseitigen. Bitte überzeugt mich. Ganz ehrlich, ich würde mir wünschen, dass ihr mir erklärt, warum ich nicht das Risiko selbst abwägen darf? Jetzt sagt bitte nicht, das kannst Du doch, denn wir haben keine Impfpflicht. Denn das sehe ich nicht so. Ich muss auf der Arbeit einen Negativtest vom Testzentrum vorweisen. Das kann ich zeitlich gar nicht schaffen, aufgrund meiner Arbeitszeiten jeden Tag ins Testzentrum zu fahren und ich bin auch ganz ehrlich, natürlich möchte ich auch nicht so viel Geld dafür bezahlen. Diejenigen, die nun die Ungeimpften als Impf-Assis sehen, die werden sich nun freuen, weil solche Leute wie ich nun indirekt doch dem Druck nicht mehr standhalten können und sich impfen lassen. Wie gesagt, ich werde es heute noch machen. Aber ich stehe nicht hinter dieser Entscheidung. Ich würde wirklich wahnsinnig gern hinter der Entscheidung stehen. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen, dass es mir besser geht damit. Vielleicht könnt ihr mir ja Argumente sagen, weshalb es verantwortungsvoller ist, sich impfen zu lassen, weiterhin Menschen anstecken zu können, anstatt sich täglich zu testen und Veranstaltungen zu vermeiden.

    Wie bekomme ich mich selbst in den Griff? Wie kann ich das Gefühl bekommen, dass ich mir mit der Impfung einen Gefallen tue, obwohl ich keine Angst habe, einen schweren Verlauf zu erleiden und die Angst größer vor Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen ist?

    Ich meine es wirklich ehrlich und keineswegs ironisch, dass ich mich wirklich über Gedankenansätze freuen würde. Vielleicht kann ich ja noch ein bisschen etwas davon lesen, bevor ich nachher meinen Termin habe.

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    ich habe es gerade geschafft, meinen Laptop in Gange zu bringen. Wer weiß, wie lange, ständig stürzt das Ding ab. Ich muss mich dringend um etwas Neues bemühen, bin da auch schon dran, denn übers Handy hier im Forum unterwegs zu sein, das ist wirklich nicht so toll mit dem Schreiben :)

    Es geht mir momentan nicht so gut. Ein Familienmitglied hat eine Krebserkrankung, das ist nicht einfach.

    Dann habe ich die Nachricht erhalten, dass eine sehr gute Bekannte von mir, mit der ich mich ab und zu treffe und in Kontakt stehe, einen tödlichen Unfall hatte. Es hat mir ehrlich gesagt ein bisschen den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich wollte weiter arbeiten, aber es ging nicht, ich wurde nach Hause geschickt und habe mich gestern auch für den Tag abgemeldet. Heute gehe ich allerdings wieder hin, ich habe das Gefühl, dass ich gerade jetzt die Leute um mich herum brauche. Ob es richtig ist, weiß ich nicht, weil ich das Gefühl habe, dass ich mich nicht gut konzentrieren kann, aber ich möchte es versuchen. Wieder gehen kann ich ja immer noch....

    Die gute Bekannte hatte eine Krebserkrankung überstanden und nun stirbt sie bei einem Verkehrsunfall. Es ist wirklich tragisch und so ungerecht.

    Vor drei Wochen war ich mit ihr auf einer Veranstaltung verabredet. Ich habe abgesagt, weil mir das zu viele Menschen dort waren. Ihre letzte whats app Nachricht an mich war, dass sie mich vermisst hat dort und dass sie mich so gerne ganz bald wieder treffen würde. Wir hatten vereinbart, dass ich mich darum kümmere (weil meine beste Freundin auch mit sollte) und dabei ist es geblieben. Das macht mich total traurig und macht mir auch ein sehr ungutes Gewissen. Ich weiß, dass ich das ja nicht ahnen konnte, aber trotzdem. Es zeigt mir, dass man mehr darauf achten sollte, was andere auch glücklich macht. Sie war immer mehr auf uns fixiert, als umgekehrt. Ich hätte das Treffen längst mit ihr haben können. Sie war so ein fröhlicher Mensch und hätte es im Grunde genommen viel öfter verdient gehabt, dass man sie mehr auf dem Schirm hat.

    Ich hoffe, dass überhaupt eine Trauerfeier stattfinden kann, wo wir uns von ihr verabschieden können. Ich rechne aber nicht damit.

    Ich schicke mal ab, weil ich Angst habe, dass mein Laptop wieder abstürzt, werde aber noch ein Thema, was mir auf der Seele liegt, schreiben. Auch wenn das wieder mal eine Lawine auslösen sollte, die mir vermutlich gar nicht gut tut. Noch weniger gut tut es mir, es auf meiner Seele zu behalten. Also gleich mehr von mir...

    LG Cadda

    Guten Morgen Fabienne,

    im Grunde genommen hat Sunshine in ihrem Beitrag alles gesagt und auch Lea, Stern und Dummchen haben Dir ja gestern schon viele gute Gedanken geschrieben, die ich genau so unterschreiben würde.

    Den Vorschlag von Linde, einfach zu antworten, dass es Dir nicht gut geht, um nicht zu lügen, finde ich gut! Damit ist erstmal alles gesagt und es stimmt ja auch!

    Eine Sache ist mit beim Lesen der ganzen Beiträge besonders ins Auge gestochen. Du hast Bedenken, dass man Dir vorwerfen könnte, dass Du die Trennung den Kindern doch nicht antun kannst. Das Argument wird sicherlich noch häufig kommen. Darauf würde ich lediglich antworten:

    „DAS hier werde ich meinen Kindern nicht weiterhin antun.“

    LG Cadda

    Guten Morgen,

    ich hatte in der letzten Woche Urlaub. Da die Kinder Schule und ihre Termine vom Fußball hatten, blieb nicht wirklich Zeit, irgendetwas Besonderes zu machen. Aber gerade DAS hat mir mal ganz gut getan, denke ich. Ich habe viel geschlafen, bin viel spazieren gegangen und habe mich mit einigen Dingen auseinandergesetzt.

    Die Woche war anstrengend, obwohl ich gar nicht so viel gemacht habe. Einfach weil ich mir so viele Gedanken gemacht habe. Am Montag hatte ich schon das Gefühl, dass es nun auch reicht mit dem Urlaub, in dem ich nichts mache. Ich war ein bisschen froh, dass ich dann gestern wieder arbeiten durfte :lol:

    Da war dann auch so viel zu tun, dass die Zeit gerannt ist, wie verrückt. Ich hab gestern nach der Arbeit dann auch nur noch schnell ein paar Sachen eingekauft, gekocht und dann mit meinen Jungs gemütlich gegessen und dann lag ich auch schon wieder auf meinem Sofa :)

    Die Einkaufsläden sind wieder voll ohne Ende, ist ja immer so, wenn die Weihnachtszeit vor der Tür steht. Alle decken sich nochmal mehr mit Alkohol ein, weil man sich so richtig schön offiziell oft einen reinballern kann. Was bin ich froh, dass ich mich nicht mehr darum kümmern muss, dass ich genügend Stoff im Haus habe :roll:

    So, ich trinke jetzt noch in Ruhe meinen Kaffee, gehe danach eine Runde laufen (zumindest hab ich mir das vorgenommen) und dann ab zur nächsten Schicht.

    Vorher werde ich hier allerdings noch ein wenig lesen, denn ich komme irgendwie kaum hinterher... :S

    Habt alle einen schönen Tag...

    LG Cadda

    Hallo Fabienne,

    selbst wenn es so ist? Ändert es etwas daran, wie viel und oft er trinkt?

    Du musst auch keine Antwort suchen, was schlimm daran ist, dass er sich sein Bier reinschüttet. Du hast genügend Situationen erlebt. Hanseat, Lea und Florian haben das ja schon gut auf den Punkt gebracht.

    LG Cadda