Schizophrenie als von Alkoholismus?

  • Hallo liebe Lara,

    tja, mit dem Alkohol ist das so eine Sache. Über die Jahre habe ich auch eine Wesensveränderung bei meinem Vater festgestellt... mal droht er mir mit dem Anwalt... mal ist er lammfromm! Bei meinem Vater hat der Alkohol ja nun mittlerweile alles angegriffen - Innereien, Hirn.... Ich denke, dein Vater ist auf dem Weg dorthin, vielleicht ist er auch schon da! Aber da ich kein Arzt bin, kann ich das nicht beurteilen - ich kann lediglich aus der leidlichen Erfahrung sprechen!

    Tätliche Angriffe habe ich Gott-sei-Dank nie erleben müssen, aber ich denke, da müsst ihr etwas tun. Hat er denn noch "klare" Momente am Tag, so dass ihr ihn mit seinen Angriffen auf euch konfrontieren könnt?

    Liebe Lara, eine Diagnose kann keiner von uns stellen..... alles was wir tun können ist, dir aus der Erfahrung zu berichten.

    Deinem letzten Thread entnehme ich, dass dein Vater bereits gesagt bekommen hat, dass er Hilfe braucht, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ihr als Familie nicht richtig darüber gesprochen habt. Ich mag da falsch liegen, aber das ist mein Eindruck.

    Nochmals, hat dein Vater klare Momente und habt ihr ihn GEMEINSAM darauf aufmerksam gemacht, dass er euch verletzt - körperlich, wie seelisch?

    Liebe Grüße

    Aileen

  • Hallo liebe Lara,

    Alkohol kann viele Dinge anrichten - aber nochmals.... ich bin kein Mediziner und ich kann und möchte das nicht beurteilen!!!

    Was mich irritiert ist, dass er mit deiner Schwester über die weite Entfernung "darüber" sprechen kann und möchte, aber mit dir nicht!!! Auch wenn er "Annäherungsversuche" startet.

    Ich kann deinen Frust und Ärger durchaus verstehen..... jeder, der einen Angehörigen hat, der Alkoholiker ist, hat das durchgemacht/macht es durch! Es ist einfach immer eine Achterbahn der Gefühle. Mal wünscht man demjenigen "die Pest" an den Hals, dann denkt man sich wieder: Ach, Menno, er ist ja krank!!!!

    Es hat lange gedauert, bis ich mich von meinem Vater abgegrenzt habe. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich die organisatorischen Dinge in die Hand nehme, aber bzgl. meines Vaters als Person recht abgehärtet bin! Er trinkt---- er hat es in der Hand----- ich habe ihm, für den Fall, dass....---jegliche Hilfe zugesichert. Mehr kann ich nicht tun!

    Was sagt denn deine Mutti zu all den Vorfällen? Was sagt er dazu, wenn du ihn damit konfrontierst, dass er dir vor alllen Leuten an die Kehle gegangen ist? Mit: ich weiß schon was ich tue...! ist es ja hier nicht mit getan?

    Kleines, ich wünsch mir für dich, dass er die Einsicht bekommt, dass er Hilfe braucht, aber ignorier ihn nicht einfach, sondern konfrontiere ihn mit allen Vorfällen (in klaren Momenten). Nutze diese klaren Momente, solange sie noch da sind!

    In Bezug auf die körperlichen Beschwerden kann ich dir nur sagen, dass es sicherlich bei jedem Menschen anders ist. Meinem Vater hast du ewig nichts angesehen, aber jetzt..... mit einem Mal (in den letzten paar Jahren) kommt es unaufhörlich..... eins zum anderen... Korsakow-Syndrom, Leber geschädigt, Lungenfunktion nur noch 31%, die Nervenleitgeschwindigkeit in Beinen lässt nach - er wackelt nur noch rum!!!! Also, daran solltest du den Gesundheitszustand deines Vaters nicht festmachen.

    Halt uns auf dem Laufenden und alles Liebe

    Aileen

  • Hallo Lara,

    auch bin keine Medizinerin, aber eines kann ich trotzdem sagen, der Alkohol verändert einen Menschen enorm. Du erkennst den Menschen, den Du gern hast, nicht mehr wieder. Die Persönlichkeit verändert sich! Das ist der Alkohol!

    Ich bin die Frau eines Alkoholikers uns ich kann Dir aus Erfahrung sagen, dass es zwei Menschen sind, die Du vor Dir hast.

    Er müßte etwas gegen den Alkoholmisbrauch tun.
    Ihr, weder Du noch Deine Schwester, können ihm helfen.
    Der Anstoß muß von ihm selbst kommen!!!

    Leider kann ich Dir nichts positiveres schreiben, aber ich wünsche Dir trotzallem alles Liebe und viel Kraft, alles durchzustehen.

    Liebe Grüße
    Speedy53

  • Hallo Lara,

    an deine Stelle würde ich mich mit Mutter und Schwester zusammen tun und deinen Vater in einem "klaren Moment packen" und mit ihm reden.... gnadenlos offen!!!!

    Gewiss weiß er, dass er ein Problem hat. Er weiß noch immer, was er getan hat, denn er entschuldigt sich dafür.

    Du findest deinen Weg bestimmt!

    Lieben Gruß

    Aileen

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