Hallo Rosalie und auch an die anderen Mitschreiber 
Mir persönlich ist völlig Wurst, wie man es nennt. Ein schönerer Begriff lässt mich nicht weniger süchtig/alkoholkrank sein.
Ich habe auch noch nie eine negative Reaktion erhalten, wenn ich sage, dass ich abhängig war und daher nichts trinkt. Komplett das Gegenteil ist der Fall. Es geht mir da auch ähnlich, wie Carmen. Ich bin sogar stolz, wenn es sich ergibt, dass ich es sage. Ich binde es nicht jedem dahergelaufenen Menschen auf die Nase. Aber wenn es sich ergibt, bzw. wenn ich es möchte, sage ich, wie es ist.
Für mich war es aber auch noch nie ein Horror, bei den Alkoholikern in einer Gruppe zu sitzen. Am Anfang habe ich allerdings auch gern erwähnt, dass ich psychisch abhängig bin. Überflüssig... als ob körperlich abhängig schlimmer wäre... Abhängig ist abhängig, alles gleich. Bisschen schwanger geht ja auch nicht 
Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Wem sage ich was. Fakt ist aber, dass es gefährlich ist, zwischen Trinkenden zu sitzen, die nicht die Wahrheit kennen. Ich selbst war auch auf Veranstaltungen, an Tagen, wo mir danach war und mir die Situation nichts ausmachte. Hätte ich aber gesagt, ich verzichte nur ne Zeit aufs Trinken, hätte man mich versucht, zu überreden und ich hätte vielleicht eher doch im schwachen Moment zugegriffen und gedacht „ach, nur ein wenig und dann fang ich Montag neu an“. Nee, das wäre für mich nicht in Frage gekommen, mich solch einer Situation auszusetzen, deshalb wusste mein engstes Umgeld direkt Bescheid. Dass ich die richtigen Menschen um mich herum habe, wurde mir schnell bewiesen, denn alle fanden meine Entscheidung toll. Ich habe ähnliche Erfahrungen hier schon öfter gelesen.
Ich finde es gut, dass Du es als Freiheit betrachtest, das Nüchtern-sein. Denn das ist der richtige Weg und die Wahrheit noch dazu 
LG Cadda