Beiträge von Aileen

    Hallo liebe Lara,

    tja, mit dem Alkohol ist das so eine Sache. Über die Jahre habe ich auch eine Wesensveränderung bei meinem Vater festgestellt... mal droht er mir mit dem Anwalt... mal ist er lammfromm! Bei meinem Vater hat der Alkohol ja nun mittlerweile alles angegriffen - Innereien, Hirn.... Ich denke, dein Vater ist auf dem Weg dorthin, vielleicht ist er auch schon da! Aber da ich kein Arzt bin, kann ich das nicht beurteilen - ich kann lediglich aus der leidlichen Erfahrung sprechen!

    Tätliche Angriffe habe ich Gott-sei-Dank nie erleben müssen, aber ich denke, da müsst ihr etwas tun. Hat er denn noch "klare" Momente am Tag, so dass ihr ihn mit seinen Angriffen auf euch konfrontieren könnt?

    Liebe Lara, eine Diagnose kann keiner von uns stellen..... alles was wir tun können ist, dir aus der Erfahrung zu berichten.

    Deinem letzten Thread entnehme ich, dass dein Vater bereits gesagt bekommen hat, dass er Hilfe braucht, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ihr als Familie nicht richtig darüber gesprochen habt. Ich mag da falsch liegen, aber das ist mein Eindruck.

    Nochmals, hat dein Vater klare Momente und habt ihr ihn GEMEINSAM darauf aufmerksam gemacht, dass er euch verletzt - körperlich, wie seelisch?

    Liebe Grüße

    Aileen

    Liebe Jette,

    ich bin kein Mediziner, aber das Krankheitsbild hört sich nicht gut an. Ich würde die Ärzte an deiner Stelle ewig lange nerven, bis ich eine Aussage bekomme (z. B. Sie wird sich erholen, aber vermutlich mit folgenden Schäden... oder was auch immer zutrifft/zutreffen könnte). Ich als Angehörige würde auch wissen wollen, was man erwarten kann bzw im schlimmsten Fall erwarten muss.

    Ich wünsche Euch alles Gute.

    Viele Grüße

    Aileen

    Hallo Engel,

    ich lese deine Beiträge ein wenig mit Schrecken. Ich glaube, dass du dich zu sehr in die Probleme deines Onkels hineinsteigerst!

    Korrigiere mich bitte, wenn ich etwas falsch verstanden habe, aber aus deinen Beiträgen lese ich, dass alle Schuld haben, die Bösen sind, weil sie deinem Onkel das Vertrauen entzogen haben. Dein Onkel ist der "Arme", den keiner versteht - außer du natürlich!!!????!!
    Nee, Kleines, auch hier muss ich sagen: Er ist mit seiner Sucht verantwortlich und der Auslöser für die Probleme/Reaktionen!!

    Ein Satz hat mich völlig erschreckt: Wenn sie geht, dann gibt sie meinen Onkel auf und die Gefahr besteht, dass er sich deswegen das Leben nimmt und sie trägt dann die Verantwortung, da sie es hätte verhindern können, wenn sie geblieben wäre.

    Kindchen, schlag dir das mal bitte schnell aus dem Kopf! NIEMAND ist verantwortlich. Dein Onkel ist über 18 und er weiß was er tut. Er schüttet das Zeug selbst in sich hinein - keiner zwingt ihn. Und wenn jemand ernste Selbstmordabsichten hat, dann wird er es tun - so oder so!!! Und auch dafür ist derjenige selbst verantwortlich!!!! SONST NIEMAND UND KEINER KÖNNTE ES VERHINDERN!

    Du machst dir Sorgen um Cousin und Cousine. Sicherlich sind sie noch jung und können die Gesamtsituation wahrscheinlich nicht erfassen, aber sie haben eine Mutter, die sie beschützt und es ihnen erklären muss. Das ist die Aufgabe der Mutter - NICHT DEINE!

    Engel, ich persönlich denke, dass du - aufgrund deiner eigenen psychischen Schieflage - die Situation "Onkel" verkennst (guten Antenne hin oder her!!!).

    Ich wünsche dir, dass dein Therapeut bald wieder da ist, denn ich denke ein Gespräch mit jemandem der dich gut kennt ist absolut von Nöten!

    Noch ein Schlusssatz, den du dir bitte merken solltest:
    Schütze dich zuerst, denn erst dann bist du in der Lage, andere zu schützen.

    Pass gut auf dich auf Engelchen.

    Liebe Grüße

    Aileen

    Liebe Coraly,

    schön, dass IHR auf dem Wege seid wieder zusammen zu finden.

    Wie bereits gesagt: Ich finde es toll, dass du den richtigen Weg gefunden hast! Mach weiter so und irgendwann wirst du (hoffentlich) den Mut finden, offen mit deinen Kindern zu sprechen! :D

    Liebe Grüße

    Aileen

    Guten Morgen Coraly,

    zunächst einmal "Herzlichen Glückwunsch", dass du die letzten Tage so gut geschafft hast. Schicke dir einmal ganz viel Kraft zum Durchhalten.

    Ich habe jetzt deinen Thread einmal "quergelesen" und war doch sehr verwundert! Es ist klar, dass du in der jetzigen Situation viel von dir schreibst, aber ich vermisse hier in deinen Beiträgen deine Kinder. Was mich z. B. wundert ist, dass du dich mit deinem Freund triffst und mit ihm "zu zweit" kochst! Wo ist dein "schwieriger" Sohn?

    Es geht hierbei weniger um mich als um meinen Sohn, der mit sich, mir und dem Rest der Welt eine ganze Reihe von Problemen hat. [quote]

    Kritische Frage: Ist das wirklich soooo verwunderlich?

    Mein Vater ist alkohlkrank und ich kann dir sagen, dass Kinder unheimlich empfindliche Antennen haben! Das schlimme ist, Kinder bekommen alles mit, aber können zunächst nicht begreifen, was da passiert. Was meinst, wie ich meinen Vater angeschaut habe, wenn er mich als Kind mit schwerer Zunge, lallend zurecht gewiesen hat? Ich fühlte mich ihm als 8-Jährige ja schon teilweise überlegen, weil er ja noch nicht einmal richtig sprechen und laufen konnte!!!! Wie oft habe ich vor ihm gestanden, als er auf dem Sofa/in der Wanne lag, schnarchte und seinen Rausch ausschlief....... Er hat nach Alkohol gerochen - nein, seinerzeit in meinen Augen gestunken: Bäh, Pfui!!! Der Geruch hat mich angewidert, auch heute noch.

    Das sind Dinge, die der Alkohliker nicht merkt - Kinder aber schon und das sind bleibende Erinnerungen!!!!

    Sicherlich bist du auf dem rechten Weg und du bist zunächst einmal wichtig, aber vergiss deine Kinder auf diesem Weg bitte nicht! Beziehe sie ein, sprich mit ihnen, macht z. B. einen Familienabend (du wirst hierfür vermutlich zunächst keinen Sturm der Begeisterung erleben, aber überlege auch mal, wie oft deine Kinder auf ihre Mutter verzichten mussten!!! Das lässt sich halt nicht mit einem Vorschlag kitten.)

    Liebe Coraly, verstehe mich nicht falsch. Ich möchte dir hier keine Vorwürfe o. ä. machen. Ich möchte dir aus Sicht eines Kindes nur sagen: Schließ deine Kinder nicht aus! Sei ihnen jetzt ein gutes Vorbild und zeig ihnen, dass man im Leben zu seinen Fehlern stehen muss und, dass es nie zu spät ist den richtigen Weg einzuschlagen!

    Ich wünschte, mein Vater hätte diesen Weg gefunden und ich wünschte uns hätte mal jemand "aufgeklärt".

    Vielleicht / hoffentlich ein Denkanstoß für dich.

    Weiterhin viel Erfolg und ganz liebe Grüße

    Aileen

    Guten Morgen Engel,

    es ist traurig, wenn man die Wahrheit erfährt und sich das bestätigt, was man vielleicht immer geahnt hat!

    Nun zu deinen Fragen:

    Kann mir vielleicht jemand Tipps geben, wie ich mit allem umgehen soll?
    Bist du aufgrund deiner labilen Situation in Therapie? Vielleicht würde das helfen! Außerdem kannst du hier auch über alles was dich bewegt sprechen.

    Wie ich meinen Vater beistehen kann?
    Ich denke, dass du dich aufgrund deiner eigenen Situation etwas abkapseln solltest. Dein Vater wird wissen, was er tut.
    Wie ich mit meinem Onkel umgehen soll?
    Beim nächsten Treffen darfst du ihm ruhig sagen, wie sehr die dieses "outing" getroffen hat. Ansonsten behandle ihn "normal". Vorwürfe etc. helfen nicht, wenn er nicht die nötige Einsicht hat und sich nicht helfen lassen will.

    Wie man das Rad vielleicht rumreißen kann?
    DU kannst gar nichts rumreißen! Das kann nur dein Onkel selbst!!!!
    Wie man diese auswegslose Situation zu einem möglichen guten Ende führen kann?
    Die Situation ist nicht auswegslos, solange dein Onkel Einsicht zeigt.

    Liebes Engelchen, auch wenn es schwer fällt. Du solltest versuchen, die Situation nicht zu deinem Problem zu machen. Du bist selber depressiv und musst dich zunächst um dich selbst kümmern. Es ist vielleicht leichter sich um "ander Leuts" Probleme zu kümmern, als seine eignen in Angriff zu nehmen, aber du musst dich auf dich selbst konzentrieren. Dein Onkel kann nur sich selbst helfen - die Verwandtschaft kann lediglich unterstützend wirken!

    Ich wünsche dir alles Gute. Dein Schutzengel soll dich begleiten :)

    Aileen

    Liebe Zeni,

    es hört sich nach mehr an als es eigentlich ist. Alles eine Sache der Organisation :D Ich bin ja Gott-sei-Dank in der glücklichen Lage Aufgaben deligieren zu können - soll heißen: es ist seitens meines Vaters ausreichend Geld da, um Leute zu "engagieren", die sich kümmern. Das heißt ich übernehme die Organisation und muss "nur" seine Wohnung ausräumen (das wird das übelste sein!!!) - der Rest sollte dann, zumindest bis er sich völlig zerstört hat - laufen.

    Ich hätte das alles gerne früher für meinen Vater getan, so dass es erst gar nicht zu diesem Zustand der Verwarlosung kommt, aber er wollte es nie (keine Putzfrau, keine neuen Möbel etc.).

    Ich hatte auch meine Zeiten, in denen ich ihn komplett ignoriert habe, mich nicht gemeldet habe etc. Da war mit mir als Tochter nicht "gut Kirschen essen". Denn da war ich total knatschig!!!

    Besonders schlimm war es Anfang letzten Jahres nach seinem letzten Krankenhausaufenthalt und dem Entzug der sechs Wochen später folgt. Er hat mich seinerzeit auf's übelste beschimpft. 3 Monate habe ich aufwenden müssen, um eine Untersuchung und einen Entzug aus ihm "rauszuleiern". Letzten Endes hat er weiter getrunken, ich war am Ende meiner Kräfte und habe nur gedacht (Achtung :shock: ): Dann verreck doch!

    Zu diesem Zeitpunkt musst ich einfach auf Abstand gehen, sonst hätte ich ihm wer-weiß-was an den Kopf geworfen!!! (was ich später sicherlich bereut hätte!!!)

    Ich bin froh, dass er z. Z. nach "meiner Pfeife" tanzt - wenn das nicht wäre, hätte ich vermutlich schon wieder aufgegeben, weil man - nachdem man mit Engelszungen und den besten Erklärung auf ihn eingeredet hat - einfach nur das Gefühl hat, denjenigen an die Wand zu nageln, ihm rechts und links eine zu scheuern und zu sagen: "Mensch, wach auf, du machst UNS kaputt! Das Leben ist kurz und hart genug, ohne dass man sich selber noch Probleme aufhalst!" Das ganze natürlich in einer Lautstärke, dass dem gegenüber die Nackenhaare hoch stehen!!! :oops: Aber wie gesagt: das ist die Theorie - das macht man natürlich nicht! Bringt keinem was (naja, vielleicht eine kurzfristige Erleichterung :D )

    Ich freue mich zu hören, dass deine Eltern anscheinend die Kurve gekriegt haben (Du und Deine Schwester haben da sicherlich einen großen Anteil dran, weil ihr den Mut aufgebracht habt, das Thema anzusprechen!!!).

    @ega
    Drollig: "nur noch zur Besinnung kommen" :D
    Übringens: Schön, dass du es geschafft hast!!! Halt weiter durch!!! Du hast hier so viele tolle Beispiele, die dir zeigen, dass ein Leben ohne Alkohol machbar ist und, dass man dadurch nur gewinnt!

    Oh Mann, schon wieder ein Roman :oops: Sorry!!!

    Einen schönen Abend wünscht euch allen

    Aileen

    Guten Tag zusammen,

    vielen Dank für die Nachfrage.

    Ich habe nun mit dem Betreuungsverein gesprochen und dabei stellte sich heraus, dass denen eigentlich auch die Hände gebunden sind. :( Im Grunde können die nichts anderes machen, als das was ich bisher für meinen Vater mache - auch wenn sie vom Amtsgericht als Betreuuer eingesetzt würden - eine Zwangseinweisung wäre auch dann nicht möglich.

    Stand der Dinge ist, dass mein Vater nun wöchentliche "Besuch" eines Sozialarbeiters bekommt, der ihm beim Duschen "hilft". Habe meinem Vater es als Hilfe "verkauft", denn hätte ich gesagt: "Du bist nicht in der Lage......", dann hätte er das wohl abgelehnt. So meint er jetzt, er hat eine Hilfe, weil er wackelig auf den Beinen ist und etwas vergesslich. Die Körperhygiene wäre somit auch geklärt. Außerdem bekommt er einen Notrufbutton - die Idee fand er auch ok. (und ich erst...... sollte er mal wieder fallen, habe ich die Gewisseheit, dass er sofort Hilfe erhält!!!)

    Der Hausarzt hat meinem Vater zu einem quartalsmäßigen Arztbesuch geraten. Die Fahrt dorthin und zurück wird der Sozialdienst übernehmen. Meine Aufgabe wird nur sein, einen Termin beim Arzt zu vereinbaren.

    Nächste Woche hat er einen Termin für ein CT. Möchte nun doch schon genau wissen, wie stark die Leber angegriffen ist!

    Tja, mehr kann ich dann wohl auch nicht mehr für ihn tun. Neue Möbel, saubere Wohnung, Putzfrau, Körperhygiene gewährleistet, für den Notfall gerüstet und quartalsmäßige Untersuchungen. So hat er wenigstens eine menschenwürdige Umgebung - auch wenn sein Hauptproblem damit nicht gelöst ist!!! Aber das kann nur mein Vater selbst entscheiden!

    Die Hoffnung, dass er zur Besinnung kommt habe ich eigentlich aufgegeben, da er ja letzte Woche beim Arzt wieder einmal eine Therapie abgelehnt hat. Traurig, aber wahr!!!

    Einen schönen Tag wünscht euch

    Aileen

    Hi,

    ich denke auch, dass sie da etwas falsch interpretiert hat, aber vielleicht ist das auch die erste Euphorie. Vielleicht denkt sie aber immer noch, dass du Schuld an allem bist!!!! Obwohl ich mir das eigentlich nicht vorstellen kann, denn in ihrem Beitrag gibt sie ja zu, dass sie mit 15 angefangen hat zu trinken!! Irgendwie widersprüchlich, aber wie gesagt - kann mit ihrer Wahrnehmung zusammenhängen!

    Redet doch noch einmal über das Gespräch, das sie hatte. Hinterfrage doch einfach mal, lass sie erklären, wie die Dame darauf kommt, dass sie jetzt ein Auto bräuchte etc. Vielleicht sieht sie das ja dann auch schon anders oder denkt zumindest nochmals darüber nach. Wenn man sich natürlich kein Auto leisten kann, dann geht es eben nicht..... selbst wenn ihr jemand dazu geraten hätte! Egal um was für ein Thema es sich handelt - was nicht geht, geht nicht.

    Wünsche dir ganz viel Glück.

    Viele Grüße

    Aileen

    Hallo Blandi,

    habe eben deine Beiträge und die deiner Freundin mal komplett gelesen, um mir ein Bild zu machen.

    Zunächst denke ich, dass ihr Aufenthalt in Wien nicht unbedingt "gesund" sein wird, denn Ihre (Groß-)Eltern trinken nach ihrer Aussage ja wohl auch. Du liegst da sicherlich recht in der Annahme, dass deine Anwesenheit nicht viel nützen wird. Aber wie ist das mit der mütterlichen Tante? Was kam dabei raus? Wohnt sie auch in Wien? Könnte sie unterstützend mitwirken?

    Ich kann mir schon vorstellen, dass die Dame gestern im Gespräch gesagt hat, dass du eine "neue Sabine" bekommst - nur ist das ja auch manchmal eine Auslegungssache. So wie es rausgelesen habe, hört es sich wie ein "Befreiuungsschlag von dir" für Sabine an - die Dame könnte aber durchaus etwas anderes gemeint haben!!

    Richtig raten kann ich dir auch nichts, aber zulesen :) Da mein Vater Alkoholiker ist, ist die Situation m. E. doch noch ein wenig anders. (z. B. kann man sich von einem Partner ggf trennen - Vater bleibt aber Vater). - Bitte nicht falsch verstehen, möchte damit nicht sagen, dass das eine schlimmer ist als das andere o. ä.!!!

    Ich wünsche euch ganz viel Glück und hoffe, dass ihr es gemeinsam schafft, denn 7 Jahre Beziehung ist ja schon was! Bleibt zu hoffen, dass ihre Einsicht weiter anhält und sie den richtigen Weg - dank und mit deiner Unterstützung - wiederfindet.

    Pass dennoch auch gut auf dich auf.

    Viele Grüße

    Aileen

    Hallo Boston,

    wie Diandra sagte: es gibt kein Patenzrezept- würde jemand ein Patentrezept erfinden, würde dieser "Jemand" reich.

    Solange sie nicht zugibt und sich selbst eingesteht, dass sie ein Problem hat, kannst du nichts machen. Ich denke, sie merkt schon, dass das alles so nicht richtig ist, denn auf das Alkohlproblem angesprochen, hat sie dich ja rausgeschmissen!

    Stimmungsschwankungen sind auch "normal". Mein Papa hat mich mal ganz doll lieb und dann ruft er "satt" an und beschimpft mich (hätte ihm Geld weggenommen etc.)

    Dass du an dem Abend, als die Freundin da war wieder gegangen bist, finde ich persönlich nicht verkehrt. Mit meinem Vater habe ich es jahrelang so gehalten, dass ich ihn nur morgens besucht habe, wenn er nüchtern war. Mein Ansage an ihn war, mich nur anzurufen, wenn er nüchern ist - hat er betrunken angerufen und ich gemerkt habe, dass es kein Notfall war, habe ich mit den Worten "ruf mich an, wenn du nüchtern bist!" aufgelegt

    Bitter an deiner ganzen Situation ist natürlich, dass du für sie dein "früheres" Leben aufgegeben hast!

    Ansonsten schließe ich mich an Diandras Aussagen an!

    Pass gut auf dich auf!

    Viele Grüße

    Aileen

    "Aber vielleicht habe ich auch jetzt Angst davor , weil ich wieder versagt habe, es nicht geschafft habe die Familie zu halten. "

    Hallo? DU hast nicht versagt!!!!!

    "Vielleicht will ich mir das nicht eingestehen, und deshalb nicht gehen. "

    Hallo? Du hast es dir bereits eingestanden!!!!!!

    Josu hat eben einen Beitrag mit ziemlich direkten Worten geschrieben. Auch wenn ich es ein bisschen zu direkt fand, aber es ist wahr. Gehe, denn deine Kinder werden es dir danken.

    Liebe Grüße (muss mich leider für heute Abend verabschieden)

    Aileen

    Hallo Zeni,

    super, dass deine Eltern das gleich in Angriff genommen haben.

    Bzgl. der Schlafmittel würde ich einfach mal den Hausarzt anrufen - der kann dir bestimmt einen Tipp geben.

    Lottes Vorschlag mit dem Yogakurs fand ich ganz gut, aber vielleicht tut es ja auch schon ein abendlicher Spaziergang - gerade jetzt im Herbst ist es schön so "eingemümmelt" an der kalten Luft zu laufen.

    Wünsche euch weiterhin viel Glück und Erfolg

    Liebe Grüße

    Aileen

    Liebe Elfe,

    ich denke du schaffst das!!

    a) du hast es schon einmal geschafft dich zu lösen
    b) du hast gesagt: "ich muss es tun - für meine Kinder"
    c) du sagst: "NOCH bin ich mit meinem Mann zusammen"

    Wie bei allem im Leben: Einsicht ist der beste Weg......! Du hast hier einen einen Anfang gemacht dich zu öffnen; Du hast in der letzten Zeit nicht mehr die Augen verschlossen, sondern mit deinen Kindern geredet und genau zugehört. Du hast Dinge erfahren, die sehr schmerzhaft sind und auf die bereits vorhandenen Wunden Salz streuen! Aber: du setzt dich damit auseinander, du denkst darüber nach und du weißt, dass du etwas ändern musst. Das sind Schritte in die richtige Richtung.

    Tue es nicht nur für deine Kinder, sondern auch für dich!!!

    Ich wünsche dir ganz viel Glück und Tatkraft! Und nochmals, nach dem, was ich von dir hier gelesen habe bin ich zuversichtlich, dass du es schaffst!!!

    Liebe Grüße

    Aileen

    Guten Abend zusammen,

    dil, das ist ja echt eine traurige Geschichte (eine von leider sehr vielen hier im Forum, die einem sehr nahe gehen und zum Nachdenken bringen!!!).

    Entmündigung als solches (ganzes) gibt es ja nicht mehr - jetzt heißt das "Betreuung" und man kann es für verschiedene Lebensbereiche abgrenzen.

    Ich gehe jetzt in die Richtung, dass ich die Betreuung für seine Finanzen etc. übernehme (was ich ja eh schon lange mache) und die Betreuung (und somit auch die Verantwortung) für das Aufenthaltsbestimmungsrecht/Gesundheitsversorgung an einen Betreuer abgebe. Ich denke, die können viiiieeeel objektiver entscheiden als ein Familienangehöriger - und das ist ja meist besser. Zudem ist mein Vater in Sachen "Entzug" mal wieder sehr unkooperativ und ich denke ein Außenstehender kann die Situation besser handeln als ich.

    Ich habe aber nächste Woche noch ein Gespräch, so dass ich erst dann entscheiden werde wer was wie macht!

    @all: Vielen Dank für die tolle Unterstützung und die Anteilnahme.

    Einen schönen Abend wünscht

    Aileen

    Hallo White,

    danke für den Tipp mit dem Betreuungsverein - da werde ich gleich morgen früh mal einen Termin vereinbaren.

    Ich habe noch ein Problem damit, ein Attest ausstellen zu lassen und die Folgen, die damit verbunden sind. Wie oben erwähnt erledige ich ja schon seit Jahren Dinge für ihn - hab sämtliche Vollmachten (Bank etc.) - das habe ich aber immer als Hilfestellung angesehen. Wenn ich Beteuung - und ich weiß, dass diese unumgänglich ist - beantrage, hab ich das Gefühl, dass ich ihm "sein Leben nehme". Hört sich irgendwie doof an oder?

    Übrigens, toll, dass es so viele von euch geschafft haben, dem Alkohol den Rücken zu kehren! :)

    Einen schönen Abend wünscht

    Aileen

    Hallo ega,

    es geht eigentlich um die generelle Versorgung. Ich denke, selbst wenn wir wollten, könnten wir ihn nicht bei uns aufnehmen. Er hat ja bereits den Orientierungssinn weitestgehend verloren, daher hätte ich immer Angst, dass er mir hier (ich wohne 50 km von ihm entfernt) "abhanden" käme.

    Er hat halt, neben den gesundheitlichen Problemen, Probleme mit der häuslichen und körperlichen Hygiene. Letzte Woche habe ich ca. 9 Kündigungen an dubiose "Spielvereinigungen" gesendet, denn mein Vater gibt am Telefon immer bereitwillig seine Kontonummer an, wenn er von irgendwelchen Call-Centern angerufen wird! Der mtl Betrag belief sich auf ca. 360 Euronen! Er braucht also schon Betreuung - nicht 24 h/Tag, aber jemanden, der das Konto überwacht auf Hygiene achtet usw.

    Ich lasse gerade die Wohnung von ihm renovieren. Es fliegt alles raus - vom kleinen Löffel bis zum Teppich (außer Erinnerungsstücke und persönliche Dinge). Habe seine KOMPLETTE Wäsche nun in eine Wäscherei gegeben. Und wenn renoviert wurde und die Grundreinigung der Wohnung erfolgt ist, wird wöchentlich eine Putzfrau kommen.

    Damit sind aber 2 Dinge noch nicht aus dem Weg geräumt - die Gesundheit bzw. regelmäßige Arztbesuche und ein Entzug in der Klinik, den er erst heute morgen wieder abgelehnt hat. Hätte ich das Aufenthaltsbestimmungsrecht, könnte ich ihn einweisen lassen, aber was wäre dann danach? Irgendwann kommt er ja wieder raus! Ich glaube nicht, dass er mit 61 Jahren, den körperlichen Schäden und dieser Einstellung schafft. Und die Frage ist auch: Will ich die komplette Verantwortung für ein Menschenleben übernehmen? Mit allen Rechten und Pflichten?

    Er fragte mich heute nach dem Arztbesuch: "Und? Wie geht es nun weiter?" Nach kurzer Überlegung habe ich es ihm direkt gesagt: "Papa, du bist sehr krank. Wenn du nicht in eine Klinik gehst wirst du bald sterben - in 3 Monaten, in 3 Jahren - keine Ahnung, aber rechne nicht damit, dass du in 10 Jahren noch lebst".

    Tja, das war hart, aber die Wahrheit! Er war nüchtern, als ich es ihm sagte. Seine Antwort darauf: "Setz mich mal an der Kneipe ab!" - Das war um 9:30 h heute morgen!!!!

    Morgen bekomme ich Papas Ergebnisse von der heutigen Blutabnahme. Ich spreche dann noch einmal mit dem Arzt und überdenke das ganze noch einmal gründlich!

    Jetzt wollte ich eigentlich kurz antworten und es ist wieder ein Roman geworden! Sorry :oops:

    Einen schönen Abend wünscht

    Aileen

    Hallo Shiva,

    zunächst einmal: wer möchte denn wohin ziehen?

    Und weiter: Nein, ihr seid nicht Schuld an der Sucht eurer Mutter. SIE macht die Flasche auf und säuft. Sie ist NICHT angebunden und IHR kippt es ihr nicht rein!!! Halte dir das bitte immer vor Augen! IHR KÖNNT NICHTS DAFÜR!!! Und Gründe/Entschuldigungen zum Saufen gibt es Tausende (ich glaube ich habe sie schon fast alle gehört!!!).

    Mein Vater ist alkoholkrank (s. mein Beitrag), ich habe jedoch kein Kind zu versorgen, so dass ich mich etwas mehr um ihn kümmern kann.

    Bitte Shiva, dein Kind MUSS an erster Stelle stehen! Deine Mutter ist über 18, kann frei entscheiden und hat einen Mann an ihrer Seite. Dein Kind hat das alles nicht! Dafür bist du verantwortlich! Tu deiner Kröte das nicht an!

    Deine Mutter (jeder Alkoholiker) kann nur selbst entscheiden. Hier ein Beispiel: Obwohl mein Vater schon sehr krank ist, hat er heute morgen beim Arzt eine Behandlung in einer Klinik abgelehnt - und da kann ich nichts machen - es sei denn, ich beantrage eine Betreuung und mache von dem Aufenthaltsbestimmungsrecht gebrauch und lasse ihn einweisen! Aber das ist eine Entscheidung, mit der man nicht konfrontiert sein möchte - das kannst du mir glauben.

    Auch wenn es schwer fällt: Nimm den Zustand zunächst so hin, denn solange deine Mutter keine Einsicht zeigt verschwendest du Zeit und Kraft. Sprich das Thema Alkohol bei deiner Mutter ruhig in einigen Abständen an, keine fiesen Diskussionen, sondern zeig ihr nur, dass du für sie da bist. Das mache aber bitte nur, wenn dein Kind nicht da ist z. B. wenn es im Kindergarten ist.

    Ansonsten wie oben bereits erwähnt: Dein Kind und Du sind das Wichtigste!

    Ich wünsch dir ganz viel Glück. Wir wissen hier alle, dass es nicht einfach ist und können dich von daher gut verstehen.

    Viele Grüße

    Aileen

    Danke für euren Zuspruch. Ich werde mal einige Tag darüber nachdenken, denn ein "Schnellschuss" ist hier ja nun nicht angebracht.

    Ich hatte echt gedacht, dass ich nach all den Jahren, die ich mich um meinen Vater gekümmert habe und in denen der Alk sein bester Freund war, abgehärteter wäre! Aber hin und wieder holt mich doch alles ein und ich bin traurig, wütend, irritiert..... Naja, ich werde gleich mal "Frustputzen" machen :D - das hat wenigstens einen schönen Nebeneffekt - und dabei mal versuchen runterzuschrauben und die Gefühle wieder in den Griff zu bekommen.

    @ZV
    ich bin 38, verheiratet (Mann aber geschäftlich viel unterwegs) und voll berufstätig (naja, im Moment nicht, da ich kürzlich meinen Job verloren habe, aber ich bin ganz zuversichtlich, dass ich bald wieder arbeite :D - habe gute Qualifikationen und Zeugnisse und bin flexibel).

    Einen schönen Tag wünscht euch

    Aileen