Guten Morgen Lea,
es tut mir wirklich leid, wenn ich durch meine Antwort jetzt wieder etwas durcheinander bringe, aber es ist nun einmal das, was mir durch den Kopf geht:
Ich würde wegen 2-3 Treffen im Jahr hier ehrlich gesagt kein Fass aufmachen. Das hört sich jetzt plump an, aber genau so denke ich. Weißt Du, ich habe früher ein Dorf weiter von meinen Großeltern gewohnt und war sehr oft bei ihnen. Mein Opa hat auch oft Bier getrunken (und nein, das ist nicht der Grund, weshalb ich Alkoholikerin wurde, meine Eltern haben NICHT getrunken und mir auch immer vermittelt, dass es nicht richtig ist, wenn der Opa zu viel Bier trinkt) und ich hab ich fürchterlich lieb gehabt, er war ein toller Opa. Er hat sich mit uns beschäftigt, sich Zeit genommen, ganz viel mit uns geredet und Geheimnisse für sich behalten. Leider ist er Ende letzten Jahres verstorben, aber er war wirklich bis zuletzt ein wahnsinnig gutmütiger und herzlicher Mensch. Ich hätte es sehr bedauert, wenn meine Eltern früher dafür gesorgt hätten, dass ich meinen Opa nicht mehr sehen darf.
Nun wirst Du, liebe Lea, natürlich denken "Naja, aber mein Schwiegervater ist ja nicht wie oben beschrieben. Er kümmert sich gar nicht so gut um die Kinder". Das stimmt ja auch. Die Frage ist hier nur: Liegt das daran, dass er abhängig ist oder wäre er vom Mensch her eh so? Und wenn er nicht abhängig wäre und einfach "nur" desinteressiert. Würdet ihr dann auch den Kontakt zum Opa verbieten, weil er einfach nicht so herzlich und sympathisch ist, wie die Oma?
Ich will das nicht schön reden. Natürlich ist es Mist, wenn der Opa kein guter Opa ist. Aber ich kenne soooo unendlich viele Opas, die nicht so toll waren, wie meiner zum Beispiel. Oder auch Omas. Gehört es nicht aber einfach auch dazu, dass man Familienangehörige hat, die einem lieber sind und mit denen man ein besseres Verhältnis hat, als zu anderen Familienangehörigen. Wachsen Kinder nicht einfach mit solchen Dingen auf, ohne dass sie einen Schaden fürs Leben bekommen?
Bei dieser Geschichte kann ich mir einfach nicht helfen. Da überlege ich, ob hier tatsächlich die Abhängigkeit im Vordergrund steht oder ob es einfach nur so ist, dass er nicht so sehr gemocht wird.
Und wie gesagt: Es geht hier um 2-3 Treffen im Jahr und nicht darum, dass die Kinder ganze Wochenenden bei ihm verbringen oder ihn mehrmals die Woche sehen.
Ich hätte gern was Anderes geschrieben, um Dich zu bestätigen, aber mir gehts einfach so, wie beschrieben bei der Geschichte.
LG Cadda