Beiträge von Streicher

    das mit den alkoholfreiem Bier und Wein fande ich auch nicht gut, da diese Produkte trotzdem einen minimalen Anteil Ethanolgehalt haben. Aber man merkte, dass es ihr psychisch und physisch etwas besser ging.

    Nein, sie wollte keine Therapie. Sie hat ja nicht mal zugegeben, dass sie süchtig war. Den Ärzten und uns hat sie gesagt, dass die Leber durch die Chemotherapie so kaputt wäre. Die Ärzte und wir wussten aber natürlich, dass dies nicht wahr gewesen ist. Es gab für sie immer eine Ausrede. Schlimm...

    Hallo Elly,

    Danke für deinen langen Text. Sie hatte diese lichten Momente zwischendurch. Unglaublich, wie klar sie da war. Diese Momente kamen immer nach ihren KH Aufenthalten. Sie trank nur noch alkoholfreies Bier oder Wein. Und dann irgendwann kam das wohl berühmte „nur ein Glas“! Und die Abwärtsspirale ging wieder los. Mein Vater tut mir besonders leid. Er wollte jetzt im Rentenalter mit ihr reisen und einen tollen Lebensabend verbringen :cry:

    bei meiner Mutter ging es auch in den letzten Jahren bergab. Und wenn man mal was gesagt hatte, wurde sie direkt aggressiv, verleugnete alles und streitete tagelang. Das haben wir ein paar Jahre mitgemacht, was aber irgendwann so an der Substanz kratzt, dass man es irgendwann hat bleiben lassen.

    Ich glaube auch, dass man als Nicht–Betroffener diese „Macht“ der Krankheit gar nicht nachvollziehen kann. Aber ich habe hier und in anderen Foren schon oft gelesen, dass die Betroffenen einen Wendepubkt erleben, wenn sie am tiefsten Punkt angelangt sind. Meiner Meinung nach hatte meine Mutter schon mehrere tiefste Punkte. Warum hat es bei ihr nicht „Klick“ gemacht?

    Hallo,

    ich bin ein Angehöriger einer alkoholsüchtigen Mutter, die vor kurzem an Leberzirrhose verstorben ist. Nun hätte ich Fragen an diejenigen, die ebenfalls an Alkoholismus leiden.
    Steht der Alkohol wirklich über allem? Meine Mutter hatte ein wunderschönes zuhause, einen sich kümmernden und liebenden Ehemann, die Möglichkeit zu reisen, 3 Söhne, auf die sie stolz war, quasi ein perfektes Leben.

    Warum hat sie keine Hilfe angenommen? Warum hat sie trotz mehreren KH Aufenthalten und ärztlichen Rat weitergemacht? Selbst zum Schluss, als sie eine starke Grippe und eine Lungenentzündung hatte, griff sie zum Glas, welches ihr dann sogar durch einen Schwächeanfall auf den Boden fiel. Ich verstehe es einfach nicht...