Liebe Sandra,
was mir hilft, um klare Gedanken zu behalten sind 2-3 Sätze hier aus dem Forum von Forenteilehmern. Sie erden mich. Sie nehmen mir den „Schecken“ vor dem anstehenden Aufgaben auf meinem Weg. Ich denke dadurch pragmatisch und gehe ja raus, Stück für Stück ein Tag nach dem anderen aus meinem Co-Verhalten. Vieleicht findest du auch hier solche Gedankengilfen für dich, die du dir aufsagen kannst, um nicht im Gedankenstrudel zu versinken. Ich habe mir meine finanziellen Mittel und Rahmenbedingungen für meine Wohnsituation vor Augen geführt, danach Planungsschritte gefasst. Dazu gehe ich raus, Familien- und Freundetreffen genieße ich sehr, da sie selten sind, wegen der Fahrtwege. Ich kann mir vertauten Menschen telefonieren, vermeide dabei zunehmend DAS Thema (es sei denn, es ist eine Notsituation. ), damit ich den Blick auf die wundervollen Dinge setze. Ich vermeide, in traurige Gedanken zu tauchen, damit ich nicht wieder rückfällig werde in meinem Co-Verhalten.
Du wirst sehen, wie egal dir die Gedanken der Leute mit der Zeit werden, wenn du dich mit dir wohl fühlst. Nimm dir Zeit. Ich nehme auch das Tempo aus allem heraus, verteile Aufgaben auf mehrere Tage... GEDULD ist sehr wichtig. Ich nehme mir kühle Nachrichten nicht mehr zu Herzen, antworte nur, um Fakten zu klären. Wenn ich sehr traurig bin (leider noch 1-2x täglich) freue ich mich, dass es weniger wird, ich bewege mich im Tag aktiv und nehme wieder mit Freude am Alltag teil, auch wenn noch immer dicke Hürden zu nehmen sind. ES GEHT, liebe Sandra. Kopf in Wegrichtung, nicht nach unten, sprich mit den Nachbarn über banale Dinge oder lass es, sie sind sie und du bist du. Du entscheidest für dich.
Ich bin XY sogar dankbar, dass wir uns nicht sehen, das war erst nicht zu ertragen, hilft aber mit der Zeit sehr und die Gedanken daran, wie es ihm gerade gesundheitlich geht verblassen.
Viel zu viel geschrieben, ich hoffe es hilft dir ein wenig weiter.
la vie