Beiträge von Cadda

    Und allein fühlt man sich mit einem Alkoholiker eh immer, aber das ist nochmal ein anderer Punkt.

    Du verschwendest Deine Zeit. Wenn Du Dich irgendwann gelöst haben solltest, wirst Du traurig sein, dass Du nicht schon viel früher gegangen bist. Es ist so befreien, wenn der Liebeskummer nach einer Trennung überstanden ist. Glaub mir das!!

    Leyla, das sind aber keine PRO Dinge, die IHN betreffen, sondern einen Beziehungspartner allgemein.

    Du ahnst vielleicht schon, dass ich genau darauf hinauswollte. Du hast nicht eine positive Sache nennen können, was IHN betrifft. SEINE Eigenschaften und SEINEN Charakter betreffend.

    So ist es leider, Leyla. Du versuchst sein Verhalten zu verstehen. Du versuchst zu begreifen, ob ihm das so ausreicht.

    Und wenn man DICH betrachtet, könnte man auch versuchen zu verstehen. Warum Du nicht gehst. Warum Du Dir nicht mehr wert bist und weshalb Dir so ein Partner reicht.

    Das ist nicht böse gemeint. Ich war selbst in der Situation. In beiden Situationen. Alkoholikerin und Co-abhängig. Heute kann ich BEIDES absolut nicht nachvollziehen. Warum ich nicht aus dieser Sucht heraus kam und noch viel weniger, weshalb ich mich so lange so schlecht behandeln lassen habe. Ich hab immer auf Einsicht gehofft. Er säuft heute noch und es interessiert mich nicht mehr, ob ihm das Leben so gefällt. Mich interessiert nur noch, dass mir MEIN Leben an der Seite eines Alkoholikers nicht reichen würde.

    Cadda

    Das sieht man ja, dass es manchen Alkoholikern ausreicht. Das kann man nicht verallgemeinern. Manche können sich eben noch aufraffen und haben auch angetrunken oder (noch) nüchtern Lust auf andere Dinge und Manche haben eben einfach nur Bock irgendwo zu hocken und zu saufen. Das ist charakterabhängig wie auch bei Nicht-Alkoholikern. Manche reisen gern, gehen gern spazieren und Manche liegen eben einfach nur auf dem

    Sofa rum (so wie ich heute, nüchtern und bei schönstem Wetter :oops: )….

    Aber ich sag mal so: Selbst wenn ein Alkoholiker noch gern Dinge unternimmt, ist er trotzdem Alkoholiker und das bringt eben die Probleme mit sich.

    Cadda

    Du musst selbst entscheiden, was Du machst.

    Es ging mir lediglich um Deine Einstellung, dass es ein Zeichen von Schwäche ist, wenn man nicht ertragen kann, dass am Nebentisch gesoffen wird und Du kein Weichei bist.

    Das Gegenteil ist der Fall. Sich selbst zu schützen ist extrem stark. Einfach weiter machen, wie bisher und nur den Alk wegzulassen, find ich jetzt gar nicht mal so stark.

    Noch einmal: Niemand sagt, dass Du darauf verzichten musst.

    Wie gesagt: Ich bin selbst auf Veranstaltungen gegangen.

    Diejenigen, die sich dem Risiko nicht ausgesetzt haben und eben nicht ertragen wollten, dass in ihrer Gegenwart gesoffen wird, fand ich dennoch extrem stark!!!! Weil sie stark genug sind, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und durchzusetzen.

    Cadda

    Hallo Thomas,

    mir gefallen Deine Beiträge! Du bist ehrlich Dir selbst gegenüber. Beste Voraussetzungen.

    Übrigens: Du kannst trotz des Rückfalls stolz auf die Zeit sein. Du fängst nicht von vorne an, denn die Zeit und Erfahrungen kann Dir keiner nehmen.

    LG Cadda

    Guten Morgen Rock-Oma,

    erst einmal ist es toll, dass Du hier bist und dass Du es angehst :)

    Ich muss allerdings sagen, dass ich es keinesfalls als Schwäche ansehe, sich selbst zu schützen. Im Gegenteil. Ich empfinde es als große Stärke. Ich empfinde keinen als Weichei, der seine Trockenheit als oberste Priorität setzt und dafür ggf. auch Besuche in einer Bar hinten anstellt.

    Verstehe mich nicht falsch, mir geht es nicht darum, ob jemand auf Veranstaltungen verzichtet oder nicht. Ich selbst habe nicht auf alle diese Dinge verzichtet. Es geht mir lediglich um die Einstellung. Obwohl ich mich selbst am Anfang noch solchen Dingen ausgesetzt habe, kam ich mir dabei nicht sonderlich stark vor. Im Gegenteil.

    Ich finde es dennoch gut, dass Du Dich hier austauscht. Das bringt ja auch andere Sichtweisen mit sich.

    LG Cadda

    „Puh“, da müssen die Sorgen aber groß sein, wenn bei der Psychologin der Sessel oder das Sofa nicht ausreichen und sie einen direkt mit zu Bett nehmen muss :D

    Spaß beiseite: Schön, dass Du es so konsequent angehst!!!

    LG Cadda

    :)

    Guten Morgen,

    ich habe damals auch mit offenen Karten gespielt, um mich selbst zu schützen. Deshalb heißt mein Thread auch so „Hintertürchen geschlossen … usw“, mir hat es sehr geholfen.

    Mit Ärzten muss man Klartext reden. Mit „ich glaube“ und „zu viel“ usw kommt man nicht weit. Die Erfahrung hab ich auch gemacht. Als ich vor meinem Arzt stand und sagte, dass ich alkoholkrank bin und nie mehr trinken möchte, hat es direkt geklappt. Er wollte allerdings, dass ich mich selbst bei der Suchtberatung melde. Er fand es wichtig, Hilfestellungen zu geben, aber dass ich die Schritte allein machen muss. Vielleicht sehen manche Ärzte es sogar erst als richtigen, ersten Schritt an, wenn man ihm unverblümt sagt, welches Problem man hat und gehen deshalb bewusst auf Rumgeeiere nicht ein? Anders kann ich mir die Erfahrungen hier mit manchen Ärzten nicht erklären.

    Das Buch ALK ist absolut genial. Ich habe es am Anfang meiner Trockenheit als Hörbuch gegönnt. Herrlich!! Sogar meine beste Freundin hat es gehört und konnte danach vieles besser verstehen, was im Hirn eines Süchtigen vor sich geht.

    Schön, dass Du hier bist! Es lohnt sich so sehr! :)

    LG Cadda

    Unglaublich, wie gleich das Verhalten zu meinem Ex ist!! Er hat damals dann tatsächlich mal diese Vorwürfe in einer whats App verfasst und sie meiner Familie und Freunden geschickt. Völlig falsche Sichtweise, krankhafte Eifersucht, alles an den Haaren herbeigezogen. Sieh zu, dass Du Dich vom Acker machst. Das wird schlimmer, nicht besser….

    Cadda

    Leyla, wie dieser Mann mit Dir umgeht ist typisch. Du muckst auf und er straft Dich. Schrecklich!!! Glaub mir, da wird sich nichts bessern, im Gegenteil.

    Du glaubst gar nicht, wie schön das Allein-Sein in Frieden sein kann…!!

    LG Cadda

    Guten Morgen

    ich hab das Thema hier mit Spannung verfolgt. Ich kann dazu nur Folgendes sagen: Man kann das definitiv nicht verallgemeinern. Ich bin sowohl trockene Alkoholikerin und war auch co-abhängig. Ich kann dazu nur sagen, dass mein Ex-Partner gesoffen hat Schuld waren definitiv immer die Anderen oder eine bestimmte Sache. Die Steuernachzahlung, ein schleches Verhalten eines seiner Kinder, seine Ex-Frau, gerne natürlich ICH und wenn wir alle so um ihn herum getanzt haben, dass er einfach keine Gründe gefunden hat, dann war das Wetter Schuld, weil es so schlecht (bei dem Regen kann man ja nur saufen) oder das Wetter war Schuld, weil es so gut war (bei dem tollen Wetter muss man ja feiern)...

    Im Ernst: Er war füchterlich, wenn er getrunken hat. Ganz mies und manipulierend. Grundsätzlich gebe ich sunshine Recht, dass irgendwo tief drinnen auch etwas Negatives stecken muss, was dann mit Alkohol nur verstärkt wird. Das erlebe ich bei vielen Leuten, die zu viel trinken so. Bei diesem Mann hab ich es nicht so erlebt. War er da ne Ausnahme? Oder war ich einfach nur zu blind und blöd, das zu erkennen, wenn er nüchtern war (am Anfang der Beziehung, später war er ja nie so richtig ausgenüchtert). Jedenfalls sagte mein Großer neulich gerade zu mir im Gespräch: "XY war wirklich der netteste Mensch, den es gibt. Bis er nur noch getrunken hat". So habe ich es auch erlebt. Aber wie gesagt, vielleicht steckte auch doch was Böses in ihm drin, was ich nicht gesehen habe.

    Fakt ist: Er war ätzend und manipulierend. und Fakt ist auch: Ich nicht :D Auch nicht, als ich getrunken habe. Ich war zwar unfassbar nervig und ich habe vielleicht auch noch mehr auf den Putz gehauen, wenn es zu Streit kam, als ich es ohnehin auch nüchtern kann. Aber ich habe definitiv niemals Anderen die Schuld dafür gegeben, dass ich trinken muss. Dafür funktionierte meine Selbstreflektion noch viel zu gut. Ich fing mal an, Gründe zu suchen. Tod oder Krankheit in der Familie. Da sagte ein Freund mal zu mir, dass das alles tragisch sei, aber noch lange kein Grund zu trinken, denn schließlich macht es das auch nicht besser. Und ich wusste sofort, dass er Recht hat. Selbst im Nachhinein gebe ich ausschließlich mir selbst die Schuld bzw. der Krankheit Alkoholismus. Ich habe so viel Mist erlebt und dennoch gab es keinen Grund, zu saufen. Im Gegenteil. Je mehr Mist man erlebt, umso klarer und nüchterner muss der Kopf sein!!! Aus kranken Beziehungen kann man sich lösen. Kein Grund zu saufen.

    Leyla, ich kann Dir nur raten, Dich konsequent zu trennen. Das wirst Du nicht hören wollen, weil Du wohl noch nicht soweit bist. Es ist aber die einzige Möglichkeit, ein glückliches Leben zu führen. Glaub mir das bitte. Dein Alki wird sich nicht ändern und es gibt keine Kompromisse. Mit einem Säufer kann man nicht glücklich werden. Ich weiß, das sich das leicht sagt. Mein Ex war meiner Meinung nach die Liebe meines Lebens und ich habe so unendlich gelitten, als es zur Trennung kam und davor erst Recht. Wenn ich heute daran zurückdenke, dann könnte ich im Strahl ko....,, dass ich so viel Lebenszeit an "die Liebe meines Lebens" verschwendet habe. Ich bin so froh, dass ich diesen Typen los bin, das kann ich gar nicht in Worte fassen. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du auch irgendwann an diesen Punkt kommst, denn es ist so unfassbar befreiend!!

    LG Cadda